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Weiblich – Sportlich – gut drauf

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Sozialministerin Ross-Luttmann, Innenminister Schünemann und LandesSportBund-Präsident Umbach geben Startschuss für Mädchen- und Frauensportinitiative

In Niedersachsen sollen Angebote im Breitensport stärker auf die Interessen weiblicher Jugendlicher und junger Frauen im Alter von 14 bis 24 Jahren abgestimmt und landesweit ausgebaut werden. Das ist Ziel der Gemeinschaftsinitiative "Weiblich – Sportlich – gut drauf", die am Donnerstag von Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann, Innenminister Uwe Schünemann und dem Präsidenten des LandesSportBundes, Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Umbach, mit einer Fachtagung in der Akademie des Sports in Hannover gestartet wurde.

"Wir wollen mit unserer Initiative auch im Sport für mehr Chancengleichheit sorgen und Angebote verbessern, damit junge Frauen dem Sport verbunden bleiben und durch einen gesunden Lebensstil gut drauf sind. Ich freue mich, dass Schulsport, Sportverbände und Frauenpolitik an einem Strang ziehen", sagte Sozialministerin Ross-Luttmann.
Innenminister Schünemann sieht im Breitensport ein wichtiges Instrument zur gesellschaftlichen Integration: "Mädchen und junge Frauen mit Migrationshintergrund betreiben seltener Sport, obgleich der Wunsch nach sportlicher Betätigung unter ihnen sehr ausgeprägt ist. Häufig stehen diesem Wunsch jedoch traditionelle Erziehung und kulturelle Wertvorstellungen in den Familien entgegen.""Für die Sportvereine mit ihrer Infrastruktur bietet die Mädchen- und Frauensportinitiative die Chance, in Kooperation mit örtlichen Sportbünden, seinen Jugendvertretungen und Schulen alternative Bewegungs- und Sportangebote zu entwickeln, die den Spaß an der Bewegung und damit den Breitensport nachhaltig fördern können", sagte Landessportbund-Präsident Prof. Wolf-Rüdiger Umbach. Deshalb hätten sich der Landessportbund Niedersachsen e.V. und seine Sportjugend aktiv in die Vorbereitung und inhaltliche Ausgestaltung der Initiative eingebracht. Weibliche Jugendliche und junge Frauen bevorzugten vor allem Sportarten wie Tanzen, Laufen, Fußball, Volleyball, Schwimmen, Radsport und Rückschlagspiele wie z. B. Badminton. Daran werde deutlich, dass die Zielgruppe der Gemeinschaftsinitiative gängige Sportarten betreiben möchte, die nicht immer zwingend mit großem finanziellen Aufwand verbunden seien. Mit der Mädchen- und Frauensportinitiative werden Schulen, Sportvereine, Sportbünde, Landesfachverbände sowie Gleichstellungsbeauftragte und Sportinteressierte in der Jugendverbands- und Jugendsozialarbeit unterstützt, um Bewegungs- und Sportangebote zu entwickeln, die die Interessen weiblicher Jugendlicher und junger Frauen berücksichtigen. Dazu sollen Angebote in bestehende Strukturen vor allem in Schulen und Sportvereinen eingebunden werden. Im Rahmen der Gemeinschaftsinitiativen sollen zusammen mit den Migrationsselbsthilfeorganisationen auch Bewegungs- und Sportangebote für weibliche Jugendliche und junge Frauen mit Migrationshintergrund erarbeitet werden.
Auf der Fachtagung in Hannover wurden vom Institut für Sportwissenschaft der Leibniz Universität Hannover, das Kooperationspartner ist, die ersten Praxisbeispiele "Kämpfen, Spielen, Tanzen" vorgestellt, mit denen die Gemeinschaftsinitiative im Schuljahr 2008/2009 an Schulen in Braunschweig, Delmenhorst, Hannover, Northeim und Osnabrück startet. Die Praxisbeispiele werden im Rahmen von Arbeitsgemeinschaften in den neunten und zehnten Jahrgängen der Schulen erstmals nach den Sommerferien angeboten. Hierbei wird eine enge Zusammenarbeit mit einem örtlichen Sportverein gesucht, der in der Folge ähnliche Angebote in seine Vereinspalette im Breitensport aufnehmen soll. Junge Frauen erhalten so die Möglichkeit, auch nach der Schulentlassung ein ihnen bereits bekanntes angemessenes Sportangebot vorzufinden.
Die Maßnahmen werden in Kooperation mit den örtlichen Gleichstellungsbeauftragten und den Sportbünden durchgeführt und von der Leibniz Universität Hannover wissenschaftlich begleitet. Im Schneeballsystem sollen die Ergebnisse im Anschluss an die schuljahrsgebundene Modellphase später landesweit verbreitet und in das Aktionsprogramm "Schule und Verein" integriert werden.
Im Rahmen der auf fünf Jahre angelegten Mädchen- und Frauensportinitiative werden auch eine Handlungsempfehlung zum mädchen- und frauengerechten Sportstättenbau sowie eine Handreichung zur Nutzung öffentlicher Räume durch den nichtorganisierten Sport erstellt. Diese sollen es kommunalen Entscheidungsträgern erleichtern, bei der Planung öffentlicher Räume (Wege, Straßen, Baugebiete, Bolz- und Spielplätze und Freiflächen) die Belange junger Frauen besser zu berücksichtigen.
Weitere Informationen: www.frauensportinitiative.niedersachsen.dePM: Nds. Ministerium für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit

Kategorie: Sport

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