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Verdienstkreuz 1. Klasse verliehen

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Dieter Mewes hat Maßstäbe in den Ingenieurswissenschaften gesetzt

Für seine besonderen Verdienste für Wissenschaft, Forschung und Technik hat der emeritierte Professor Dr. Ing. Dr. h. c. Dieter Mewes heute das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten. Wissenschaftsministerin Professor Dr. Johanna Wanka hat die hohe Auszeichnung dem bis 2006 an der Leibniz Universität Hannover (LUH) lehrenden Verfahrenstechniker heute während einer Feierstunde im Gästehaus der Landesregierung überreicht. Diese wird vom Bundespräsidenten verliehen.

„Als international anerkannter Fachmann haben Sie durch Ihr berufliches aber auch Ihr vielfältiges ehrenamtliches Engagement in Gremien und Verbänden sehr viel zum hohen internationalen Ansehen unserer Ingenieurswissenschaften beigetragen", lobte Wanka. „Sie haben die Verantwortung, die Ihnen als Wissenschaftler und Professor auferlegt worden ist, aktiv angenommen. Es wird aus Ihrer Vita vor allem auch deutlich, dass Sie Ihre Kenntnisse und Fähigkeiten mit Überzeugung zum Wohl der Menschen eingebracht haben", sagte Wanka.

Der 1940 in Berlin geborene Verfahrenstechniker und Ingenieur studierte von 1959 bis 1966 an der TU Berlin Maschinenbau und war dort anschließend als Forschungsingenieur und wissenschaftlicher Assistent tätig. Seine Promotion zumThema "Erosion kristalliner Werkstoffe durch Prallbeschuss" legte er 1969 ab und habilitierte sich 1972 zum "Stoffaustausch einschließlich chemischer Reaktionen". Danach folgte eine Tätigkeit in der freien Wirtschaft mit weiterhin enger Verbindung zum Hochschulbereich und 1979 die Ernennung zum außerplanmäßigen Professor der TU Berlin. Drei Jahre später folgte Mewes dem Ruf der Leibniz Universität Hannover. Dort leitete er – trotz einiger Versuche anderer Universitäten, ihn für sich zu gewinnen – bis zum Eintritt in den Ruhestand (2006) als Professor das Institut für Verfahrenstechnik. Mewes hat weit über die Grenzen Hannovers und Niedersachsens hinaus Maßstäbe gesetzt und die Reputation seiner Universität in der Forschung gestärkt.

Viel Energie hat der Hochschullehrer auch in einer beeindruckenden Anzahl ehrenamtlicher Tätigkeiten gezeigt. Bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat er als Fachgutachter und Senatsmitglied gewirkt. Daneben hat sich Mewes in der Deutschen Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie (DECHEMA), der Gesellschaft für Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI) und in der Deutschen Kautschukgesellschaft sowie in der Studienstiftung des Deutschen Volkes engagiert. Zudem brachte er sein großes Fachwissen in die Gesellschaft für Reaktorsicherheit, die Störfall-Kommission und in den Ausschuss für Anlagensicherheit beim Bundesumweltministerium ein.

Dieter Mewese hat während seiner wissenschaftlichen Karriere zahlreiche Anerkennungen und Auszeichnungen erhalten: So ist er 1995 in die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften berufen worden. Zudem hat er die Arnold-Eucken-Medaille der GVT Forschungsgesellschaft Verfahrenstechnik, die Erich-Konrad-Medaille durch die Deutsche Kautschuk Gesellschaft, den Ernest-Solvey-Preis durch die Ernest-Solvey-Stiftung sowie den Ehrentitel „Doctor Honoris Causa" der Universität für Chemische Technologie und Metallurgie in Sofia verliehen bekommen.

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