Alle Artikel in: Bildung

Alle Macht den Räten!

Alle Macht den Räten!

Alle Macht den Räten!Vor 100 Jahren
DIE NOVEMBERREVOLUTION
und ihre Folgen

Veranstaltungsreihe in der Region Hannover
Oktober – Dezember 2018

„… die Revolution ist kein Schandfleck. Sie war – besonders
nach vier Jahren Hunger und Ausblutung – eine Ruhmestat.
Ein Schandfleck ist der Verrat, der an ihr verübt wurde. (…)
Deutschland krankt an der verratenen Revolution von 1918
noch heute.“ Der Publizist Sebastian Haffner 1968

Als Deutschland wurde, wie es ist
Vor 100 Jahren beendete die Streikbewegung revolutionärer Soldaten und Arbeiter*innen das Massensterben und die Not im Ersten Weltkrieg. Dieses Ereignis ist heute in der Öffentlichkeit weitgehend ausgeblendet. In ihrem politischen Kern war die Novemberrevolution antimonarchistisch und antimilitaristisch. Zwar musste der Kaiser am 9. November 1918 gehen, doch die Generäle blieben und schlossen ein Bündnis mit dem rechten Flügel der Sozialdemokratie um Friedrich Ebert und Gustav Noske. So konnte die kaum begonnene Revolution im Laufe des Jahres 1919 von rechts-monarchistischen Freikorpstruppen blutig niedergeschlagen werden. Tausende wurden von einer im Ersten Weltkrieg brutalisierten Soldateska ermordet, darunter Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. Die politischen Folgen ließen nicht lange auf sich warten: Bereits 1920 marschierten putschende Militärs mit Hakenkreuzen an den Stahlhelmen in Berlin ein. Am 9. November 1923 inszenierte in München ein bis dahin unbekannter Mann namens Adolf Hitler zusammen mit Erich v. Ludendorf, einem der Hauptverantwortlichen für das Massenschlachten im Ersten Weltkrieg, den nächsten Putschversuch. Ehemalige Angehörige der Freikorps beteiligten sich in den folgenden Jahren maßgeblich am Aufbau der SA und der NSDAP. Der deutsche Militarismus wurde 1918/19 nicht beseitigt. Nicht nur für Deutschland waren die Auswirkungen katastrophal … Mit der Veranstaltungsreihe zum 100. Jahrestag der Novemberrevolution wollen wir an dieses bis heute tabuisierte Kapitel der deutschen Geschichte erinnern.

Arbeitskreis Regionalgeschichte
Bildungswerk ver.di

4.10. | 19.30 Uhr Antisemitismus – Kampfmittel gegen die Novemberrevolution – Zur Geschichte des 9. November, Vortrag, VHS Hannover-Land, Neustadt a. Rbge.
5.10.– 26.10. 1918: Novemberrevolution in Hannover!? Ausstellung, VHS Hannover
9.10. | 18 Uhr Die hannoversche Arbeiterbewegung, im Weltkrieg 1914 –1918, Vortrag, VHS Hannover
13.10. | 10 Uhr Alles auf Anfang?! – 100 Jahre Novemberrevolution 1918, Symposium, Heimvolkshochschule Springe
16.10. | 18 Uhr SPD und Gewerkschaften als Ordnungsmacht, Vortrag, VHS Hannover
18.10.– 20.12. „Wir gehen schweren Tagen entgegen“ – Die Novemberrevolution Ausstellung, Veranstaltungszentrum Rotation
18.10. | 19 Uhr „Wir gehen schweren Tagen entgegen“, Konzertlesung und Vernissage, Veranstaltungszentrum Rotation
22.10.– 26.10. Aus der Geschichte lernen – Novemberrevolution und ihre Folgen, Bildungsurlaub, Veranstaltungszentrum Rotation
23.10. | 18 Uhr Politisches Versagen und Zusammenbruch (1930 –1933), Vortrag, VHS Hannover
6.11. | 19 Uhr November 1918 – Der verpasste Frühling des 20. Jahrhunderts, Lesung mit Diskussion, Veranstaltungszentrum Rotation
8.11. | 17.30 Uhr 1918 – Aufstand der Matrosen, Film, Apollokino
13.11. | 19 Uhr Von der Revolution zum Betriebsrat, Vortrag, IG Metall Hannover
16.11. | 16 Uhr Gedenken an Oskar Lünsmann, Gedenkveranstaltung, Waterloosäule

VHS-Hannover

Ada-und-Theodor-Lessing-Volkshochschule Hannover: Herbstprogramm 2018 erschienen

Druckfrisch ist das neue Herbstprogramm 2018 der Ada-und-Theodor-Lessing-Volkshochschule Hannover (VHS) jetzt erhältlich. Es liegt im Haus der VHS in der Burgstraße 14, in allen Nebenstellen der VHS sowie im hannoverschen Buchhandel, in Bibliotheken, Bürgerämtern, Freizeitheimen und Sparkassen kostenlos aus und ist unter www.vhs-hannover.de online abrufbar.

Das Programm bietet aktuell mehr als 1.300 verschiedene Kurse, das entspricht gut 48.000 Unterrichtsstunden.

Zum Programm: vom Stockkampf bis zum „Fake News-Workshop“

Neu im Programm ist beispielsweise ein Kurs im Stockkampf für Fortgeschrittene. Wer von der reichen Ernte aus dem Garten gern länger etwas haben möchte, kann den Kurs „Haltbarmachen – Geschenke im Glas“ besuchen. Gemeinsam mit der Landeszentrale für politische Bildung ist ein „Fake News-Workshop“ im Angebot. Es gibt Kurse für HobbyfotografInnen wie die „Lost Place Fotografie“, die an einem Wochenende einen verlassenen Ort in den Fokus nimmt, und für ImkerInnen, die sich fortbilden möchten. An TrägerInnen von Hörgeräten oder Cochlear-Implantaten richtet sich der Kurs „Beethoven goes Hollywood“ zu Schwerhörigkeit und Musik. Ein Dauerbrenner sind die Sprachlernangebote in mehr als 25 Sprachen.

Anmeldungen zu VHS-Kursen sind persönlich im Haus der VHS in der Burgstraße 14, online unter www.vhs-hannover.de und telefonisch unter der Rufnummer 168-44783 möglich.

Für die Anmeldungen zu einem Sprachkurs oder zum Programm „Schule für Erwachsene“ ist eine vorherige persönliche Beratung, gegebenenfalls ein Eignungstest, Voraussetzung.

Ansichten der Revolte – Hannover 1967-1969

Ausstellung „Ansichten der Revolte – Hannover 1967-1969“ in der VHS

Ansichten der Revolte – Hannover 1967-1969

Die Ada-und-Theodor-Lessing-Volkshochschule Hannover (VHS) zeigt vom 5. Juli bis zum 22. August 2018 die Ausstellung „Ansichten der Revolte – Hannover 1967-1969“ des Vereins zur Förderung der politischen Kultur Hannovers e.V.

Begleitet wird die Ausstellung von einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm mit Musik, Vorträgen, Lesungen und Filmen. Interessierte sind eingeladen zur Eröffnung am 5. Juli 2018 (Donnerstag), 18 Uhr, VHS, Burgstraße 14.

Der Eintritt ist frei. Die Ausstellung ist täglich außer sonntags von 10 bis 18 Uhr zu sehen.

Wasserhochbehälter Kronsberg

Letzter Einblick in enercity-Wasserhochbehälter vor Abriss

Wasserhochbehälter Kronsberg

Wasserhochbehälter Kronsberg

Letzter Einblick in enercity-Wasserhochbehälter vor Abriss

Der nicht mehr genutzte enercity-Wasserhochbehälter Messe-Kronsberg wird in Kürze Geschichte sein. Bevor enercity das unterirdische Bauwerk abreißt, ermöglichen wir einen letzten Blick in die entleerten, von zahlreichen Säulen durchsetzen unterirdischen Wasserkammern.

Im Südwesten des Gebiets befindet sich der über 90 Jahre alte Wasserhochbehälter. Mit dem Ausbau des Wasserwerks Grasdorf (erbaut 1899) entstand ab Mitte der 1920er Jahre dieser erste Hochbehälter auf dem Kronsberg. Er besteht aus zwei Kammern von 4.000 und 6.000 Kubikmetern, deren Betrieb mittlerweile unwirtschaftlich wurde.

Der Wasserhochbehälter ging 1930 in Betrieb, wurde 2004 außer Betrieb genommen und nach einem temporären Einsatz 2008 endgültig stillgelegt. Das komplette Grundstück, auf dem sich der Behälter befindet, ist rund 7.400 Quadratmeter groß. Durch den Abriss entsteht weitere Fläche für den geplanten Wohnungsbau im Bereich Kronsberg-Süd mit circa 3.500 Wohnungen.

Im enercity-Trinkwassernetz sind drei Hochbehälter (Heisterberg, Bemerode und Lindener Berg) mit einem Speichervolumen von rund 60.000 Kubikmetern in Betrieb, welche für den täglichen Lastausgleich und Druckhaltung voll ausreichen.

140 Jahre gutes Wasser für Hannover

Dieses Jahr blickt die enercity AG auf 140 Jahre Wasserversorgung in Hannover zurück. Inzwischen genießen über 700.000 Menschen in der Region unser Trinkwasser. Wir feiern das mit einer ganzjährigen Reihe von enercity-Events, Aktionen, Vorträgen und exklusiven Besichtigungsangeboten für Kunden.

Infos unter: www.enercity.de/wasser

Ludwig-Windhorst-Schule

Ludwig-Windthorst-Schule stellt sich vor

Tag der offenen Tür am 6. April 2018

Die Türen der Ludwig- Windthorst – Schule  öffnen sich: Am Tag der Offenen Tür am Freitag, dem 6. April 2018 in der Zeit von 15.00 – 18.00 Uhr können sich Interessierte ein Bild von der Schule machen.

Die LWS ist zurzeit in den Jahrgängen 5, 6 ,7 und 8 eine sechszügige Oberschule mit gymnasialem Angebot, die Jahrgänge 9– 10  werden als Haupt- und Realschule  geführt. Im neuen Schuljahr 2018/19 wird zum ersten Mal eine gymnasiale Lerngruppe im Jahrgang 9 eingerichtet, im Jahre 2020 wird der erste Oberschuljahrgang die Schule verlassen. Die LWS liegt in der Südstadt von Hannover und wird von etwa 800 Schülern aus der Stadt und der Region Hannover besucht.

Aufsteigend mit dem 5. Jahrgang des Schuljahres 2014/15 begann  die Arbeit an der Oberschule mit einem gymnasialen Angebot. Dort werden die Schulformen der Haupt-, Realschule und des Gymnasiums zusammengefasst. In den Jahrgängen 5 und 6 der neuen Schulform wird ein integrativer Unterricht (also gemeinsamer Unterricht) erteilt. Ein mögliches Sitzenbleiben von Klasse 5 nach 6 ist nicht vorgesehen.

In den Klassen 5 und 6 wird zurzeit in sechs Neigungsklassen gearbeitet: eine Sportklasse, eine  Forscherklasse, eine Kunst-/Theaterklasse, eine Bandklasse,  eine Europaklasse und eine Technikklasse.

Zwei Schwerpunkte im Programm der Ludwig-Windthorst-Schule sind der musikalische und der religiöse Bereich. Das vielfältige musikalische Programm  – z.B. ein Auftritt der verschiedenen Bandklassen – kann in den Musikräumen und bei Vorführungen im Schulgebäude bewundert werden. Der Gottesdienstraum ist eine Lern- und Lebensort, wie man ihn in anderen Schulen selten vorfindet. Ansonsten stellen sich die einzelnen Fachbereiche und unterschiedliche Wahlpflichtkurse vor. Der Tag endet mit einem kurzen Abendsehgen im Atrium der Schule.

Der Tag der Offenen Tür richtet sich vor allem an diejenigen, die Interesse an der kommenden Klassen 5 der Oberschule haben. Eingeladen sind aber auch alle, die sich für den katholischen Schulverbund der Region Hannover interessieren.

Die Anmeldungen für die Klasse 5 der Oberschule liegen Mitte April und sind möglich am Dienstag, dem 17. April sowie Mittwoch, dem 18. April in der Zeit von 16.00 – 19.00 Uhr. Die beiden Tage liegen vor den Anmeldeterminen  der öffentlichen Schulen und finden zeitgleich mit den Anmeldungen an der St. Ursula-Schule statt.

www.ludwig-windthorst-schule.de

Verantwortlich für diesen Text: S. Heinemann

Großer Garten Herrenhausen

Projektstart des neuen Vermittlungsprogramms „Early Birds im Großen Garten“

Großer Garten Herrenhausen

Großer Garten Herrenhausen

Den Garten spielerisch entdecken und verstehen

Grundschulkinder stehen im Mittelpunkt eines neuen Projekts der Herrenhäuser Gärten. Der Nachwuchs soll den Großen Garten spielerisch entdecken und seine Geschichte verstehen. Lag der Schwerpunkt von Kinderprogrammen in Gärten bisher im Bereich der Botanik, wird hier der Vermittlungsansatz von Museen auf einen historischen Garten übertragen. Das deutschlandweit einzigartige Projekt „Early Birds“ ist ein Pilotprojekt für historische Gärten in Deutschland. Partner ist die Deutsche Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur e.V. (DGGL).

Die „Early Bird“- Aktionen finden ab Mai im Großen Garten statt. Grundschulklassen können sich ab sofort dafür anmelden. Unter dem Motto „Erbe vererben – Vermittlung für Kinder in den historischen Herrenhäuser Gärten“ verwandelt sich der Garten in ein Freiluftmuseum. Die Probenbühne wird zum Open Air-Klassenzimmer umgebaut. Ein pädagogisch geschultes Team bereitet gemeinsam mit der Klasse einen Vormittag lang die Themenbereiche „Zeitalter des Barock“, „Kurfürstin Sophie“ „Gartenkunst“ und „Wasserspiele“ auf.

Die Themen orientieren sich am Lehrplan der dritten und vierten Klassen. Inhaltlich können die Kinder immer wieder Parallelen zur Kindheit von vor 300 Jahren ziehen und die Gegensätze „arm/reich“ und „damals/heute“ erleben. Damit das kindgerecht gelingt, hat das Programm einen Praxistest durchlaufen: Schulkinder der Otfried-Preußler-Schule Hannover haben die Aktionen im Garten ausprobiert und als „Kinder-Expertenkommission“ ihre Verbesserungswünsche eingebracht.

Ohne die finanzielle Förderung durch engagierte regionale Partner wäre das ehrgeizige Projekt nicht zustande gekommen. Es wird komplett durch die zugesagten Drittmittel folgender Partner getragen: Region Hannover, VHV-Stiftung, NORD/LB Kulturstiftung sowie Lions Club Hannover Kurfürstin Sophie. Ganz praktische Unterstützung leisteten darüber hinaus das Staatstheater Hannover (Umgestaltung der Probenbühne zum Klassenzimmer, Entwicklung eines überdimensionalen Garten Puzzles), die Hochschule Hannover (Studentenkurse des Bereichs Medien, Information und Design entwickeln neue Konzepte für Familien in den Herrenhäuser Gärten) und die Hannoverschen Werkstätten (Herstellung barocken Spielzeugs).

Familiensonntage im Großen Garten

An Kinder und Familien richten sich weitere neue Aktivitäten im Großen Garten. Beim Familiensonntag – ab 8. April jeden Sonntag von 15 bis 17 Uhr, außer in den Sommerferien – werden Spiele aus der Zeit Kurfürstin Sophies wieder zum Leben erweckt. An einigen Sonntagen entführen zudem Märchenerzähler in fremde Welten. Bastelaktionen mit historischen Bezügen wie z.B. die Herstellung eines Wasserrades, einer Lumpenpuppe oder Masken von Kurfürstin Sophie laden zum Mitmachen ein. Im Eingangsbereich begrüßt eine Mal- und Leseecke die kleinen Besucher. Mit der neuen Kinderkarte, die spielerisch kleine Geschichten aus der Zeit des Barocks erzählt, und einem Bilderrätsel lassen sich die Gärten entdecken.

Informationen und Anmeldung

Anmeldungen für das „Early Birds“-Programm sind telefonisch unter der Rufnummer 0511/168-40371 oder per Internet unter www.herrenhausen.de/kinder möglich. Die Kosten für das rund dreistündige Programm betragen 60 Euro pro Klasse. Eine Kostenübernahme durch den Lions Club Kurfürstin Sophie ist im Einzelfall möglich. Enthalten sind der Eintritt für die Schulklasse und zwei Lehrkräfte sowie das Vormittagsprogramm im Großen Garten. Arbeitsmaterialien für den vorbereitenden und weiterführenden Unterricht sind ebenfalls im Preis inbegriffen.

Kontakt für LehrerInnen: Herrenhäuser Gärten, Christina Fricke, Telefon 0511/168-40371, E-Mail christina.fricke@hannover-stadt.de

English Outdoor - VHS Hannover

„English Outdoors Jungle Camp“

English Outdoor - VHS Hannover

English Outdoor bei der VHS Hannover

Die Ada-und-Theodor-Lessing-Volkshochschule Hannover (VHS) bietet in Zusammenarbeit mit dem Schulbiologiezentrum Hannover in den Osterferien einen Englischkurs der besonderen Art an: das „English Outdoors Jungle Camp“.

An drei Tagen (20. bis 22. März) heißt es auf dem einzigartigen Gelände des Schulbiologiezentrums: Natur erleben und dabei Englisch lernen. Die TeilnehmerInnen erforschen, entdecken, kochen und essen zusammen in der „Wildnis“. Dazu gehört der Bau einer Schutzhütte, Feuer machen, Spurensuche und vieles mehr. Gesprochen wird dabei auf Englisch. Mitmachen können SchülerInnen der sechsten und siebten Klassen.

Der Kurs im Schulbiologiezentrum, Vinnhorster Weg 2, beginnt jeweils um 9 Uhr und endet um 16 Uhr. Die Kursgebühr beträgt 125 Euro; Materialien, Getränke und einfaches Mittagessen sind inklusive. Ermäßigungen mit dem Hannover-Aktiv-Pass auf Anfrage. Anmeldung (nur nach Beratung) über Mic Hale, Telefon 0511 168-40239 oder per Mail an Mic.Hale@hannover-stadt.de.

Stadtarchiv Hannover

Einblicke in die Arbeit von Archiven

Stadtarchiv Hannover

Stadtarchiv Hannover

Vier Archive in Stadt und Region Hannover gewähren am bundesweiten 9. „Tag der Archive“ Einblicke in ihre Arbeit. Am kommenden Sonnabend (3. März) präsentiert das Magazin Pattensen des Niedersächsischen Landesarchivs in Führungen die Nutzung, Aufbewahrung und Restaurierung von Archivgut. Im Gemeindearchiv Isernhagen bietet die neue Archivarin Dr. Gudrun Heuschen das Entziffern persönlicher Erinnerungsstücke an und führt durch die Räume. Wer das Landeskirchliche Archiv besucht, bekommt zum Beispiel Einführungsschulungen zur Recherche, kann kirchliche Familiendokumente mitbringen und im Bücherflohmarkt stöbern. Im Stadtarchiv Hannover heißt der Programmschwerpunkt „Frauen haben eine Stimme: 100 Jahre Frauenstimmrecht“. Es greift damit das bundesweite Motto dieses Tages auf: „Demokratie und Bürgerrechte“.

Archive sind das Gedächtnis eines Landes, einer Stadt, einer Institution – und ihrer Menschen. Mit ihrer Arbeit bieten sie der Gesellschaft und jeder und jedem Einzelnen historische Orientierung und Rechtssicherheit. Ohne Archive kann Geschichte nicht erforscht werden, ohne Archive schleichen sich leicht Fehlinformationen und falsche Traditionen ein. Archivgut ist einzigartig, unersetzbar. Wie Archive arbeiten und was man dort findet, können alle Interessierten an diesem Tag der offenen Tür entdecken.

Die Öffnungszeiten am 3. März:

  • Niedersächsisches Landesarchiv – Magazin Pattensen, Lüderser Weg 2, 30982 Pattensen, 11 bis 14 Uhr (Führungen um 11, 12, 13 Uhr);
  • Gemeindearchiv Isernhagen, Helleweg 4 (Zugang Helleweg 8), 30916 Isernhagen, 14.30 bis 16.30 Uhr;
  • Landeskirchliches Archiv, Goethestr. 27, 20169 Hannover, 11 bis 14 Uhr;
  • Stadtarchiv Hannover, Am Bokemahle 14-16, 30171 Hannover, 12 bis 17 Uhr (Führungen um 12.15, 13.15, 14.15, 15.15 und 16.15 Uhr).

Weitere Informationen zum Programm einschließlich eines Flyers bietet das Internet unter www.stadtarchiv-hannover.de. Für einen barrierefreien Zugang ist an allen Veranstaltungsorten gesorgt.

Dachgärten

„Vielfalt der Dachbegrünungen“ und „Grüne Oasen in Innenhöfen“ – Vorträge im Neuen Rathaus

Dachgärten

Dachgärten

Projekt „Begrüntes Hannover“

Zwei weitere Vorträge für Interessierte am urbanen Grün werden im Februar im Neuen Rathaus, Trammplatz 2, geboten. Die Vortragenden möchten die ZuhörerInnen für die „Vielfalt der Dachbegrünungen“ und „Grüne Oasen in Innenhöfen“ begeistern.

Mittwoch, 14. Februar, 18 Uhr im Mosaiksaal:
„Vielfalt der Dachbegrünungen – vom extensiven Gründach bis zum Dachgarten“

Flachdächer können sich in grüne Rückzugsorte und in Augenweiden verwandeln. Die Vielfalt der Optionen dazu ist groß: vom Entspannungsort mit Liegestuhl über Gemüse- und Kräuterbeete bis zur pflegeleichten Wildbienenweide. Die ganze Bandbreite der Nutzungsmöglichkeiten stellt der Landschaftsarchitekt Bernd Krupka aus Bad Pyrmont in seinem Vortrag vor.

Mittwoch, 21. Februar, 18 Uhr im Mosaiksaal:
„Grüne Oasen in Innenhöfen – Visionen und Erfahrungen“

Wie in Hannover-Linden aus betonierten Hinterhöfen schon vor 30 Jahren kleine Oasen in der Großstadt wurden und was heute alles möglich ist, präsentiert Landschaftsarchitekt Thomas Ostermeyer vom Büro Freiraumplanung.

Beide Vorträge sind kostenfrei und finden im Rahmen des Projekts „Begrüntes Hannover“ des BUND Region Hannover und der Landeshauptstadt Hannover statt. Gebäudebegrünungen und Entsiegelungen von Flächen können mit bis zu einem Drittel der Kosten bezuschusst werden. Weitere Informationen zur Vortragsreihe und zum Förderprogramm von Gebäudebegrünungen und Entsiegelungsmaßnahmen bieten das Internet unter www.begruenteshannover.de und der BUND telefonisch unter (05 11) 70 03 82 47. Ein weiterer Vortrag Mittwoch, 7. März (18 Uhr im Gobelinsaal des Neuen Rathauses) trägt den Titel „Wie plane ich ein angenehmes Stadtklima?“

Samstägliches Herz des Stadtteils Linden der Lindener Marktplatz

Hannovers Stadtteile – Soziale Vielfalt, Dynamik, Wandel. Die Jahre 2014 bis 2017 in Zahlen.

Samstägliches Herz des Stadtteils Linden der Lindener Marktplatz

Samstägliches Herz des Stadtteils Linden der Lindener Marktplatz

Wie stark ist mein Stadtteil gewachsen?  Woher kommen die Zugezogenen? Wie sehr fluktuiert die Bewohnerschaft? Wie international sind wir? Welches sind die hauptsächlich gesprochenen Sprachen (neben Deutsch) im Stadtteil? Was prägt die soziale Situation der BewohnerInnen und wie verändert sie sich?

Diesen und vielen weiteren Fragen geht eine Broschüre nach, die jetzt vom Sozial- und Sportdezernat unter dem Motto „Hannovers Stadtteile – Soziale Vielfalt, Dynamik, Wandel.“ den Ratsgremien vorgelegt wird.

Anlass, die Stadtteile besonders in den Blick zu nehmen, ist, dass die Landeshauptstadt Hannover von 2014 bis 2017 insgesamt um über 16.000 Menschen beziehungsweise um rund drei Prozent gewachsen ist. „Damit einher geht nicht nur ein ‚PLUS‘ an EinwohnerInnen, an Infrastruktur- und an Personalbedarf bei Verwaltungen und Institutionen, sondern auch ein ‚ANDERS‘, erläutert Sozial- und Sportdezernentin Konstanze Beckedorf. „Viele Stadtteile internationalisieren und verjüngen sich, auch die soziale Struktur der Bewohnerschaft verändert sich. Neue Quartiere entstehen, alte Quartiere sind im Umbruch. Ganz allgemein: Die soziale und kulturelle Vielfalt nimmt zu und der Bedarf an spezifischem Stadtteilwissen steigt“, so Beckedorf.

Ziel und Aufbau

„Hannovers Stadtteile – Soziale Vielfalt, Dynamik und Wandel.“ ist als „Handreichung“ für den kurzen, schnellen Überblick im Stadtteil gedacht.

Kern und Herzstück sind die Stadtteilprofile. Auf jeweils einer Doppelseite wird kompakt und übersichtlich ein sozialstrukturelles Profil anhand von 18 Kennziffern erstellt. Die „Kennziffern“ beschreiben auf der Grundlage von Zahlen und Entwicklungen Einzelaspekte der fünf großen Themenblöcke „Wachstum und Bevölkerungsentwicklung“, „Altersstruktur und Entwicklung“, „Internationalisierung“, „Haushaltsstruktur und Entwicklung“ und „Soziale Struktur und Entwicklung“. Sie machen die Stadtteilprofile leicht lesbar und vergleichbar. Der Mix aus Grafiken, Karten, Textbausteinen und Tabellen unterstützt die Handhabbarkeit. Im Fokus steht der von Dynamik, Zuzug und Wandel geprägte Zeitraum 2014 bis 2017.

Beispielhafte Ergebnisse

Verjüngung durch Geburten und Internationalisierung

Hannovers Bevölkerung verjüngt sich. Das Durchschnittsalter ist im Zeitraum 2014 bis 2017 um fast vier Monate auf 42 Jahre und fünf Monate gesunken. Die stärkste Verjüngung erlebte der Mühlenberg, um 28 Monate auf rund 39 Jahre. Der Grund in dem ohnehin jungen Stadtteil waren zahlreiche Geburten und der Zuzug vieler Familien.

Anders sieht das Bild beispielsweise in Bothfeld aus. Der Stadtteil ist – entgegen dem gesamtstädtischen Trend – leicht gealtert. Das Durchschnittsalter liegt hier bei fast 47 Jahren; die Alterung ist Folge der „Versingelung“ und der geringer werdenden Anzahl von Familien, die Haushalte werden kleiner und „altern“.

Wie international sind wir?

Hannover ist eine internationale und internationaler werdende Stadt. Hier leben Menschen aus fast 180 verschiedenen Nationen, die mehr als 70 unterschiedliche Sprachen sprechen. Der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund steigt derzeit jährlich um rund einen Prozentpunkt und lag Anfang 2017 bei 30 Prozent. Durchschnittlich leben 89 Nationen in den Stadtteilen. Die Nationalitätenvielfalt weist eine Spanne auf von unter 50 Nationen in Waldheim, Bornum, Lahe und Wülferode bis mehr als 120 Nationen in Mitte, Nord- und Südstadt, List, Vahrenwald und Groß-Buchholz.

Fluktuierende Stadtteile

Die wanderungsintensivsten, mobilsten und am stärksten fluktuierenden Stadtteile liegen innenstadtnah, allen voran der Stadtteil Mitte, gefolgt von der Nordstadt oder der Calenberger Neustadt. Das sind häufig Stadtteile, in denen 2015 die Fluktuation besonders hoch war, weil dort größere oder mehrere Einrichtungen zur Unterbringung von Geflüchteten lagen beziehungsweise teilweise noch liegen, wie zum Beispiel in Mittelfeld, Bult oder in Linden-Süd. Zu den „immobilsten“ und am wenigsten fluktuierenden Stadtteilen zählen Waldheim, Isernhagen-Süd und Wülferode, deren EinwohnerInnen seltener zu-, fort- oder umziehen.

Welches sind die hauptsächlich gesprochenen Sprachen neben Deutsch?

Hannover weist – wie jede Großstadt – eine enorme Sprachenvielfalt auf. Neben Deutsch werden derzeit schätzungsweise mindestens 70 weitere Sprachen gesprochen. Für fast 24.000 HannoveranerInnen ist Türkisch eine Alltagssprache – und damit nach beziehungsweise neben Deutsch die mit Abstand am häufigsten gesprochene Sprache. Mit großem Abstand folgen Arabisch (über 16.000) und Polnisch (über 13.000). Auch Persisch, Englisch und Russisch werden von mindestens jeweils 6.000 HannoveranerInnen gesprochen.

Dabei sind die auf einer Schätzung basierenden Sprachprofile beziehungsweise Sprachenlandschaften in Hannovers Stadtteilen sehr unterschiedlich. Nach Deutsch ist in 31 von allen 49 Stadtteilen Türkisch die hauptsächlich gesprochene Sprache der Eingewanderten und ihrer Nachkommen; Arabisch ist es in den sieben Stadtteilen Mitte, Sahlkamp, List, Groß-Buchholz, Waldhausen, Bult und Mühlenberg; Polnisch in Bemerode, Bothfeld, Heideviertel, Wettbergen, Wülferode und Misburg-Nord; Persisch steht in Seelhorst und Isernhagen Süd auf dem ersten Platz; Englisch dominiert in Kirchrode und Zoo, Rumänisch in Lahe.

Arbeitslosigkeit

Die Arbeitslosigkeit ist bundes- und hannoverweit zurückgegangen und erreicht 2017 erneut historische Tiefstände. In Hannover lag der Anteil der registriert Arbeitslosen Ende 2016 bei sieben Prozent und war damit so niedrig wie nie zuvor seit der Umsetzung der „Hartz IV“-Gesetzgebung im Jahr 2005. Von den positiven Auswirkungen des konjunkturellen Aufschwungs profitieren jedoch nicht alle Gruppen und alle Stadtteile gleichermaßen. Die Arbeitslosigkeit unter AusländerInnen sinkt zwar ebenfalls, liegt aber mit 11,9 Prozent nach wie vor deutlich über dem Durchschnitt. Auch aus diesem Grund weisen die international geprägten Stadtteile meist eine höhere Arbeitslosigkeit auf: In Hainholz, Mittelfeld, Vahrenheide, Sahlkamp, Mühlenberg oder Linden-Süd liegt der Anteil der Arbeitslosen bei jeweils über zehn Prozent.

AdressatInnen

Die Broschüre richtet sich an alle, die aktuelles Wissen über soziale Vielfalt, Dynamik und Wandel vor Ort benötigen, wie zum Beispiel politische Gremien, Stadtteilrunden, Gemeinwesenarbeit oder Quartiersmanagement. Sie eignet sich aber auch für alle, die allgemein an sozialen Entwicklungen in ihrem Stadtteil interessiert sind.

„Ich würde mich sehr freuen, wenn möglichst viele Fachleute und Interessierte diese Informationen für ihre Arbeit in den Gremien, Vereinen und Verbänden oder Stadtteilrunden nutzen würden“, unterstreicht Sozial- und Sportdezernentin Konstanze Beckedorf.

Broschüre online

Die Broschüre „Hannovers Stadtteile – Soziale Vielfalt, Dynamik, Wandel.“ steht als pdf im Internet unter www.hannover.de als Download zur Verfügung.