Kulturtipps

Ausstellung »Ronald Searle: Ein Künstlerleben« wird bis 31. Januar 2021 verlängert

Ronald Searle: »The Model«, 1977

Ronald Searle: »The Model«, 1977

Die erfolgreiche Schau über das Leben und Schaffen des Jahrhundertkünstlers Ronald Searle im Museum Wilhelm Busch im Georgengarten wird bis zum 31. Januar 2021 verlängert – und die eigentlich ab November 2020 geplante Ausstellung mit Werken der Kinderbuchillustratorin Tatjana Hauptmann wird verschoben: Die aktuelle Situation ließe es kaum zu, das geplante umfangreiche Vermittlungsprogramm umzusetzen. Und auch die Teilnahme der Künstlerin selbst wäre nur schwer möglich.

Ronald Searle, 1990

Ronald Searle, 1990

Mit seinem vielfältigen Werk gilt Ronald Searle als einer der einflussreichsten Karikaturisten des 20. Jahrhunderts. In mehr als acht Jahrzehnten schuf Searle mit seinen Illustrationen, Reportagezeichnungen, werbegrafischen Arbeiten und Animati-onsfilmen ein umfangreiches Lebenswerk von internationalem Rang. Das Museum bietet Besuchern mit seinem Hygienekonzept größtmögliche Sicherheit für den Besuch: Im gesamten Museum gilt Maskenpflicht. Regelmäßig werden Führungen durch die Searle-Ausstellung und die Sammlungsschau »Sammeln, Ausstellen, Forschen!« angeboten, außerhalb der Öffnungszeiten und mit Anmeldung. Die Termine finden Sie jederzeit aktuell auf der Website des Museums unter www.karikatur-museum.de

Ronald Searle: Plakat aus der Kampagne »Have a Good Rum for your money« für Lemon Hart, 1950er-Jahre

Ronald Searle: Plakat aus der Kampagne »Have a Good Rum for your money« für Lemon Hart, 1950er-Jahre

In das Ausstellungsjahr 2021 startet das Museum Wilhelm Busch ab 6. Februar 2021 mit Cartoons von papan, der uns auf vergnügliche Weise zeigt, wie man mit Humor auch die ärgsten Fallstricke des Lebens – insbesondere auf zwischenmenschlichem Gebiet – meistern kann. Parallel wird es um »Money, Money, Money …« gehen, denn das Thema »Geld« bewegt nicht nur die Welt, sondern seit jeher auch die Karikaturisten!

Vom 17. April bis 31. Juli 2021 zeigt das Haus »Emil Orlik in Japan«. Emil Orlik (1870–1932) gehörte zu den wenigen europäischen Künstlern des Jugendstils, denen das Studi-um der exotischen Werke auf den Weltausstellungen, in Galerien sowie Büchern nicht genügte. Wie vor ihm nur der österreichische Maler Franz Hohenberger reiste Orlik nach Japan, um sich mit der Technik des Farbholzschnittes zu beschäftigen. Neue Bildausschnitte, der Verzicht auf eine Zentralperspektive, ungewohnte Posen, die Reduktion auf das Wesentliche und die Eleganz der Linie faszinierten Emil Orlik und zahlreiche weitere bildende Künstler. Parallel dazu: Eine Ausstellung mit Arbeiten von Gerhard Glück. Der vielfach ausgezeichnete Künstler arbeitete unter anderem für die Süddeutsche Zeitung und das Satiremagazin Eulenspiegel.

Die Ausstellung »Tatjana Hauptmann: Eine Werkschau« wird voraussichtlich vom 28. November 2020 bis 11. April 2021 gezeigt.

Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur & Zeichenkunst
Georgengarten
30167 Hannover

Bildquellen

  • Ronald Searle: »The Model«, 1977: Ronald Searle: The Model, 1977 © The Ronald Searle Cultural Trust
  • Ronald Searle, 1990: Ronald Searle, 1990 ©Zbigniew FITZ
  • Ronald Searle: Plakat aus der Kampagne »Have a Good Rum for your money« für Lemon Hart, 1950er-Jahre: Ronald Searle: Plakat aus der Kampagne »Have a Good Rum for your money« für Lemon Hart, 1950er-Jahre © The Ronald Searle Cultural Trust
  • Ronald Searle: Palm Springs, 1966: Ronald Searle: Palm Springs, 1966 © The Ronald Searle Cultural Trust