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„Tag der Biodiversität“ am 22. Mai: Naturwunder in der Tiefenriede entdecken

Am „Internationalen Tag der Biodiversität“ wird die biologische Vielfalt in Hannovers Südstadt bei einer besonderen Veranstaltung sichtbar: „Naturwunder in der Tiefenriede“ heißt der Streifzug durch die Natur vor „unserer Haustür“ am kommenden Montag (22. Mai) ab 15 Uhr. Unter der Leitung von Constanze Kanz von der Naturfreundejugend Niedersachsen und mit Hilfe aller Sinne werden Naturphänomene entdeckt. Das kostenlose Angebot richtet sich an Erwachsene, Jugendliche und Kinder ab sechs Jahren.

Festes Schuhwerk ist erforderlich. Treffpunkt ist an der Bugenhagenkirche in der Stresemannallee 34. Um telefonische Anmeldung unter (05 11) 1 68 – 4 38 01 wird gebeten.

Die Führung wird am Pfingstmontag (5. Juni; „Tag der Umwelt“) um 15 Uhr von Hannah Kindel (Naturfreundejugend Niedersachsen) ein zweites Mal angeboten. Auch für diese Veranstaltung wird um Anmeldung gebeten.

Die Führung ist Teil des Programms „Grünes Hannover 2017“. Weitere Informationen dazu bietet das Internet unter www.hannover.de, Suchwort „Grünes Hannover“.

Waldabenteuer in den Sommerferien vom 3. – 7. Juli

Jetzt noch Anmeldungen für die Kinderfreizeit ‚Sommer – Kinder – Wald‘ möglich

Jetzt noch schnell den Sommer planen: Am 22. Mai endet die Anmeldefrist für die diesjährige Kinderferienfreizeit der Naturschutzjugend Niedersachsen. Vom 3. bis 7. Juli lautet das Motto: „Sommer-Kinder- Wald: Auf ins Abenteuer!“ Am Waldpädagogikzentrum in Ahlhorn, knapp 30 km südlich von Oldenburg, können Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren die Natur mit allen Sinnen erforschen und entdecken.

Bestandteil der erlebnisorientierten Freizeit ist ein individuell gestaltetes Programm von Outdoor-Küche am Lagerfeuer, Fährtenlesen und Tierbeobachtungen, Spielen, Keschern am Teich, Ruderboot- und Kanufahren und Vielem mehr. Angeleitet werden die kleinen Abenteurer dabei von einem Waldpädagogen der Landesforsten und ehrenamtlich aktiven Betreuern der NAJU.

Für die Kinder ist es ein Abenteuer, dabei lernen sie aber auch ungeheuer viel. „In der freien Natur werden die Kinder auf spielerische Art und Weise in ihrem Forscher-, Sammler- und Bewegungsdrang unterstützt“, erläutert Andrea Pohl, Vorstandsmitglied der NAJU Niedersachsen. Damit würde ein Interesse an der Umwelt geweckt und ein tiefes Naturverständnis erzeugt. „Erlebnisse wie diese speichert man sein ganzes Leben lang. Diese tollen Kindheitserinnerungen wollen wir ermöglichen und gleichzeitig damit einen Grundstein für einen achtsamen Umgang mit der Natur legen.“ Andrea Pohl ist studierte Sozialarbeiterin und betreut die Freizeit mit zwei weiteren erfahrenen Freitzeitteamern.

Die Gruppe wird im Blockhaus Ahlhorn im frisch renovierten Waldhaus übernachten und verpflegt. Umgeben ist das Blockhaus von reichlich Wasser und Wald – ideal für Naturerfahrung. Die Freizeit findet im Rahmen des NAJU-Projekts „Vom Hirschkäfer und anderen wilden Kreaturen“ statt, das von der Landessparkasse zu Oldenburg und der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung gefördert wird. Das Projekt hat zum Ziel, wieder mehr Kinder nach Draußen zu bringen und sie die tolle Natur ihrer Heimat entdecken zu lassen.

Weitere Informationen sind bei der NAJU Niedersachsen erhältlich unter Telefon: 0511-911053-0 oder www.naju-niedersachsen.de/hirschkäfer.

NABU: Insektenparadies statt Steinwüsten

NABU gibt Tipps für eine naturfreundliche Gestaltung von Gärten

Modern, unkrautfrei und pflegeleicht. Dies sind die Schlagworte, mit denen für einen Steingarten im Vorgarten geworben wird. Anstatt artenreicher Lebensräume entstehen so Steinwüsten. Nicht nur bei Gartenbesitzern auch bei Stadtverwaltungen ist dieser Trend verstärkt zu beobachten.

Fein säuberlich nebeneinander angeordnet und farblich untergliedert, so dass unterschiedliche Muster erkennbar werden, bedecken Kieselsteine mittlerweile viele Vorgärten und öffentliche Räume. Die Muster werden ergänzt durch fix angeordnete, immergrüne Pflanzen oder Gräser, die dem steinernen Vorgarten das Etikett „Naturnähe“ verpassen sollen. Vor allem in Neubaugebieten verwandeln sich in kürzester Zeit die braunen, erdigen Flächen in steinerne Kieshalden. Und das in einer Zeit, in der das Thema Biodiversität ganz weit oben auf der Agenda steht, werden Wildkräutern, heimischen Pflanzen, Insekten oder Vögeln kaum noch Chancen in den Vorgärten eingeräumt.

Es ist zu beobachten, dass der Trend zu funktionalen Vorgärten und designten Steinwüsten, die mit Neophyten bepflanzt sind, zunimmt. Gerade Vorgärten und kleine, grüne Flächen haben jedoch eine besondere Bedeutung für die Artenvielfalt und das Klima in der Stadt. Sie bilden ökologische Trittsteine für vielfältige Pflanzenarten, Insekten und Vögel die sich von Trittstein zu Trittstein fortbewegen und dort Nahrung finden können. Ebenso wirken sich die zugeschütteten Gärten auf das Stadtklima aus. Der NABU Niedersachsen betont: „Wenn die Gärten mit Steinen verfüllt werden, heizen sie sich im Sommer auf, speichern die Hitze und strahlen sie wieder ab. Das befördert Klimaveränderungen in der Stadt, da notwendige Kaltluftschneisen durch diese Versiegelungen wegfallen.“

Naturnahe Umgestaltung

Wie man seinen Garten naturnah gestalten und somit einen ökologischen Nutzen für die Tierwelt generieren kann, zeigt der NABU Niedersachsen in seiner Broschüre „Gartenlust“. Denn vielfach werden in Gärten fremdländische Ziergehölze oder Nadelbäume gepflanzt, die für die heimische Tierwelt nur von geringem ökologischem Nutzen sind. Wesentlich reicher ist das Tierleben in einer Hecke aus heimischen Wildsträuchern. So werden beispielsweise die Früchte des Weißdorns von 32 Vogelarten gefressen. Der heimische Wachholder ernährt sogar 43 Vogelarten, der häufig in Gärten gepflanzte Chinesische Wacholder dagegen nur eine einzige Art.

Ähnliches gilt für Insekten, deren Larven oftmals auf wenige oder gar nur eine einzige Nahrungspflanze spezialisiert sind. Während heimische Wildsträucher ein schier unerschöpfliches Nahrungsangebot für zahlreiche Insekten in allen Entwicklungsstadien bieten, wird man an exotischen Gehölzen in unseren Gärten kaum jemals Fraßspuren von Raupen finden. Viele gute Gründe also, im Herbst ein paar einzelne Sträucher zu setzen oder eine ganze Hecke aus mehreren Arten anzulegen. Übrigens sind heimische Sträucher anspruchsloser und widerstandsfähiger, auch gegen witterungsbedingte Einflüsse und Schädlinge.
Der NABU Niedersachsen spricht sich daher für eine naturnahe Gestaltung der Vorgärten aus. Die NABU-Broschüre ‚Gartenlust – für mehr Natur im Garten‘ ist gegen Einsendung von zehn Briefmarken zu 70 Cent erhältlich beim: NABU Niedersachsen, Stichwort ‚Gartenlust‘, Alleestr. 36, 30167 Hannover.

Wer sich schon einmal über einen naturnahen Garten informieren möchte, kann dies über folgenden Link machen: www.NABU-niedersachsen.de/naturgarten

Galloway-Rinder pflegen die Landschaft – Projekt soll Wildnis in der Stadt fördern

Im Stadtteil Badenstedt „arbeiten“ neue fellige „Landschaftspfleger“: Seit wenigen Tagen grast eine kleine Herde Galloways, bestehend aus zwei Mutterkühen mit zwei älteren Jungtieren, auf einer rund 11.000 Quadratmeter großen Weide an der Fösse. Die robusten schottischen Rinder kommen nun jedes Jahr für zwei bis drei Wochen auf die Fläche und sollen durch ihr Fressverhalten die Pflanzenzusammensetzung und -vielfalt und somit die Wildnisentwicklung steuern. Weil die Tiere bestimmte Pflanzen lieber fressen als andere, soll auf diese Weise eine abwechslungsreiche Gehölzstruktur mit artenreicher Krautschicht entstehen.

Die Galloways auf der Weide sind der sichtbare Startpunkt für das bundesweite Projekt „Städte wagen Wildnis“, an dem sich die Landeshauptstadt Hannover (LHH) seit vergangenem Jahr beteiligt. Bis zum Jahr 2021 soll auf verschiedenen Flächen mit einer Gesamtgröße von etwa 4o Hektar in Hannover Wildnis entstehen und beobachtet werden. Dazu gehören unter anderem drei Flächen in der Eilenriede, sowie Grünzüge am Lindener Berg, an der Kirchhorster Straße und am Messeschnellweg. Auch die sehr kleine, eng umbaute Fläche an der Haltestelle „Am Mittelfelde“, an der bereits ein Blühstreifen entstand, ist Teil des Projekts. Weitere geeignete Flächen werden zurzeit noch geprüft. Neben der Erhöhung der Artenvielfalt soll damit auch der Bevölkerung ermöglicht werden, wilde Natur direkt vor der Haustür in der Stadt erleben zu können.

„Angestrebt wird auf der Weide in Badenstedt eine Art Hutewald“, sagt Ulrich Schmersow, städtischer Leiter des Projekts „Städte wagen Wildnis“, und führt weiter aus: „Das bedeutet, dass sich vereinzelte Gehölze entwickeln sollen, die in eine artenreiche Krautschicht am Boden eingebettet sind. Der Unterschied zu einer herkömmlichen Weide ist hierbei die Anzahl der Tiere und die Verweildauer. So stehen auf der Fläche nur vier Rinder. Und diese bleiben dort auch nicht, wie sonst üblich, das ganze Jahr, sondern lediglich für wenige Wochen. Danach ziehen die Robust-Rinder wieder aus und die Entwicklung der Wildnis kann beginnen.“

In Vorbereitung wurde im Herbst 2016 ein solider Weidezaun aus Eichenspalthölzern auf einer etwa 11.000 Quadratmeter großen ungenutzten Wiese errichtet. Bis zum Jahr 2021 werden die Kühe jährlich für eine kurze Zeitspanne auf der Weide grasen und dadurch neue Wildnisbereiche entstehen lassen.

„Städte wagen Wildnis“ ist ein Projekt im Bundesprogramm „Biologische Vielfalt“. Das Projekt in Hannover wird mit gut 964.000 Euro durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Bau- und Reaktorsicherheit gefördert. Weitere rund 384.000 Euro bringt die LHH ein. Zu den Projektpartnern gehören die Städte Frankfurt am Main und Dessau-Roßlau, in denen in den kommenden Jahren ebenfalls Wildnis fördernde Aktionen geplant sind. Auch das Institut für Umweltplanung der Leibniz Universität Hannover ist neben weiteren bundesweiten Institutionen beteiligt.

Das Projekt fügt sich in die kommunale Biodiversitätsstrategie ein, die die LHH seit Jahren erfolgreich verfolgt. Lebensräume sollen geschützt und Artenvielfalt in der Stadt gefördert werden. 2011 hat die Stadt im Rahmen eines Wettbewerbs die Auszeichnung  „Bundeshauptstadt der Biodiversität“ erhalten. Hannover ist seit 2012 zudem Mitglied im Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“.

„Städte wagen Wildnis“ wird auch in öffentlichen Veranstaltungen erlebbar. Am 15. Mai und 7. September wird in Kooperation mit der Ada-und-Theodor-Lessing-Volkshochschule Hannover (VHS) und der Musikschule Hannover ein „Wildnis-Konzert“ gegeben. Das erste Konzert am 15. Mai beginnt um 19 Uhr in der VHS, Burgweg 14. Am „Geo-Tag der Natur“ am 18. Juni wird von 12 bis 17 Uhr unter dem Titel „Wie schmeckt Wildnis?“ eine Verkostung von Wildnis-Häppchen in der Waldstation Eilenriede angeboten. Am 21. September um 15 Uhr startet eine Mitmachexkursion in der Eilenriede. Weitere Informationen zu dem Projekt und zu den Veranstaltungen bietet das Internet unter www.hannover.de und www.vhs-hannover.de.

„Mehr Natur in der Stadt“ – Ausstellung in der Stadtbibliothek Kleefeld

Wo kann ich Natur in Hannover sehen und erleben? Was versteht man unter Biodiversität und wo entsteht sie? Welche Bedeutung hat sie für unser Leben und unsere Umwelt? Die Ausstellung „Mehr Natur in der Stadt“ gibt Antworten auf diese Fragen. Ab dem 8. Mai ist sie bis zum 10. Juni in der Stadtbibliothek Kleefeld, Rupsteinstraße 6/8, zu sehen. Die Öffnungszeiten sind montags und donnerstags 12 bis 19 Uhr, dienstags und freitags 11 bis 17 Uhr sowie sonnabends 10 bis 13 Uhr. Der Eintritt ist frei. Zum Auftakt der Ausstellung in der Woche vom 8. bis 13. Mai können sich die BesucherInnen mit Überraschungssämereien „mehr Natur“ auch mit nach Hause nehmen.

Auf sechs Holztafeln stellt die Ausstellung mit eindrucksvollen Bildern und kurzen Texten die vielfältigen Naturräume und Lebensraumtypen in Hannover vor. Sie zeigt, dass Natur nicht nur in den großen Wäldern und Landschaftsräumen am Stadtrand zu finden ist, sondern auch „neben der Haustür“. Die Ausstellung geht aber auch darauf ein, dass Naturvielfalt häufig durch Lebensraumzerschneidung, Flächendruck oder intensive Landwirtschaft bedroht ist. Und sie gibt Auskunft darüber, was die Stadtverwaltung zur Erhaltung und Förderung der Naturräume tut und was jede und jeder Einzelne im eigenen Wohn- und Arbeitsumfeld dazu beitragen kann, dass die Naturvielfalt erhalten bleibt.

Die Ausstellung „Mehr Natur in der Stadt“, die im Rahmen des gleichnamigen Projekts zur Verbesserung der biologischen Vielfalt vom Fachbereich Umwelt und Stadtgrün der Landeshauptstadt Hannover konzipiert und realisiert wurde, kann etwa auch durch Freizeitheime, Schulen, Krankenhäuser oder hannoverschen Unternehmen ausgeliehen werden. Interessierte wenden sich in diesem Fall an den Fachbereich Umwelt und Stadtgrün telefonisch unter (05 11) 1 68-4 38 01 oder per E-Mail unter 67.umweltkommunikation@hannover-stadt.de. Informationen zu der Ausstellung sind auch im Internet unter www.hannover.de unter dem Suchbegriff „Mehr Natur in der Stadt“ zu finden.

Zahlreiche Führungen, um die Natur in Stadt und Region Hannover zu erleben, bietet die Reihe „Grünes Hannover“. Mit Unterstützung vieler Städte und Gemeinden in der Region sowie zahlreicher Verbände, Vereine und ehrenamtlich Tätiger haben interessierte BürgerInnen (fast) das ganze Jahr über die Möglichkeit, Wissenswertes über die Gärten, Wälder, Parks, Friedhöfe und Landschaften in Stadt und Region zu erfahren. Mehr Informationen dazu ebenfalls unter www.hannover.de (Suchbegriff „Grünes Hannover“).

Beispiel einer begrünten Fassade

Dach- und Fassadenbegrünung: Begrünte Bunker und grüne Höfe – Vorträge am 3. und 17. Mai in der VHS

Beispiel einer begrünten Fassade

Beispiel einer begrünten Fassade

In der diesjährigen Vortragsreihe zur Dach- und Fassadenbegrünung stehen im Mai noch zwei Veranstaltungen an: Am kommenden Mittwoch (3. Mai) präsentiert Diplom-Geoökologe Michael Richter unter dem Titel „Grüne Dachlandschaften und begrünte Bunker“ Beispiele aus Hamburg. Exakt zwei Wochen danach (17. Mai) referiert Gartenarchitekt Andreas Ackermann über „Grüne Höfe und grüne Wände“. Beginn im Veranstaltungsraum der Ada- und Theodor-Lessing-Volkshochschule Hannover, Burgstraße 14, ist jeweils 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Mittwoch, 3. Mai 2017, 18 Uhr:
„Grüne Dachlandschaften und begrünte Bunker“

– Beispiele aus Hamburg
Diplom-Geoökologe Michael Richter (HafenCity Universität Hamburg) stellt die Gründachstrategie der Stadt Hamburg vor, die ebenfalls eine grüne Dachlandschaft fördern will und dazu unter anderem Visionen für die Begrünung von alten Bunkern entwickelt hat.

Mittwoch, 17. Mai 2017, 18 Uhr:
„Grüne Höfe und grüne Wände“

– Von der Entsiegelung bis zur Bepflanzung
Gartenarchitekt Andreas Ackermann aus Hannover wird bei seinem Vortrag auf die Entsiegelung unnötig betonierter Flächen und auf ihre Bepflanzung eingehen und gute Beispiele begrünter Höfe, Einfahrten und Wände vorstellen.

Weitere Informationen zum Thema: (05 11) 70 03 82 47 (BUND-Projektbüro Linden) sowie www.begruenteshannover.de.

Fahrradfreundlichster Arbeitgeber 2017

Für Klima und Gesundheit – Wettbewerb „Die fahrradfreundlichsten Arbeitgeber“ geht in die nächste Runde

Fahrradfreundlichster Arbeitgeber 2017Der Startschuss ist erfolgt: Zum dritten Mal nach 2013 und 2015 suchen Landeshauptstadt und Region Hannover gemeinsam „Die fahrradfreundlichsten Arbeitgeber“. Ob zum Beispiel Duschen und Umkleidemöglichkeiten, Fahrrad-Wartungsservice, bereitgestellte Regencapes oder an die Körpergröße angepasste Diensträder: Gesucht und prämiert werden in diesem Wettbewerb vielfältige und innovative Ideen, die die MitarbeiterInnen zum Gebrauch des „Drahtesels“ motivieren und damit dieses emissionsfreie Verkehrsmittel fördern. Die Bewerbungen werden bis zum 10. August 2017 online entgegen genommen: www.wirtschaftsfoerderung-hannover.de/fahrradfreundlich.

Auf die GewinnerInnen, die durch das Votum einer Fachjury ermittelt werden, warten neben der Auszeichnung wertvolle Sachpreise. Zudem erhalten die siegreichen Betriebe die Gelegenheit, ihr Engagement für das Fahrrad öffentlichkeitswirksam zu präsentieren. Der Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft von Sabine Tegtmeyer-Dette, Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin der Stadt Hannover, sowie Ulf-Birger Franz, Dezernent für Wirtschaft, Verkehr und Bildung der Region Hannover, und wird unterstützt vom Bundesdeutschen Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management e.V. (B.A.U.M.).

„Viele Betriebe haben schon erkannt: Das Fahrrad ist sowohl für den Arbeitsweg als auch für Dienstfahrten ein geeignetes Verkehrsmittel, das zudem mehrere Vorteile vereint“, sagte Sabine Tegtmeyer-Dette beim heutigen (25. April) Start des Wettbewerbs und führte weiter aus: „Radlerinnen und Radler sind klimafreundlich unterwegs, benötigen weniger Platz auf Straßen und auch auf Firmenparkplätzen und tun nebenbei etwas für die Gesundheit. Wir möchten mit dem Wettbewerb Unternehmen motivieren, mit ihrem Engagement den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Nutzung des ‚Drahtesels‘ schmackhaft zu machen.“

Ulf-Birger Franz ergänzte: „Viele Betriebe haben schon zahlreiche fahrradfreundliche Maßnahmen eingerichtet, die es wert sind, gezeigt und übernommen zu werden. Und es gibt auch immer wieder neue Ideen, die durch den Wettbewerb entstehen. Die aktuelle Runde wird auch anderen Unternehmen zeigen, dass es oftmals nicht großen Einsatzes bedarf, um die Fahrradbenutzung der Beschäftigten zu fördern oder zu belohnen.“

Das unternehmerische Engagement für den Radverkehr wird in folgenden Kategorien bewertet: Infrastruktur für das Radfahren, Grundsätze und Organisation der Fahrradbeförderung, Motivation der MitarbeiterInnen, Angebot und Service, Information und Kommunikation sowie sonstige Aktivitäten. Der Jury gehören VertreterInnen folgender Institutionen an: Landeshauptstadt Hannover, Region Hannover, ADFC, Handwerkskammer, IG Metall, Industrie- und Handelskammer sowie Pro Hannover Region.

Das Rasenlabyrinth "Rad" in der Eilenriede

Exkursion: Mit dem Fahrrad durch die Eilenriede

Programm „Mehr Natur in der Stadt“

Das Rasenlabyrinth "Rad" in der Eilenriede

Das Rasenlabyrinth „Rad“ in der Eilenriede

Der Fachbereich Umwelt und Stadtgrün der Landeshauptstadt Hannover hat ein neues Projekt ins Leben gerufen: „Städte wagen Wildnis“. Im Rahmen dieses neuen Projekts können Interessierte die Eilenriede mit dem Fahrrad erkunden.

Am Dienstag (25. April) findet in der Zeit von 15 bis 17 Uhr die erste Radtour durch abgelegene Orte des Stadtwaldes statt. Denn gar nicht weit entfernt von den beliebten und belebten Spazierwegen in der Eilenriede entwickelt sich schon seit Jahren ungehemmt die Wildnis. Doch was ist hier eigentlich anders als im Rest des Waldes? Auf der Radtour werden diese Unterschiede herausgearbeitet und menschliche Spuren in der Wildnis gesucht. Außerdem soll über die Forstwirtschaft und deren Folgen gesprochen werden.

Die Radtour richtet sich an interessierte Erwachsene und ältere Kinder. Treffpunkt: Stadtbahnhaltestelle Zoo. Das Angebot ist kostenlos. Um telefonische Anmeldung unter (05 11) 1 68 – 4 38 01 wird gebeten. Die Zahl der Plätze ist auf 20 beschränkt.

Für alle, die sich nicht mehr rechtzeitig anmelden konnten, gilt der Hinweis: Im Herbst findet eine zweite Tour statt. Über den Termin wird die Stadt rechtzeitig informieren.

Vortrag zum Thema „Heizen mit Sonnenkraft“

Eine Solarwärmeanlage kann, wenn sie optimal abgestimmt ist, das Heizungssystem effizient unterstützen. Dipl.-Ing. Dirk Hufnagel referiert darüber, wie Kollektoren, Speicher, konventionelle Wärmequellen und Trinkwassertechnik sinnvoll miteinander verbunden werden können. Der Vortrag findet am Donnerstag, 27. April, um 17.30 Uhr im üstra-Kundenzentrum (Vortragsraum im 1. OG), Karmarschstraße 30/32, statt. Der Eintritt ist kostenlos, es gibt Getränke und Snacks.

Die Vortragsreihe „Mach dein Haus fit“ wird gemeinsam vom enercity-Fonds proKlima, der Klimaschutzagentur Region Hannover und der Verbraucherzentrale Niedersachsen organisiert.

Weitere Termine auf www.klimaschutz-hannover.de

Mausohr

NABU: Die Flugkünstler der Nacht erwachen

Fledermäuse sind wieder in der Dämmerung zu sehen

Jetzt ist es wieder soweit. Die ersten warmen Tage und Nächte haben sie aus dem Winterschlaf geweckt – die Fledermäuse. Die Flugkünstler der Nacht ziehen nun von ihren Winter- in die Sommerquartiere. Für ihren Winterschlaf suchen die Tiere vor allem Höhlen, Stollen, Bunker oder Keller auf. Orte also, die eine konstant kühle Temperatur und eine hohe Luftfeuchtigkeit aufweisen. Auf dem Zug zwischen Winterquartier und Sommerquartier können sehr weite Strecken zurück gelegt werden, bekannt ist eine Rauhautfledermaus mit einer Zugstrecke von über 1900 Kilometern.

„Viele Menschen wissen inzwischen, dass bei uns einige Fledermausarten an Gebäuden leben. Weit verbreitet ist dabei der Irrglaube, dass es sich hierbei ausschließlich um alte Gebäude handelt. Tatsächlich machen vor allem spaltenbewohnende Fledermäuse, wie die Zwergfledermaus, keinen Unterschied zwischen alten und neuen Gebäuden. Wichtig ist nur, dass sie einen passenden Spalt finden, der ihnen genug Platz lässt und auch die passenden klimatischen Bedingungen für die Jungenaufzucht bietet“, berichtet Ralf Berkhan, NABU-Projektleiter ‚Fledermausbotschafter‘. Im Sommer wollen es Fledermäuse warm und trocken. Solche Bedingungen können ebenso hinter einer Holzverschalung an einem alten Bauernhaus herrschen wie an einem Plattenbau in der Großstadt.

Anders ist dies bei solchen Arten, die sich lieber direkt im Dachboden aufhalten. Diese Arten brauchen große und nicht ausgebaute Dachböden, die zugleich möglichst zugluftfrei sind. Solche Dachböden sind an modernen Häusern kaum noch zu finden, weshalb das Große Mausohr oder auch die beiden Langohrfledermaus-Arten (Braunes und Graues Langohr) häufig in Kirchen oder anderen historischen Gebäuden zu finden sind.

Durch die Intensivierung der Landwirtschaft ist die Vielfalt der bäuerlichen Kulturlandschaften verloren gegangen – das beeinflusst auch das Nahrungsangebot für die Fledermaus. „Die negativen Auswirkungen auf das Angebot an Beutetieren wie Nachtfaltern, Fluginsekten oder Käfern sind erheblich. Auch der Einsatz von Pestiziden, sowohl in der Landwirtschaft, aber auch in der Forstwirtschaft und im Privathaushalt macht den Tieren zu schaffen“, so Ralf Berkhan. Die Giftablagerungen erreichen im wenige Gramm schweren Tierkörper entweder tödliche Konzentrationen oder werden über die Muttermilch an die Jungen weiter gereicht. Zudem werden viele Quartiere vom Menschen unbewusst zerstört. Besonders höhlenreiches Altholz wird noch immer aus dem Wald entfernt. Dachböden werden renoviert und mit Holzschutzmitteln behandelt, Hohlräume ausgeschäumt und Fugen versiegelt. „Wichtige Lebensräume unter Dächern oder hinter Fassadenverkleidungen gehen so verloren“, stellt Ralf Berkhan fest.

Es gibt also zahlreiche Ursachen für die Bedrohung der Fledermäuse. Von den 25 in Deutschland vorkommenden Arten sind vier Arten vom Aussterben bedroht. Drei Arten gelten als stark gefährdet und weitere fünf Arten sind als gefährdet eingestuft.

Jeder kann selbst mit geringem Einsatz zum Schutz der Fledermäuse beitragen. Die Bereitstellung eines Fledermauskastens als potentielles Quartier ist hier eine bewährte Methode. Fledermauskästen gibt es für spalten- wie auch höhlenbewohnende Arten. Man kann diese Sie können selbst gebauten oder aus dem Fachhandel bezogen werden beziehen.

Der NABU Niedersachsen hat ein Gesamtpaket, bestehend aus den Broschüren „Fledermausschutz an Gebäuden“ sowie „Fledermäuse – Flugkünstler der Nacht“, für Sie zusammengestellt. Sie erhalten das Paket zum einmaligen Vorteilspreis von acht Briefmarken zu 70 Cent beim NABU Niedersachsen, Stichwort „Fledermausschutz“, Alleestr. 36, 30167 Hannover.

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