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„Gib mir Acht!“ – Woche der Verkehrssicherheit vom 20. bis 25. Mai

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Unter dem Motto "Gib mir Acht" wird am Sonntag (20. Mai) die im vergangenen Jahr begonnene Kampagne zur Verkehrssicherheit fortgesetzt: Vom 20. bis 25. Mai will die Landeshauptstadt gemeinsam mit mehreren Kooperationspartnern mit zahlreichen Aktionen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr werben. SchülerInnen üben das Verhalten in ausgewählten Verkehrssituationen. Sie üben etwa, Geschwindigkeiten von Autos einzuschätzen, trainieren sicheres Radfahren, erfahren, warum sie einen Fahrradhelm tragen sollten, oder lernen mit Kinderstadtplänen sichere Wege zu ihren Zielen in der Freizeit kennen. Ein neuer Schwerpunkt der Kampagne ist das Verhalten an Bus- und Stadtbahnhaltestellen. Aufgrund eines gestiegenen Anteils von Kinderunfällen im Umfeld von Bus- und Stadtbahnhaltestellen widmen sich einige Aktionen in diesem Jahr besonders dieser Verkehrssituation.

Die zweite Woche der Verkehrssicherheit startet am kommenden Wochenende im Rahmen des autofreien Sonntags. Alle Interessierten sind eingeladen, sich bei Spiel und Spaß mit wichtigen Aspekten der Verkehrssicherheit zu beschäftigen. Ab Montag (21. Mai) finden verschiedene Verkehrssicherheitstrainings in mehreren hannoverschen Schulen statt. Zum Abschluss treffen sich zahlreiche SchülerInnen am Freitag (25. Mai) auf dem Platz an der Marktkirche (Am Markte), um beispielsweise den "toten Winkel" kennenzulernen oder mit dem Simulator Rad zu fahren. Eingeladen waren alle Schulen im Stadtgebiet, für die Verkehrssicherheitsaktionen wurden 600 Plätze für SchülerInnen der ersten bis sechsten Klassen vergeben.

"2011 hatten wir den niedrigsten Stand an verunglückten Kindern bei Verkehrsunfällen in den vergangenen acht Jahren. Vielleicht ist das auch ein Erfolg der Verkehrssicherheitskampagne. Es gibt aber keinen Grund, sich darauf auszuruhen – denn jeder Kinderunfall ist einer zu viel", sagte Stadtbaurat Uwe Bodemann heute (14. Mai) bei der Präsentation des Programms, das er gemeinsam mit den Partnern, darunter unter anderen Polizeipräsident Axel Brockmann, vorgestellt hat. "Deshalb setzen wir unsere Aktivitäten weiter intensiv fort und freuen uns, dass wir in der üstra einen weiteren wichtigen Partner dazugewinnen konnten."

Zur zweiten Woche der Verkehrssicherheit sind die Broschüren, die alle VerkehrsteilnehmerInnen über Gefahren und richtiges Verhalten im Straßenverkehr informieren, überarbeitet worden. Neuer Bestandteil ist dabei insbesondere das Verhalten an Haltestellen. Sichtbar wird die Kampagne auf Plakaten im Stadtgebiet sowie auf den Heckflächen von Bussen und in Stadtbahnen. Die Plakate zeigen sehr anschaulich aus Sicht von erwachsenen Verkehrsteilnehmern Situationen, in denen Sie Kindern im Straßenverkehr begegnen.

Ebenfalls überarbeitet wurden die Kinderstadtpläne, die im Internet unter www.gib-mir-acht.de zum Herunterladen bereitstehen. In neuem Design werden in diesem Jahr die an Laternen aufgehängten runden Fahnen auf Stellen im Straßenraum hinweisen, an denen sich Unfälle mit Kinderbeteiligung ereignet haben. Sogenannte "Streetwraps", Aufkleber auf der Straße, markieren geeignete Überquerungsstellen.

Die Woche der Verkehrssicherheit ist ein Baustein im Konzept zur Verbesserung der Verkehrssicherheit von Kindern, das die Stadtverwaltung Ende 2009 vorgestellt hat. Weitere Bestandteile sind verkehrsregelnde und bauliche Maßnahmen, Verkehrserziehung von Kindern und Kfz-FahrerInnen (Kinderstadtpläne, Broschüren), Geschwindigkeitsüberwachung und Öffentlichkeitsarbeit. Bislang sind 40 Stellen im Straßenraum baulich verändert worden, um das Überqueren von Straßen einfacher und sicherer zu machen.

Unfallanalyse
In den Jahren 2008 bis 2010 wurden in Hannover jährlich zwischen 197 und 201 Unfälle mit verunglückten Kindern registriert. Damit liegen die Unfallzahlen deutlich unter denen der Vorjahre. 2011 ging die Zahl auf 188 verunglückte Kinder im Straßenverkehr zurück. Die differenzierte Betrachtung nach Art der Verkehrsteilnahme zeigt, dass Kinder im Straßenverkehr in fast der Hälfte der Unfälle (45 Prozent) als RadfahrerInnen verunglückten. In 29 Prozent der Unfälle verunglückten Kinder im Straßenverkehr als FußgängerInnen, zu 26 Prozent als Insassen im Auto. Ein Vergleich der neuen Ergebnisse aus den Jahren 2008 bis 2010 mit denen der Unfallanalyse der Jahre 2003 bis 2007 zeigt, dass sich keine wesentlichen Veränderungen in der prozentualen Verteilung der Unfälle ergeben.

Bei einer differenzierten Unfallauswertung zeigen sich in den Jahren 2008 bis 2010 deutliche Abnahmen bei den Unfällen, bei denen Kinder zwischen geparkten Kraftfahrzeugen auf die Fahrbahn laufen und bei denen Kinder an Kreuzungen durch ab- oder einbiegende Kfz angefahren werden. Deutliche Zunahmen in den Jahren 2008 bis 2010 gegenüber den Jahren 2003 bis 2007 lassen sich etwa erkennen bei Unfällen, bei denen Kinder im Bereich von Bus- und Stadtbahn-Haltestellen verunglücken oder außerhalb der Fahrbahn von Kraftfahrzeugen oder Fahrrädern angefahren werden.

Informationen zur Aktionswoche
Die Woche der Verkehrssicherheit ist eine Aktion der Landeshauptstadt Hannover in enger Zusammenarbeit mit der üstra, dem ADAC, der Polizeidirektion Hannover, der Verkehrswacht, der Johanniter-Unfall-Hilfe, dem Gemeinde-Unfallversicherungsverband (GUVH) und der Niedersächsischen Landesschulbehörde. Ausführliche Informationen zur Woche der Verkehrssicherheit sind im Internet unter www.gib-mir-acht.de zu finden.

Programmübersicht
Sonntag, 20. Mai, 11 bis 18 Uhr, Friedrichswall am Neuen Rathaus: Bobby-Car-Geschwindigkeitsmessung, Fahrradquiz, "Rauschbrille", "HANNOVERHELM", Fahrradsimulator (Polizei), Fahrrad-Parcours und Präsentation Melonenhelm (Verkehrswacht), Kinderstadtpläne, Präsentation Verkehrskonzept (Landeshauptstadt Hannover – LHH).

Montag, 21. Mai, vormittags, Heinrich-Wilhelm-Olbers-Grundschule (dritte bis vierte Klasse): Roller- und Fahrradparcours (Verkehrswacht, ADAC), "Eiertest" – Erläuterungen zum Fahrradhelm (Verkehrswacht), Kinderstadtplan (LHH), Fahrradsimulator (Polizei), "Toter Winkel" (Verkehrswacht), Fahrradwerkstatt (Schule).

Dienstag, 22. Mai, vormittags, Montessori-Schule, Bonner Straße (erste bis sechste Klasse): "Toter Winkel" (Verkehrswacht), Straßenbegehung mit Gelben Füßen, Fahrradsimulator (Polizei), "Achtung Auto" (ADAC), Roller- und Fahrradparcours (Verkehrswacht, ADAC), ADACUS: Verhalten im Straßenverkehr für erste und zweite Klassen (ADAC), Busschule (üstra).

Mittwoch, 23. Mai, vormittags, Bonifatiusschule (erste und zweite Klasse): Rollerparcours (Verkehrswacht), Bewegungsparcours (ADAC), Schulwegdetektive: Straßenbegehung mit Gelben Füßen (Polizei), ADACUS: Verhalten im Straßenverkehr für erste und zweite Klassen (ADAC), Busschule (üstra).

Mittwoch, 23. Mai, vormittags, Grundschule Vinnhorst (alle dritten Klassen): Alternativer und normaler Fahrradparcours (Verkehrswacht, ADAC), "Eiertest" – Erläuterungen zum Fahrradhelm (Polizei), Servicestation Fahrrad, Bewegungsparcours in der Turnhalle(ADAC).

Donnerstag, 24. Mai, vormittags, Grundschule Loccumer Straße (dritte bis vierte Klasse): Alternativer und normaler Fahrradparcours (Verkehrswacht, ADAC), "Eiertest" – Erläuterungen zum Fahrradhelm (Polizei), Fahrradwerkstatt (Schule),  "Toter Winkel" (ADAC, Verkehrswacht).

Donnerstag, 24. Mai, vormittags, Dietrich-Bonhoefer-Schule (fünfte bis sechste Klasse): Alternativer Fahrradparcours (Verkehrswacht), "Achtung Auto" – Reaktions- und Bremsweg (ADAC), "Toter Winkel" (ADAC, Verkehrswacht).

Freitag, 25. Mai, vormittags, Abschlussveranstaltung (Am Markte):
– "Achtung Auto"/ Reaktions- und Bremsweg (ADAC),
– "Toter Winkel" (ADAC, Verkehrswacht),vRollerparcours (Verkehrswacht, ADAC),
– Kindergurtschlitten (Verkehrswacht),
– Fahrradsimulator (GUVH, Polizei),
– "Eiertest" – Erläuterungen zum Fahrradhelm (Polizei),
– Rettungswagen und Motorrad (Johanniter-Unfall-Hilfe),
– Busschule (üstra, Haltestelle Am Markte mit Durchführung der Aktionen auf dem Schützenplatz),
– Verlosung (LHH).

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