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Kapelle am Eingang des Stöckener Friedhofs

Stöckener Friedhof

Der Stöckener Friedhof wurde als zweiter kommunaler Großfriedhof nach dem 1894 angelegten Stadtfriedhof Engesohde eröffnet, da dieser voll belegt war. Mit Erbbegräbnissen an den Wegen und dicht belegten Reihengrabfeldern im Innern der Abteilungen im architektonischen Stil war er eine große Entlastung. Die erste Beisetzung auf dem ca. 55 Hektar großen Parkfriedhof fand schon am 01.01.1891 statt. Der erste Bauabschnitt mit streng rechtwinkligem Wegeraster wurde 1889–92 vom Stadtbaumeister Paul Rowald und seinem Kollegen Adolf Narten entworfen. Dieser Bereich wird diagonal vom Haupteingang ausgehend von einer Hauptallee durchschnitten. Erst ein Jahr nach Eröffnung des Friedhofs war die neugotische Kapelle am Haupteingang fertiggestellt, auch sie stammt von Paul Rowald und Adolf Narten. Weil der Zuwachs der hannoverschen Bevölkerung weiter anhielt, wurde auch dieser Friedhof innerhalb weniger Jahrzehnte mehrfach erweitert: Schon 1901 vom ersten Stadtgartendirektor Julius Trip als Parkfriedhof mit dem heute prägenden Teich, verschlungenen Wegen und einer großzügigeren Belegung. Eine grüne Oase im Stadtteil Stöcken. Anna Blume — ein inklusives Café auf dem Friedhof Anna Blume – ein Café auf dem FriedhofDieses Video auf YouTube ansehenDieses Video wird …

Ehrenfriedhof am Maschsee

Ehrenfriedhof am Maschsee

Der Ehrenfriedhof Maschsee am Nordufer ist ein 1945 angelegter, denkmalgeschützter Friedhof zu Ehren der Kriegsgefangenen und Insassen von Konzentrationslagern verschiedener Nationalitäten, darunter auch Staatsbürger der ehemaligen Sowjetunion, die von Angehörigen der Gestapo-Leitstelle in Hannover ermordet worden waren. Im Zweiten Weltkrieg wurden Zwangsarbeiter auch nach Hannover zum Arbeitseinsatz verschleppt. Im Stadtbereich gab es mehr als 500 Lager für über 60.000 Zwangsarbeiter, die vorwiegend in der Rüstungsindustrie arbeiten mussten. Zudem existierten in Hannover von 1943 bis 1945 sieben Außenlager des bei Hamburg gelegenen Konzentrationslagers Neuengamme. Zwangsarbeiter waren der Willkür des nationalsozialistischen Regimes ausgesetzt. Eine Gruppe Häftlinge aus Ahlem wurde am 6. April 1945 durch Hannover zum Stadtfriedhof Seelhorst getrieben. Auf dem Todesmarsch durch die Stadt konnten mehrere Gefangene den bewaffneten Bewachern entkommen. Während der darauf folgenden Erschießungen auf dem Friedhof Seelhorst gelang Peter Palnikow die Flucht. Die übrigen Häftlinge mussten sich in Vierergruppen an das von ihnen selbst ausgehobene Massengrab stellen und wurden durch Angehörige der Gestapo mit gezielten Kopfschüssen ermordet. Nach der Befreiung Hannovers am 10. April 1945 informierte der Augenzeuge Peter Palnikow die Alliierten über …