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BUND & NABU erleichtert über Votum gegen Zersiedlung des Misburger Waldes

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Votum des Bauauschuss der Landeshauptstadt Hannover gegen Zersiedlung des Misburger Waldes

Verhalten der Niedersächsischen Landesforste bleibt völlig unverständlich

Der NABU Hannoverscher Vogelschutzverein von 1881 e.V. und der BUND Region Hannover begrüßen den Beschluss des Bauausschusses der Landeshauptstadt Hannover, keine weitere Zersiedlung im Misburger Wald zuzulassen und deshalb den Bau neuer Häuser in der Enklave nördlich der Buchholzer Straße abzulehnen. Die Splittersiedlung ist in der Folge des Zweiten Weltkrieges entstanden und war nie als Wohngebiet gedacht gewesen. Sie liegt im Herzen des Misburger Waldes, inmitten der Aue des Wietzegrabens. Entsprechend sieht der Flächennutzungsplan in diesem Gebiet auch Wald vor. Die erste Vorsitzende des HVV/NABU, Karola Herrmann betont: „Das Gebiet ist durch wertvolle Auwaldlebensräume geprägt. Außergewöhnlich ist der hohe Anteil der bedrohten Flatterulmen. Zudem gibt es über 350-jährige Stieleichen, die teils als Naturdenkmal geschützt sind. Für die Bevölkerung stellt der Bereich eines der wertvollsten Naherholungsgebiete dar, das nicht durch Autoverkehr und Bebauung entwertet werden darf. Darum ist das Gebiet auch großräumig als Landschaftsschutzgebiet und Freiraum im regionalen Raumordnungsprogramm gesichert worden."

Irritation löst dagegen bei Georg Wilhelm, BUND Waldexperte und Vorstandsmitglied die Berichterstattung über das Verhalten der Niedersächsischen Landesforsten (NLF) aus. Diese betreut die landeseigenen Wälder im Auftrag der Niedersächsischen Landesregierung: „Bislang haben die Landesforsten sich immer gegen die Zerschneidung und Zersiedlung des Waldes gewandt. Dass nun ausgerechnet die Niedersächsischen Landesforste immer wieder auf eine Vermarktung der Waldgrundstücke gedrängt haben sollen, ist für uns völlig unverständlich! Das NLF-Motto `Wald in guten Händen` ist für uns in Frage gestellt. Wir werden gemeinsam bei den Landesforsten schriftlich um Aufklärung bitten."

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