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Durch moderne LED-Technik soll weiter Energie in der Straßenbeleuchtung gespart werden

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Die Landeshauptstadt Hannover (LHH) setzt hinsichtlich ihrer Straßenbeleuchtungsanlagen zukünftig auf die moderne LED-Technik. Nach ausgiebigen Tests im Stadtgebiet wird diese grundsätzlich für den Neubau und den Ersatzeinbau unter Berücksichtigung des städtebaulichen Umfelds eingesetzt. Stadtbaurat Bodemann sieht den Nutzen in den Energiesparmöglichkeiten: "Mit dem Einbau von LED-Leuchten lassen sich Energieeinsparungen von 30 bis 35 Prozent gegenüber der besten herkömmlichen Technik erzielen. Der Stromverbrauch der Straßenbeleuchtung kann somit merklich gesenkt werden."

Die Straßenbeleuchtungsanlagen in Hannover sind auf dem neuesten Stand. Bereits 2009 wurde die letzte Quecksilberdampf-Hochdrucklampe außer Betrieb genommen – rund sechs Jahre vor dem von der EU verordneten Entzug des Richtlinien-Konformitätszeichens (CE) für dieses Leuchtmittel. Seitdem werden ausschließlich energieeffiziente Leucht-mittel eingesetzt, vornehmlich die Natriumdampf-Hochdrucklampe.

Zur Erschließung weiterer Energiesparpotenziale startete die LHH ebenfalls 2009 im Stadtteil List/Oststadt in Zusammenarbeit mit der Stadtwerke Hannover AG (enercity) ein bundesweit beachtetes LED-Projekt, aus dem umfangreiche Erfahrungen mit der neuen Technik und ihren Merkmalen gewonnen werden konnten. Beispielsweise wurde erkannt, dass das LED-Licht weniger diffus ist als herkömmliches Licht. Es eignet sich demzufolge besonders für die gesetzlich vorgeschriebene Zusatzbeleuchtung von Fußgängerüberwegen. Die LHH nahm daraufhin die Kofferleuchte der Firma Philips als erstes LED-Produkt in ihr Beleuchtungskonzept auf. Hierfür wurde im März 2012 ein Zuschussantrag beim Bundesumweltministerium gestellt, für den mittlerweile der Zuwendungsbescheid in Höhe von 10.230 Euro vorliegt. Der Stadtbaurat: "Die Stadt wird noch in diesem Jahr mit der Umrüstung von 44 Fußgängerüberwegleuchten beginnen."

Der am häufigsten verwendete Leuchtentyp in Hannover wird in Wohn- und Anliegerstraßen eingesetzt. Auch hier fanden Studien statt, um geeignete LED-Produkte zu finden. Es wurden spezifische Anforderungen gestellt, um sicherzustellen, dass die Leuchte einschlägige Prüfzeichen aufweist und ausreichend dicht ist. Ferner muss diese repariert und gedimmt werden können sowie universell für sämtliche Wohnstraßenquerschnitte einsetzbar sein. Auch muss die elektrische Sicherheit gegeben und die Ersatzteilbeschaffung gesichert sein. Neben dem Vergleich von Gestaltungs- und Lichtmerkmalen wurde auch der Zeitaufwand für die Instandhaltung, zum Beispiel für das Wechseln der LED-Module, die Lichttechnik, Energieeffizienz und der Preis bewertet. Das deutlich beste Gesamtergebnis hatten die Leuchten der Firmen Hellux (Typ: Ellipse 130 LED) sowie WE-EF (Typ: VFL 530/ R65). Beide werden ebenfalls in das Beleuchtungskonzept der LHH aufgenommen, entsprechend den finanziellen Möglichkeiten zukünftig jedoch nur für den Neubau und den Ersatzeinbau eingesetzt. Bis Mitte 2013 ist vorgesehen, weitere geeignete LED-Produkte zu finden und in das fortschrittliche Beleuchtungskonzept der LHH aufzunehmen.

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