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Maschsee Nordufer

Fahrradfreundliches Hannover?

Einseitige Straßensperrung am Rudolf-von-Bennigsen-Ufer

Aufgrund von Verkehrsplanungen zum Maschseefest wird die Fahrbahn des Rudolf-von-Bennigsen-Ufers zwischen Altenbekener Damm und Kurt-Schwitters-Platz in der Nacht von Mittwoch (19. Juli) auf Donnerstag (20. Juli) von 19 bis 6 Uhr einseitig gesperrt. Der Abbau erfolgt zur selben Uhrzeit in der Nacht vom 28. (Montag) auf den 29. August (Dienstag).

Weitere Informationen zu den vekehrsrechtlichen Maßnahmen während des Maschseefestes werden in der Pressekonferenz zum diesjährigen Maschseefest der Hannover Marketing und Tourismus GmbH (HMTG) am Donnerstag (20. Juli) um 11 Uhr im Courtyard Hannover Maschsee, Arthur-Menge-Ufer 3, bekanntgegeben.

Sowei die Pressemitteilung für die Autofahrer zum Maschseefest.

Das ist die Realität für Fahrradfahrer:

Vom Rudolf-von-Bennigsen-Ufer kommend darf man als Radfahrer jetzt in keine Richtung mehr abbiegen. Der Weg entlang des Sprengelmuseums ist eigentlich fertig aber immer noch für den Radverkehr gesperrt. Als Alternative darf man auf einem viel zu schmalen Radweg auf der falschen Seite in Richtung Friedrichswall fahren.

Auch die Sperrung am Nordufer ist für den Radverkehr eine Zumutung. Dort bleibt nur die Straße als Ausweichfläche.

Fuß- und Radweg im Maschpark

Fuß- und Radweg im Maschpark

Zu allem Überfluss ist auch noch der Fuß- und Radweg hinter dem Rathaus durch den Maschpark für mehr als eine Woche gesperrt weil dort für das Klassikkonzert aufgebaut wird.

Wo soll man denn nun als Radfahrer nach Meinung der Stadtverwaltung von der Südstadt in die Calenberger Neustadt fahren?

Die Presse ist voll von Meldungen rund um das Baustellenchaos für Autofahrer in Hannover. Mit Fahrradfahrern kann man das ruhig machen. Da schreibt niemand drüber.

Die PARTEI fordert “Chlodwig-Poth-Straße” für Hannover

Nur wenige Stunden nach dem Tode Helmut Kohls werden seitens der CDU schon Stimmen laut, eine Straße nach dem Bundeskanzler a.D. zu benennen. Die PARTEI Hannover warnt vor Schnellschüssen und fordert stattdessen eine Chlodwig-Poth-Straße.

Hannover – Der stellvertretende Vorsitzende der CDU Ratsfraktion Hannover, Maximilian Oppelt, wünscht sich eine Helmut-Kohl-Straße in Hannover und pfeift dabei auf die übliche Konvention, das Trauerjahr erst einmal abzuwarten, bevor eine Straßenbenennung erfolgt. Auch Kohls schwierige Vergangenheit – Stichwort ‘Spendenaffäre’ oder aufgetauchte Geheimakten, die Kohls Abneigung gegenüber türkischen Zuwanderern offenlegten – tangiert die hannoversche CDU offenbar wenig.
Jens Bolm, zweiter Vorsitzender der PARTEI Hannover, findet das skandalös: “Die CDU bekommt mal wieder den Hals nicht voll. Wir haben doch in Hannover mit der Kohlrauschstraße direkt im Zentrum sogar schon eine Sackgasse nach dem ersten Alkoholkonsum des Altkanzlers benannt. DAS muss doch nun wirklich genügen!”

Doch auch die FDP möchte ein Stück vom Straßenkuchen haben, eine ‘Hans-Dietrich-Genscher-Straße’ ist im Gespräch. Julian Klippert, Ratsherr und erster Vorsitzender der PARTEI Hannover, zeigt sich erzürnt über dieses Wunschkonzert: “Vielleicht sollten die Politiker endlich mal nach dem Willen der Bürger gehen. Die haz.de Umfrage zeigt doch schon, dass ein großer Teil der Bevölkerung eine Kohlstraße als unangemessen empfindet, da er die Parteispender nicht genannt hat. Wir fordern daher eine Chlodwig-Poth-Straße in Hannover. Poth war eine Koryphäe, kreativ, intelligent, herzensgut und er hatte keine Angst, die Wahrheit auszusprechen. Von ihm stammt schließlich der Spitzname ‘Birne’ für Helmut Kohl.”

Zudem schlägt Klippert vor, die Angelegenheit der Straßenumbenennung direkt der Kommunalaufsicht zu übergeben, um etwaigen ‘zuständigen‘ Bezirksräten und OB Stefan Schostok Zeit und Arbeit zu ersparen.

Tobias Speckin, Landesvorsitzender der PARTEI Niedersachsen zeigt sich hingegen kompromissbereit:
“Im Gegensatz zu anderen Parteien bieten wir ja konkrete Lösungen an. Eine ‘Kohlstraße’ wäre für uns durchaus denkbar – wenn die Seitenstraßen gleichzeitig die Namen der dann nicht mehr anonymen Spender bekommen. Eine andere, charmante Möglichkeit wäre natürlich auch die ‘Er-nannte-ihn-Birne-Straße’: Poth und Kohl in einem Satz vereint. Diese elegante Lösung sollte auch der CDU zusagen.“

An der Gartenbauschule: Straßenschilder erhalten Legendentexte

Die Straßenschilder im Neubaugebiet An der Gartenbauschule (Stadtteil Ahlem) werden um Legendenschilder ergänzt. Symbolisch wird Bezirksbürgermeister Rainer Göbel (Ahlem-Badenstedt-Davenstedt) am kommenden Freitag (30. Juni) das Schild in der Straße An der Gartenbauschule offiziell enthüllen. Ort dieser kleinen Feierstunde ist die Straßenecke An der Gartenbauschule/An der Laubhütte. Die Ergänzung um Legendentexte geht auf einen Beschluss des Bezirksrates zurück, der auch die Schilder finanziert.

Die Straßenschilder im genannten Neubaugebiet erhalten folgende Legendentexte:

An der Gartenbauschule

Gründung der Israelitischen Gartenbauschule 1893
mit dem Ziel, Ausbildungen in Berufen zu ermöglichen,
von denen Juden Jahrhunderte ausgeschlossen waren

An der Laubhütte

Errichtung der Laubhütte auf dem Schulgelände zur
Begehung des jüdischen Erntedankfestes (Sukkot),
1945 von den Nationalsozialisten niedergebrannt

Anna-Turgonska-Anger

Anna Turgonska (10.02.1926 – 02.03.1945)
als Zwangsarbeiterin von den Nationalsozialisten
auf dem Gelände der Gartenbauschule getötet

Henriette-Gottschalk-Anger

Henriette Gottschalk (05.10.1849 – 20.10.1942)
von den Nationalsozialisten nach Ahlem verbracht
und am 23.06.42 ins KZ Theresienstadt deportiert

Berta-Makowski-Anger

Berta Makowski (02.04.1910 – 17.11.1988)
zur Arbeit in KZ Außenstelle Ahlem gezwungen,
konnte sich der Deportation ins KZ entziehen

Berta-Weiß-Weg

Berta Weiß (28.06.1923 – 29.04.2000)
Die Sintizza wurde zur Zwangsarbeit herangezogen,
war kurzzeitig im Ersatzgefängnis Ahlem inhaftiert

Keine Fösse ohne Freibad!

Einwohnerversammlung: Keine Fösse ohne Freibad!

Wir wollen unser Freibad wiederhaben!Am Samstag, 10.06.2017 lädt der Förderverein Fössebad um 16:00 Uhr in das Freizeitheim Linden zu einer Einwohnerversammlung ein.

Die Verwaltung plant:

  • 50 m Sportbad mit Tribüne
  • kein Freibad
  • keine Sauna
  • Wohnbebauung auf der Freifläche zur Refinanzierung
  • Verlagerung des Béi Chéz Heinz

Wie kann der Vereinssport der das 50m Becken als Ersatz und Ergänzung zum Stadionbad braucht mit den Interessen des Stadtteils unter einen Hut gebracht werden. Ohne ein Freibad sicherlich nicht. Nur mit einem Außenbecken steht das Fössebad zumindest im Sommer auch der Allgemeinheit während der Sportveranstaltungen zur Verfügung.

Ganz nebenbei geht es bei den Plänen der Stadtverwaltung auch um die Zukunft des Béi Chéz Heinz. In der jetzt vorgestellten Variante ist im Fössebad kein Platz mehr für den keller unseres Verstrauens. Nicht gerade die 11. große City of Music Idee.

Lüftje Lage

Lüftje Lage

Lüftje LageGesunde Atemluft ist ein hohes Gut. Die HannovAir Connection – ein breites Bündnis aus Betroffenen, engagierten Hannoveranern und Verbänden – hat sich gegründet, um dieses Gut zu schützen.

Wie in vielen deutschen Städten werden auch in Hannover die gesetzlich vorgeschriebenen Stickoxid-Werte regelmäßig überschritten.

Luftschadstoffe stellen eine massive Gesundheitsgefahr für die Menschen dar und führen zu Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislauf-Problemen sowie der Beeinträchtigung der Lungenfunktion, insbesondere bei Kindern.

Die Hauptquelle der Stickstoffdioxidbelastung in den Städten ist der Straßenverkehr. HannovAir Connection möchte darauf hinwirken, dass die Stadt Hannover endlich wirksame Maßnahmen zum Schutz gegen die gesundheitsgefährdende Luftverschmutzung einleitet. Saubere Mobilität ist möglich!

HannovAir Connection fordert deshalb:

  • Saubere Luft: Die Stadt Hannover muss die Luftschadstoffe effektiv reduzieren. Vor allem Stickoxide stellen eine unsichtbare, dauerhafte Belastung für alle Stadtbewohner dar. Gesundheitsschutz muss oberste Priorität der Stadtpolitik werden.
  • Transparenz: HannovAir Connection fordert Aufklärung über die Gesundheitsgefahren durch Luftschadstoffe. Informationen zu den Überschreitungen der Grenzwerte und den daraus resultierenden Gesundheitsgefahren sollen regelmäßig, umfassend und leicht zugänglich bereitgestellt werden.
  • Verkehrswende: HannovAir Connection verlangt die zügige Einleitung der Verkehrswende. Statt Symptombekämpfung zu betreiben, muss die Stadt endlich ein Konzept für eine echte Verkehrswende vorlegen.

Kundgebung am 10. Juni um 12 Uhr

Für den 10. Juni um 12 Uhr lädt die HannovAir Connection zu einer Kundgebung auf den Opernplatz. Die Präsentation der Forderungen wird durch spannende Impulsreferate ergänzt.

Professor Dr. Med. Hans Schweisfurth wird über die Zusammenhänge zwischen Luftverschmutzung und Lungen- und Atemwegserkrankungen aufklären. Im Anschluss berichtet Christian Grundmann von Green City e.V. in München über das erfolgreiche Münchener Bürgerbegehren für eine Verkehrswende und den derzeitigen Stand der Umsetzung.

Die HannovAIR Connection

Neben bürgerschaftlich engagierten Hannoveranern wird die Initiative maßgeblich von den Verbänden ADFC, BUND, Greenpeace, PlatzDa!, VCD, und dem Wissenschaftsladen Hannover getragen. Zusammen bilden sie die HannovAIR Connection.

Saubere Atemluft ist das gemeinsame Ziel!