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Stiftungsinitiative Hannover feiert zehnjähriges Jubiläum mit Diskussionsveranstaltung

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Die Stiftungsinitiative Hannover feiert in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen. Anlass genug, die Gemeinwohlorientierung als Grundidee des Stiftens unter die Lupe zu nehmen. In der Veranstaltung "Gutbürger oder Wutbürger? Motive und Formen bürgerschaftlichen Engagements" am 29. September um 18 Uhr im Bürgersaal des Neuen Rathauses sollen folgende Fragen erörtert werden: Welche Motive stecken hinter bürgerschaftlichem Engagement und dem Stiften? Welche Rolle können Stiftungen in der Bürgergesellschaft wahrnehmen? Wie üben Stiftungen gesellschaftliche Verantwortung aus und wie steht es um die demokratische Legitimation und Transparenz des Stiftungshandelns?

Der Anmeldeschluss für die Veranstaltung ist am 22. September. Die Unterlagen zur Anmeldung gibt es unter www.stiftungen-hannover.de. Für die Anmeldung steht auch die E-mail-Adresse silka.rodestock@hannover-stadt.de zur Verfügung.

Die Aktualität des Programms liegt auf der Hand: Die Einen protestieren auf der Straße gegen staatliche Entscheidungen und werden oft als Wutbürger betitelt. Die Anderen setzen sich mit Geld oder Zeit für gemeinnützige Projekte ein. In beiden Fällen handeln selbstbewusste BürgerInnen, die ihren gesellschaftlichen Beitrag auch als bürgerschaftliches Engagement verstehen.
Wer stiftet, der hat gemeinhin einen guten Ruf. Der Stiftungsboom trägt dazu bei, privaten Wohlstand für gemeinwohlorientierte Zwecke umzuwandeln. Der Staat schätzt und fördert dieses Engagement. Aber steckt hinter dem Stiftungs-Gutbürger nicht auch immer ein bisschen der Wutbürger? Schließlich ist die hohe Zahl an Stiftungserrichtungen nicht nur Ausdruck philanthropischen Handelns, sondern zeugt auch von Skepsis gegenüber dem Staat und den Wohlfahrtsverbänden. Und so wollen StifterInnen lieber selber Verantwortung übernehmen und direkt über die Verwendung ihres Geldes bestimmen.

Hauptsponsoren der Jubiläumsveranstaltung sind Sparkasse Hannover und AWD.

Die Stiftungsinitiative Hannover besteht seit zehn Jahren. Ihre Ziele sind es, das Stiftungswesen in der Region Hannover zu fördern, Stiftungen zu vernetzen, bei der Professionalisierung der Stiftungsarbeit zu helfen und die Stiftungsarbeit transparenter zu machen.

Das Programm:
Begrüßung
Stephan Weil, Oberbürgermeister Landeshauptstadt Hannover
Dr. Wilhelm Krull, Vorsitzender Bundesverband Deutscher Stiftungen

Impulsreferat:
Zwischen Zivilgesellschaft und Prestigeagentur: Stiftungen in Deutschland, Prof. Dr. Frank Adloff, Institut für Soziologie der Universität Erlangen-Nürnberg

Gespräch
Dr. Ursula Weidenfeld, Wirtschaftsjournalistin, Gründerin der Deutschen Stiftung Kindergeld
Prof. Dr. Christian Pfeiffer
Leiter Kriminologisches Forschungsinstitut
Niedersachsen, Gründer einer der ersten Bürgerstiftungen Deutschlands
Stephan Weil
Prof. Dr. Frank Adloff

Moderation
Liane von Billerbeck
Deutschlandradio Kultur

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