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700 Schulkinder setzen ihr Zeichen für Grundwasserschutz

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Zum UN-Tag des Wassers pflanzen Schulklassen ein 1.600 Quadratmeter großes Laubbaumlabyrinth im Wasserschutzgebiet Fuhrberger Feld

Rund 700 Schülerinnen und Schüler aus Hannover und der Region setzten am Dienstag, 22. März 2011, ein markantes Zeichen für Grundwasserschutz und nachhaltige Wasserwirtschaft. Gemeinsam mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus den enercity-Wasserwerken in Elze-Berkhof und Fuhrberg schufen sie damit ein begehbares Exponat als neue Station des Wasser-Erlebnispfads im Fuhrberger Feld. Hier betreibt enercity seine beiden großen Wasserwerke.

Das dauerhafte und zukünftig wachsende Baumlabyrinth steht genau dort, wo aus dem natürlichen Kreislauf gewonnenes Trinkwasser für Hannover herkommt. „Wir möchten mit diesem Baumlabyrinth allen Gästen des Wasser-Erlebnispfads verdeutlichen, dass beim Trinkwasser nicht der kürzeste und schnellste Weg Ziel führend ist, sondern vielmehr der lange, ja deutlich langsamere Weg des Grundwassers im natürlichen System seine reine Qualität sichert“, erläuterte enercity-Technikvorstand Harald Noske die Idee hinter dem neuen Exponat. Im Zuge von späteren Besuchen des Wasser-Erlebnispfads oder nach Wasserwerksbesichtigungen können die Beteiligten noch Jahrzehnte später „ihr Werk“ gedeihen sehen.

Die Ausmaße des über 2.000 Jungpflanzen (Eichen und Hainbuchen) umfassenden Labyrinths betragen 40 mal 40 Meter (also 1.600 Quadratmeter). Es ist damit eines der größten begehbaren Labyrinthe und sogar etwas größer als der achteckige Irrgarten in den Herrenhäuser Gärten (mit 38 m Durchmesser). Da die Pflanzen noch sehr klein sind, demonstrierten die Schulkinder den anwesenden Pressevertretern mit einer über 500 Meter langen Kinderkette entlang der Labyrinthwege das zukünftige Aussehen des Labyrinths (siehe „Luftbild“, von einem 20 Meter hohen Steiger aus geschossen). „So viele Kinder auf ein Mal haben sich noch nie im Fuhrberger Feld für nachhaltige Wasserwirtschaft eingesetzt“, freut sich der Wasserwerksleiter Andreas Kalix über den großen Erfolg der Aktion.

Der wasserwirtschaftliche Kontext des Labyrinths wird zukünftig auf einer neuen stationsbezogenen Schautafel des Wasser-Erlebnispfads erläutert. Auf dieser Schautafel werden auch die beteiligten 30 Schulklassen aus Hannover, der Wedemark und Burgwedel-Fuhrberg gewürdigt. Nach der Pflanzaktion wird enercity einen Wildschutzzaun mit einem selbst schließenden Durchlass für Besucher errichten, da die Pflanzen rund 10 Jahre vor Wildverbiss geschützt werden müssen. Die Bäume müssen rund drei bis vier Meter hoch sein, damit Hirsche die Spitzen nicht mehr abbeißen oder mit ihren Geweihen die Bäume abknicken können.

Hintergrund-Information zur enercity-Wasserwirtschaft

Die Stadtwerke Hannover AG ist der örtliche Energie- und Wasserversorger – bekannt unter der Marke „enercity – positive Energie“. Nicht nur für Strom, Gas und Wärme ist enercity verantwortlich. Das Unternehmen erzeugt auch das Trinkwasser und verteilt es über das örtliche Trinkwasserversorgungsnetz in alle Gebäude. Das Trinkwasser für rund 680.000 Menschen in der Region Hannover stammt derzeit zu rund 90 Prozent aus den beiden Wasserwerken Elze-Berkhof und Fuhrberg. Über 40 Millionen Kubikmeter qualitativ hochwertiges Trinkwasser liefert enercity jährlich an seine Kunden. Im Fuhrberger Feld wird seit rund 100 Jahren Wasser gewonnen und aufbereitet. Die verbleibende Menge stammt aus dem südlich gelegenen Wasserwerk Grasdorf und aus den Talsperren des Harzes.

Durchschnittlich 30 Jahre braucht ein Regentropfen im Wasserschutzgebiet Fuhrberger Feld bis er einen der rund 100 Brunnen von enercity erreicht. Grund für die hervorragende Wasserqualität sind auch die umfangreichen Grundwasserschutzaktivitäten von enercity. In dem über 30.400 Hektar umfassenden Grundwasserschutzgebiet arbeitet das Unternehmen intensiv mit der örtlichen Land- und Forstwirtschaft zusammen, um Einträge in das Grundwasser zu vermeiden. Die Maßnahmen werden vom Land Niedersachsen gefördert.

Seit über 15 Jahren gibt es ein Pflanzprogramm bei enercity. Es zielt auf den Waldumbau von Nadelgehölzen zu wertvollem Laubwald ab. Bis heute betraf dies über 2.500 Hektar und fast neun Millionen Jungpflanzensetzlinge. Dieser Waldumbau fördert die Grundwasserneubildung und verbessert die Anpassung an den Klimawandel.

Durch ein über 2.200 Kilometer langes Trinkwassernetz gelangt das Wasser zu den Kunden. Die Wasserhochbehälter, wie etwa auf dem Lindener Berg, und zehn Druckerhöhungsanlagen sorgen dafür, dass es zuverlässig aus den Wasserhähnen fließt. Ein Liter Trinkwasser aus der Leitung kostet weniger als 1 Cent. Mehrere Millionen Euro sind jährlich erforderlich, um die Wasserversorgung in gutem Zustand zu halten und bei Bedarf auszubauen. Durchschnittlich 125 Liter Wasser pro Kopf verbraucht ein Mensch in Deutschland.

Die nachhaltige Wasserwirtschaft Hannovers bietet ein gesundes Lebensmittel in hoher Qualität. Das enercity Trinkwasser unterschreitet die strengen Grenzwerte der deutschen Trinkwasserverordnung bei allen Parametern. Zur Gewährleistung der hohen Qualität des Trinkwassers werden pro Jahr mehrere Tausend Proben in den Wasserwerken und im Netz genommen und analysiert. Das Trinkwasser ist bedenkenlos zu genießen. Es weist ein ausgewogenes Mineralienverhältnis auf und ist sehr nitratarm (aktuelle Jahresanalysewerte unter www.enercity.de ).

Jährlich führt enercity zahlreiche Besuchergruppen und Schulklassen in den Wasserwerken und auf den Wasser-Erlebnispfaden Fuhrberg und Grasdorf (Laatzen) an das Thema heran. Das Angebot des enercity-BesucherService ist kostenlos.

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