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Region in Dialog: Experten diskutieren über Chancen und Grenzen öffentlicher Förderung

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Wann sollte die öffentliche Hand Wirtschaftsunternehmen fördern? Welche Möglichkeiten der Förderung gibt es? Wie sinnvoll sind die bestehenden Programme? Mit diesen und anderen Fragen haben sich am Mittwochabend Experten aus Wirtschaft und Politik beschäftigt. Die Region Hannover hatte zum Dialog eingeladen, mehr als 100 Gäste – darunter zahlreiche Vertreter aus der regionalen Wirtschaft – waren der Einladung gefolgt. Der Schwerpunkt des Gesprächs lag auf der Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE).

Ralf Meyer, Geschäftführer des Technologie-Centrums Hannover (TCH) und von hannoverimpuls, erläuterte das 5-Millionen-Euro-Programm, das die Region Hannover aufgelegt hat. Zuvor hatte Erk Westermann-Lammers, Vorstandvorsitzender der NBank einen Überblick über die Förder-Zuschüsse der EU für Niedersachsen gegeben. Unter der Moderation von HAZ-Redakteur Bernd Haase entspann sich anschließend eine Diskussion über den Sinn öffentlicher Wirtschaftsförderung.

„Wir schließen mit unserem Programm eine Lücke“, betonte Dr. Georg Martensen, Wirtschaftsdezernent der Region Hannover. Christian Bebek, Leiter der Abteilung Handel und Dienstleistungen der IHK, plädierte dafür, die Förderprogramme möglichst klein zu halten. Auch Eric Nehrbass, Geschäftsführer der Aptive@Software Group GmbH mahnte an, dass sich Unternehmen nicht nur auf öffentliche Förderung stützen dürften, sondern aus eigener Kraft den Bestand erhalten müssten.

Ralf Meyer betonte, dass die Förderanträge genau geprüft würden. Ohne eine intensive Beratung im Vorfeld gehe es nicht. „Da kann nicht jemand mit einem Kasten voller Zettel kommen und bekommt Geld“, sagt Meyer. „Wir achten sehr auf die Qualität.“ Die Entscheidung, welche Vorhaben gefördert werden, trifft ein eigenes Gremium, bestehend aus dem Regionspräsidenten, dem hannoverschen Oberbürgermeister, zwei Bürgermeistern aus den Umlandkommunen sowie den beiden Wirtschaftsdezernenten von Stadt und Region. Bislang sind rund 60 Förderanträge eingegangen.

PM: Region Hannover

Kategorie: Region

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