Wirtschaft
Schreibe einen Kommentar

Sanierungsarbeiten gestartet: Betriebshof Vahrenwald wird nachhaltig saniert

Hinweis

Dieser Artikel wurde vor mehr als 2 Jahren veröffentlicht. Daher kann es sein, dass sein Inhalt oder ein Teil davon nicht mehr aktuell ist.

üstra startet im April mit dem Umbau ihres ältesten Busbetriebshofs in Vahrenwald. Der in die Jahre gekommene Betriebshof wird dabei grunderneuert. Werkstatt, Abstellhalle und die Dächer werden saniert. Die Fassade zur Vahrenwalder Straße wird überarbeitet und bekommt ein komplett neues Aussehen. Die roten Backsteine werden durch terrakottafarbene Ziegel ersetzt. Die neuen Hallentore zeigen dann das typische üstra grün und das Schriftlogo wird auf der Gebäudefront platziert. „Mit dem Umbau bekommt unser Betriebshof nicht nur ein neues modernes Gesicht, auch die Arbeitsbedingungen werden stark verbessert. Der Umbau ist ein klares Bekenntnis zum langfristigen Erhalt dieses üstra Standorts“, sagt Wilhelm Lindenberg, üstra Betriebsvorstand, der heute den Startschuss für die Sanierung gab.
Um Arbeitsabläufe zu verbessern, wird eine Dieseltankstelle mit zwei Tankspuren in die Werkstatt integriert. Bisher betankt üstra ihre Busse auf einem Vorplatz der Bushalle oder auf einer nahegelegenen öffentlichen Tankstelle.

Im Rahmen der Vermarktung des stillgelegten Stadtbahnbetriebshofes in Vahrenwald hat üstra Bodenuntersuchungen durchgeführt. Dabei wurden an zwei Stellen unter dem Busdepot Kontaminationen durch Mineralölkohlenwasserstoffe festgestellt. Das Mineralöl beseitigt üstra auf einem natürlichen Weg: Mikroben, die in der Erde leben, fressen das Mineralöl rückstandslos auf. Allerdings werden die Bakterienkulturen nur dann aktiv, wenn ideale Lebensbedingungen herrschen. Durch Luftlanzen wird den Mikroben Sauerstoff zugeführt, der ihnen sonst fehlt. Bei Bedarf werden auch weitere Nährstoffe wie Stickstoff eingesetzt.

Dieses Verfahren wird von dem Büro für integriertes Flächenmanagement  Böker und Partner seit Mai 2010 im Auftrag von üstra durchgeführt. „Der bisherige Sanierungsverlauf stimmt uns optimistisch, so dass wir davon ausgehen, dass die Schadstoffe bis 2012 weitestgehend abgebaut sein werden“, erklärt Gutachter und Dipl.-Geologe Uwe Böker. „Mit dem auf dem Betriebshof Vahrenwald angewendeten Verfahren beweist üstra, dass man Altlasten umweltschonend und gleichzeitig wirtschaftlich sanieren kann“, freut sich Prof. Dr. Axel Priebs, Dezernent für Umwelt, Planung und Bauen der Region Hannover. Gefördert wird die Grunderneuerung von der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH (LNVG).

Von dem Betriebshof Vahrenwald werden insgesamt 29 Omnibuslinien im nördlichen Stadtgebiet von Hannover bedient. Die von hier aus startenden Busse legen jährlich rund 5,4 Millionen Nutzwagenkilometer zurück. Durch den jetzt auf Dauer erhaltenen Busbetriebshof Vahrenwald erreichen die Busse schnell und ohne zusätzliche Emissionen die hannoverschen Innenstadtlinien.

Kategorie: Wirtschaft

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.