Allgemeine Nachrichten
Schreibe einen Kommentar

Repräsentativerhebung „Wohnen in Hannover“

Hinweis

Dieser Artikel wurde vor mehr als 2 Jahren veröffentlicht. Daher kann es sein, dass sein Inhalt oder ein Teil davon nicht mehr aktuell ist.

Bevölkerung zeigt Treue zum Stadtteil und Interesse an Wohneigentum

Hannovers EinwohnerInnen sind stark verbunden mit ihrem Stadtteil: Fast 40 Prozent wohnen seit 20 Jahren und länger im selben Viertel. Bei einem Umzug liegt das Ziel bei fast der Hälfte (46 Prozent) wieder im selben Stadtteil. Den Erwerb von Wohneigentum planen rund 20 Prozent der HannoveranerInnen. Das sind drei von zahlreichen Erkenntnissen der Repräsentativerhebung "Wohnen in Hannover", deren Ergebnisse die Stadt jetzt veröffentlicht hat.

Mit der vorliegenden Studie hat die Bauverwaltung qualifizierte, räumlich differenzierte Erkenntnisse über die Wohnwünsche und Veränderungsabsichten erhalten, die die amtlichen Statistiken nicht liefern können. Diese Datengrundlage hilft beispielsweise bei der Planung des Wohnraumangebots in verschiedenen Bevölkerungsgruppen, etwa bei der immer größer werdenden Zahl älterer Menschen oder bei der Befriedigung der Wohnbedürfnisse von Familien mit Kindern.

Ende 2010 waren 34.000 EinwohnerInnen über 18 Jahre zum Thema "Wohnen in Hannover" angeschrieben worden. Der Fragebogen enthielt 26 Fragen zu den Themenkomplexen "derzeitige Wohnverhältnisse", "Umzugsabsichten", "Umzugsgründe", "allgemeine Wohnwünsche" sowie "Erwerb eines Eigenheims oder einer Eigentumswohnung". Darüber hinaus wurden soziodemographische Merkmale erfragt sowie Angaben zum Haushalt und zur persönlichen Lebenssituation erbeten. Die Fachleute des städtischen Bereichs Stadtentwicklung freuten sich über eine gute Rücklaufquote von 32,9 Prozent ausgefüllter Fragebögen. Die Ergebnisse fließen unter anderem in das zu erarbeitende Wohnkonzept 2025 ein, das der Rat der Stadt in Auftrag gegeben hat.

Die Ergebnisse sind in Heft 110 der Schriftenreihe zur Stadtentwicklung veröffentlicht. Interessierte können die Broschüre im Bereich Stadtentwicklung der Bauverwaltung, Rudolf-Hillebrecht-Platz 1, abholen. Eine PDF-Version ist im Internet unter www.hannover.de unter dem Suchbegriff "Repräsentativerhebung Wohnen in Hannover" abrufbar.

Weitere Auszüge aus den Ergebnissen der Erhebung:

Derzeitige Wohnverhältnisse

  • Zwei Drittel der Bevölkerung Hannovers wohnen zur Miete, ein Drittel lebt in einem eigenen Haus oder einer Eigentumswohnung.
  • 78 Prozent der HannoveranerInnen leben in einer Wohnung mit einer Wohnfläche von mindestens 65 Quadratmetern. 20 Prozent haben sogar 125 Quadratmeter und mehr zur Verfügung.
  • Ein Drittel der Befragten verzeichnet monatliche Wohnkosten in Höhe von 400 bis 600 Euro. Von den Familien mit Kindern haben die meisten, nämlich 60 Prozent, monatliche Wohnkosten in Höhe von 800 Euro und mehr aufzubringen.

Umzugsabsichten

  • Ein Drittel der Befragten hegt Umzugsabsichten. Deutlich über dem Durchschnitt liegt der Anteil der Befragten, die einen Umzug planen, bei der Gruppe der jüngeren EinwohnerInnen: 62 Prozent der 18- bis 29-Jährigen haben diesen Wunsch.
  • Der am häufigsten genannte "wichtigste Umzugsgrund" ist die Eigentumsbildung mit 15 Prozent. Knapp dahinter ist die Größe der Wohnung (14 Prozent) ausschlaggebend. Mit Abstand folgen der Komfort (8 Prozent), der Zusammenzug mit dem/der PartnerIn (8 Prozent) und eine altersgerechte Wohnung oder ein altersgerechtes Haus (6 Prozent).
  • Bevorzugte Stadtteile bei der Suche nach einer Wohnung oder einem Haus sind List, Südstadt, Kirchrode, Waldhausen und Zoo.

Allgemeine Wohnwünsche

  • Ein Drittel der Befragten würde gerne in einem Eigenheim und weitere 24 Prozent in einer Eigentumswohnung wohnen. Jeweils 14 Prozent geben als Wunsch eine Mietwohnung einer Genossenschaft oder eines privaten Vermieters an.
  • 94 Prozent und somit mit Abstand die meisten Befragten nannten als wichtigen Aspekt bei der Zufriedenheit mit dem Wohnumfeld die Sicherheit im Wohnquartier. Ebenfalls bedeutend sind ein gutes soziales Wohnumfeld (90 Prozent), Sauberkeit (89 Prozent), eine gute Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln sowie nahegelegene Einkaufsmöglichkeiten (jeweils 88 Prozent).

Eigentumserwerb

  • Mehr als die Hälfte der Befragten mit konkreten Plänen zum Erwerb von Eigentum bevorzugt den Kauf einer Bestandsimmobilie.
  • Internetportale sind die wichtigste Informationsquelle beim Kauf von Immobilien. Jüngere Befragte (39 Prozent) greifen dabei deutlich häufiger auf das Internet zu als ältere (25 Prozent).
Kategorie: Allgemeine Nachrichten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.