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Bald keine positve Energie mehr in Hannover?

Strom-Ausschreibungsirrsinn bei der Stadt Hannover

Bald keine positve Energie mehr in Hannover?

Bald keine positve Energie mehr in Hannover?

Die Verwaltung soll beauftragt werden die Stromversorgung der im offenen Verfahren europaweit auszuschreiben. Laut Antrag ist man an das EU-Vergaberecht gebunden. Kann das wirklich zwingend sein, wenn man doch selbst fast 100-prozentiger Eigentümer eines Stromversorgers ist? Darin liegt doch gerade der Vorteil. Die ca. 13,7 Mio. € Kosten fließen bei einer Vergabe an die Stadtwerke Hannover AG einfach zurück in die Stadtkasse. Auch wenn bei einem anderen Stromversorger günstigere Preise erzielt werden ist das nur eine Milchmädchenrechnung. Denn dieses Geld, egal wie günstig sieht die Stadt Hannover nicht wieder. Ein absoluter wirtschaftlicher und kommunalpolitischer Irrsinn.

Drucksache Nr. 0331/2017:
Lieferung elektrischer Energie 2018 -2019

https://e-government.hannover-stadt.de/lhhSIMwebdd.nsf/C9A693620D19AC70C12580C0002490E7/$FILE/Druckversion.pdf

Antrag,

1. die Verwaltung zu beauftragen, die Stromlieferung für die Abnahmestellen der Landeshauptstadt Hannover inkl. der Straßenbeleuchtung und ihrer Eigenbetriebe / Gesellschaften für die Jahre 2018 und 2019 gemeinsam mit der Region Hannover europaweit im offenen Verfahren auszuschreiben.
2. als Zulassungsvoraussetzung für die zu liefernde Energie die kernenergie- sowie kohlestromfreie Erzeugung und ein maximaler CO2-Emmissionsfaktor von 450 g/kWh festzulegen.
3. zur Durchführung einer gemeinsamen Ausschreibung die Verwaltung zu ermächtigen, die Einkaufskooperationsvereinbarung mit der Region Hannover fortzusetzen.
4. die Verwaltung zu ermächtigen, den Zuschlag jeweils auf das wirtschaftlichste Angebot zu erteilen.

Berücksichtigung von Gender-Aspekten

Gender-Aspekte werden nicht berührt.
Kostentabelle
Die Aufwendungen für die Stromversorgung der städtischen Gebäude und der Straßenbeleuchtung belaufen sich in diesem Jahr voraussichtlich auf ca. 13,7 Mio. € (brutto). Die zukünftigen Aufwendungen ergeben sich aus den Angeboten der Energieversorgungsunternehmen.

Begründung des Antrages

Zu 1)

Seit dem Jahr 2005 wird die Stromlieferung für die städtischen leistungsgemessenen Stromabnahmestellen mit hohem Verbrauch europaweit ausgeschrieben (vgl. Drucksache 0319/2015). Der aktuelle Vertrag läuft zum 31.12.2017 aus. Die jetzt geplante Ausschreibung bezieht sich auf die Stromlieferung für den Zeitraum vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2019.

Seit der Liberalisierung des Strommarktes unterliegt die Strombeschaffung durch die Kommunen dem gültigen EU-Vergaberecht. Sie muss daher bei einer Überschreitung des Schwellenwertes europaweit im offenen Verfahren ausgeschrieben werden.

Zu 2)

Bereits seit 2005 ist allein kernenergiefrei erzeugter Strom Gegenstand der Ausschreibungen. Da bei der Vorgabe „kernenergiefreier Strom“ vorwiegend Strom aus Kohlekraftwerken angeboten wird und diese Erzeugungsart produktionsbedingt sehr hohe CO2-Werte (> 900 g/kWh) beinhaltet, soll in dieser Ausschreibung zusätzlich eine Begrenzung der Emissionen auf einen Maximalwert von 450 g/kWh CO2 vorgegeben werden.

Diesen Wert können nur Heizkraftwerke erreichen bei denen die Abwärme auch genutzt wird (Kraft-Wärme-Kopplung). Es entsteht ein zusätzlicher Nutzen für die Umwelt, gleichzeitig ist der Wert so gesetzt, dass jeder Versorger ihn erfüllen kann und damit keine wettbewerbswidrige Diskriminierung vorliegt. Um zu verhindern, dass ein Bieter z.B. 50% Kohlestrom und 50% Wasserkraftstrom anbietet und so diesen Wert unterschreitet, wird „kohlefrei erzeugter“ Strom ausgeschrieben. Mit diesen Vorgaben wird ausdrücklich kein sogenannter „Ökostrom“ ausgeschrieben. Da es sich bei den Bedingungen der Kernenergie- und Kohlestromfreiheit sowie der maximalen CO2-Emmision um Zulassungskriterien für die Ausschreibung handelt, bleibt alleiniges Zuschlagskriterium der Preis. Von dieser zusätzlichen CO2-Obergrenze als Vorgabe werden finanziell relativ geringe Auswirkungen erwartet, gleichwohl wird ein umweltpolitisches Zeichen gesetzt und so die CO2-Bilanz der Landeshauptstadt Hannover den Vorgaben des Klimaschutzrahmenprogramms entsprechend verbessert.

Zu 3)

Die Landeshauptstadt strebt an, diese Ausschreibung – wie auch die bisherigen Ausschreibungen – gemeinsam mit der Region Hannover und ggf. weiterer Eigenbetriebe/Gesellschaften der Region Hannover durchzuführen, da aufgrund der größeren Abnahmemengen aller Voraussicht nach ein geringer Prozessaufwand und günstigere Preise erzielt werden können. Um für eine gemeinsame Ausschreibung eine rechtliche Grundlage zu schaffen, muss mit den anderen Beteiligten eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen bzw. fortgesetzt werden. Beim letzten Mal trat die LHH im Außenverhältnis als Vergabestelle auf, diesmal soll die Region im Außenverhältnis als Vergabestelle auftreten.

Zu 4)

Es ist davon auszugehen, dass die Bieter angesichts der Preisschwankungen bei einer Ausschreibung Risikozuschläge auf ihre Angebote erheben, wenn ein längerer Zeitraum zwischen Angebotsabgabe und Zuschlagserteilung vorgesehen ist. Die Bindefrist muss deshalb so kurz wie möglich bemessen werden, sie beträgt daher nur 24 Stunden. Daher ist es erforderlich, dass die Verwaltung durch Delegationsbeschluss zusätzlich ermächtigt wird, die wirtschaftlichsten Angebote anzunehmen. Nach den haushalts- und vergaberechtlichen Vorschriften besteht die Verpflichtung, bei der Auftragserteilung allein nach dem Kriterium der Wirtschaftlichkeit auszuwählen.

Die Verwaltung wird die zuständigen Ratsgremien über das Ergebnis der Ausschreibung informieren.

19.3
Hannover / 23.01.2017

Veranstaltungsreihe: „Lust auf Türkei?“

Die Ada-und-Theodor-Lessing-Volkshochschule Hannover (VHS) lädt unter dem Titel „Lust auf Türkei?“ von Mitte Februar bis Mitte Juni 2017 zu einer Vortragsreihe ein.

Start ist am 16. Februar (Donnerstag) um 18.30 Uhr im Theodor-Lessing-Saal der VHS, Burgstraße 14. Die Politologin Dr. Gülistan Gürbey vom Otto-Suhr-Institut Berlin spricht unter dem Titel „Erdogans ‚neue‘ Türkei“. Im Mittelpunkt des Vortrages steht die Umgestaltung der Türkei nach Prämissen von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan und seiner regierenden Partei AKP. Auf der Grundlage von Zielen, Interessen, politischen Inhalten und Mitteln erfolgt eine Bestandsaufnahme. Dabei werden Elemente der Kontinuität und die neuen Komponenten der Türkei unter Staatspräsident Erdogan herausgestellt und es wird ein Ausblick hinsichtlich der demokratiepolitischen Entwicklung gegeben.

Der Eintritt ist frei.

OB Schostok stellt Arbeitsprogramm „Mein Hannover 2030“ vor

Stadt bündelt künftig wichtigste Vorhaben – Transparenz und Beteiligung wird gestärkt

Die Stadtverwaltung bündelt ihre wichtigsten Vorhaben für die Landeshauptstadt Hannover künftig in einem Arbeitsprogramm. Dieses wird regelmäßig aktualisiert und sowohl in den politischen Gremien als auch öffentlich präsentiert. Oberbürgermeister Stefan Schostok stellte das Arbeitsprogramm, das aus dem Stadtdialog „Mein Hannover 2030“ hervorgegangen ist, am Donnerstag (9. Februar) vor.

„Wir schaffen mehr Transparenz und stärken den Dialog zwischen Stadtverwaltung, Politik und Öffentlichkeit. Das Arbeitsprogramm benennt die Schwerpunkte unserer Arbeit und ist die Grundlage für die Entwicklung unserer wachsenden Stadt für die kommenden Jahre. Es geht aus unserem intensiven Stadtdialog hervor und wird kontinuierlich weiterentwickelt“, erläuterte Schostok bei der Präsentation vor dem Ratsausschuss für Angelegenheiten des Oberbürgermeisters.

Frühzeitiger Dialog

Die im Stadtdialog, an dessen zahlreichen Veranstaltungen sich insgesamt 17.000 Interessierte beteiligten, erarbeiteten Ziele und Strategien für die Entwicklung Hannovers, würden jetzt kontinuierlich umgesetzt. Dabei setze die Verwaltung weiterhin auf Transparenz und wolle mit dem Arbeitsprogramm einen möglichst frühzeitigen Einblick in die Planungen geben. „Wir wollen mit der Politik im Rat und insbesondere auch in den Stadtbezirksräten, mit der Öffentlichkeit und betroffenen Bürgerinnen und Bürgern früher in einen Dialog kommen. Es gibt damit mehr Möglichkeiten zur Beteiligung im Vorfeld der Entscheidungen des Rates über ein Vorhaben“, betonte der Oberbürgermeister.

Schwerpunkt-Vorhaben

Das Arbeitsprogramm „Mein Hannover 2030“ beinhaltet 43 Vorhaben aus allen Bereichen der Stadtentwicklung. Die kontinuierliche Fortschreibung und Aktualisierung des Programms stärke auch die Zusammenarbeit innerhalb der Stadtverwaltung zwischen den Dezernaten und Fachbereichen. Schostok: „Für die Verwaltungsspitze ist es ein Steuerungsinstrument und die Basis für integriertes Arbeiten. Wir schaffen noch mehr Transparenz über die geplanten städtischen Vorhaben. Zugleich bekommen Politik und Verwaltung eine gute Grundlage für Umfang und Formen zusätzlicher Beteiligung. Damit erreicht die Arbeit der Verwaltung eine neue Qualität.“

Die Vorhaben werden in den kommenden Wochen detaillierter in den jeweils zuständigen Fachausschüssen des Rates präsentiert. Dort wird künftig auch über den jeweiligen Stand der Umsetzung berichtet.

Arbeitsprogramm aus www.hannover.de

Das Arbeitsprogramm „Mein Hannover 2030“ wird ebenfalls auf den städtischen Internetseiten zu „Mein Hannover 2030“ auf www.hannover.de veröffentlicht und ist unter www.meinhannover2030.de direkt aufrufbar. Dort sind die Informationen aller 43 Vorhaben online einsehbar. Für den Dialog mit den Einwohnerinnen und Einwohnern sowie für Nach- und Rückfragen wird eine zentrale E-Mail-Adresse 2030@hannover-stadt.de im Geschäftsbereich des Oberbürgermeisters eingerichtet.

Hintergrund

Der Rat der Landeshauptstadt Hannover hat die Verwaltung mit der Beschlussdrucksache
(DS 0508/2016) am 16.06.2016 beauftragt, das Stadtentwicklungskonzept „Mein Hannover 2030“ als integrierten Prozess umzusetzen. Die Verwaltung hat daraufhin das dezernats- und fachbereichsübergreifende Arbeitsprogramm „Mein Hannover 2030“ erarbeitet.

Buchholz-Kleefeld: Sprechstunde des Bezirksbürgermeisters Henning Hofmann

Vor der nächsten Sitzung des Stadtbezirksrates Buchholz-Kleefeld lädt Bezirksbürgermeister Henning Hofmann zu einer Sprechstunde für die EinwohnerInnen des Stadtbezirks ein.

Sie findet statt am Donnerstag, dem 2. Februar, 17.45 bis 18.30 Uhr, in der Maximilian-Kolbe-Schule, Nackenberger Straße 4, 30625 Hannover.

BUND

Baumfreundliche Umgestaltung statt Tabula rasa

BUND fordert Erhalt der 12 Robinien am Wedekindplatz

Hannover, den 18.01.2017. „Völlig inakzeptabel“ sind die Pläne der Stadtverwaltung, im Zuge einer Platzneugestaltung alle zwölf Robinien am Wedekindplatz zu fällen, für den BUND Region Hannover. „Das widerspricht allen Zielen und Grundsätzen einer grünen und nachhaltigen Stadtplanung“, kritisiert BUND-Vorstandsmitglied Reiner Luginbühl. Der Wert großer Bäume für das Klima und die Natur in der Stadt und nicht zuletzt für die Menschen im Quartier könne kaum zu hoch eingeschätzt werden, erklärt der Naturschutzexperte. „Vor allem ältere Bäume produzieren große Mengen Sauerstoff, binden Feinstaub, spenden Schatten, kühlen im Sommer und sind Lebensraum und Nahrungsquelle für zahlreiche Tierarten.“ Neupflanzungen könnten diese Wohlfahrtswirkungen nur in Bruchteilen ersetzen.

Aus Sicht des Umweltverbandes müssen Umgestaltungspläne deshalb zum Baumbestand passen und nicht umgekehrt. Die Robinien am Wedekindplatz prägten überdies in ganz besonderer Weise das Bild des historischen, an der Grenze von List und Oststadt gelegenen Platzes aus der Gründerzeit, der von vielen Hannoveranern Klein Paris genannt werde und wegen seines besonderen Flairs über die Stadtgrenzen hinaus bekannt sei. „Ausgerechnet hier sollen die charakteristischen Bäume einem unnötigen Radikalumbau zum Opfer fallen“, beklagt Luginbühl und fordert eine behutsame Neuplanung zum Beispiel mit größeren Baumscheiben, die den Baumbestand erhält statt ausschließt. Außerdem fordert der BUND-Vertreter Neupflanzungen: „Zwei vor einigen Jahren gefällte Robinien müssen endlich ersetzt werden, um das Baum-Ensemble am Wedekindplatz wieder zu vervollständigen.“

Die Verwaltung begründe ihre geplante Fällaktion zwar vor allem mit dem schlechten Gesundheitszustand der Robinien, an dieser Behauptung hegen die BUND-Vertreter allerdings Zweifel. „Die Bäume sind definitiv keine überalterten Methusalems“, erklärt Luginbühl. Die Robinien seien 1984 gepflanzt worden und nun im besten Robinienalter. Regelrecht grotesk sei die weitere Begründung, wonach die Bäume neuen Leitungen weichen müssten, denn die Planung der Leitungen müsse sich nach dem Baumbestand richten und nicht umgekehrt. Eine Neupflanzung von Magnolien, wie es der Entwurf des beteiligten Planungsbüros lad+ vorsehe, könne den ökologischen und ästhetischen Wert der großen Robinien nicht annähernd ersetzen, ist der BUND überzeugt. Bis dieser kleinwüchsige und sehr langsam wachsende Baum die Wirkung der jetzigen Robinien erziele, würden wohl Jahrzehnte ins Land gehen. „Wer meint, dass wir mehr Magnolien im öffentlichen Raum brauchen, findet dafür sicher noch genug baumlose Flächen in Hannovers Innenstadt!“, regt Luginbühl an. Dafür müsse man nicht einen intakten Baum-Altbestand opfern. „Erst pflanzen, dann pflegen und erst sägen, wenn es gar nicht mehr zu vermeiden ist – mehr Demut für das generationenübergreifende, langsame Baumwachstum täte den Grünplanern gut.“

Plätze, Parks und Co

Plätze, Parks und Co – Freiräume in der Stadt

Plätze, Parks und CoTendenzen im Umgang mit dem öffenlichen Raum in Hannover

30.01.2017 | 18:00 – 21:00 Uhr
Pavillon am Raschplatz (barrierefrei)

Diskurs über die öffentlichen Räume in und mit der Stadtöffentlichkeit Hannovers.
Wie werden Freiräume in Zukunft genutzt? Welche Bedeutung haben sie und welche Trends und Herausforderungen haben einen Einfluss auf die Entwicklung des öffentlichen Raumes?
Wie können Nutzungskonflikt und Konkurrenz um öffentliche Räume gehändelt werden? Wie können Lösungen gefunden werden, die von einer breiten Öffentlichkeit mitgetragen werden?
Vortrag, Diskussion und Workshop mit Vertretern aus Politik, Verwaltung und Wissenschaft.

Der Eintritt ist frei.

Weitere Veranstaltungen mit örtlicher Vertiefung des Themas zum Köbelinger Markt und dem Waterlooplatz sind in Planung.

Eine Veranstaltung des Bürgerbüro Stadtentwicklung Hannover e.V.
www.bbs-hannover.de

Ihmezentrum Umbau

Eine Zukunft für das Ihmezentrum – Oder Jeder gegen Jeden?

Ein Investor der nicht investiert, Eigentümer die dagegen klagen, die Stadt die gegen die Eigentümer klagt …

Bauschild Lindenpark 2006

Bauschild Lindenpark 2006

Keine guten Voraussetzungen für eine zeitnahe Lösung. Dabei entwickelt es sich bereits jetzt zur unendlichen Geschichte. Nur zur Erinnerung schon 2000 übernahm Frank-Michael Engel die meisten Gewerbeflächen und wollte in einem ersten Versuch mit der Revitalisierung beginnen. Es folgte eine schleichende Entmietung der Flächen, die spätestens mit dem Auszug von Saturn Hansa im Jahr 2004 besiegelt war.

Erst nachdem alle Mieter vergrault waren, sollte plötzlich etwas passieren. Der Lindenpark war geboren. Eine Hochglanz-Einkaufspassage und dazu jede Menge Geschäfte auf der Straßenebene. Auf dem Bauschild waren schon eine Reihe von „potenziellen“ Mietern aufgelistet. Warum man allerdings erst alle Bestandsmieter verprellen muss um danach bei null neu zu beginnen  bleibt ein Rätsel.

Ihmezentrum - Ein Investor der nicht investiert und Eigentümer die dagegen klagen ... Klick um zu Tweeten

Auch die Politik setzte alle Hoffnung in den Plan und inszenierte den Baubeginn Medienwirksam.

Diese Aufbruchstimmung stellte sich aber schnell als Luftschloss heraus, denn zu dem Zeitpunkt waren die Verhandlungen mit der Carlyle-Gruppe schon so gut wie abgeschlossen. Am 4. Oktober 2006 übernahmen die Amerikaner die Anteile von Engel. Wieder begann das Warten auf eine bessere Zukunft. Wieder wurden schöne Bilder produziert.

Vom Ihmezentrum zum Lindenpark – Von konzeptionellen Fehlentscheidungen zur Revitalisierung (Steffen Holz, Dezember 2007)

Trotz des Eigentümerwechsels kam ein wenig Hoffnung auf, denn es wurde gebaut. Der Schein trog! Anfang 2009 mitten in der Abbruchphase meldete die Carlyle-Tochter Insolvenz an und lies alle im Regen stehen.

Mit „Das Grab der Heuschrecke“ schrieb sogar die TAZ einen Artikel dazu. Wie sich alle vom schönen Schein blenden ließen, beschreibt der Artikel „Die Bewohnerin des Ihmezentrums“ sehr schön.

Die Landesbank Berlin LBB blieb auf ihren faulen Krediten sitzen und musste wohl oder übel die Verwaltung und einige Sanierungsmaßnahmen selbst übernehmen. In den nächsten Jahren scheiterten mehrere Versuche das marode Objekt an den Mann zu bringen. Erst 2015 findet sich ein potentieller Investor der 16,5 Millonen Euro für den Komplex bei der angesetzten Zwangsversteigerung bezahlt. Schnell stellt sich heraus das die Steglitzer Kreisel Berlin Grundstücks GmbH zur Newtown Gruppe (inzwischen INTOWN) gehört.

Es begann eine neue Zeit des bangen und Hoffens. Wirklich Zählbares liegt aber bis heute nicht auf dem Tisch.

Ihmezentrum - Ein Verein mit guten Ideen und ein neuer Eigentümer, der wieder bunte Bilder hat. Klick um zu Tweeten

Stand der Dinge: Ein Verein mit guten Ideen, allerdings nicht zur Finanzierung. Die Wohnungseigentümer, die beim neuen Großeigentümer die notwendigen Sanierungen einklagen. Die Politik der Stadt, die ihrerseits die Wohnungseigentümer vor Gericht ziehen, weil sie alles auf eine Karte setzten. Noch dazu geht mit enercity einer der letzten Mieter von Bord. Und ein neuer Eigentümer, der wieder mal bunte Bilder gemacht hat.

Wer sich weiter über die Zukunft des Ihmezentrums informieren möchte, der kann an den Veranstaltungen der Reihe „Zukunftswerkstatt im Dialog“ teilnehmen. Neben der Dokumentation „Das Ihme-Zentrum – Traum, Ruine, Zukunft“ die im Apollokino gezeigt wird sind noch bis März 2017 mehrere Diskussionsveranstaltungen zu verschiedenen Themen geplant.

Testphase für Pfandringe gestartet

Am 1. Dezember 2016 ist in Hannover der Test von sogenannten Pfandringen gestartet – Vorrichtungen im öffentlichen Raum, in denen Pfandflaschen abgestellt werden können, um von FlaschensammlerInnen einfach und sicher mitgenommen zu werden. Ein Jahr lang wird an drei Standorten ausprobiert, ob Pfandringe die Situation von FlaschensammlerInnen verbessern helfen und zu mehr Stadtsauberkeit beitragen. Der vom Rat der Landeshauptstadt Hannover beschlossene Versuch wird von der Stadt finanziert, von der Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) durchgeführt und durch das Karl-Lemmermann-Haus sozialwissenschaftlich begleitet.

„Auch in Hannover ist das Sammeln von Pfandflaschen für Menschen, die in schwierigen finanziellen Verhältnissen leben, eine Möglichkeit, ihre Situation zu verbessern“, erläutert Konstanze Beckedorf, Sozialdezernentin der Stadt Hannover. „Mit dem Test wollen wir schauen, welche Auswirkungen das ‚geordnete‘ Anbieten von Pfandflaschen hat. Wir freuen uns, dass das Karl-Lemmermann-Haus das Projekt begleitet und auswertet. Die Erkenntnisse sollen Rat und Verwaltung als Grundlage dienen zu entscheiden, ob und in welchem Umfang Pfandringe in Zukunft zum Stadtbild gehören.“

Am Steintor, an der Limmerstraße und am Lister Platz werden jeweils an zwei, möglichst schon vorhandenen Pfosten oder Laternenmasten je zwei Pfandringe angebracht. Ein Pfandring besteht aus drei übereinander angeordneten Edelstahlreifen, in die die Flaschen gestellt werden

„Wir haben uns für eine Konstruktion entschieden, die verkehrssicher vertikal angeordnet, einfach aufzubauen, leicht zu warten und kostengünstig ist und gut aussieht,“ beschreibt Mathias Quast, Abteilungsleiter Stadtreinigung und Winterdienst von aha, das hauseigene, in Absprache mit der Stadt entwickelte Modell. aha ist für die komplette praktische und logistische Durchführung des Tests zuständig. „Die Stadtreinigung organisiert das Projekt und kümmert sich um die Aufhängung, Reparatur und Reinigung der Pfandringe. Wir hoffen, dass die Pfandringe zu einer saubereren Stadt beitragen.“ Die Gesamtkosten für den einjährigen Pfandringtest werden auf rund 21.200 Euro veranschlagt.

Für die Auswertung des Tests werden MitarbeiterInnen des Karl-Lemmermann-Hauses an verschiedenen Wochentagen zu unterschiedlichen Tageszeiten die Pfandringe und ihre Benutzung beobachten. „Unsere Sozialarbeiter werden vor Ort mit den Menschen sprechen, dazu gehören nicht nur die Flaschensammlerinnen und -sammler selbst, sondern auch Anwohnerinnen und Anwohner und Gewerbetreibende im Umfeld der Standorte von Pfandringen“, erklärt Harald Bremer, Geschäftsführer des Karl-Lemmermann-Hauses. „Wir werden erkunden, weshalb und in welchem Umfang Pfandringe genutzt werden und wie das Angebot bei den Sammlerinnen und Sammlern ankommt.“

Open GeoData: Kostenfreie Abgabe von Geodaten ab dem 1. Januar 2017

Die Landeshauptstadt Hannover wird ab dem 1. Januar 2017 eigene Geodaten kostenlos zur Verfügung stellen. Mit diesem Service soll das E-Government-Angebot gestärkt, die Wirtschaft gefördert und die Zufriedenheit von KundInnen erhöht werden. Die Bedeutung dieser Daten ist insbesondere für Unternehmen in Hannover oder ArchitektInnen, die in Hannover bauen wollen, sehr groß.

Positive Effekte für Wirtschaft und Wissenschaft, aber auch für BürgerInnen

Die Stadt verspricht sich von diesem Service positive Effekte für Wirtschaft und Wissenschaft, aber auch für BürgerInnen, die sich im Internet informieren möchten und Kartenmaterial für private Zwecke benötigen. Das Material kann nach Abschluss der technischen Umrüstung und Digitalisierung aller Datenbestände kostenlos rund um die Uhr heruntergeladen werden. Nutzen und Interesse können somit gleichermaßen gesteigert werden. Gleichzeitig spart die Stadt Zeit und Geld für die Bearbeitung von Anfragen und das Bereitstellen von Datensätzen.

Spätestens zum Herbst 2017 sollen die Geodaten ausschließlich im Internet bereitgestellt werden

Ab dem 1. Januar 2017 werden keine Gebühren mehr für digitale Grunddatenbestände wie Übersichtskarten oder Luftbilder und diverse Sonderthemen wie Kinderstadtpläne oder Straßenverzeichnisse erhoben. Die Datenabgabe erfolgt zunächst mit konfektionierten Datenträgern wie DVDs im Kartenvertrieb in der Bauverwaltung, Rudolf-Hillebrecht-Platz 1. Dieser bleibt zunächst wie gewohnt besetzt und geöffnet.

Verfügbar sind lediglich Datensätze, die digital vorliegen. Kartenausschnitte werden nicht mehr ausgedruckt. Der Verkauf von Stadtkarten und der Radwege- und Freizeitkarte wird vollständig über die Bürgerämter und den Einzelhandel abgewickelt. Der bestehende Online-Shop wird geschlossen.

Unter www.opengeodata-hannover.de stehen ab Januar 2017 nach und nach Informationen zu den verschiedenen Datensätzen zur Verfügung. Spätestens zum Herbst 2017 sollen die Geodaten dann ausschließlich im Internet bereitgestellt werden. Dies betrifft auch die Links zu Downloads und WMS-Diensten (Web Map Service).

Mit dabei: Das Landesmuseum

Mit der MuseumsCard ein Jahr lang freier Eintritt in die größten Museen und Ausstellungshäuser Hannovers

Mit dabei: Das Landesmuseum

Mit dabei: Das Landesmuseum

Eine für Acht!

Zum morgigen 1. Dezember und rechtzeitig vor Weihnachten werden die neuen MuseumsCards, MuseumsCards 25 und die ZusatzkarteFamilie eingeführt, die ab Kaufdatum beziehungsweise erstem Nutzungstag ein Jahr lang den mehrmaligen Besuch von acht hannoverschen Museen und Ausstellungshäusern inklusive Sonderausstellungen erlauben.

Die hannoversche Museumsszene ist vielfältig und bietet für jede/n und jede Altersgruppe etwas: von der antiken Kunst des Mittelmeerraums bis zur Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts, von der Naturkunde Norddeutschlands bis zur modernen Stadtgeschichte Hannovers, von Malerei des 14. bis 20. Jahrhunderts bis zu den Arbeiten aktueller KünstlerInnen – nicht nur die jeweiligen Dauerausstellungen laden zum Sehen, Schauen, Erfahren und Lernen ein, auch die regelmäßigen Sonderausstellungen in den teilnehmenden Museen runden das abwechslungsreiche Angebot der Häuser ab.

Fakten zu den MuseumsCards:

  • Verkaufszeitraum ist vom 1. Dezember 2016 bis zum 31. Dezember 2018.
  • Sie bieten ein Jahr freien Eintritt in die Museen und Ausstellungshäuser inklusive der Sonderausstellungen.
  • Sie sind personalisiert und nicht übertragbar.
  • Sie gelten 365 Tage lang ab dem Datum der ersten Benutzung (sie muss drei Monate nach Kauf erstmals genutzt werden).
  • Die MuseumsCard kostet 60 Euro für Erwachsene.
  • Die MuseumsCard 25 kostet 30 Euro (für Kinder und junge Menschen bis 25 Jahren).
  • Die ZusatzkarteFamilie kann zusätzlich zur MuseumsCard und zur MuseumsCard 25 erworben werden und kostet acht Euro. Sie berechtigt die InhaberInnen der MuseumsCards, Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr mit in die teilnehmenden Museen zu nehmen.
  • Die MuseumsCards können sowohl in den teilnehmenden Häusern als auch bei der Tourist Information, Ernst-August-Platz 8, sowie im Neuen Rathaus erworben werden.

Die teilnehmenden Häuser sind:

  • Historisches Museum Hannover
  • Museum August Kestner
  • Museum Schloss Herrenhausen
  • Sprengel Museum Hannover
  • Niedersächsisches Landesmuseum Hannover
  • Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst
  • Kestner Gesellschaft e.V.
  • Kunstverein Hannover e.V.

Aktuelle Informationen rund um die MuseumsCard sowie alles Wissenswerte zu den einzelnen Häusern gibt es unter www.museumscard-hannover.de.

Zitate zur Einführung der MuseumsCard:

Kulturdezernent Harald Härke:

„Mit der MuseumsCard haben wir einen weiteren Meilenstein in der Hannoverschen Kunst- und Kulturszene erreicht. Durch die Kooperationsbereitschaft unserer acht größten Museen und Ausstellungshäuser bieten wir unseren Einwohnerinnen und Einwohnern ein echtes Novum und laden zu mehr als einem Rundgang durch die Häuser ein. Besonders wichtig ist mir, dass wir mit der MuseumsCard auch Zielgruppen und Besucherinnen und Besucher ansprechen können, die ohne dieses Angebot vielleicht nie eines der Häuser erschlossen hätten und jetzt durch die MuseumsCard auf die museale Vielfalt in Hannover aufmerksam werden.“

Dr. Annette Schwandner, Leiterin der Kulturabteilung des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur:

„Ich finde es klasse, dass die MuseumsCard allen Interessierten ein Jahr lang freien Eintritt in all ihre Lieblingsmuseen bietet. Mit der Museumscard laden Land und Stadt Besucherinnen und Besucher gemeinsam dazu ein, so oft sie möchten in den herausragenden Ausstellungshäusern in Hannover auf Entdeckungsreise zu gehen. Auf diese Weise wird die Attraktivität der vielfältigen Museumszene in Hannover noch weiter gesteigert. Ich bin sicher: Die MuseumsCard schafft noch mehr Freundinnen und Freunde von noch mehr Lieblingsmuseen in Hannover.“

Dr. Reinhard Spieler, Direktor Sprengel Museum Hannover:

„Wir hoffen, mit der Museumscard vor allem die Kunstfreunde aus der Region zu Mehrfachbesuchen anzuregen und damit das Bewusstsein für den Reichtum und die Vielfalt der Museumslandschaft in Hannover nachhaltig zu stärken. Stetig wiederkehrende Besucherinnen und Besucher und der kontinuierliche Dialog mit ihnen sind der beste Ansporn für unsere Arbeit in den Museen.“

„Ich freue mich sehr, dass durch die Einführung der MuseumsCard die hervorragende Zusammenarbeit der hannoverschen Museen nach außen hin deutlich sichtbar gemacht wird“, so Prof. Dr. Katja Lembke, Direktorin des Landesmuseums Hannover.

Dr. Gisela Vetter-Liebenow, Direktorin Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst:

„Ich freue mich auf viele neue und neugierige Besucherinnen und Besucher, die durch die MuseumsCard zu uns finden.“

Christina Végh, Direktorin Kestner Gesellschaft, zur MuseumsCard:

„Die MuseumsCard wird vielen Bürgerinnen und Bürgern den Zugang zu Kultur einfacher machen. Gerade in der Kestner Gesellschaft, wo wechselnde Ausstellungen gezeigt werden, lohnt es sich, mehrmals im Jahr zu kommen. Auch inhaltliche Verbindungen zwischen unseren Ausstellungen werden dadurch sichtbar.“

Kathleen Rahn, Direktorin Kunstverein Hannover:

„Eine MuseumsCard verdeutlicht umso mehr, dass sich die Kulturinstitute in Hannover über ihre indivuellen Besonderheiten hinaus als Gemeinschaft begreifen. Ins Museum oder in den Kunstverein zu gehen soll somit für noch mehr Menschen selbstverständlich werden, um zu erfahren womit sich Künstlerinnen und Künstler gestern und heute auseinandersetzen.“

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