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Eröffnung der Wanderausstellung „Ein Koffer für die letzte Reise“

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Sozialstaatssekretärin Dr. Hawighorst: "Menschen am Lebensende nicht alleine lassen" "Ehrenamtlich und hauptberuflich in der Palliativ- und Hospizversorgung Engagierte tragen wesentlich dazu bei, dass sterbenskranke Menschen in Ruhe und Würde den ,Koffer’ für ihre letzte Reise zusammenstellen können." Zur Eröffnung der gleichnamigen Wanderausstellung "Ein Koffer für die letzte Reise" im Historischen Museum in Hannover betonte Sozialstaatssekretärin Dr. Christine Hawighorst, dass es entscheidend sei, Menschen beim Sterben nicht alleine zu lassen. "Wir müssen ihren Bedürfnissen Rechnung tragen und ihnen und ihren Angehörigen dabei helfen, letzte Dinge in ihrem Sinne zu regeln", so Hawighorst. Die Ausstellung ist aus einem Kunstprojekt entstanden, das die drei hannoverschen Hospize – das Uhlhorn Hospiz, das Hospiz Luise und das Hospiz Misburg -gemeinsam in die Landeshauptstadt geholt haben. Mehr als 100 Bürger, Prominente und Künstler aus ganz Deutschland haben dafür einen Koffer gepackt, der sie auf ihrer letzten Reise begleiten soll. Hawighorst nahm den Start des Projektes in Hannover zum Anlass, die wichtige Rolle der Hospizbewegung und der Palliativmedizin als Begleiter eines humanen Sterbens hervorzuheben. Es gehe den in den Hospizen Engagierten darum, den Tod nicht in einer einsamen Kammer geschehen zu lassen, sondern ihn wieder in das Leben mit hinein zu nehmen, so die Sozialstaatssekretärin.Die Beratung und Begleitung von Sterbenden und ihren Angehörigen sei eine Aufgabe, die mehr als andere auf vernetzte Versorgungsstrukturen angewiesen sei, so Hawighorst. Deshalb kooperierten in den bereits 25 vom Land geförderten Palliativstützpunkten ambulante und stationäre Hospize, palliativmedizinisch qualifizierte Mediziner, ambulante Palliativ- oder Pflegedienste sowie Krankenhäuser mit einer geeigneten palliativmedizinischen Infrastruktur. Im Zeitraum von 2006 bis 2012 fördert das Land die Palliativstützpunkte mit voraussichtlich 2,2 Millionen Euro.Die Resonanz auf diese – bundesweit einmaligen – Palliativnetzwerke sei erfreulich groß. "Ich bin daher zuversichtlich, dass in absehbarer Zeit flächendeckend Palliativstützpunkte in Niedersachsen entstehen werden", sagte Hawighorst.
Als beispielgebend lobte die Sozialstaatssekretärin die Region Hannover, in der sich bereits sehr früh ein vielfältiges Angebot der Palliativversorgung mit drei Hospizen und einem "Runden Tisch Palliativ- und Hospizarbeit" entwickelt habe. Deshalb gehörte die Region auch zu den ersten geförderten Stützpunkten. Dort sind zehn Leistungserbringer aus unterschiedlichen Bereichen der Palliativ- und Hospizversorgung beteiligt. PM: Nds. Ministerium für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit

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