Alle Artikel in: Politik

Internationale Mini-Olympiade

Internationale Mini-Olympiade Hannover gegen Rassismus 2018

Internationale Mini-OlympiadeUnter dem Titel “Internationale Mini-Olympiaspiele” veranstaltet auch diese Jahr wieder ein Zusammenschluss von Vereinen einen Dreikampf gegen Rassismus: Hakili-So/Haus der Bildung e.V., Ivoire Diaspora Hannover e.V., Initiative für Internationalen Kulturaustausch e.V. (IIK e.V.)., Ukrainischer Verein in Niedersachsen e.V., Afropäa e.V., ADV Nord e.V. und der Verein Ukrainischer Studierender.

Alle Infos unter: www.linden-limmer-hilft.de

Aegigienkirche

Gedenkveranstaltung für die Opfer von Flucht und Vertreibung

Aegigienkirche

Aegigienkirche

Die Städtische Erinnerungskultur der Landeshauptstadt Hannover richtet am 20. Juni (Mittwoch) um 18 Uhr in der Ruine der Aegidienkirche Hannover eine Veranstaltung zum nationalen Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung aus und knüpft damit an den zeitgleich begangenen Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen an.

Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Thomas Hermann wird Prof. Dr. Jochen Oltmer vom Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück einen kurzen Vortrag über Flucht und Vertreibung im historischen Kontext halten.

Doris Schröder-Köpf, niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, spricht das Schlusswort der Veranstaltung. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung vom Gitarristen Omid Bahadori aus Hannover.

DGB-Chor Hannover

80 Jahre Reichspogromnacht – Aufruf an alle Chöre zum 4. Festival „Chöre gegen Rechts“ in Hannover

Der DGB-Chor Hannover hat aus Anlass der Reichspogromnacht am 09.11.1938 bereits dreimal das Chörefestival gegen Rechts durchgeführt. An den Festivals nahmen vielfältige, nicht nur politisch engagierte Chöre – zumeist aus der Region Hannover und Niedersachsen – teil. Zuletzt waren es 32 Chöre, davon ein Chor aus Guernica / Gernika (Baskenland) und zwei Chöre aus den Niederlanden.

DGB-Chor Hannover

DGB-Chor Hannover

In diesem Jahr jährt sich das Gedenken zum 80. mal. Der DGB – Chor Hannover ruft alle Chöre unter dem Motto „Rechte im Anzug!“ zum 4. Festival „Chöre gegen Rechts“ in Hannover auf. Als Veranstaltungsorte für das Festival am 10. und 11.11.18 (Samstag/Sonntag) stehen das neue Gebäude der „Ada-und-Theodor-Lessing-VHS und das Kulturzentrum FAUST zur Verfügung. Kooperationen mit der Volkshochschule und der Jüdischen Gemeinde werden angestrebt. In dem Aufruf (s. Anhang) heißt es u.a.:

„Wir erheben uns und singen für ein Land, in dem wir Menschen uns wohlfühlen ohne dumpfen, gefährlichen Rechtspopulismus für eine friedliche, bunte Welt!
Lasst uns Farbe bekennen und gemeinsam ZivilCHORage zeigen!

Wir freuen uns auf vielfältige Chormusik auf verschiedenen Bühnen!“

Koordination und Anmeldung:
DGB-Chor Hannover
c/o Manfred Wassmann
Davenstedter Straße 60
30453 Hannover
Festnetz 0511 / 2135430
Mobil 0175 / 4056209
www.dgb-chor-hannover.de
e-mail: info@dgb-chor-hannover.de

1. unfreiwilliger Spendenlauf Hannover

1. unfreiwilliger Spendenlauf Hannover

Am 9. Juni 2018 wollen verschiedene rechte Initiativen aus Deutschland und Österreich als „Bürgerbündnis Zeit für Deutschland“ in Hannover demonstrieren.1. unfreiwilliger Spendenlauf Hannover

An diesem Tag läuft alles anders und wir ändern die Spielregeln. Aus Nazi-Demo wird eine fulminante Spendengala! JedeR Teilnehmer*in der Demo erläuft eine Spende für die Arbeit des Niedersächsischen Flüchtlingsrats e. V.

Also lassen wir doch die Nazis arbeiten, und zwar gegen sich selbst. Wenn auch Sie helfen wollen, dass aus rechtspopulistischen Plattheiten etwas Sinnvolles erwächst, tragen Sie durch Ihre Spende dazu bei, dass sich jeder Kilometer lohnt. So werden aus rechten Demonstrant*innen engagierte Mitarbeiter*innen für einen guten Zweck.

Mit Ihrer Unterstützung wird ein Aufmarsch von Rassist*innen zu einer Integrationshilfe für Flüchtende.

Wir bitten Sie um Unterstützung für dieses Vorhaben!

Ihre Spende überweisen Sie bitte an den
Flüchtlingsrat Niedersachsen:
IBAN: DE28 4306 0967 4030 4607 00 / BIC: GENODEM1GLS
Konto 4030 460 700 – GLS Gemeinschaftsbank eG
BLZ 430 609 67
Stichwort: Spendenlauf Hannover

Proudly presented by:
AWO Region Hannover
Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V.
DGB Kreisverband Region Hannover

Kontakt für Nachfragen:
DGB Kreisverband Region Hannover
Otto-Brenner-Straße 1
30175 Hannover
Tel.: 0176 233 12 551

DSGVO

Umsetzung der DSGVO oder es wird einiges auf der Strecke bleiben

Am 25. Mai 2018 tritt die neue Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) in Kraft. Natürlich ist Datenschutz eine wichtige Sache, nur schießt diese Verordnung weit über den eigentlichen Sinn hinaus. Die großen Datensammler werden weiter alles unternehmen, um an die begehrten Daten zu kommen. Dem kleinen unabhängigen Blogger andererseits wird das Leben ungleich schwerer gemacht.

Die DSGVO und das „freie Web“

„Deshalb werden große Mengen digitaler Nebenbei-Projekte aus Furcht abgeschaltet werden: Archive, halbprivate Fachforen, historisch interessante Websites.“

Genau dies werde ich auch tun und einige alte Projekte beerdigen. Ob die Informationen irgendwann auf die anderen Webseiten übertragen werden, kann ich noch nicht sagen.

Das sehe nicht nur ich alleine so. So schreibt zum Beispiel Karl Nagel auf facebook: „Leider muß ich auch nach über 20 Jahren www.chaostage.de versenken. Zu viele rechtliche Einfallstore, und im Vorfeld der DSGVO ist mir das alles momentan zu unübersichtlich. Habe einfach nicht die Zeit, mich da mit allen möglichen Lecks zu beschäftigen und damit angreifbar zu machen. “

Update:
Ab jetzt nicht mehr im Netz

www.haasemannstrasse.de
www.stadtteile-hannover.de
www.entdecker-tour.de

DSGVO im Fotorecht

DSGVO im Fotorecht

Nächstes Problem: Ein Foto zählt ab sofort als Datenerhebung. Bei Digitalfotos werden Metadaten wie zum Beispiel das Datum, die Uhrzeit oder der Ort gespeichert. Bisher war es so, dass Personen, die nur neben dem Hauptmotiv zu sehen waren oder Teil einer Veranstaltung waren, ohne Einverständniserklärung fotografiert werden durften. Dies ist nun zumindest strittig. Es ist also demnächst riskant, wenn man nicht Vertreter der klassischen Presse ist, Bilder von Veranstaltungen für Berichte zu verwenden. Damit machen kleine lokale Webseiten eigentlich keinen Sinn mehr.

Meiner Meinung nach mal wieder ein Beispiel, das unsere Politik den Bezug zur Basis gänzlich verloren hat. Auch hier wird wieder daran gearbeitet das auch im eigentlich freien Internet über kurz oder lang nur noch die Global-Player überleben werden.

Konsequent umgesetzt wird die neue Verordnung natürlich von der Politik die sie erschaffen hat.

CDU Rückmeldebogen zur Datenschutzgrundverordnung

CDU Rückmeldebogen zur Datenschutzgrundverordnung

Da hat bei der CDU-Ratsfraktion Hannover jemand den Sinn und Zweck des Datenschutzes nicht wirklich verstanden. Wenn man einen E-Mail Newsletter mit offenem Verteiler verschickt kann man auch gleich die Mailadressen im Netz veröffentlichen.

Achim Brandau

Radweg-Farbe wechsle dich!

Willi-Brandt-Allee: Was lange währt …

…  wird endlich gut!

… oder etwa doch nicht?

Für den Radfahrer ist das Projekt wieder mal nur sehr schwer zu durchschauen.

Los geht es schon vor dem Sprengelmuseum. Warum muss vor dem Museum eine andere Farbgebung bei Rad- und Fußweg sein?

Radweg-Farbe wechsle dich!

Radweg-Farbe wechsle dich!

 

Kommt man als Radfahrer aus der Südstadt entlang der Planckstraße wurde leider die Kreuzung der Straße vergessen.

Keine Bordsteinabsenkung mehr für Radfahrer die hier aus der Planckstraße kommen

Keine Bordsteinabsenkung mehr für Radfahrer die hier aus der Planckstraße kommen

 

So muss man jetzt als Radfahrer ein Stück weiter auf der „falschen“ Seite in Richtung Sprengelmuseum fahren und dort die Straße kreuzen oder bis vor zur Ampel. Nachteil dort, man steht wieder einmal zum Linksabbiegen zweimal vor dem Rotlicht.

Warum ist hier eine Querung der Starße vorgesehen?

Warum ist hier eine Querung der Starße vorgesehen?

 

Fahrradbügel sind im Prinzip eine tolle Sache, nur warum müssen die gerade an der engsten Stelle aufgestellt werden. Besonders da hier die Bushaltestelle ist und mit Sicherheit immer wieder Fahrgäste noch schnell zum Bus laufen werden.

Fahrradbügel an der engsten Stelle

Fahrradbügel an der engsten Stelle

 

Mein Fazit: Vier Problemstellen auf nicht einmal 100 Meter. Man wollte es wohl schnell fertig machen!

Achim Brandau

Wochenmarkt

Zehn-Punkte-Plan soll Wochenmärkte attraktiver machen

WochenmarktMit einem detaillierten Zehn-Punkte-Plan möchte die hannoversche Stadtverwaltung die Attraktivität der Wochenmärkte erhöhen. Das Konzept sieht etwa die Veranstaltung von Spezialmärkten in der Innenstadt vor oder die Befragung im Arbeits- und Wohnumfeld bei einzelnen Wochenmärkten. Zudem sind Gutschein-Aktionen der MarktbeschickerInnen geplant, die seitens der Verwaltung mit Werbemaßnahmen unterstützt werden sollen. Darüber hinaus sollen einige Sonnabendmärkte länger geöffnet werden, um neue junge Zielgruppen zu erreichen. Die Verwaltung hat das Maßnahmenpaket als Beschlussdrucksache den Ratsgremien zur Beratung vorgelegt.

„Die vorgeschlagenen Maßnahmen können im erheblichen Maße dazu beitragen, unsere Märkte weiter zu stärken“ betonte Michael Flohr, Leiter des städtischen Marktwesens, heute (9. März) bei der Vorstellung im Ausschuss für Arbeitsmarkt-, Wirtschafts- und Liegenschaftsangelegenheiten (AWL). „Sie sind fester Bestandteil unserer Stadtteilkultur und tragen zu unserer funktionierenden Stadtgesellschaft bei. Mit den vorgeschlagenen Maßnahmen möchten wir die Händlerinnen und Händler unterstützen und die Marktstandorte stärken.“

Lindener Markt

Lindener Markt

Der Zehn-Punkte-Plan sieht eine zusätzliche Mitarbeiterin vor und ein um 100.000 Euro erhöhtes Sachkosten-Budget. Er schreibt das Konzept aus dem Jahr 2009 fort. Gemeinsam haben in den vergangenen Monaten MarkthändlerInnen, RatsmitgliederInnen und Verwaltung in mehreren Diskussionsrunden die Möglichkeiten erörtert und den Maßnahmenplan einvernehmlich erarbeitet.

Aktuell gibt es 26 Wochenmärkte wie zum Beispiel am Lindener Markt die im gesamten Stadtgebiet, dienstags bis sonnabends entweder an Vor- oder Nachmittagen stattfinden.

Der AWL-Ausschuss hat dem Konzept heute (9. März) einstimmig zugestimmt. Abschließend berät der Rat der Stadt im April darüber. Die vorgelegte Drucksache (Nummer 0599/2018) ist im Internet unter www.ratsinfo-hannover.de zu finden.

Grünste Stadt Niedersachsens?

Stellungnahme OB Schostok zum Thema Fahrverbote

Stellungnahme OB Schostok zur heutigen Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts, dass Fahrverbote möglich sind

Das Bundesverwaltungsgericht hat heute (27. Februar) entschieden, dass Fahrverbote für Dieselfahrzeuge zur Reduzierung von Stickstoffdioxidemissionen möglich sind. Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok dazu:

„Das Urteil zwingt uns dazu, dass wir auch für Hannover Fahrverbote prüfen müssen. Die Besonderheit besteht bei uns darin, dass dieses Verbot den gesamten Umweltzonenbereich umfassen müsste, weil sonst Ausweichverkehre das Problem nur verlagern würden.

Mit anderen Worten: Wir hätten im Ergebnis eine Verschärfung der Umweltzone, könnten die Verstöße aber bei den Dieselfahrzeugen nur mit einem enormen Aufwand kontrollieren.

Das Beispiel Hannover macht insofern auf besondere Weise deutlich, dass nur die Blaue Plakette eine praktikable Lösung ist. Das sollte nun endlich auch die Bundesregierung begreifen.

Ohnehin ist es ein Unding, dass die Bundesregierung sich von einem Bundesgericht aufschreiben lassen muss, wie wir verfahren müssen. Hier handelt es sich um ein politisches Versagen.

Das Urteil bestätigt, dass Fahrverbote bereits jetzt rechtlich möglich sind. Sie sind allerdings angemessen auszugestalten, zum Beispiel zeitlich gestuft nach Fahrzeuggruppen. Auch Ausnahmeregelungen sind erforderlich.

Die Städte haben aber aufgrund der gegebenen Rechtslage bei strecken- oder zonenbezogenen Sperrungen ein Kontrollproblem. Der Aufwand der Fahrzeugkontrolle anhand des Fahrzeugscheins ist für Polizei und Ordnungsämter nicht zu leisten. Deshalb ist eine blaue Plakette sinnvoll. Diese kann nur bundesgesetzlich einheitlich für alle Städte geschaffenen werden.

Die Bedeutung des Urteils für Hannover lässt sich erst nach der Auswertung der schriftlichen Begründung und der Abstimmung mit dem Land Niedersachsen sagen. Die Stadt kann Schilder nicht in eigener Kompetenz aufstellen. Wir werden uns mit den zuständigen Landesbehörden über die zu treffenden Maßnahmen verständigen.

In Hannover haben streckenbezogene Fahrverbote Ausweichverkehre zur Folge, sodass sich auch die Luftverschmutzung in die Nebenstraßen verlagern würde. Im schlimmsten Fall würde sich ein Dieselverbot auf die gesamte Umweltzone ausweiten. Das wollen wir verhindern.“

Fahr Rad: Mit Sicherheit die bessere Alternative!

SPD-Ratsfraktion lehnt Fahrverbote ab: „Automobilindustrie und Bund stehen in der Pflicht.“

Er wird nicht vom Sockel fallen, der eine oder andere Anwohner aber vielleicht schon!

Er wird nicht vom Sockel fallen, der eine oder andere Anwohner aber vielleicht schon!

Die SPD-Ratsfraktion sieht die Automobilhersteller und die Bundesregierung in der Pflicht, die Luftqualität in Hannover und anderen großen Städten zu verbessern. Fahrverbote für Diesel-PKW, wie sie das Bundesverwaltungsgericht in seiner heutigen Entscheidung für zulässig erachtet, lehnt die SPD-Ratsfraktion ab.

„Die Gesundheit der Menschen in unserer Stadt hat selbstverständlich für uns den höchsten Stellenwert“, erklärt der umweltpolitische Sprecher der Fraktion, Philipp Kreisz. Desto ärgerlicher sei es, dass die Bundesregierung bislang keine tragfähigen Maßnahmen gegen die Luftverschmutzung durch Diesel-PKW unternommen habe: „Seit fünf Jahren ist nichts geschehen: Der Bund hätte längst die Automobilindustrie dazu verpflichten müssen, die Abgasnormen zu erfüllen.“

„Das Totalversagen des Bundes muss ein Ende haben“, fordert auch Lars Kelich, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion: „Der Bund muss an die Verursacher ran. Nur die Autokonzerne können durch eine Umrüstung der Hardware der Diesel-PKW, durch Schadenersatz oder eine Entschädigung für deren Halter das Problem der Luftverschmutzung umgehend lösen.“ Selbst die Einführung einer Blauen Plakette würde Menschen treffen, die in Treu und Glauben einen Diesel-PKW erworben haben.

Fahr Rad: Mit Sicherheit die bessere Alternative!

Fahr Rad: Mit Sicherheit die bessere Alternative!

Zugleich müsste der Bund milliardenschwere Hilfen für jene Kommunen bereitstellen, die unter der Luftverschmutzung litten. „Die Summen, die bislang in Rede standen, sind nur ein Tropfen auf dem heißen Stein“, meinen Kelich und Kreisz: „Aber selbst mit den Milliarden für den Ausbau des Nahverkehrs können die Kommunen erst in Jahren etwas bewegen. Wir brauchen aber Maßnahmen, die sofort greifen.“

Die beiden Sprecher erläutern, dass Hannover eine Menge unternommen habe, um die Luft zu verbessern und Fahrverbote zu vermeiden. Kelich und Kreisz verweisen darauf, dass die Region in den letzten Jahren den Öffentlichen Nahverkehr intensiv ausgebaut habe. „In der Landeshauptstadt haben wir mit verschiedenen Maßnahmen dafür gesorgt, dass sich der Anteil des Radverkehrs am Verkehrsaufkommen in den letzten zehn Jahren verdoppelt hat.“ Ratspolitik und Stadtverwaltung hätten – gerade auch in jüngster Zeit – die Grundlagen für mehr E-Mobilität geschaffen, indem die Ladeinfrastruktur ausgebaut werde. Auch das Projekt zur City-Logistik solle zur Luftreinhaltung beitragen – durch die Umrüstung auf umweltfreundliche Antriebe und durch die Bündelung von Lieferverkehren.

„Natürlich müssen und wollen wir durch unsere Politik Anreize schaffen, auf das Auto zu verzichten“, erklären Kreisz und Kelich übereinstimmend: „Aber wir wollen niemanden enteignen, und wir wissen zugleich, dass es Menschen gibt, die auf ihr Auto angewiesen sind.“ Fahrverbote kämen einer Enteignung dieser Menschen gleich, und deshalb lehne die SPD-Ratsfraktion sie ab.

SPD-Fraktion im Rat der Landeshauptstadt Hannover

Samstägliches Herz des Stadtteils Linden der Lindener Marktplatz

Hannovers Stadtteile – Soziale Vielfalt, Dynamik, Wandel. Die Jahre 2014 bis 2017 in Zahlen.

Samstägliches Herz des Stadtteils Linden der Lindener Marktplatz

Samstägliches Herz des Stadtteils Linden der Lindener Marktplatz

Wie stark ist mein Stadtteil gewachsen?  Woher kommen die Zugezogenen? Wie sehr fluktuiert die Bewohnerschaft? Wie international sind wir? Welches sind die hauptsächlich gesprochenen Sprachen (neben Deutsch) im Stadtteil? Was prägt die soziale Situation der BewohnerInnen und wie verändert sie sich?

Diesen und vielen weiteren Fragen geht eine Broschüre nach, die jetzt vom Sozial- und Sportdezernat unter dem Motto „Hannovers Stadtteile – Soziale Vielfalt, Dynamik, Wandel.“ den Ratsgremien vorgelegt wird.

Anlass, die Stadtteile besonders in den Blick zu nehmen, ist, dass die Landeshauptstadt Hannover von 2014 bis 2017 insgesamt um über 16.000 Menschen beziehungsweise um rund drei Prozent gewachsen ist. „Damit einher geht nicht nur ein ‚PLUS‘ an EinwohnerInnen, an Infrastruktur- und an Personalbedarf bei Verwaltungen und Institutionen, sondern auch ein ‚ANDERS‘, erläutert Sozial- und Sportdezernentin Konstanze Beckedorf. „Viele Stadtteile internationalisieren und verjüngen sich, auch die soziale Struktur der Bewohnerschaft verändert sich. Neue Quartiere entstehen, alte Quartiere sind im Umbruch. Ganz allgemein: Die soziale und kulturelle Vielfalt nimmt zu und der Bedarf an spezifischem Stadtteilwissen steigt“, so Beckedorf.

Ziel und Aufbau

„Hannovers Stadtteile – Soziale Vielfalt, Dynamik und Wandel.“ ist als „Handreichung“ für den kurzen, schnellen Überblick im Stadtteil gedacht.

Kern und Herzstück sind die Stadtteilprofile. Auf jeweils einer Doppelseite wird kompakt und übersichtlich ein sozialstrukturelles Profil anhand von 18 Kennziffern erstellt. Die „Kennziffern“ beschreiben auf der Grundlage von Zahlen und Entwicklungen Einzelaspekte der fünf großen Themenblöcke „Wachstum und Bevölkerungsentwicklung“, „Altersstruktur und Entwicklung“, „Internationalisierung“, „Haushaltsstruktur und Entwicklung“ und „Soziale Struktur und Entwicklung“. Sie machen die Stadtteilprofile leicht lesbar und vergleichbar. Der Mix aus Grafiken, Karten, Textbausteinen und Tabellen unterstützt die Handhabbarkeit. Im Fokus steht der von Dynamik, Zuzug und Wandel geprägte Zeitraum 2014 bis 2017.

Beispielhafte Ergebnisse

Verjüngung durch Geburten und Internationalisierung

Hannovers Bevölkerung verjüngt sich. Das Durchschnittsalter ist im Zeitraum 2014 bis 2017 um fast vier Monate auf 42 Jahre und fünf Monate gesunken. Die stärkste Verjüngung erlebte der Mühlenberg, um 28 Monate auf rund 39 Jahre. Der Grund in dem ohnehin jungen Stadtteil waren zahlreiche Geburten und der Zuzug vieler Familien.

Anders sieht das Bild beispielsweise in Bothfeld aus. Der Stadtteil ist – entgegen dem gesamtstädtischen Trend – leicht gealtert. Das Durchschnittsalter liegt hier bei fast 47 Jahren; die Alterung ist Folge der „Versingelung“ und der geringer werdenden Anzahl von Familien, die Haushalte werden kleiner und „altern“.

Wie international sind wir?

Hannover ist eine internationale und internationaler werdende Stadt. Hier leben Menschen aus fast 180 verschiedenen Nationen, die mehr als 70 unterschiedliche Sprachen sprechen. Der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund steigt derzeit jährlich um rund einen Prozentpunkt und lag Anfang 2017 bei 30 Prozent. Durchschnittlich leben 89 Nationen in den Stadtteilen. Die Nationalitätenvielfalt weist eine Spanne auf von unter 50 Nationen in Waldheim, Bornum, Lahe und Wülferode bis mehr als 120 Nationen in Mitte, Nord- und Südstadt, List, Vahrenwald und Groß-Buchholz.

Fluktuierende Stadtteile

Die wanderungsintensivsten, mobilsten und am stärksten fluktuierenden Stadtteile liegen innenstadtnah, allen voran der Stadtteil Mitte, gefolgt von der Nordstadt oder der Calenberger Neustadt. Das sind häufig Stadtteile, in denen 2015 die Fluktuation besonders hoch war, weil dort größere oder mehrere Einrichtungen zur Unterbringung von Geflüchteten lagen beziehungsweise teilweise noch liegen, wie zum Beispiel in Mittelfeld, Bult oder in Linden-Süd. Zu den „immobilsten“ und am wenigsten fluktuierenden Stadtteilen zählen Waldheim, Isernhagen-Süd und Wülferode, deren EinwohnerInnen seltener zu-, fort- oder umziehen.

Welches sind die hauptsächlich gesprochenen Sprachen neben Deutsch?

Hannover weist – wie jede Großstadt – eine enorme Sprachenvielfalt auf. Neben Deutsch werden derzeit schätzungsweise mindestens 70 weitere Sprachen gesprochen. Für fast 24.000 HannoveranerInnen ist Türkisch eine Alltagssprache – und damit nach beziehungsweise neben Deutsch die mit Abstand am häufigsten gesprochene Sprache. Mit großem Abstand folgen Arabisch (über 16.000) und Polnisch (über 13.000). Auch Persisch, Englisch und Russisch werden von mindestens jeweils 6.000 HannoveranerInnen gesprochen.

Dabei sind die auf einer Schätzung basierenden Sprachprofile beziehungsweise Sprachenlandschaften in Hannovers Stadtteilen sehr unterschiedlich. Nach Deutsch ist in 31 von allen 49 Stadtteilen Türkisch die hauptsächlich gesprochene Sprache der Eingewanderten und ihrer Nachkommen; Arabisch ist es in den sieben Stadtteilen Mitte, Sahlkamp, List, Groß-Buchholz, Waldhausen, Bult und Mühlenberg; Polnisch in Bemerode, Bothfeld, Heideviertel, Wettbergen, Wülferode und Misburg-Nord; Persisch steht in Seelhorst und Isernhagen Süd auf dem ersten Platz; Englisch dominiert in Kirchrode und Zoo, Rumänisch in Lahe.

Arbeitslosigkeit

Die Arbeitslosigkeit ist bundes- und hannoverweit zurückgegangen und erreicht 2017 erneut historische Tiefstände. In Hannover lag der Anteil der registriert Arbeitslosen Ende 2016 bei sieben Prozent und war damit so niedrig wie nie zuvor seit der Umsetzung der „Hartz IV“-Gesetzgebung im Jahr 2005. Von den positiven Auswirkungen des konjunkturellen Aufschwungs profitieren jedoch nicht alle Gruppen und alle Stadtteile gleichermaßen. Die Arbeitslosigkeit unter AusländerInnen sinkt zwar ebenfalls, liegt aber mit 11,9 Prozent nach wie vor deutlich über dem Durchschnitt. Auch aus diesem Grund weisen die international geprägten Stadtteile meist eine höhere Arbeitslosigkeit auf: In Hainholz, Mittelfeld, Vahrenheide, Sahlkamp, Mühlenberg oder Linden-Süd liegt der Anteil der Arbeitslosen bei jeweils über zehn Prozent.

AdressatInnen

Die Broschüre richtet sich an alle, die aktuelles Wissen über soziale Vielfalt, Dynamik und Wandel vor Ort benötigen, wie zum Beispiel politische Gremien, Stadtteilrunden, Gemeinwesenarbeit oder Quartiersmanagement. Sie eignet sich aber auch für alle, die allgemein an sozialen Entwicklungen in ihrem Stadtteil interessiert sind.

„Ich würde mich sehr freuen, wenn möglichst viele Fachleute und Interessierte diese Informationen für ihre Arbeit in den Gremien, Vereinen und Verbänden oder Stadtteilrunden nutzen würden“, unterstreicht Sozial- und Sportdezernentin Konstanze Beckedorf.

Broschüre online

Die Broschüre „Hannovers Stadtteile – Soziale Vielfalt, Dynamik, Wandel.“ steht als pdf im Internet unter www.hannover.de als Download zur Verfügung.

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