Alle Artikel in: Politik

Alle Macht den Räten!

Alle Macht den Räten!

Alle Macht den Räten!Vor 100 Jahren
DIE NOVEMBERREVOLUTION
und ihre Folgen

Veranstaltungsreihe in der Region Hannover
Oktober – Dezember 2018

„… die Revolution ist kein Schandfleck. Sie war – besonders
nach vier Jahren Hunger und Ausblutung – eine Ruhmestat.
Ein Schandfleck ist der Verrat, der an ihr verübt wurde. (…)
Deutschland krankt an der verratenen Revolution von 1918
noch heute.“ Der Publizist Sebastian Haffner 1968

Als Deutschland wurde, wie es ist
Vor 100 Jahren beendete die Streikbewegung revolutionärer Soldaten und Arbeiter*innen das Massensterben und die Not im Ersten Weltkrieg. Dieses Ereignis ist heute in der Öffentlichkeit weitgehend ausgeblendet. In ihrem politischen Kern war die Novemberrevolution antimonarchistisch und antimilitaristisch. Zwar musste der Kaiser am 9. November 1918 gehen, doch die Generäle blieben und schlossen ein Bündnis mit dem rechten Flügel der Sozialdemokratie um Friedrich Ebert und Gustav Noske. So konnte die kaum begonnene Revolution im Laufe des Jahres 1919 von rechts-monarchistischen Freikorpstruppen blutig niedergeschlagen werden. Tausende wurden von einer im Ersten Weltkrieg brutalisierten Soldateska ermordet, darunter Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. Die politischen Folgen ließen nicht lange auf sich warten: Bereits 1920 marschierten putschende Militärs mit Hakenkreuzen an den Stahlhelmen in Berlin ein. Am 9. November 1923 inszenierte in München ein bis dahin unbekannter Mann namens Adolf Hitler zusammen mit Erich v. Ludendorf, einem der Hauptverantwortlichen für das Massenschlachten im Ersten Weltkrieg, den nächsten Putschversuch. Ehemalige Angehörige der Freikorps beteiligten sich in den folgenden Jahren maßgeblich am Aufbau der SA und der NSDAP. Der deutsche Militarismus wurde 1918/19 nicht beseitigt. Nicht nur für Deutschland waren die Auswirkungen katastrophal … Mit der Veranstaltungsreihe zum 100. Jahrestag der Novemberrevolution wollen wir an dieses bis heute tabuisierte Kapitel der deutschen Geschichte erinnern.

Arbeitskreis Regionalgeschichte
Bildungswerk ver.di

4.10. | 19.30 Uhr Antisemitismus – Kampfmittel gegen die Novemberrevolution – Zur Geschichte des 9. November, Vortrag, VHS Hannover-Land, Neustadt a. Rbge.
5.10.– 26.10. 1918: Novemberrevolution in Hannover!? Ausstellung, VHS Hannover
9.10. | 18 Uhr Die hannoversche Arbeiterbewegung, im Weltkrieg 1914 –1918, Vortrag, VHS Hannover
13.10. | 10 Uhr Alles auf Anfang?! – 100 Jahre Novemberrevolution 1918, Symposium, Heimvolkshochschule Springe
16.10. | 18 Uhr SPD und Gewerkschaften als Ordnungsmacht, Vortrag, VHS Hannover
18.10.– 20.12. „Wir gehen schweren Tagen entgegen“ – Die Novemberrevolution Ausstellung, Veranstaltungszentrum Rotation
18.10. | 19 Uhr „Wir gehen schweren Tagen entgegen“, Konzertlesung und Vernissage, Veranstaltungszentrum Rotation
22.10.– 26.10. Aus der Geschichte lernen – Novemberrevolution und ihre Folgen, Bildungsurlaub, Veranstaltungszentrum Rotation
23.10. | 18 Uhr Politisches Versagen und Zusammenbruch (1930 –1933), Vortrag, VHS Hannover
6.11. | 19 Uhr November 1918 – Der verpasste Frühling des 20. Jahrhunderts, Lesung mit Diskussion, Veranstaltungszentrum Rotation
8.11. | 17.30 Uhr 1918 – Aufstand der Matrosen, Film, Apollokino
13.11. | 19 Uhr Von der Revolution zum Betriebsrat, Vortrag, IG Metall Hannover
16.11. | 16 Uhr Gedenken an Oskar Lünsmann, Gedenkveranstaltung, Waterloosäule

Neue Regeln für die Straßenmusik

Stadt führt neue Regeln für die Straßenmusik in Hannover ein

Neue Regeln für die Straßenmusik

Neue Regeln für die Straßenmusik

Hannover ist eine lebendige Kulturstadt. Straßenmusik gehört zum öffentlichen Leben und ist Bestandteil der kulturellen Landschaft, mit einem bunten, vielfältigen Angebot. Dies soll auch weiterhin so bleiben. Damit Straßenmusik nicht zur Belastung für AnwohnerInnen und Beschäftigte im Einzelhandel wird, hat die Landeshauptstadt Hannover nach einem Austausch mit der Polizei und der Citygemeinschaft Hannover e.V. neue Regeln erlassen, die festlegen zu welchen Zeiten und an welchen Orten musiziert werden darf. Diese werden ab sofort (10.9.2018) in Form eines Flyers durch den städtischen Ordnungsdienst an die StraßenmusikerInnen verteilt. Der städtische Ordnungsdienst wird im Rahmen seiner Streifengänge auch die Einhaltung der Regeln kontrollieren.

  • In der Innenstadt sind 17 Plätze und in der Lister Meile neun Plätze für Straßenmusik ausgewählt worden.
  • Auf diesen Plätzen kann von 12 Uhr bis 19.30 Uhr jeweils in der ersten halben Stunde musiziert werden. Dann sind eine Spielpause und ein Ortswechsel notwendig.
  • Der gleiche Standort darf nicht länger als 30 Minuten pro Zweistundenzeitraum bespielt werden und auch nicht zweimal hintereinander genutzt werden.
  • Musikgruppen dürfen maximal vier Personen umfassen.
  • Der Einsatz von elektroakustischen Verstärkeranlagen ist nicht zulässig. Dies gilt auch für CD-Player, Radiogeräte oder andere Abspielgeräte.
  • Der Verkauf von Tonträgern ist nur bei Eigenproduktionen, z.B. einem Album erlaubt (maximal ein Tonträger).
  • Im Bereich von Veranstaltungen, Märkten und Demonstrationen oder Kundgebungen darf nicht musiziert werden.
  • Straßenmusik außerhalb dieser Regeln, etwa an anderen Plätzen und zu anderen Zeiten und ggf. auch außerhalb der Innenstadt und der Lister Meile bedarf stets einer Genehmigung im Einzelfall mit einem Vorlauf von mindestens zehn Werktagen.

Aufgrund der Internationalität der StraßenmusikerInnen wird der Flyer in acht Sprachen verteilt (Deutsch, Englisch, Polnisch, Russisch, Bulgarisch, Arabisch, Rumänisch und Kroatisch).

Die neuen Regeln wurden im Zusammenhang mit der Einführung des Konzeptes für Sicherheit und Ordnung im öffentlichen Raum bereits vom Rat der Landeshauptstadt Hannover beschlossen und werden nunmehr auch mit der Änderung der entsprechenden Satzung formalisiert.

Demo #NoNPOG

Demo #NoNPOG

NEIN zum Niedersächsischen Polizeigesetz am 08.09.2018 in Hannover

Über 10.000 Demonstranten protestierten in Hannover gegen das von der Landesregierung geplante neue Polizeigesetz.

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https://www.youtube.com/watch?v=plh6ceP6TQg

Mehr auch im Bericht des NDR.

Weitere Infos zum geplanten Gesetz unter: www.niedersachsentrojaner.de

Herz & Hirn statt Hetze

Hannover setzt ein Zeichen gegen Rassismus

Über 3000 Teilnehmer waren beim Friedensweg dabei. Die HAZ schrieb am Freitag noch das die Polizei nach Angaben der Veranstalter mit 60 Teilnehmern rechnet. Da hat Hannover doch ein deutliches Zeichen gesetzt, das Rassismus in vielen Teilen der Gesellschaft nicht akzeptiert wird! #wirsindmehr auch in Hannover

Kronsberg-Süd

Erster Spatenstich für das Neubaugebiet Kronsberg-Süd

Kronsberg-Süd

Kronsberg-Süd

Am südlichen Kronsberg ist mit dem heutigen Tag Niedersachsens größtes Neubaugebiet mit rund 3.500 Wohnungen im Bau. Die Landeshauptstadt Hannover (LHH) hat unter Beteiligung von Öffentlichkeit und Wohnungswirtschaft ein Bebauungskonzept entwickelt, das mit Ratsbeschluss im Juni in Baurecht umgesetzt wurde. Als Voraussetzung für private Erschließungs- und Hochbauaktivitäten beginnt die LHH jetzt mit dem Bau der zukünftigen Hauptstraße, die Kattenbrookstrift und EXPO-Plaza verbinden wird.

Oberbürgermeister Stefan Schostok hat heute (31. August) gemeinsam mit Stadtbaurat Uwe Bodemann und den Vertretern der Interessengemeinschaft Mitte Dirk Streicher (Vorstandsvorsitzender der Delta Bau AG), Ralf Traupe (Geschäftsführer der meravis Wohnungsbau- und Immobilien GmbH) und Christian Wedler (Leiter der Geschäftsstelle Nord und Mittelhessen der GWH Wohnungsgesellschaft mbH) von der Interessengemeinschaft Nord sowie Bezirksbürgermeister Bernd Rödel den ersten symbolischen Spatenstich für den Beginn der Erschließungsarbeiten für das Neubaugebiet gesetzt.

„Nach dem Abriss des Wasserhochbehälters ist der Beginn der Bauarbeiten für die zukünftige Hauptstraße der nun erste vor Ort sichtbare Schritt in Richtung Zukunft. Das Neubaugebiet Kronsberg-Süd ist das derzeit größte Wohnungsbauvorhaben in Niedersachsen. Wir erhoffen uns durch dessen Umsetzung einen erheblich entlastenden Effekt auf den Wohnungsmarkt in Hannover“, so Oberbürgermeister Stefan Schostok.

Der Spatenstich steht für den Bau der Haupterschließungsstraße, darüber hinaus markiert er jedoch auch den Startschuss für die Errichtung des gesamten Wohngebietes. Die LHH errichtet die Hauptstraße sowie den zentralen Park und die Grundschule inklusive angrenzendem öffentlichem Quartiersplatz. Die Interessengemeinschaften (IGs) bauen die Erschließungsstraßen der Quartiere, jeweils einen Quartiersplatz sowie die Hochbauten inklusive sechs Kitas. Insgesamt wird seitens der IGs innerhalb eines Zeitraums von fünf Jahren die Realisierung von 2.500 Wohnungen angestrebt, wovon mindestens 25 Prozent gefördert sind. Es existiert eine vertragliche Verpflichtung, wonach mindestens die Hälfte (1.250 Wohnungen) innerhalb dieses Zeitraums fertiggestellt werden muss.

Der Straßenbau von insgesamt 1,36 Kilometern Länge beginnt mit Erdarbeiten, für die eine Auftragssumme von rund 1,3 Millionen Euro veranschlagt ist. Auf einer Gesamtfläche von circa 55.000 Quadratmetern müssen rund 40.000 Kubikmeter Boden abgetragen werden. Die Fertigstellung der Erdarbeiten ist für November 2018 vorgesehen. Im Anschluss wird der Leitungsbau durch die Stadtentwässerung sowie die enercity AG erfolgen. Diese Arbeiten sollen im Herbst 2019 abgeschlossen sein. Wenn im Anschluss die Baustraße fertiggestellt wird, beginnen die Erschließungsträger Nord und Mitte mit den Erschließungsarbeiten in den Quartieren und der Errichtung der ersten Gebäude. Ihre endgültige Gestalt mit Fuß- und Radwegen, Stellplätzen und Bäumen erhält die Straße, wenn alle angrenzenden Wohnhäuser errichtet sind.

Die ersten Häuser werden zwischen der Stadtbahnverbindung der Linie 6 und der künftigen Hauptstraße entstehen. Grund dafür ist, dass diese am frühesten erschlossen werden können und als Lärmschutz fungieren sollen. Hierzu zählt auch ein Nahversorgungzentrum an der Stadtbahnhaltestelle Messe/Ost (EXPO-Plaza).

Die Baustellenverkehre aus dieser und den folgenden Baumaßnahmen werden über die Emmy-Noether-Allee und den naheliegenden Messeschnellweg abgewickelt. Somit ist gewährleistet, dass die umliegenden Wohnquartiere nicht mit zusätzlichen Baustellenverkehren belastet werden.

Informationsveranstaltung im September

Am Mittwoch, 26. September, lädt die LHH ab 18 Uhr (Einlass ab 17.30 Uhr) zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung zum Neubaugebiet Kronsberg-Süd in das Stadtteilzentrum KroKuS, Thie 6, ein. Die Veranstaltung baut auf die insgesamt vier Versammlungen auf, die bereits in den Jahren 2016 und 2017 stattfanden. Im Rahmen dieses Termins werden sich die IGs vorstellen und insbesondere über die laufenden Hochbauwettbewerbe berichten. Darüber hinaus wird das Tiefbauamt die Hauptstraßenplanung präsentieren. Der Fachbereich Umwelt und Stadtgrün wird über die kommenden Schritte zum Parkentwurf sowie ein Zwischennutzungskonzept für die Fläche des zukünftigen Parks informieren.

Hintergrundinformationen

Der Rat der Landeshauptstadt Hannover hat die Verwaltung im Jahr 2014 beauftragt, die bereits im Flächennutzungsplan als Wohnbauland dargestellte Fläche entgegen der im Wohnkonzept 2025 festgelegten Zeitplanung frühzeitiger ab 2017/2018 zu entwickeln. 2018 soll der erste Hochbauwettbewerb entschieden werden. Nach dem Abschluss der gemeinsamen Vorbereitungen der Landeshauptstadt Hannover und Vertretern der Wohnungswirtschaft wurden im März 2018 die Kaufverträge für die Projektareale Nord und Mitte des Neubaugebietes Kronsberg-Süd unterzeichnet.

Das 1994 eingeleitete Bebauungsplanverfahren wurde nicht weitergeführt, da die Nachfrage nach Wohnungen damals mit den Projekten am Kronsberg-Nord und -Mitte befriedigt werden konnte. Aus diesem Grund endet die Kronsberg-Bebauung derzeit südlich der IGS Kronsberg mit dem Kattenbrookspark. Das neue Wohngebiet soll sich südlich daran anschließen. Die Konturen des geplanten Neubaugebietes sind vor Ort bereits ablesbar: Im Westen grenzen die Gleise der Stadtbahn an, im Süden liegt der Park Agricole, im Osten die Allee am Hugo-Knappworst-Weg. Außerdem ergibt sich an zwei Haltestellen der Stadtbahnlinie 6 (Messe/Ost) die Möglichkeit, das zukünftige Wohngebiet räumlich und funktional mit dem Expo-Park zu verknüpfen.

#wirsindmehr

#wirsindmehr

#wirsindmehrIn Solidarität mit den Menschen in Chemnitz, die für Menschlichkeit und Demokratie, gegen Hass und Rassismus auf die Straße gehen.
Wir stehen für eine bunte und vielfältige Gesellschaft.

Zeitgleich mit dem in Chemnitz organisierten Groß-konzert laden wir alle spontan ein, auf dem Friedensweg am Montag, den 3. September um 17:00 Uhr ein deutliches Zeichen für ein weltoffenes Miteinander zu setzen!

Kommt zum Friedensweg am 3. September um 17:00 Uhr vom Maschsee Nordufer zum Mahnmal St. Aegidien!

bunt statt braun
c/o Deutscher Gewerkschaftsbund
DGB Region Niedersachsen-Mitte

http://niedersachsen-mitte.dgb.de/termine/++co++4e6b4a00-ad0f-11e8-a34b-52540088cada

Stadt Hannover

Befragung zum Thema Sicherheit und Ordnung im Öffentlichen Raum

Ergebnisse des sechsten Bürger-Panels vorgestellt

Stadtkämmerer und Ordnungsdezernent Dr. Axel von der Ohe hat heute (29. August) die Ergebnisse der BürgerInnen-Befragung zum Thema Sicherheit und Ordnung im Öffentlichen Raum vorgestellt.

Dr. Axel von der Ohe erklärte: „Die Ergebnisse der Befragung belegen die hohe Bedeutung der Themen Ordnung, Sicherheit und Sauberkeit und bestätigen damit den mit dem Konzept für Ordnung und Sicherheit im öffentlichen Raum eingeschlagenen Kurs. Zugleich erhalten wir aus dem Panel wichtige Vorschläge und Anregungen, die bei der weiteren Umsetzung berücksichtigt werden sollen.“

Das Bürger-Panel Hannover besteht seit 2012. Es hatten sich auf Einladung des Oberbürgermeisters 2.850 EinwohnerInnen bereit erklärt, daran teilzunehmen. Von 2012 bis 2016 haben fünf Befragungen über das Bürger-Panel stattgefunden. Dabei wurden folgende Themen behandelt: Mobilität, außerschulische Bildung, Sport, Hannover 2030 sowie freiwilliges und ehrenamtliches Engagement.

Die letzte Neueinladung von HannoveranerInnen erfolgte nach einer Zufallsauswahl aus dem Einwohnermelderegister im Oktober 2017. Es wurden 5.100 Menschen eingeladen und um Mitwirkung am Bürger-Panel gebeten. 900 Personen sind der Einladung gefolgt. Damit umfasst das Bürger-Panel derzeit 3045 TeilnehmerInnen.

Für die aktuelle Befragung über das Bürger-Panel, die am 9. März 2018 startete, wurden 2.962 TeilnehmerInnen angeschrieben. Der Befragungszeitraum endete am 25. März 2018. 1.739 Befragte haben die Fragen beantwortet, deren Ergebnisse nun vorliegen. Dies entspricht einem Rücklauf von 58,7 Prozent. 85 Prozent der Befragten haben online und 15 Prozent per Post teilgenommen.

Thema der sechsten Befragung

Mit der sechsten Befragung waren die TeilnehmerInnen des Bürger-Panels gebeten worden, ihre Meinungen zum Thema Sicherheit und Ordnung im öffentlichen Raum mitzuteilen. Anlaßfür die Befragung war, dass auch in Hannover ein zunehmendes Bedürfnis nach Sicherheit und Ordnung im öffentlichen Raum vorhanden ist. Für die Stadtverwaltung war dies der Grund, das bisherige Handeln in diesem Bereich zu hinterfragen und den Veränderungsbedarf zu klären. Dies sollte und soll weiterhin im Dialog mit den HannoveranerInnen geschehen. Das Bürger-Panel stellt dabei ein wichtiges Instrument dar, die Meinungen von EinwohnerInnen in den Veränderungsprozess einfließen zu lassen.

Die Ergebnisse der Befragung:

Hoher Stellenwert von Sicherheit, Sauberkeit und Ordnung

Die Ergebnisse des sechsten Bürger-Panels bestätigen die hohe Bedeutung des Themas „Sicherheit“ für die HannoveranerInnen. 81,2 Prozent der Befragten entscheiden sich für dafür, „Sicherheit“ als „sehr wichtig“ zu bewerten, 96,6 Prozent wählen „sehr wichtig“ oder „wichtig“. Aber auch „Sauberkeit“ (92,7 davon 53,4 „sehr wichtig“) und „Ordnung“ (88,3 Prozent, davon 48,3 Prozent „sehr wichtig“ wird ein hoher Stellenwert eingeräumt (Grafik 1).

Hohes Sicherheitsempfinden tagsüber

84,9 Prozent der Befragten fühlen sich tagsüber in ihrem eigenen Stadtteil „sehr sicher“ oder „sicher“. In „Hannover allgemein“ geben 79,5 Prozent an, sich tagsüber „sehr sicher“ oder „sicher“ zu fühlen und in der „Innenstadt“ sind es 66,1 Prozent (Grafik 2).

Starke Unterschiede im Sicherheitsgefühl zwischen Tag“und abends bzw. nachts

Das Gefühl der Unsicherheit und die Häufigkeit des Meidens bestimmter Orte stehen in einem starken Zusammenhang mit der Tageszeit. Das Unsicherheitsgefühl hinsichtlich bestimmter Orte (z.B. Parks- und Grünanlagen, Parkhäuser/Tiefgaragen, U-Bahn-Haltestellen unterirdisch) ist abends/nachts teilweise mehr als dreimal so hoch wie am Tag (Grafik 19).

Der „eigene Stadtteil“ wird mit 57,7 Prozent noch von einer Mehrheit auch abends und nachts als „sicher“ empfunden. Für „HannoverInnen allgemein“ (41,5 Prozent) ist es aber weniger als die Hälfte und für die „Innenstadt“ (29,6 Prozent) weniger als ein Drittel der Teilnehmenden, die diese Einschätzung teilt. Für diese beiden Stadtbereiche wählt auch mehr als ein Drittel die Bewertung „teils-teils“ (Grafiken 4 und 5).

Besonders starkes Unsicherheitsgefühl von Frauen abends und nachts an konkreten Orten

Der Anteil der Frauen, der bestimmte Orte meidet, ist bereits tagsüber höher als bei den Männern: Fast dreimal so viele Frauen meiden „Tunnel/Unterführungen“. „Bestimmte Orte in der Innenstadt“ meiden 8 Prozent mehr Frauen, den Raschplatz 6 Prozent mehr (Grafik 17).

Abends und nachts ist es dann sogar die überwiegende Mehrheit der Frauen, die bestimmte im Fragebogen abgefragte Orte meidet. Sehr hohe Werte für Orte, die von Frauen abends und nachts gemieden werden, beziehen sich auf: „Parks- und Grünanlagen“ (82,9 Prozent), „Tunnel und Unterführungen“ (82,2 Prozent), den „Raschplatz“ (72,7 Prozent) und „bestimmte Orte in der Innenstadt“ (58,0 Prozent) (Grafik 20).

Raschplatz und Steintorviertel

Der Raschplatz stellt nach Ansicht der Befragten einen deutlich unsicheren, stärker zu vermeidenden und unsaubereren Ort in Hannover dar als andere.

Bei den ergänzenden Textangaben zur Konkretisierung der „bestimmten Orte in der Innenstadt“ ist neben dem Raschplatz der am häufigsten gemiedene Ort, sowohl tagsüber als auch abends, für Männer und Frauen, das Steintorviertel (mehr als 50 Prozent der Textangaben zu dieser Frage beziehen sich darauf).

Bedeutung des eigenen Stadtteils – je vertrauter, desto positiver die Bewertung

Der eigene Stadtteil schneidet sowohl bei der Frage nach dem Sicherheitsgefühl als auch nach der Zufriedenheit mit der Sauberkeit besser ab als die „Innenstadt“ und „Hannover allgemein“. Im eigenen Stadtteil fühlt sich ein höherer Anteil der Befragten sicher als in allen anderen Stadtgebieten (Mittelwert 1,8 gegenüber 2,2 und 2,0 tagsüber/2,4 gegenüber 3,1 und 2,8 nachts). So meiden auch „nur“ 28,1 Prozent der Frauen abends und nachts „bestimmte Plätze im eigenen Stadtteil“, aber 58 Prozent „bestimmte Plätze in der Innenstadt“. Eine Mehrheit aller Befragten bewertet den eigenen Stadtteil auch sauberer als die „Innenstadt“ oder „Hannover allgemein“. (53,5 Prozent gegenüber 40,3 Prozent und 43,3 Prozent). (Sicherheit: Grafiken 4, 5 und 20, Sauberkeit: Grafik 8)

Mehrheit befürwortet eine Erhöhung der Präsenz von Polizei und städtischem Ordnungsdienst

Fast 60 Prozent der Befragten befürwortet eine Erhöhung der Präsenz der Polizei im Stadtgebiet (etwas mehr Männer als Frauen, deutlich mehr Ältere als Jüngere). Mehr als die Hälfte der BefragungsteilnehmerInnen spricht sich auch für eine Ausweitung der Präsenz der städtischen Ordnungsdienste (ohne Politessen) aus (Grafik 11).

Die wichtigste Rolle spielt der Wunsch nach gesteigerter Präsenz der Polizei im öffentlichen Raum auch bei den textlichen Vorschlägen der Befragten zur Erhöhung der Sicherheit. Über 500 Personen machen Vorschläge hierzu, davon nennen fast 50 Prozent „mehr Polizei“, gefolgt von der Forderung nach „mehr Sicherheitspersonal und städtischem Ordnungsdienst“ (22,7 Prozent).

Große Zustimmung zu den Maßnahmen des Rates für Sicherheit und Ordnung

Die Meinung zur Präsenz von Polizei und städtischen Ordnungskräften deckt sich auch mit der Beurteilung der Maßnahmen des Rates durch die Befragten: Mit Ausnahme der „Neuregelung der Straßenmusik“ (37,4 Prozent) erhalten alle Maßnahmen sehr hohe Zustimmungswerte. Der „Ausbau der Sicherheitspartnerschaft“ und das „Untersagen des aggressiven Bettelns“ werden von 85 Prozent befürwortet, der neue „städtische Ordnungsdienst“ von 75 Prozent, und auch der Beauftragung eines „privaten Sicherheitsunternehmens“ und der „Einrichtung eines Trinkraums“ stimmen 59 und 58 Prozent zu (Grafik 26).

Die „Neuregelung der Straßenmusik“ wird umso weniger befürwortet, je jünger die Befragten sind (Grafik 27).

Sauberkeit in „öffentlichen Verkehrsmitteln allgemein“ und im „Hauptbahnhof“ am besten bewertet

Bei einem Vergleich der drei Stadtbereiche (Hannover allgemein, Innenstadt, eigener Stadtteil) schneidet der eigene Stadtteil bei der Zufriedenheit mit der Sauberkeit am besten ab. Nach konkreten Orten gefragt, fällt die Bewertung der Sauberkeit von „Straßen und Gehwege im eigenen Stadtteil“ aber negativer aus als die von „öffentlichen Verkehrsmitteln allgemein“ und dem „Hauptbahnhof“, beide werden als sauberer empfunden als diese (Mittelwerte 2,4 gegenüber 2,6, 1 = sehr sauber, 5 = sehr unsauber) (Grafik 23).

Es wurden auch viele Textvorschläge seitens der PanelteilnehmerInnen für die Erhöhung von Sauberkeit und Ordnung in Hannover gemacht. Die häufigsten Vorschläge sind: „Häufigere Reinigung im öffentlichen Raum“, „mehr und bessere Mülleimer“ sowie „mehr Kontrollen von Sauberkeit und Ordnung“.

Störende Sachverhalte oder Personen im Umfeld – Häufigkeit des Vorkommens

Von den fünf als am stärksten störend bewerteten Sachverhalten wird nur der „Hundekot auf Gehwegen“ auch „oft“ im eigenen Umfeld genannt (64,2 Prozent , davon 34,0 Prozent „sehr oft“). Andere besonders störende Sachverhalte (z.B. „Drogendealer/Drogenabhängige“ und „Schlägereien in der Öffentlichkeit“) werden im Vergleich dazu deutlich seltener aufgeführt (21, 4 Prozent und 13,9 Prozent „sehr oft“ oder „oft“ (Grafiken 14 und 15).

Struktur des Ergebnisberichts

Der vorliegende Ergebnisbericht ist anhand der Fragen des Fragebogens in 13 Kapitel gegliedert, die die Befragungsergebnisse hauptsächlich in Form von Tabellen und Grafiken darstellen. Ausgenommen sind Kapitel 10 und 12, welche sich mit der Auswertung von Textangaben der Befragten befassen. Kapitel 14 enthält eine Zusammenfassung der Ergebnisse in Textform.

Zu finden auf: www.hannover.de/buerger-panel

Musik an der Löwenbastion

Am Maschseefest scheiden sich die Geister

Abendstimmung an der Löwenbastion

Abendstimmung an der Löwenbastion

Das Maschseefest Hannover, Deutschlands größtes Seefest mit Besucherrekord und trotzdem sind viele Hannoveraner nicht zufrieden mit dem Fest. Das hat viele Gründe. Immer größere Aufbauten verschlingen viel Geld und müssen entsprechend refinanziert werden. Die Preise am Maschsee waren daher wieder in neue astronomische Höhen geklettert. Für ein leckeres Essen einen angemessenen Preis zu zahlen ist völlig in Ordnung, aber eine Flasche Bier für 3,50 € oder eine Flasche Bio-Brause für 4,- € sind schon Nahe an einer Frechheit.
Das es auch anders gehen kann hat das Fest der Kulturen am Wochenende gezeigt. Viele kleine Stände mit exotischen Speisen zu meist moderaten Preisen. Darunter auch professionelle Anbieter wie der Food-Truck von Eddielicious. Schon lange nicht mehr so lecker auf einem Fest gegessen. Am Nachbarstand noch eine Flasche Wasser für 1,- € auf den Weg mitgenommen. Da fragt man sich dann schon, warum das Maschseefest mit immer neuen Preisrekorden glänzen muss.

Musik an der Löwenbastion beim Maschseefest 2018

Musik an der Löwenbastion

Auch beim Programm ist nicht alles Gold, was glänzt. Coverbands überall. Allein vier AC/DC Coverbands zeugen nicht gerade von viel Kreativität bei der Musikauswahl. Alternative Musik Fehlanzeige. Kommt mal mit Diana Babalola eine lokale Künstlerin zum Zug, dann besteht auch hier der Großteil des Programms aus Covertiteln. Völlig unnötig, denn als dann die eigenen Songs der Band kamen waren die viel besser. Kontraproduktiv ist auch die räumliche Enge am Nordufer. Der Platz vor der Hauptbühne ist einfach viel zu klein für große Stars, die viele Zuschauer anziehen.
Als Familienausflug ist das Fest inzwischen auch nicht mehr die beste Wahl. Das Kinderprogramm ist zum großen Teil auf Nebenschauplätze ausgelagert. Entlang der Promenade an Nordufer und Rudolf-von-Bennigsen-Ufer ist wenig Raum für Kinderaktivitäten vorgesehen.

Aber genug mit der Kritik am Maschseefest. Was könnte man besser machen?

Zunächst sollte man sich bei Stadt und Veranstalter fragen, ob Hannover und die Hannoveraner ein riesiges Fest haben will, das Touristen von überallher anzieht oder lieber ein Konzept, das den Maschsee den ganzen Sommer für die Bewohner der Stadt erschließt. Genau da liegt nämlich der Knackpunkt. Drei Wochen Mega-Party stehen vielen Wochen mehr oder weniger verwaistem Seeufer gegenüber. Dazu noch die Auf- und Abbauphase, wo wie in diesem Jahr bei allerbestem Sommerwetter das halbe Seeufer für zwei Wochen zur Riesenbaustelle wird. Das ist nicht wirklich im Sinne der Anwohner und Besucher aus der Stadt.

Was spricht dagegen den Sommer über das Seeufer mit kleinen gastronomischen Angeboten zu nutzen? Ein Food-Truck und ein Getränkewagen dazu 20 Tische und schon ist ein netter Anlaufpunkt am See geschaffen. Am Wochenende hier und da ein Akustik-Konzert oder ein Kleinkunstangebot wie beim Kleinen Fest im großen Garten und der See gewinnt deutlich an Aufenthaltsqualität. Für größere Konzerte bieten sich Löwenbastion und Maschseequelle an. Abseits von Wohnbebauung werden dort kaum Anwohner gestört. Vielleicht könnte sich die Stadt noch dazu durchringen an den wichtigsten Stellen dauerhaft sanitäre Anlagen zu bauen.

Bühne beim Hafensommer in Würzburg

Bühne beim Hafensommer in Würzburg

Wenn es dann wirklich noch ein großes Fest sein muss, könnte man das auf eine Woche beschränken und auf das Nordufer und Umgebung beschränken. Dazu eine große Bühne in den See bauen, wie man es von vielen anderen Orten kennt und das ganze Nordufer steht für Zuschauer zur Verfügung. Dann könnte man auch mal richtig zugkräftige Musiker einladen.
Neben den Konzerten gibt es auch viele andere Möglichkeiten den See zu nutzen, ohne störenden Lärm für die Anwohner zu produzieren. In den Anfangsjahren des Festes gab es zum Beispiel ein Open-Air-Kino im Strandbad. Unter der Woche auf der großen Seebühne ein Erlebnis ohne das die Nachbarn auf die Barrikaden gehen. Das Open-Air-Kino zieht zeigt das Seh-Fest im Sportpark seit Jahren. Oder die Lasershow zum glaube ich 750. Stadtgeburtstag. Ein Event, das seinerzeit viele Besucher anlockte.

Stellt sich jetzt die Frage weiter so oder doch lieber ein Konzept für den ganzen Sommer schaffen. Der Besucheransturm gibt eigentlich den Veranstaltern recht, aber immer höher, schneller, weiter ist auf Dauer gegen die Mitbewerber aus Hamburg, Bremen und so weiter sicherlich kaum durchzuhalten.

Achim Brandau

Internationale Mini-Olympiade

Internationale Mini-Olympiade Hannover gegen Rassismus 2018

Internationale Mini-OlympiadeUnter dem Titel “Internationale Mini-Olympiaspiele” veranstaltet auch diese Jahr wieder ein Zusammenschluss von Vereinen einen Dreikampf gegen Rassismus: Hakili-So/Haus der Bildung e.V., Ivoire Diaspora Hannover e.V., Initiative für Internationalen Kulturaustausch e.V. (IIK e.V.)., Ukrainischer Verein in Niedersachsen e.V., Afropäa e.V., ADV Nord e.V. und der Verein Ukrainischer Studierender.

Alle Infos unter: www.linden-limmer-hilft.de

Aegigienkirche

Gedenkveranstaltung für die Opfer von Flucht und Vertreibung

Aegigienkirche

Aegigienkirche

Die Städtische Erinnerungskultur der Landeshauptstadt Hannover richtet am 20. Juni (Mittwoch) um 18 Uhr in der Ruine der Aegidienkirche Hannover eine Veranstaltung zum nationalen Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung aus und knüpft damit an den zeitgleich begangenen Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen an.

Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Thomas Hermann wird Prof. Dr. Jochen Oltmer vom Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück einen kurzen Vortrag über Flucht und Vertreibung im historischen Kontext halten.

Doris Schröder-Köpf, niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, spricht das Schlusswort der Veranstaltung. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung vom Gitarristen Omid Bahadori aus Hannover.