Alle Artikel in: Polizeipresse

Polizei

Zeugenaufruf! Groß-Buchholz: Unbekannte sprengen Geldautomat

Zwei bislang unbekannte Täter haben heute Morgen (12.03.2017), gegen 05:30 Uhr, einen Geldautomaten im Automatenraum einer Bank im Roderbruchmarkt gesprengt. Die Polizei sucht Zeugen.

Gegen 05:30 Uhr waren ein 56-jähriger Besucher einer nahegelegenen Spielothek sowie ein 20 Jahre alter Anwohner durch einen lauten Knall auf die Situation aufmerksam geworden. Sie erkannten die zerstörten Scheiben des Automatenraums der Bankfiliale und beobachteten zwei maskierte Personen, die den Raum verließen und auf einem roten Motorroller über die Straße Nußriede in unbekannte Richtung flüchteten.

Die alarmierte Polizei stellte kurze Zeit später fest, dass die Täter einen Geldautomaten offenbar durch Einleiten von Gas gesprengt hatten.

In unmittelbarer Nähe fanden die Beamten zwei zurückgelassene Gasflaschen sowie, auf dem Boden liegend, diverse Geldscheine.

Eine sofort eingeleitete Fahndung nach den Flüchtigen verlief erfolglos. Den durch die Sprengung entstandenen Schaden – der Automatenraum wurde erheblich in Mitleidenschaft gezogen – schätzt die Polizei auf 50 000 Euro.

Ob die Unbekannten Geld erbeutet haben und wie viel, ist bislang unklar.

Beide Männer sind etwa 1,75 Meter groß, schlank, waren schwarz gekleidet und trugen eine dunkle Skimaske.

Wer Hinweise geben kann, setzt sich bitte mit dem Kriminaldauerdienst Hannover unter der Telefonnummer 0511 109-5555 in Verbindung./ schie

Polizeihund Cooper

Die Polizei beschlagnahmt 1,7 Kilogramm Marihuana in der Nordstadt

Polizeihund Cooper

Polizeihund Cooper

Ermittler des Polizeikommissariats Nordstadt haben gestern, 09.03.2017, bei einer routinemäßigen Gaststättenkontrolle am Engelbosteler Damm 1,7 Kilogramm Marihuana gefunden und beschlagnahmt. Beschuldigt ist der 50 Jahre alte Betreiber des Lokals.

Gegen 18:30 Uhr hatten die Beamten in Begleitung des Diensthundes Cooper die Gaststätte betreten. Sie trafen den 50-Jährigen an, als er sich hinter der Theke ein Marihuana-Tabak-Gemisch herstellte. Im Gastraum fanden die Ermittler bei einer Durchsuchung, der der Tatverdächtige zugestimmt hatte, kleinere Mengen Betäubungsmittel. Als Cooper auch an einem Raum im Flur anzeigte, erwirkten die Polizisten einen richterlichen Durchsuchungsbeschluss und fanden dort den Großteil der anschließend beschlagnahmten 1,7 Kilogramm Marihuana. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der 50-Jährige wieder entlassen. Er muss sich jetzt wegen unerlaubten Handels in nicht geringer Menge mit Cannabis verantworten. / tr, has

Polizei

Mitte: 27-jähriger Einbrecher festgenommen

Beamte der Polizeiinspektion Mitte haben heute Morgen, 05.03.2017, gegen 05:30 Uhr, einen 27-Jährigen festgenommen, der im Verdacht steht, kurz zuvor mit einem bisher unbekannten Komplizen in ein Bekleidungsgeschäft an der Karmarschstraße eingebrochen zu sein.

Bisherigen Ermittlungen zufolge hatten zwei Mitarbeiter (27 und 41 Jahre alt) eines Sicherheitsunternehmens die beiden auffälligen Männer an der Eingangstür des Bekleidungsgeschäfts bemerkt – sie hatten offenbar kurz zuvor eine Scheibe eingeschlagen. Während die beiden Zeugen zunächst ihren Pkw wenden mussten, um nochmals an dem Geschäft vorbeizufahren, flüchtete das Duo in Richtung Osterstraße. Nachdem die Mitarbeiter der Sicherheitsfirma die Polizei alarmiert hatten, stellten sie ihren Pkw an der Röselerstraße ab, um die beiden Einbrecher zu suchen.

Nach kurzer Zeit sahen sie einen der beiden Täter erneut an der Einmündung Osterstraße/Röselerstraße, als er gerade dabei war Bekleidungsgegenstände aufzusammeln. Die Zeugen sprachen den 27-jährigen Tatverdächtigen an und hielten ihn bis zum Eintreffen der Polizei fest. Beamte der Polizeiinspektion Mitte konnten den Einbrecher daraufhin vorläufig festnehmen. Fahndungsmaßnahmen der Polizei nach seinem Komplizen verliefen ohne Erfolg.

Der gesuchte Mittäter ist etwa Mitte 20 Jahre alt, zirka 1,75 bis 1,80 Meter groß und von normaler Statur. Er hat ein nordafrikanisches Aussehen und war mit einer dunklen Hose sowie einem weinroten Kapuzenpullover bekleidet. Vermutlich trug er einen blauen Müllsack bei sich.

Der 27-jährige Festgenommene soll morgen, auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hannover, einem Haftrichter vorgeführt werden. Weiterhin sucht die Polizei Zeugen, die Hinweise, insbesondere zu dem bisher unbekannten Komplizen, geben können. Diese nimmt die Polizeiinspektion Mitte unter der Rufnummer 0511 109-2820 entgegen. /has, zim

Polizei

Reisebuskontrollen am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB)

Beamte des Zentralen Verkehrsdienstes (ZVD) haben am Dienstag, 21.02.2017, im Rahmen der Überwachung des gewerblichen Personenverkehrs am ZOB (Mitte) 14 Fernbusse kontrolliert – sechs davon sind zu beanstanden gewesen.

Vor dem Hintergrund des innerdeutschen sowie grenzüberschreitenden Fernreisebusverkehrs überprüften die Beamten der Spezialisierten Verfügungseinheit (SVE) zwischen 14:00 Uhr und 18:30 Uhr 14 Busse im Hinblick auf ihre Verkehrssicherheit und 19 Busfahrer hinsichtlich der Einhaltung der Sozial- sowie Personenbeförderungsvorschriften. Dabei stellten sie insgesamt 27 Verstöße fest – technische Mängel an den Fahrzeugen verzeichneten sie nicht.

Zwölf der Reisebusse waren als innerdeutsche Fernbusse, zwei auf internationaler Linie (Rumänien und Bulgarien) unterwegs. Allein 23 der insgesamt 27 geahndeten Verstöße richteten sich gegen die bestehenden Sozialvorschriften. Unter anderem unterließen es die Fahrer in acht Fällen die vorgeschriebene Ruhezeit einzuhalten sowie in zwölf Fällen das Kontrollgerät korrekt beziehungsweise überhaupt zu betreiben. Während ein bulgarischer Busfahrer eine Kaution von 200 Euro hinterlegen musste – er hatte in drei Fällen gegen das Personenbeförderungsgesetz verstoßen – wird sich ein deutscher Fahrer demnächst wegen der Fälschung technischer Aufzeichnungen verantworten müssen. Er hatte sich auf seiner Fahrerkarte manuell eine Ruhezeit notiert, obwohl er seinen Bus nachweislich bewegt hatte. /zim, has

Polizei

100 Cannabispflanzen beschlagnahmt

Beamte des Polizeikommissariats Nordstadt sind am Mittwochnachmittag, 22.02.2017, gegen 17:00 Uhr, bei einem Einsatz am Engelbosteler Damm (Nordstadt) auf 45 Cannabispflanzen gestoßen. Bei einer damit zusammenhängenden Wohnungsdurchsuchung an der Marienstraße (Südstadt) haben sie 55 weitere Pflanzen beschlagnahmt.

Bisherigen Erkenntnissen zufolge hatte eine 31 Jahre alte Frau aus ihrer Wohnung am Engelbosteler Damm Glasflaschen auf die Straße geworfen. Passanten alarmierten daraufhin die Polizei. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte nahmen diese an der Wohnung der 31-Jährigen erheblichen Marihuanageruch war. Als die Mieterin die Wohnungstür auch nach mehrfacher Aufforderung nicht öffnete, drückten die Ermittler diese zwangsweise auf. In den Räumlichkeiten trafen sie die 31-jährige Frau und ihren 29-jährigen Lebenspartner an. Weiterhin fanden die Beamten ein sogenanntes Growzelt und einen entsprechend umfunktionierten Kleiderschrank vor, in denen sich insgesamt 45 Cannabispflanzen befanden. Diese und zirka 98 Gramm Marihuana wurden bei der weitergehenden Wohnungsdurchsuchung beschlagnahmt.

Im Anschluss durchsuchten die Beamten mit einem richterlichen Beschluss die Wohnanschrift des 29-Jährigen. Dabei stießen sie auf vier Growzelte mit insgesamt 55 Cannabispflanzen und stellten diese sicher.

Gegen den 29-Jährigen und die 31-Jährige ermittelt die Polizei nun wegen des unerlaubten Anbaus von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge. Das Duo wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. /has, st

Polizei

Schnelle Schlagzeile gegen Flüchtlinge mit der Kriminalstatistik

„18.655 Ermittlungen gegen Flüchtlinge im Jahr“ titelte die HAZ am Montag. Mal wieder eine tolle Schlagzeile, die den besorgten Bürgern entgegen kommt. Dabei sollte man sich die Zahlen mal genauer ansehen. In der Pressemitteilung der Polizei ist von 11.489 Fällen die Rede. Bei einem Anteil der Nichtdeutschen in der Bevölkerung von 11,96 %. Die Gesamtzahl der in der Region registrierten Straftaten liegt 2016 bei 121.698.

Kurze Dreisatzrechnung: 11,96 % von 121.698 sind 14.555

Schon hier stellt man fest das es eigentlich 3.000 Fälle zu wenig sind, wenn man den Bevölkerungsanteil sieht. Dazu sollte man bedenken das es ohne ausländerrechtliche Verstöße nur noch 7.848 registrierte Straftaten von „Ausländern“ sind.

Fazit:  Aus diesen Zahlen komme ich zu dem Schluss, dass der „Deutsche“ circa doppelt so kriminell ist wie der Flüchtling!


Pressemitteilung der Polizei:
Polizeiliche Kriminalstatistik 2016

Ein deutlicher Anstieg bei Gewaltdelikten und im Bereich des Diebstahls von Kraftfahrzeugen, Rückgänge beim Einbruchsdiebstahl aus/an Kraftfahrzeugen, stagnierende Zahlen beim Wohnungseinbruchsdiebstahl und eine über dem Landestrend liegende Gesamtaufklärungsquote von 62,12 Prozent – dieses Bild zeichnen kurz zusammengefasst die Zahlen des vergangenen Jahres, die Polizeipräsident Volker Kluwe und Polizeivizepräsident Jörg Müller heute mit der Vorstellung der PKS 2016 für die Polizeidirektion Hannover präsentiert haben.

Gesamtzahlen der Straftaten

Die in der Region registrierten Straftaten liegen 2016 bei 121.698. Mit einer leichten Zunahme von 0,48 Prozent (579 Taten) liegt die Gesamtzahl auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr (121.119). Die stärksten Fallzahlsteigerungen zeigen sich bei den Körperverletzungsdelikten mit einem Plus von 1.003 (9,3 Prozent) auf 11.789, bei den Fahrzeug-Komplettentwendungen mit einem Plus von 86 (11,44 Prozent) auf 838 sowie im Bereich Gewalt gegen Polizeibeamte mit einem Plus von 177 (30,26 Prozent) auf 762.

Auch bei den Verstößen gegen das Aufenthalts- und Asylverfahrensgesetz verzeichnet die Polizeidirektion von 2015 auf 2016 einen erneuten Anstieg von 195 auf 3.817. Dieser ist im Wesentlichen auf einen Zuwachs in dem Deliktsfeld der unerlaubten Einreise auf 1.009 (plus 401) zurückzuführen.

Aufklärungsquote

Nachdem sich die Gesamtaufklärungsquote bei knapp über 60 Prozent eingependelt hat, liegt sie 2016 mit 62,12 Prozent deutlich über dem Schnitt und sogar über dem Landestrend von 61,41 Prozent. 2016 wurden 75.598 der 121.698 Straftaten aufgeklärt – 2.116 mehr als im Vorjahr.

Kluwe erklärte, dass auch die „bereinigten Aufklärungsquoten“ mit der Entwicklung Schritt halten. Sie lagen im vergangenen Jahr bei 55,68 Prozent (ohne die „100-Prozent-Delikte“ Erschleichen von Leistungen und Ladendiebstahl) bzw. 53,98 Prozent (zusätzlich ohne die Verstöße nach dem Aufenthalts- und Asylverfahrensgesetz).

Tötungsdelikte

Bei den vorsätzlichen Tötungsdelikten (Mord und Totschlag) ist gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg auf 58 (plus 20) feststellbar. 2016 lagen die entsprechenden Zahlen bei 47 Versuchen (acht Mordversuche) und elf vollendeten Taten (darunter vier Morde). 29 versuchte und neun vollendete Tötungsdelikte flossen 2015 in die Kriminalstatistik ein.

Sexualstraftaten

Das Deliktsfeld der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung präsentierte sich im letzten Jahr positiv mit rückläufigen Fallzahlen in nahezu allen Deliktsuntergruppen, bei einer leicht erhöhten Aufklärungsquote von 80,41 Prozent (2015: 79,45 Prozent). Die Polizeidirektion Hannover registrierte 2016 587 Straftaten – 65 (9,97 Prozent) weniger als im Jahr davor. Diese Entwicklung ist maßgeblich auf sinkende Fallzahlen bei der Verbreitung pornografischer Schriften um 35 auf 102 zurückzuführen.

2016 wurden 148 Vergewaltigungen (plus ein Fall) an die Staatsanwaltschaft abgegeben, 143 Fälle von Kindesmissbrauch (minus elf) und 102 Fälle (minus 35) der Verbreitung pornografischer Erzeugnisse.

Raub

Im Jahr 2016 gingen 863 Raubtaten in die Statistik ein – ein fast identischer Wert zu 2015 mit 862 Taten. Gleichzeitig ist eine Erhöhung der Aufklärungsquote um 1,21 Prozentpunkte auf 55,97 Prozent zu verzeichnen.

Im Einzelnen bedeutet dies: Rückläufige Zahlen beim räuberischen Diebstahl auf 203 (minus 25), bei den Raubüberfällen auf Geschäfte auf 61 (minus sechs), beim räuberischen Angriff auf Kraftfahrer auf acht (minus acht) und beim Handtaschenraub auf 49 (minus zwei). Eine Erhöhung zeigt sich hingegen im Deliktsfeld Straßenraub mit 362 Taten (plus 40).

Körperverletzung

Während sich die Fallzahlen 2014 auf 10.771 (plus 69) und 2015 auf 10.786 (plus 15) jeweils nur leicht erhöhten, ist für das vergangene Jahr ein deutlicher Anstieg auf 11.789 (plus 1.003) feststellbar. Diese Steigerung um 9,3 Prozent ergibt sich sowohl aus einem Anstieg der Fallzahlen der gefährlichen und schweren Körperverletzung um 348 auf 3.034 Taten, als auch aus einem Anstieg bei den vorsätzlichen leichten Körperverletzungsdelikten um 594 auf 8.214. Die Aufklärungsquote liegt in diesem Bereich bei 89,13 Prozent.

Diebstahl

Von 2012 bis 2015 stiegen die Fallzahlen in diesem Deliktsspektrum konstant an. 2015 registrierte die Behörde eine Erhöhung um 2.698 Fälle (plus 6,06 Prozent) auf 47.195 Diebstahlstaten. Wobei sich diese Steigerung hauptsächlich aus Zunahmen in den Bereichen des einfachen Diebstahls auf 25.429 (plus 1.786), aber auch des schweren Diebstahls auf 4.180 (plus 1.099) – und hier insbesondere beim schweren Diebstahl an/aus Kraftwagen auf 4.180 (plus 1.099) – ergeben hatte.

2016 präsentieren sich die Fallzahlen in einer anderen Konstellation: Für das Vorjahr ist bei den Diebstahlsdelikten erstmals wieder ein Rückgang um 1.585 Delikte auf 45.610 sichtbar. Die rückläufigen Zahlen sind insbesondere auf den Bereich des schweren Diebstahls auf 20.741 (minus 1.025) – und hier hauptsächlich des schweren Diebstahls an/aus Kraftfahrzeugen auf 3.671 (minus 509) -, aber auch auf den Bereich des einfachen Diebstahls auf 24.869 (minus 560) zurückzuführen.

Nicht so bei den sogenannten „Komplettentwendungen“: Beim Diebstahl von Kraftwagen (ohne Motorräder) zeigte sich bereits 2015 ein Zuwachs um 27,67 Prozent (plus 163) auf 752 Taten. Dieser Trend setzte sich auch im vergangenen Jahr mit einem Anstieg um 11,44 Prozent (plus 86) auf 838 Taten fort. Aufgrund dieser Entwicklung geht die Polizeidirektion Hannover neue, strategische Wege. Seit Dezember 2016 werden diese Delikte zentralisiert in der Ermittlungsgruppe (EG) Kfz beim Zentralen Kriminaldienst bearbeitet. „Auf langfristige Sicht versprechen wir uns insbesondere mit der Bündelung und Koordination polizeilicher Maßnahmen eine noch effizientere Arbeit der in diesem Deliktsfeld eingesetzten Beamtinnen und Beamte und damit schlussendlich eine Reduzierung der Fallzahlen sowie eine Erhöhung der Aufklärungsquote“, so der Polizeivizepräsident Jörg Müller.

Eine zentralisierte Bearbeitung findet bereits seit gut drei Jahren beim Wohnungseinbruchdiebstahl, der in besonderer Weise das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung belastet, statt. Nach einem eklatanten Anstieg 2013 auf 3.606 Taten (plus 824), hatte sich die Polizei Hannover zu diesem Schritt entschieden und die Ermittlungsarbeit in Stadt und Umland zentral auf Ermittlungseinheiten (EE) verteilt. Eine erste positive Änderung der Zahlen zeigte sich 2014 mit einem Rückgang um 558 auf 3.048 Taten und im Jahr darauf mit einem knapp dreiprozentigen Rückgang (minus 91) auf 2.957 Taten.

2016 bewegen sich die Fallzahlen bei diesem schwer aufzuklärenden Delikt mit 2.937 (minus 20 Taten) auf einem ähnlich hohen Niveau wie im Jahr davor, bei einer leicht rückläufigen Aufklärungsquote von 23,29 Prozent (Vorjahr: 25,77 Prozent). Der hohe Anteil, der im Versuch steckengebliebenen Wohnungseinbrüche von 42,78 Prozent in 2015 wurde im vergangenen Jahr mit 46,31 Prozent – der höchste Wert der letzten zehn Jahre – noch einmal getoppt und liegt damit erneut über dem Landestrend (40,20 Prozent). „Dass bei fast der Hälfte der Wohnungseinbrüche die Täter leer ausgehen verdeutlich einmal mehr, dass insbesondere technische Sicherungen eine große Wirkung entfalten können und Einbrecher abschrecken“, so Volker Kluwe.

Betrug

2016 war im Bereich der Betrugsdelikte ein Anstieg der Fallzahlen um 1.169 Fälle (plus 4,3 Prozent) auf 28.317 Taten zu verzeichnen, wobei sich einzelne Delikte uneinheitlich entwickelten. Der Waren- und Warenkreditbetrug stieg im vergangenen Jahr um 232 auf 5.460 Taten. Ebenso gab es Zuwächse beim Computerbetrug um 113 auf 205 sowie beim „Schwarzfahren“ um 187 Fälle (1,76 Prozent) auf 10.827. Dem gegenüber stehen rückläufige Fallzahlen bei der Unterschlagung sowie bei sonstigen Betrugsarten.

Die Aufklärungsquote liegt hier bei 85 Prozent (2015: 84,19) und damit über dem Landestrend (80,42 Prozent).

Rauschgiftkriminalität

Im vergangenen Jahr gab es 6.349 Rauschgiftdelikte und damit 127 mehr (plus 2,04 Prozent) als 2015. Der Anstieg dieses klassischen Kontrolldeliktes zeigt sich vorrangig im Bereich der allgemeinen Verstöße (plus 208 auf 5.035).

Anders bei den qualifizierten Taten, wie zum Beispiel dem illegalen Handel mit Betäubungsmitteln und der illegalen Einfuhr in nicht geringen Mengen: hier gab es 2016 einen zahlenmäßigen Rückgang um 81 Verfahren (minus 5,81 Prozent) auf 1.314. 2016 waren zehn Drogentote zu beklagen, im Jahr davor zwölf.

Polizeibeamte als Opfer einer Straftat

Die Opfereigenschaft von Polizeibeamtinnen und -beamten wird seit 2010 erfasst. Nach einem kontinuierlichen Anstieg wurde 2014 erstmals ein Rückgang auf 683 (minus 102) Taten festgestellt, der sich im darauffolgenden Jahr auf 585 (minus 98) fortsetzte. Nicht so im vergangenen Jahr: 2016 wurde in 762 Fällen mindestens eine Polizeibeamtin oder ein Polizeibeamter Opfer einer Straftat. Das bedeutet einen Zuwachs von 30,26 Prozent (plus177).

Die Gesamtzahl 762 beinhaltet u.a. die Delikte Widerstand gegen Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamten und Körperverletzungen. Beide Bereiche haben Steigerungen erfahren. Die Widerstandshandlungen sind 2016 um acht auf 259 Verfahren angestiegen. Bei der leichten Körperverletzung registrierte die Behörde einen Anstieg auf 276 (plus 47). Wesentlich besorgniserregender ist der Anstieg im Bereich der gefährlichen und schweren Körperverletzungsdelikte auf 170 (plus 106) Taten.

„Ich begrüße grundsätzlich jede Maßnahme zum Schutz von Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten vor Gewalt“, erklärt Volker Kluwe zu dem Vorstoß des Bundeskabinetts, Strafen für Angriffe auf Polizisten, Retter und Feuerwehrleute zu verschärfen. Und stellt klar, „dass verschärfte Sanktionierungen nur ein Baustein im Kampf gegen die zunehmende Respektlosigkeit gegenüber Polizistinnen und Polizisten sein können.“

Cybercrime

Die Zahlen im Deliktsfeld Cybercrime im engeren Sinne sind im vergangenen Jahr um 88 Taten (28,21 Prozent) auf 400 wieder leicht angestiegen, korrespondierend mit einer Erhöhung der Aufklärungsquote auf 68 Prozent (2015: 46,79 Prozent). Das Fallzahlenaufkommen beim „Tatmittel Internet“ – das sich durch alle Deliktsbereiche zieht – zeichnet sich indes positiver ab: 2016 wurde das Internet bei 5.041 Taten kriminell genutzt und damit in 91 Fällen weniger als noch 2015 (5.132).

Alkoholmissbrauch

Der Anteil der Straftaten unter Alkoholeinfluss, in Relation zu den Gesamtstraftaten (121.698), betrug im Jahr 2016 9.599 (2015: 9.070). Der prozentuale Anteil der „Straftaten unter Alkohol“ liegt damit bei 7,89 Prozent (2015: 7,49) am Gesamtstraftatenaufkommen. Bei den ermittelten minderjährigen Tatverdächtigen zeichnete sich folgendes Bild ab: Von 4.929 Minderjährigen standen 287 (5,8 Prozent) unter Alkoholeinfluss.

Im Vergleich dazu 2015: Hier wurden 4.812 Minderjährige als Tatverdächtige ermittelt – darunter 222 (4,6 Prozent), die unter dem Einfluss von Alkohol standen.

Werden Deliktsbereiche wie „Körperverletzung“ oder „Häusliche Gewalt“ herausgegriffen, so liegt der Anteil der alkoholisierten Tatverdächtigen bei 26,32 bzw. 30,29 Prozent (2015: 29,43 und 32,32 Prozent). „Wir werden nicht nachlassen uns bei diesem wichtigen Thema einzubringen wo immer es möglich ist“, unterstrich Kluwe. „Der Zusammenhang zwischen Alkoholmissbrauch und Gewaltbereitschaft ist offenkundig.“

Kriminalität im Kontext von Flüchtlingen

Der Begriff „Flüchtling“ ist in der Polizeilichen Kriminalstatistik nicht definiert. Die Kriminalität im Kontext von Flüchtlingen kann daher nach wie vor nur auf Anhaltspunkten basieren.

Im vergangenen Jahr wurden bei der Polizeidirektion Hannover insgesamt 11.489 Fälle registriert (7.848 ohne ausländerrechtliche Verstöße), zu denen 7.922 Flüchtlinge als Tatverdächtige ermittelt wurden (4.759 ohne ausländerrechtliche Verstöße). Dies bedeutet eine deutliche Steigerung gegenüber 2015 mit 8.744 Fällen (5.329 ohne ausländerrechtliche Verstöße) und 6.126 Flüchtlingen als Tatverdächtige (3.064 ohne ausländerrechtliche Verstöße).

Betrachtung der einzelnen Deliktsbereiche: Neben den Aufenthalts- und Asylverstößen, die 2016 um 198 auf 3.613 angestiegen und dabei insbesondere auf eine Fallzahlensteigerung im Bereich der unerlaubten Einreise auf 1.009 (plus 401) zurückzuführen sind, können im Wesentlichen Steigerungen in den Bereichen Erschleichen von Leistungen um 735 auf 1.795, der gefährlichen und schweren Körperverletzungsdelikte um 113 auf 277, bei der Beleidigung auf sexueller Basis um 44 auf 72 sowie dem Sozialleistungsbetrug um 68 auf 88 verzeichnet werden.

„Die Anzahl der durch Flüchtlinge begangenen Straftaten ist deutlich angestiegen. Aber auch der Anteil der Nichtdeutschen in der Bevölkerung ist um 1,31 Prozentpunkte auf 11,96 Prozent gestiegen, was zu einem großen Teil durch die zu uns gekommenen Flüchtlinge zu erklären ist“, konstatiert Polizeipräsident Volker Kluwe. Und ergänzt, dass „die zahlenmäßigen Anstiege nicht die Schlussfolgerung zulassen, Flüchtlinge begehen in einem unverhältnismäßig hohen Umfang Straftaten. Die weit überwiegende Mehrheit begeht eben keine Straftaten.“ /st, hol

Gesuchter Täter - Einbruch in Havelse

Polizei sucht Täter zu Einbruch in Havelse

Gesuchter Täter - Einbruch in Havelse

Gesuchter Täter – Einbruch in Havelse

Mit Hilfe eines Phantombilds sucht die Polizei Hannover nach einem derzeit unbekannten Mann. Dieser wird verdächtigt, in der dunklen Jahreszeit in ein Einfamilienhaus (EFH) an der Straße Am Hasenberge im Garbsener Stadtteil Havelse eingebrochen zu sein.

Während der urlaubsbedingten Abwesenheit der zur Tatzeit (Mittwoch, 26.10.2016, 11:00 Uhr, bis Donnerstag, 27.10.2016, 10:50 Uhr) 75 und 76 Jahre alten Eheleute hatte der Unbekannte – momentan ist den Ermittlern nicht bekannt, ob er Komplizen hatte – mit einem Stein die rückwärtig gelegene Terrassentür des EFH eingeschlagen, nahezu alle Räume durchwühlt und unter anderem Schmuck sowie technische Geräte entwendet.

Offenbar aufgeschreckt durch eine 32-jährige Nachbarin flüchtete der Einbrecher mit einem Fahrrad vom Tatort. Da die Frau bei dem wegradelnden Mann zunächst keinen Verdacht geschöpft hatte und erst in den folgenden Tagen von der Tat erfuhr, informierte sie die Polizei erst Anfang November über ihre Beobachtungen.

Der Gesuchte wird auf ein Alter von 28 Jahren und eine Größe von 1,65 bis 1,70 Metern geschätzt. Er ist schlank, hat einen dunklen Teint und trug eine dunkle Lederjacke, eine Jeans, ein schwarzes Basecap sowie schwarze Lederhandschuhe.

Hinweise zu dem Einbruch nimmt die Polizeiinspektion Garbsen unter der Telefonnummer 05131 701-4520 entgegen. /zim, now

Polizei

Seien Sie achtsam, falsche Polizeibeamte haben es auf Ihre Wertgegenstände abgesehen!

Gestern Nachmittag, 26.01.2017, haben sich Trickbetrüger in Linden als Polizeibeamte ausgegeben und den Schmuck einer 86-Jährigen an der Dreikreuzenstraße erbeutet. Zuvor hat ein Unbekannter bei der Dame angerufen und seine „Kollegen“ angekündigt.

Bisherigen Ermittlungen zufolge hatte der unbekannte Anrufer der Seniorin Donnerstagnachmittag mitgeteilt, dass in ihre Wohnung eingebrochen worden wäre. Kurz darauf erschienen die falschen Polizeibeamten, zeigten einen vermeintlichen Dienstausweis vor und gaben an, überprüfen zu wollen, ob alles in Ordnung sei. Daraufhin ließ die 86-Jährige die beiden Trickdiebe ein und zeigte ihnen, wo sich ihr Schmuck befand. Zwischendurch war das Duo alleine in dem Raum. Kurze Zeit später verabschiedeten sich die beiden wieder. Am Abend überkamen die Frau Zweifel an der Echtheit der Polizeibeamten. Als sie dann noch einmal nachsah, stellte sie den Diebstahl ihres Schmuckes fest. Eine genaue Schadenshöhe ist derzeit noch nicht bekannt.

Beide Männer sind nach Angaben der Seniorin um die 50 Jahre alt, sie sprachen akzentfrei hochdeutsch. Einer von ihnen ist etwa 1,90 bis 1,95 Meter groß und kräftiger gebaut, sein Komplize ist schlanker und zirka 1,65 bis 1,70 Meter groß. Die Gesuchten waren mit schwarzen Jacken oder Mänteln bekleidet und trugen eine dunkle Kopfbedeckung.

Zeugenhinweise nimmt der Kriminaldauerdienst unter der Rufnummer 0511 109-5555 entgegen.

Auch in anderen Stadtteilen (Misburg und Isernhagen-Süd) und im Umland (Wunstorf) haben heute, 27.01.2016, Trickbetrüger mit derselben Masche Senioren angerufen, sind dabei aber erfolglos geblieben.

Die Polizei rät: Machen Sie am Telefon keine Angaben zu ihren Vermögensverhältnissen, Kontoverbindungen oder anderen persönlichen Daten – Polizeibeamte erfragen personenbezogene Daten nie am Telefon!

Gehen Sie in keinem Fall auf Geldforderungen oder die Übergabe von Wertgegenständen ein! Die Betrüger fordern oft auf, Geld oder Wertgegenstände, angeblich zu Ihrer Sicherheit, irgendwem zu übergeben oder irgendwo abzulegen. Die Polizei wird Sie nie zu einer solchen Handlung auffordern!

Überprüfen Sie sorgfältig Polizeiausweise und fragen im Zweifel bei Ihrer örtlichen Dienststelle nach. Bei manchen Maschen geben sich die Betrüger auch als Handwerker oder Firmen-Mitarbeiter aus. Seien sie misstrauisch!

Lassen Sie keine Fremden in Ihr Haus bzw. Ihre Wohnung!

Setzen Sie sich mit ihrer örtlichen Dienststelle in Verbindung, wenn Sie einen Anruf von einem mutmaßlichen Polizisten erhalten haben oder wählen Sie den Notruf 110. /pfe, st

Polizei

Hamburger Fußballstörer randalieren am Hauptbahnhof Hannover

Gestern reisten 1200 Fußballfans des Hamburger Sportvereins großteils friedlich zum Bundesligaspiel Richtung Wolfsburg. 290 gewaltbereite Störer erreichten das Spiel jedoch nicht.

Bereits in Uelzen kam es zu ersten Rangeleien untereinander. Vier Störern wurde die Weiterreise untersagt. Im Metronom nach Hannover gab es dann mehrere Sachbeschädigungen. Auch gegen das Alkohol- und Rauchverbot wurde massiv verstoßen. Kurz vor Hannover stoppte der Zug mit rund 400 Reisenden zwangsweise, da die Notbremse gezogen und eine Tür dann gewaltsam geöffnet wurde.

Nach dem Eintreffen im Hauptbahnhof Hannover wurden eingesetzte Bundespolizisten angegriffen und mit Flaschen beworfen. Die Fußballstörer durchbrachen Absperrungen und zündeten Pyrotechnik. Alle verfügbaren Einsatzkräfte von Bundes- und Landespolizei wurden angefordert. Die Beamten mussten Schlagstock und Pfefferspray einsetzen. Aufgrund massiver Gleisüberschreitungen mussten auch die Gleise im hinteren Bereich des Bahnhofs für mehrere Stunden gesperrt werden. Nach der Bestätigung durch den richterlichen Bereitschaftsdienst nahm die Bundespolizei 286 Personen zur Unterbindung weiterer Straftaten und zur Identitätsfeststellung in Gewahrsam. Unter ihnen befanden sich 40 Jugendliche und 14 sogenannte Gewalttäter-Sport.

Zwischenzeitlich wurden durch die zuständigen Behörden Betretungsverbote für die Städte Wolfsburg und Hannover ausgesprochen. Nach Abschluss der Maßnahmen ordnete die Bundespolizei für alle Störer die Rückreise an. 83 Bundespolizisten begleiteten die Fahrt, die dann ohne weitere Vorkommnisse verlief.

Bisher wurden elf Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruch (2), Körperverletzung (2), Sachbeschädigung (3), Widerstand, Bedrohung, Diebstahl und Missbrauch von Nothilfeeinrichtungen eingeleitet.

Insgesamt waren 217 Beamte der Bundespolizei im Einsatz sowie zusätzlich zur Unterstützung 78 Landespolizeibeamte aus Hannover und Braunschweig.

Polizei

Streitigkeiten am Hauptbahnhof eskalieren

Am Sonntagabend, 08.01.2017, kurz vor 19:00 Uhr, ist es an der Rundestraße (Mitte) zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen gekommen. Ersten Informationen zufolge haben dabei zwei Männer Stichverletzungen davongetragen.

Nach bisherigen Erkenntnissen waren die Männer aus bislang ungeklärter Ursache zunächst in einem Cafe im Hauptbahnhof offensichtlich in lautstarken Streit geraten. Im weiteren Verlauf verlagerte sich die Auseinandersetzung an die Rundestraße, wo sie schließlich eskalierte. Dabei erlitten zwei Männer Stichverletzungen, beide kamen zur medizinischen Versorgung in Krankenhäuser. Die Schwere ihrer Verletzungen ist derzeit noch nicht bekannt.

Zwei Tatverdächtige, die zunächst geflüchtet waren, wurden kurze Zeit später von den alarmierten Beamten im Rahmen einer Fahndung festgenommen. Weitere Einzelheiten zu dem Tatgeschehen sind aktuell unklar, die Ermittlungen dauern an. /pfe, st

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