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ZOB erhält transparente Überdachung

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Markant und transparent sowie mit einem wellenförmigen Trägerrost, der die Überdachung in der Unteransicht optisch in Bewegung versetzt: Das zeichnet den Entwurf aus, nach dem der Witterungsschutz und das Servicegebäude für den neuen Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) gebaut werden sollen. Der Plan des Büros Werner Sobek Stuttgart GmbH & Co. KG (Architektur und Tragwerksplanung) hat die siebenköpfige Jury am meisten überzeugt und wurde deshalb einstimmig mit dem ersten Preis ausgezeichnet. "Der Entwurf trägt der städtebaulichen Bedeutung dieser Fläche im Zentrum Hannovers in idealer Weise Rechnung", sagte Stadtbaurat Uwe Bodemann bei der heutigen Präsentation."Er verleiht diesem Ort eine freundliche und sichere Atmosphäre. Die unterschiedlichen Profilhöhen der Tragkonstruktion bewirken ein lebendiges Bild, sind ein Alleinstellungsmerkmal und zeichnen einen hohen Wiedererkennungswert aus", so Bodemann.

Alle zwölf Entwürfe des abgeschlossenen Wettbewerbs sind bis zum 29. Juli in der Bauverwaltung ausgestellt. In den kommenden Wochen wird das Bewerbungsverfahren für den ZOB-Betrieb vorbereitet. Gleichzeitig beginnen die Ausführungsplanungen für die etwa ein Jahr dauernden Hoch- und Tiefbauarbeiten. Baubeginn der Arbeiten, in deren Folge der ZOB von seinem bisherigen Standort an der Hamburger Allee wenige Meter nach Südwesten an den Bahnkörper umziehen wird, soll möglichst in der zweiten Jahreshälfte 2012 sein. Das Investitionsvolumen beträgt insgesamt rund vier Millionen Euro.

In ihrer Gesamtform orientiert sich die Überdachung des ersten Preisträgers an der Rechteckform des vorgegebenen ZOB-Grundstücks. Der Witterungsschutz wird über ein Trägerrost aus geschweißten Stahlhohlprofilen hergestellt, das auf schlanken Stützen ruht. Die Eindeckung erfolgt im Wechsel mit durchsichtigen, farbigen oder auch semitransparenten Glaselementen – aber auch der Einsatz von Photovoltaikelementen ist hierbei möglich.

Das Servicegebäude ist als gleichschenkliges, eingeschossiges Dreieck ausgebildet, das sich zu den Bussteigen hin orientiert und mit seiner roten Fassadenfarbe einen besonderen Akzent setzt. Dabei teilt ein Erschließungsgang die innen liegenden Funktionseinheiten des Servicegebäudes in zwei Bereiche, sodass dieses auch von der Lister Meile aus direkt zugänglich ist. "Hinsichtlich der Grundrissaufteilung des Servicegebäudes besteht jedoch noch Überarbeitungsbedarf", erläuterte der Stadtbaurat.

Mit dem zweiten Preis zeichnete die Jury  die Arbeit des Büros Dietmar Feichtinger Architectes (Paris), mit den Tragwerksplaner-Innen des Büros Werkraum Wien Ingenieure ZT-GmbH, aus. Der dritte Preis wurde an das hannoversche Büro Storch Ehlers Partner in Arbeitsgesmeinschaft mit den Tragwerksplanern des Büros Wörzberger Ingenieure GmbH (Rösrath) vergeben. Alle drei Vergaben erfolgten einstimmig. Der erste Preis wurde mit 15.000 Euro honoriert, der zweite und dritte Preis mit 9.000 und 6.500 Euro.

Ziel des Wettbewerbs war es, für das rund 3.900 Quadratmeter große neue ZOB-Areal einen geeigneten Entwurf für die Gestaltung der Witterungsdächer an den Bussteigen und das Servicegebäude zu bekommen, der der städtebaulichen Bedeutung der Fläche entspricht. Das Gebäude soll unter anderem einen Warteraum mit Sitz- und Stehplätzen anbieten, Ticketschalter integrieren und alle notwendigen infrastrukturellen Erfordernisse erfüllen. "Überdachung und Gebäude sind nach dem siegreichen Konzept sehr gut geeignet, diesem zentralen Ort eine eigene Identität zu geben und ein prägnantes Zeichen zu setzen", betonte Bodemann.

An dem Wettbewerb hatten sechs geladene sowie sechs aus 83 Bewerbungen geloste Planungsbüros teilgenommen. Die Wettbewerbsjury bildeten die Preisgerichtsvorsitzende Prof. Gesche Grabenhorst (Hannover), Stadtbaurat Uwe Bodemann, die Architektin Prof. Ulrike Lauber (München), Ingenieur Prof. Dr. Stephan Engelsmann, im Wechsel die Ratsherren Hans-Georg Hellmann und Wilfried Engelke, Ratsherr Michael Dette sowie Michael Sandow, Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks Mitte.

Die Ausstellung in der Bauverwaltung ist montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr im ersten Obergeschoss der Bauverwaltung, Rudolf-Hillebrecht-Platz 1, zu sehen.

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