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Delegation aus der Region Hannover erlebt die Feierlichkeiten zum Bestehen des Staates Israel mit

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Sechs brennende Kerzen – eine für jede Dekade – stehen am Vorabend des Unabhängigkeitstages im Dorf Kfar Chitim für das 60-jährige Bestehen des Staates Israel. Wie im ganzen Land ist auch in der Region Unter-Galiläa der runde Geburtstag mit aufwändigen Zeremonien, Tanz, Musik und Feuerwerk gefeiert worden. Landrat Mordechai Dotan hatte aus diesem Anlass eine Delegation aus der Region Hannover in sein Dorf eingeladen. Seit 1981 verbindet den Landkreis Unter-Galiläa und die Region Hannover eine Partnerschaft.

„Wir freuen uns, an diesem wichtigen Tag unsere Freunde aus Deutschland begrüßen zu können“, sagte Dotan. „Wir wollen eine Brücke über die Kluft der Vergangenheit bauen.“ Wie wichtig die Partnerschaft für das gegenseitige Verständnis ist, erfuhr die Gruppe aus der Region Hannover auch beim Besuch der Kandoorie-Schule, die einen regelmäßigen Austausch mit der Justus-von-Liebig-Schule pflegt. „Bevor wir nach Deutschland kamen, war unsere Vorstellung von Deutschland von dem geprägt, was wir im Geschichtsunterricht gelernt haben“, berichteten Schülerinnen. „Wir hatten nicht erwartet, so offen und freundlich empfangen zu werden. Man gibt sich in Deutschland große Mühe, an die Vergangenheit zu erinnern und darüber zu sprechen.“ Regionspräsident Hauke Jagau dankte den Mädchen für ihre Offenheit und betonte, dass auch für die Region Hannover der Schülerautausch ein wichtiger Baustein für die Völkerverständigung sei.

In der Kadoorie-Schule erlebten die 15 Mitglieder aus Politik und Verwaltung auch den Gedenktag an die gefallenen Soldaten Israels mit. Im Beisein vieler Schulabgänger, die derzeit ihren Militärdienst verrichten, wurden die Namen der 106 ehemaligen Schülerinnen und Schüler verlesen, die im Dienst am Land ihr Leben gelassen haben. Unter ihnen Ministerpräsident Yitzhak Rabin, der 1995 von einem Extremisten ermordet wurde. „Wir trauern um diejenigen, die ihr Leben verloren haben“, sagte Regionspräsident Hauke Jagau während der Kranzniederlegung am Mahnmal der Schule. „Wir wünschen uns, dass es Frieden gibt und keine weiteren Namen zu dieser Liste hinzukommen.“ Landrat Mordechai Dotan machte die Lage in Israel deutlich: „Wir zahlen für unsere Unabhängigkeit einen hohen Preis. Frieden scheint im Moment unrealistisch. Ein erster Schritt ist es, dass die Völker zusammenleben, ohne sich gegenseitig zu bekämpfen.“

PM: Region Hannover

 

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