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Elternumfrage zur Integrierten Gesamtschulen zeigt weiteren Bedarf auf

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Erste Ergebnisse begründen Einrichtung mindestens einer neuen IGS in Hannover

Aufgrund der anhaltenden Nachfrage an IGS-Plätzen (in diesem Jahr mussten wiederum rund 260 SchülerInnen von den Integrierten Gesamtschulen abgewiesen werden) hat die Verwaltung im September dieses Jahres eine Elternumfrage in Auftrag gegeben, um den Bedarf an weiteren IGS-Plätzen festzustellen.

"Aufgrund des Ergebnisses der Elternumfrage werden wir mindestens die Einrichtung einer weiteren Integrierten Gesamtschule in Hannover beantragen", so Schul- und Kulturdezernentin Marlis Drevermann. 

Befragt wurden die Eltern von insgesamt 16.301 (2008: 15.858) Kindern des ersten bis vierten Grundschuljahrganges. Die Teilnahme an der Befragung war freiwillig und die Anonymität der befragten Eltern wurde gewahrt.

Insgesamt haben sich 64 Prozent (2008: 75 Prozent) der Eltern beteiligt.

Von 10.339 Eltern (2008: 11.732), die den Fragebogen ausfüllten, erwägen

  • 5.721 Eltern (2008: 5.196) oder 55 Prozent (2008: 44 Prozent), ihre Kinder an einer IGS anzumelden.
  • 4.618 Eltern (2008: 6.536) haben sich für das dreigliedrige Schulsystem entschieden. Das entspricht einem Anteil von rund 45 Prozent (2008: 56 Prozent).

Damit ist das Interesse an IGS-Plätzen nochmals gestiegen und übertrifft im Vergleich zu 2008 das Interesse an Plätzen im dreigliedrigen System.

"Das Ergebnis ist eine Bestätigung für die hervorragende Arbeit der hannoverschen Integrierten Gesamtschulen und zeigt, dass wir mit unserem Bemühen um mehr Integrierte Gesamtschulen auf dem richtigen Weg sind. Eltern wollen eine Schule, die jedem Kind den bestmöglichen Abschluss ermöglicht", kommentiert Drevermann.

Zurzeit wird deshalb geprüft, ob darüber hinaus eine zweite zusätzliche IGS gegründet werden kann. Dies hängt neben der Einbeziehung des Bedarfes im Umland insbesondere davon ab, ob sich der positive Trend der Einwohnerentwicklung in der Landeshauptstadt für die kommenden Jahre fortsetzen wird.

Die Verwaltung geht davon aus, bis Januar 2012 hierzu der Politik einen Entscheidungsvorschlag – auch zu eventuell in Frage kommenden Schulstandorten – vorlegen zu können.
Mit den Änderungen des Niedersächsischen Schulgesetzes im Jahr 2008 wurde es erstmals wieder möglich, neue Integrierte Gesamtschulen zu gründen. Das Ergebnis der Elternbefragung 2008 führte zur Einrichtung von drei neuen Integrierten Gesamtschulen in 2009 und 2010 (IGS Stöcken, IGS Badenstedt und IGS Büssingweg).

"Wir bedauern, dass die Neugründung von Integrierten Gesamtschulen von der Landesregierung unverändert erschwert wird", so Drevermann weiter. Bedingung für die Neugründung einer IGS ist der Nachweis einer Fünfzügigkeit. "Angesichts des Ergebnisses der Elterumfrage sollte die Landesregierung von der Ungleichbehandlung zwischen Integrierter Gesamtschule und Oberschule in der Ausstattung des Ganztags abrücken", sagt Drevermann.

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