Familien
Schreibe einen Kommentar

Planungen für Ausbau von Ganztagsgrundschulen vorgestellt

Hinweis

Dieser Artikel wurde vor mehr als 2 Jahren veröffentlicht. Daher kann es sein, dass sein Inhalt oder ein Teil davon nicht mehr aktuell ist.

In Hannover gibt es zurzeit 18 Ganztagsgrundschulen, zum Schuljahr 2012/2013 werden weitere sieben Grundschulen mit dem Ganztagsbetrieb beginnen. Darüber hinaus haben 19 Grundschulen Interesse an einer Umwandlung zur Ganztagsgrundschule bekundet. Heute (21. März) hat Schul- und Kulturdezernentin Marlis Drevermann die Planungen für den weiteren Ausbau von Ganztagsgrundschulen vorgestellt.

"Ich freue mich sehr, dass so viele Grundschulen als Ganztagsschule nach unserem Konzept arbeiten wollen, zeigt dies doch die hohe Akzeptanz des Angebotes bei Lehrerschaft, Eltern und Kindern. Für die notwendige Priorisierung des Ausbaus haben wir einen Kriterienkatalog entwickelt, der den besonderen Bedarf der einzelnen Schulen berücksichtigt", so Drevermann.

Nach diesen Kriterien werden zunächst für die Grundschulen Mühlenberg, Fichteschule, Glücksburger Weg, Tegelweg, Wilhelm Busch und Entenfangweg die Planungen aufgenommen. Außerdem für das Schulzentrum Misburg mit der Pestalozzi-Grundschule und der Kardinal-Galen-Schule, da dort nach einem Ratsbeschluss eine Mensa gebaut werden soll.

Für die ausgewählten Grundschulen werden nun die Raumprogramme abgestimmt. An die rund einjährige Planungs-, Beschluss- und Vorbereitungsphase wird sich eine etwa einjährige Bauphase anschließen. Der Beginn des Ganztagsbetriebs wird vom Umfang der jeweils erforderlichen Baumaßnahmen abhängig sein. 

Für den weiteren Ausbau der Ganztagsgrundschulen sind in der mittelfristigen Finanzplanung vorbehaltlich eines Ratsbeschlusses und der Genehmigung durch die Kommunalaufsicht circa 9,6 Millionen Euro vorgesehen.

Der von der Verwaltung entwickelte Kriterienkatalog zeigt insbesondere die sozialen Rahmenbedingungen und den Betreuungsbedarf in den einzelnen Stadtteilen auf.

Als Indikatoren für diese Kriterien und die Gewichtung wurden folgende Faktoren herangezogen: die Arbeitslosenquote, der Anteil Alleinerziehender, der Anteil Sechs- bis Neunjähriger mit Migrationshintergrund, der Anteil der EmpfängerInnen von Transferleistungen bis 17 Jahre, der Anteil sozialversicherungspflichtig beschäftigter Frauen als Hinweis für den Betreuungsbedarf und die Schulempfehlungen (Anteil der Hauptschulempfehlungen im Stadtteil). Zusätzlich wurde der Betreuungsbedarf auf der Grundlage des Betreuungsniveaus in der Kindertagesstätte gewichtet. Dabei wurde davon ausgegangen, dass Eltern, die für ihre Kinder im Vorschulalter eine Ganztagsbetreuung nutzen, diese auch in der Grundschule fortsetzen möchten.

Mit der schrittweisen Umwandlung aller Grundschulen in Ganztagsgrundschulen setzt die Verwaltung einen Ratsauftrag zum Haushalt 2011 um.

Kategorie: Familien

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.