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Caroline Herschel entdeckt im Sternbild Andromeda ein neues Himmelsobjekt

Als Caroline Herschel am 27. August 1783 im Sternbild Andromeda ein neues Himmelsobjekt entdeckt, ahnt niemand, dass diese elliptische Galaxie schon zehn Jahre zuvor von Charles Messier beobachtet worden ist. Als Messier 110 ist sie heute geläufig. Erst im Jahr 1798 veröffentlicht Messier sein Wissen hierzu.

Die Astronomin Caroline Lucretia Herschel lebte vom 16. März 1750 bis zu ihrem Tod am 9. Januar 1848 in Hannover. Zu Beginn ihrer wissenschaftlichen Karriere unterstützte sie ihren Bruder Wilhelm Herschel bei seinen Forschungen, glänzte aber bald durch eigenständige Leistungen. Ihre wichtigsten Beiträge zur Astronomie waren die Entdeckungen mehrerer Kometen, die Berechnung genauer astronomischer Reduktionen und der Zonenkatalog hunderter Sternhaufen und Nebel.

Im Jahr 1781 entdeckte ihr Bruder Wilhelm bei einer Himmelsdurchmusterung eher zufällig den Planeten Uranus, was ihn über die Landesgrenzen hinaus bekannt machte. Für Caroline bedeutete die Entdeckung des Uranus eine erneute Wende in ihrem Leben. Sie stand vor der Wahl, als Sängerin in Bath ihre erfolgreiche Karriere fortzusetzen oder ihrem Bruder als wissenschaftliche Assistentin zu folgen. Sie entschied sich für Letzteres und bekam vom Hof eine Anstellung als Gehilfin ihres Bruders mit einem Gehalt von 50 Pfund im Jahr. Nun begann Caroline mit der eigenen Erforschung des Sternenhimmels.

Heute erinnert die Volkssternwarte Geschwister Herschel Hannover an die beiden bekannten Astronomen der Stadt. Die Volkssternwarte auf dem Dach des Wasserhochbehälters auf dem Lindener Berg bietet regelmäßig Vorträge und Beobachtungsabende an. Die Beobachtungsabende finden bei klarem Himmel jeden Donnerstag (außer an Feiertagen) von 20 Uhr bis etwa 22 Uhr in den großen Kuppeln auf dem Wasserhochbehälter statt.

Bildquellen:

  • Kalenderblatt: www.hannover-entdecken.de