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VHS: Lesung mit Frauke Danker über Groß-Absurdistan

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Frauke Danker liest am Mittwoch, 2. November), 19 Uhr, aus "Des Führers neue Wäsche", in der Ada und Theodor Lessing Volkshochschule, Theodor Lessing Saal, 1. Stock, Theodor-Lessing-Platz 1. Der Eintritt ist frei.

Manntje Manntje, Timpe Te, Buttje, Buttje in de See. We heww ne neege Ilsebill, un se will, wat ick nich will.
Ein entleibter Schatten seines Seins trifft vorm Ertrinken einen alten Plattfisch, den Butt aus dem Märchen der Fischer und syne Fru und sie unterhalten sich über das Weltgeschehen. Der Schatten erzählt dem Butt, was sich an Land zuträgt. Anhand dieser absurden Menschenbilder will der Butt seiner geschiedenen Frau Hadaikum erklären, dass sie sich auf die falschen Mieter eingelassen hat. Er ärgert sich ohnehin über das vergraste Buch, obwohl es noch nicht erschienen ist und die Sache längst verschilft. Als Beispiel für die Zerstörer der früheren Hadaikum, der heutigen Erde, diktiert der Butt seiner Fantastischen Maschine die Schrecken der Geschichte von Groß-Absurdistan in grotesken Grimassen, in Grimassen des Ekels und einer abartigen Lächerlichkeit.

Die freudlose Kindheit des kleinen Fredi aus Zabelsdorf (Niebuszeno) bei Stettin (Szczecin) in den Jahren 1935 bis 1946 ist Kernstück der Erzählung. Fredi leidet an einer Augenkrankheit, die seine weise Ich-Lebe-Noch-Omi mit ihren wundersamen Kräuterpillen und ihrem heimlichen Flüstern zu heilen glaubt und von der schaurigen Trostlosigkeit seines Daseins ablenken soll. So scheinen einige Absonderlichkeiten der Führungsclique von Groß-Absurdistan absurd, doch die Tragödie hat leider stattgefunden.

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