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Internationaler Tag GEGEN Gewalt an Frauen

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Alljährlich wird der 25. November weltweit als Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen begangen. Die Arbeitsgemeinschaft Migrantinnen im Hannoverschen Interventionsprogramm (HAIP) und die Beratungsstelle für von Männergewalt betroffene Migrantinnen des Vereins für interkulturelle Kommunikation, Migrations- und Flüchtlingsarbeit, SUANA, bilanzieren aus diesem Anlass Erfahrungs-werte aus der Opfer- und Täterarbeit im Rahmen des seit zehn Jahren angewandten Gewaltschutzgesetzes, das die Rechte und den Schutz von Frauen bei häuslicher Gewalterfahrung gestärkt hat. Gewalt an Frauen ist kein Kavaliersdelikt, keine Familienstreitigkeit und keine Privatangelegenheit, sondern kriminell und ein Straftatbestand.

Im Jahr 1981 wurde von der UNO erstmals dieser Tag zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen erklärt. Seit damals findet er im Gedenken an drei Bürgerrechtskämpferinnen aus Mittelamerika statt, die 1960 aufgrund ihres frauenpolitischen Engagements ermordet wurden. Weltweit wird durch Aktionen, Veranstaltungen und Tagungen von Frauenprojekten und Initiativen, aber auch von staatlicher Seite zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen und Kinder aufgerufen.  Nach wie vor ist Gewalt gegen Frauen kein Einzelschicksal, sondern ein großes gesellschaftliches Problem.

Untersuchungsergebnisse des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen belegen, dass täglich 160 Frauen Opfer häuslicher
Gewalt werden. Über die Hälfte dieser Frauen hat einen Migrationshintergrund. Flüchtlingsfrauen und Migrantinnen leben in einer besonderen Situation. Ihr gesellschaftliches und soziales Leben ist stark eingeschränkt unter anderem auch durch die Verhaltens-vorschriften ihrer Herkunftsländer. Auch in Fällen von Gewalt durch den Ehepartner halten die rechtlichen Bestimmungen Flüchtlingsfrauen in hohem Maß in Abhängigkeit von ihrem gewalttätigen Partner. Auch in diesem Jahr soll mit einer Veranstaltung auf den Internationalen Tag gegen Gewaltherrschaft an Frauen aufmerksam gemacht werden.

Die Arbeitsgemeinschaft Migrantinnen im Hannoverschen Interventionsprogramm (HAIP) und die Beratungsstelle für von Männergewalt betroffene Migrantinnen des Vereins für interkulturelle Kommunikation, Migrations- und Flüchtlingsarbeit, SUANA, laden in Kooperation mit der Landeshauptstadt Hannover und der Region Hannover ein zur Diskussionsveranstaltung "10 Jahre Gewaltschutzgesetz. Eine Bilanzierung der Erfahrungswerte aus der Opfer- und Täterarbeit" am
 

Freitag, 25. November, 9:30 bis 13:30 Uhr,
 im Gobelinsaal des Neuen Rathauses.

Diese Veranstaltung soll als Forum dienen, um die Erfahrungswerte von Beratungs- und Schutzeinrichtungen aus der Opfer- und
Täterarbeit differenziert zu bilanzieren. Bei welchen Formen häuslicher Gewalt hat sich das Gewaltschutzgesetz bewährt? In
welchen Fällen greift es zu kurz? Gemeinsam mit VertreterInnen von Polizei und Justiz sollen zudem Perspektiven und Absprachen für eine Optimierung des Opferschutzes bei Betrachtung des Gewaltschutzgesetzes entwickelt werden.

Kategorie: Veranstaltungen

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