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Hexenturm

Hinüberscher Garten

Hinüberscher Garten, nie gehört – dürfte eine sehr häufige Aussage in Hannover sein. Der Hinübersche Garten in Marienwerder zählt aber, wie die Wörlitzer Anlagen oder Goethes Park an der Ilm in Weimar, zu den frühesten Landschaftsgärten in Deutschland. Mit der Anlage des Parks am Kloster Marienwerder war um 1766 nach Plänen von Jobst Anton von Hinüber begonnen worden. In der Nähe des Klosters gab es damals größere Flächen an Ödland, Dünen, Wald und Weideflächen. Acht Jahre später hatte Hinüber das Erscheinungsbild des Klosters verändert. Auf einer Fläche von 40 Hektar war der Hinübersche Garten entstanden, einer der ersten Landschaftsparks in Deutschland. Entscheidend für die Entstehung des Parks war eine mehrmonatige Englandreise Hinübers in den Jahren 1766/67. Er besuchte damals bedeutende englische Gartenanlagen in „neuerem Geschmack“ und hielt seine Eindrücke in einem ausführlichen Tagebuch fest. Der Garten gehörte bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts zum Pflichtprogramm kultivierter Besucher des Kurfürstentums Hannover. Sehenswert sind neben dem Kloster Marienwerder der Hexenturm, die ehemalige Einsiedelei mit dem Druidenaltar, der Obelisk auf dem Glockenberg und das Denkmal für …

Bogenschütze

Trammplatz

Der Trammplatz entstand bis 1913, den ein Neues Rathaus Hannover braucht neben dem Maschpark auf der Rückseite auch einen repräsentativen Vorplatz. Der Platz vor der Friedrichstraße (seit 1952 der Friedrichswall im Stadtbezirk Mitte) war zunächst ein regelmäßig gegliederter Schmuckplatz, der ehrenhofartig vom Neuen Rathaus, dem Museum August Kestner und dem nicht erhalten gebliebenen Bauamt eingefasst war. Die damals blumengesäumten Rasenflächen auf dem Platz waren gegliedert durch Großbäume, die von der seit 1780 vorhandenen Promenade hierher verpflanzt wurden. Des Weiteren gab es einen breiten Mittelweg, Treppen und Terrassenmauern. Die geplante Verlängerung der Platzachse über die Friedrichstraße hinweg als direkter Zugang zur Innenstadt wurde nie realisiert. Erst 1917 wurde der Rathausvorplatz nach Heinrich Tramm benannt. Heute ist die Benennung nicht mehr unumstritten. Der wichtigste Platz Hannovers ist nach einem Mann benannt, der zunächst die Demokratie bekämpfte. Der die Revolution im November 1918 für ein Verbrechen hielt und im Laufe der Jahre dann immer weiter nach rechts rückte. Im Zusammenhang mit der Ummantelung des Kestner Museums mit einer Glas-Beton-Rasterfassade wurde der Trammplatz 1960/61 als Architekturplatz neugestaltet. Nach Entwürfen …

Liebesschlösser an der Brücke

Maschpark

Der 10 ha große Maschpark entstand 1900 als erste kommunale Parkanlage in Hannover im heutigen Stadtbezirk Mitte. Die Anlage hat ihre ursprüngliche Form nicht verändert und ist ein Zeugnis der deutschen Gartenkunst des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Das Gelände war in früheren Jahrhunderten Überschwemmungsgebiet von Leine und Ihme. Es lag außerhalb der mittelalterlichen Befestigungsanlagen, die um 1780 geschleift wurden. Genutzt wurde das Gebiet als Heuwiese und hieß „Altstädter Aue“. 1895 gab der Magistrat der Stadt seine Bebauung frei. Geplant war ein Neues  Rathaus für Hannover, das in ein Parkgelände integriert werden sollte. Der Maschpark Im Mittelpunkt des Parks ist ein künstlicher Teich, der sich seitlich unter einer Bogenbrücke verengt und dann in ein zweites Becken übergeht. Die Wegeführung orientiert sich an den vielen Einbuchtungen und Vorsprüngen des Teichufers. Von verschiedenen Standorten ergeben sich reizvolle Ansichten auf die wirkungsvolle Bepflanzung, die den Park in Szene setzt, und natürlich auch auf das Neue Rathaus der Stadt Hannover. Direkt gegenüber auf einem erhöhten Aussichtspunkt steht die Plastik Schottisches Kreuz von Henry Moore. Für die Bewohner der Altstadt und der …

Kapelle am Eingang des Stöckener Friedhofs

Stöckener Friedhof

Da der 1864 eröffnete Stadtfriedhof Engesohde in der Südstadt voll belegt war, wurde der Stöckener Friedhof am 1. Januar 1891, als zweiter kommunaler Großfriedhof, im architektonischen Stil eröffnet (mit Erbbegräbnissen an den Wegen und dicht belegten Reihengrabfeldern im Innern der Abteilungen). Die erste Beisetzung auf dem ca. 55 Hektar großen Friedhof fand auch bereits am 01.01.1891 statt. Der erste Bauabschnitt mit streng rechtwinkligem Wegeraster wurde 1889–92 vom Stadtbaumeister Paul Rowald und seinem Kollegen Adolf Narten entworfen. Dieser Bereich wird diagonal vom Haupteingang ausgehend von einer Hauptallee durchschnitten. Erst ein Jahr nach Eröffnung des Friedhofs war die neugotische Kapelle am Haupteingang fertiggestellt, auch sie stammt von Paul Rowald und Adolf Narten. Weil der Zuwachs der hannoverschen Bevölkerung weiter anhielt, wurde auch dieser Friedhof innerhalb weniger Jahrzehnte mehrfach erweitert: Schon 1901 vom ersten Stadtgartendirektor Julius Trip als Parkfriedhof mit dem heute prägenden Teich, verschlungenen Wegen und einer großzügigeren Belegung. Anna Blume — ein Café auf dem Friedhof Anna Blume – ein Café auf dem FriedhofDieses Video auf YouTube ansehenDieses Video wird per Klick von Youtube geladen – …

Samstägliches Herz des Stadtteils Linden der Lindener Marktplatz

Wochenmarkt in Linden

Immer dienstags und samstags heißt es beim Wochenmarkt Linden: Treffpunkt Lindener Marktplatz! Von 8:00 bis 13:00 Uhr gibt es bei den Markthändlern in Linden-Mitte alles, was das Herz begehrt. Rund um den Lindener Markt haben sich viele trendige Läden von Wohnkultur bis zu aktueller Mode angesiedelt. So dass man einen Marktbesuch auch gleich noch mit einem Einkaufbummel verbinden kann. Nette Cafes & Restaurants laden rund um den Wochenmarkt Linden zwischendurch zu eine Rast ein. Die Geschichte des Lindener Marktes reicht bis 1894 zurück. Die rasant wachsende Stadt Linden brauchte ein neues Zentrum. Dies wurde rund um den Lindener Marktplatz angelegt. Neben dem neuen Lindener Rathaus befand sich hier das kaiserliche Postamt und rund um den Platz wurden Häuser für das Bürgertum in Linden gebaut. Wochenmarkt Linden Den Wochenmarkt auf dem Lindener Marktplatz in Linden-Limmer gibt es bereits seit 1883. Auf ca. 2.900 qm Verkaufsfläche auf dem Lindener Marktplatz sind dienstags 17 Verkaufsstände und sonnabends bis zu 42 Verkaufsstände zu finden. Standpläne: Dienstag / Samstag Stadtplan Mit dem Laden der Karte akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von …

Geschichtswerkstatt im Freizeitheim Linden

Geschichtswerkstatt Linden

Die Geschichtswerkstatt Linden: Ohne Geschichte kein Linden Kein anderer Stadtteil Hannovers hat so eine historische Vielfalt zu bieten. Einst das größte Dorf Preußens wurde man anschließend eigene Stadt neben Hannover. Hier wurde Geschichte geschrieben. Während der Nazidiktatur organisierte sich hier mit der „Sozialistischen Front“ eine der größten Widerstandsbewegungen. Nach dem Krieg residierte Kurt Schumacher im Stadtteil und baute die SPD neu auf. Die Geschichte der Arbeiterbewegung ist hier mit umfangreichem Archivmaterial dokumentiert. Auch zur Geschichte des Stadtteils gibt es viele Materialien. Arbeiterwohnküche im Freizeitheim Linden 1983 wurde zum Butjerfest (Stadtteilfest) die „Anni-Röttger-Arbeiterwohnküche (1930)“ eröffnet. Schulklassen und Interessierte haben die Möglichkeit, diese Küche zu besichtigen und Geschichte zum anfassen zu erleben. Wie andere Geschichtswerkstätten werden die Themen der Industrialisierungs-, Arbeiter-, Sozial-, Alltags-, Kultur- und Frauengeschichte kritisch aufgearbeit. Die Tätigkeit versteht sich als eine politische Arbeit, die sich gegen ein Geschichtsverständnis von Nationalkonservativen wendet. Vom Anspruch her soll auch hier im Freizeitheim eine basisdemokratische und auf direkte Lebenumwelten der Menschen und ihre Erfahrungen konzentrierte Geschichtsarbeit praktiziert werden. Wie andere Geschichtswerkstätten arbeiten man auch hier mit Schulen und Volkshochschulen …

Tiergarten

Tiergarten Hannover

Der Tiergarten Hannover ist eine 112 ha große Parkanlage mit Waldgebiet im Stadtteil Kirchrode im Südosten von Hannover. In dem eingezäunten Gelände können die Besucher sich auf Wegen zwischen frei laufenden Wildtieren bewegen. Der Tiergarten ist eines der ältesten Wildgehege Deutschlands und wurde Ende des 17. Jahrhunderts als hochherrschaftliches Jagdrevier eingegattert. Seitdem es ab 1799 der Bevölkerung zugänglich wurde, ist es ein beliebtes Erholungs- und Ausflugsziel der hannoverschen Stadtbevölkerung. Infobroschüre der Stadt Hannover Damit ist eigentlich schon alles zusammengefasst. Der Tiergarten ist ein sehr schönes Ausflugsziel im Stadtbezirk Kirchrode-Bemerode-Wülferode zu jeder Jahreszeit. Hier können Kinder den Waldtieren so nah kommen wie sonst nirgends im Großraum Hannover. Neben dem Damwild leben im Tiergarten heute vor allem Wildschweine und Rehe. Seit 1997 beherbergt das ehemalige Wildpferdegehege 10 bis 20 Stück Rotwild. Der Tiergarten ist zudem Lebensraum zahlreicher Vogelarten und seltener Fledermäuse. Seit 1977 findet jährlich am 2. Sonnabend im Oktober das Tiergartenfest als Kinderfest statt, an dem bis zu 20.000 Gäste teilnehmen. Damit bedankt sich die Stadt Hannover als Betreiberin des Gartens für das Sammeln von Eicheln …

Flohmarkt Hannover

Flohmarkt am hohen Ufer

Der Flohmarkt am hohen Ufer der Leine in der Altstadt vom Stadtteil Mitte ist eine feste Institution in Hannover und zieht jeden Samstag viele Besucher an. Unzählige Stände bieten allerlei Trödel, Sammlerstücke und vieles mehr an. Ein Paradies für Schnäppchenjäger und Sammlewütige. Der Flohmarkt in Hannover entstand nach dem Vorbild des marché aux puces in Paris und nach einer Idee von Klaus Partzsch. Am 8. April 1967 wurde der hannoversche Flohmarkt durch Reinhard Schamuhn erstmals auf dem Holzmarkt rund um den Oskar-Winter-Brunnen ausgerichtet. Doch erst Mike Gehrke entwickelte ab 1972 den Flohmarkt zu einer allwöchentlich stattfindenden Veranstaltung mit zeitweilig bis zu 1.000 Anbietern, dann jedoch rund um das Hohe Ufer. Am 17. Juni 2017 wurde mit einem abwechslungsreichen Jubiläums-Programm der 50. Geburtstag des Flohmarktes gefeiert. Leinewelle Mit dem neugestalteten Uferbereich entlang der Altstadt mit Volkshochschule und einigen neuen Gastronomiebetrieben wie dem Anna Leine ist der Flohmarktbereich inzwischen noch attraktiver geworden und lädt im Sommer zum längeren verweilen ein. Als weiteres Highlight im Stadtbezirk Mitte wartet die sogenannte „Leinewelle“, eine stehende Welle für Surfer, auf ihre …

Alternativer Stadtteilflohmarkt Linden-Nord

FAUST Flohmarkt

Der alternative Stadtteilflohmarkt in Linden-Nord unter dem Titel „Stöbersonntag“ auf dem Faustgelände findet in den Sommermonaten jeden Sonntag statt. Hier kann man stöbern und schauen. Man trifft sich mit Freunden oder Nachbarn. Es ist weit mehr als nur ein Flohmarkt. Es ist der soziale Treffpunkt am Sonntag im Stadtbezirk Linden-Limmer. Regeln: Teilnehmerbeitrag 3,- Euro der Meter. Kinder bis 14 Jahre frei. Aufbau ab 08 Uhr und Abbau bis 16 Uhr. Einfach kommen und Aufbauen Befahren des Geländes mit KFZ nicht erlaubt und möglich ! Parken im Halteverbot/ Parkverbot auch Verboten wenn Flohmarkt ist. Aktuelle Infos auf der Fanpage: Freie Flohmarkt Union Linden Handgemacht beim FAUST Flohmarkt Jeden ersten Sonntag im Monat findet dazu in der Regel noch in der Warenannahme der Handgemacht-Markt statt. Ein Markt für Selbstgemachtes – Kunst und individuelles Kunsthandwerk zu bezahlbaren Preisen. Zum Beispiel selbstgemachtes Kunsthandwerk, individuell angefertigte Handarbeiten, selbstbemalte oder selbstgenähte Kleidung, Seifen, Marmeladen, Taschen, Bilder, Skulpturen, Postkarten, in Eigenregie produzierte Musik und allerlei Dinge mehr. Auf dem ehemaligen Gelände der Bettfedernfabrik Werner & Ehlers bietet Faust seit knapp zwei Jahrzehnten …

Buchdruckmuseum Hannover

Buchdruckmuseum Hannover

Das Buchdruckmuseum Hannover wurde 2004 von Setzern, Druckern, Buchbindern und weiteren Fachkollegen/ innen gegründet. Das nahezu verschwundene Fachwissen der Buchdruckerkunst soll dadurch der Nachwelt erhalten und weitergeben werden. Träger ist der Verein „Freundeskreis Schwarze Kunst e. V.“. Mehr als 80 Mitglieder aus allen Bereichen des Buchdruckes tragen zum Bestehen dieses einzigartigen Museums in der Region bei. Die Werkstatt im Museum ist eingerichtet im Stil einer für den Stadtteil Linden-Nord typischen Hinterhof-Druckerei der 50er Jahre. Ein lebendes Museum. Das heißt: Alles, was ausgestellt wird, kann und soll auch benutzt werden. Angebote des Buchdruckmuseum Hannover Bei Führungen und Workshops, die von 2 Stunden bis über mehrere Tage gehen können, werden Interessierte von ehemaligen Facharbeitern aus dem grafischen Gewerbe begleitet und bekommen die Arbeitsweise und Methoden der Fertigung von Drucksachen genau erklärt. Die Gäste haben dann die Möglichkeit, selbst Hand anzulegen und eigene Kreationen zu erstellen. Auch bei den nur kurzen Führungen werden in der Regel die eigenen Namen mit dem „Winkelhaken“ abgesetzt und auf einer kleinen Druckmaschine gedruckt. Vor allem Kinder (ab der 2. Klasse) und Jugendliche …