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OSV mit „Schwarzem Freitag“

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osv-hannoverEine bittere und verdiente Niederlage musste die Mannschaft des OSV Hannover im Auswärtsspiel beim HSC/ BW Tündern in Hameln hinnehmen. Vor rund 100 Zuschauern auf dem Sportplatz in der Nähe des Weserberglandstadions unterlag die Mannschaft von Trainer Peter Rühmkorb mit 1:2. Neben der Niederlage beim Mitaufsteiger schmerzten auch die Begleitumstände vor Ort, die den Abend zu einem kompletten Ärgernis machten.

Die auf einigen Position veränderte und auch taktisch anders als zuletzt agierenden Bothfelder hatten immerhin in der wichtigen Partie den besseren Start. In der sechsten Minute lief der Ball von Yanik Strunkey über Marcel Kattenhorn zu Laye Mbengue, der mit einem direkt angesetzten Flachschuss ins kurze Eck die „Rot-Weißen" mit 1:0 in Führung brachte. Doch nur acht Minuten darauf glichen die Gastgeber nach einem Eckball von der rechten Seite per Kopf aus. Vor der Pause besaßen die Bothfelder in einer technisch nicht anspruchsvollen Begegnung zwei weitere Möglichkeiten nach einer scharfen Hereingabe von Marcel Kattenhorn und einem Distanzschuss von Timo Sandrock, doch es blieb beim bis dahin letztlich gerechten Remis. In der zweiten Hälfte erhöhten die Hamelner das Tempo und brachten sehr viel Härte ins Spiel, die der junge und verängstigt wirkende Unparteiische nur im Ausnahmefall ahndete.

Vier Minuten nach Wiederanpfiff besaß der OSV die einzige, aber hochkarätigste Chance, als Mbengue einen Kopfball aus kürzester Entfernung nach einem abgewehrten Distanzschuss des eingewechselten Nikolaos Zervas an die Latte setzte. In den letzten 25 Minuten spielten und traten nur noch die Gastgeber. Nach mehreren knapp vergebenen Gelegenheiten schob ein Angreifer den Ball nach einer flachen und präzisen Hereingabe von der rechten Seite über die Torlinie zum 2:1. Es folgte ein brutaler und gezielter Tritt eines Tünderaner Angreifers, der den zuvor eingewechselten Elvis Mputu förmlich niederstreckte. Der in unmittelbarer Nähe postierte Schiedsrichter beließ es bei einer gelben Karte für den Foulspielenden, was zu tumultartigen Szenen auf und neben dem Spielfeld führte. Während der unter dem Eindruck der schweren Verletzung stehende Zervas die Beherrschung verlor und für einen Schubser „gelb-rot" sah, setzte der Schiedsrichter die Begegnung nach kurzer Unterbrechung fort. In der Nachspielzeit griff Torwart Oliver Zwillus nach einem hohen Ball in höchster Not mit der Hand außerhalb des Strafraums und sah hierfür die fällige rote Karte. So blieb es bei 2:1-Erfolg der Hamelner.

Doch auch nach dem Abpfiff spielten sich noch unfassbare Szenen ab. Während der schwer verletzte Mputu rund 30 Minuten auf den offenbar umherirrenden Krankenwagen warten musste, dröhnte aus der nur wenige Meter entfernten Kabine der „Gastgeber" laute und triumphale Musik. Hinzu provozierte ein offenbar angetrunkener Ordner in der OSV-Kabine und zahlreiche Zuschauer standen mit Bierflasche in der Nähe des Verletzten und begossen den Heimsieg. Somit hatten die Verantwortlichen des OSV nach Spielschluss alle Mühe, die Beherrschung nicht zu verlieren.

www.osv-hannover.de

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