Alle Artikel in: Parks & Gärten

Restaurant Alte Mühle

Hermann-Löns-Park

Der Hermann-Löns-Park neben dem Tiergarten Hannover wurde zwischen 1936 und 1939 als Parklandschaft von der hannoverschen Gartenverwaltung und dem Architekten Hans Klüppelberg konzipiert. Das Gelände im Stadtteil Kleefeld wurde vorher als Wiese und Obstplantage genutzt. Auch baute eine städtische Ziegelei seit dem 17. Jahrhundert dort Ton ab. Nach Stilllegung der Ziegelei wurde die Tongrube zum Annateich. Auf einer Fläche von 86 Hektar entstand damals eine Auenlandschaft mit weiträumigen Wiesen, gebuchteten Wasserflächen, locker verteilten Gehölzgruppen und Sichtschutzpflanzungen. Komplettiert wurde das künstliche, vorindustrielle Idyll durch die historischen Gebäude: das Hallenhaus von 1720, den Kornspeicher von 1637 und die Bockwindmühle von 1701. Der Entwurf knüpfte an die Landschaftsideale der Heimatschutzbewegung an. Im Sinne der Volkspark-Idee wurden darüber hinaus Liegewiesen, das Annabad, Sportplätze und eine Kleingartenkolonie integriert. In seiner Grundstruktur ist der Park bis heute unverändert geblieben. Dieser besticht durch seine besondere Eigenart und ist eines der bedeutendsten Gartendenkmäler in Hannover. Der Park, dessen Anlage ein wichtiger Lebensraum für seltene Pflanzen und Tiere ist, wird von einem engagierten Team gepflegt. Es setzt Wege instand, erhält Bänke und Spielgeräte, säubert …

Hexenturm

Hinüberscher Garten

Hinüberscher Garten, nie gehört – dürfte eine sehr häufige Aussage in Hannover sein. Der Hinübersche Garten in Marienwerder zählt aber, wie die Wörlitzer Anlagen oder Goethes Park an der Ilm in Weimar, zu den frühesten Landschaftsgärten in Deutschland. Mit der Anlage des Parks am Kloster Marienwerder war um 1766 nach Plänen von Jobst Anton von Hinüber begonnen worden. Hinüberscher Garten – Die Geschichte In der Nähe des Klosters gab es damals größere Flächen an Ödland, Dünen, Wald und Weideflächen. Acht Jahre später hatte Hinüber das Erscheinungsbild des Klosters verändert. Auf einer Fläche von 40 Hektar war der Hinübersche Garten entstanden, einer der ersten Landschaftsparks in Deutschland. Entscheidend für die Entstehung des Parks war eine mehrmonatige Englandreise Hinübers in den Jahren 1766/67. Er besuchte damals bedeutende englische Gartenanlagen in „neuerem Geschmack“ und hielt seine Eindrücke in einem ausführlichen Tagebuch fest. Daher gehört der Hinübersche Garten bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts zum Pflichtprogramm kultivierter Besucher des Kurfürstentums Hannover. Sehenswert sind neben dem Kloster Marienwerder der Hexenturm, die ehemalige Einsiedelei mit dem Druidenaltar, der Obelisk …

Liebesschlösser an der Brücke

Maschpark

Der 10 ha große Maschpark entstand 1900 als erste kommunale Parkanlage in Hannover im heutigen Stadtbezirk Mitte. Die Anlage hat ihre ursprüngliche Form nicht verändert und ist ein Zeugnis der deutschen Gartenkunst des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Das Gelände war in früheren Jahrhunderten Überschwemmungsgebiet von Leine und Ihme. Es lag außerhalb der mittelalterlichen Befestigungsanlagen, die um 1780 geschleift wurden. Genutzt wurde das Gebiet als Heuwiese und hieß „Altstädter Aue“. 1895 gab der Magistrat der Stadt seine Bebauung frei. Geplant war ein Neues  Rathaus für Hannover, das in ein Parkgelände integriert werden sollte. Der Maschpark Im Mittelpunkt des Parks ist ein künstlicher Teich, der sich seitlich unter einer Bogenbrücke verengt und dann in ein zweites Becken übergeht. Die Wegeführung orientiert sich an den vielen Einbuchtungen und Vorsprüngen des Teichufers. Von verschiedenen Standorten ergeben sich reizvolle Ansichten auf die wirkungsvolle Bepflanzung, die den Park in Szene setzt, und natürlich auch auf das Neue Rathaus der Stadt Hannover. Direkt gegenüber auf einem erhöhten Aussichtspunkt steht die Plastik Schottisches Kreuz von Henry Moore. Für die Bewohner der Altstadt und der …

Tiergarten

Tiergarten Hannover

Der Tiergarten Hannover ist eine 112 ha große Parkanlage mit Waldgebiet im Stadtteil Kirchrode im Südosten von Hannover. In dem eingezäunten Gelände können die Besucher sich auf Wegen zwischen frei laufenden Wildtieren bewegen. Der Stadtforst ist eines der ältesten Wildgehege Deutschlands und wurde Ende des 17. Jahrhunderts als hochherrschaftliches Jagdrevier eingegattert. Nachdem das Revier ab 1799 der Bevölkerung zugänglich wurde, ist es ein beliebtes Erholungs- und Ausflugsziel der hannoverschen Stadtbevölkerung. Infobroschüre der Stadt Hannover Damit ist eigentlich schon alles zusammengefasst. Ein sehr schönes Ausflugsziel im Stadtbezirk Kirchrode-Bemerode-Wülferode zu jeder Jahreszeit. Hier können Kinder den Waldtieren so nah kommen wie sonst nirgends im Großraum Hannover. Neben dem Damwild leben hier heute vor allem Wildschweine und Rehe. Seit 1997 beherbergt das ehemalige Wildpferdegehege 10 bis 20 Stück Rotwild. Dazu ist der Wald Lebensraum zahlreicher Vogelarten und seltener Fledermäuse. Seit 1977 findet jährlich am 2. Sonnabend im Oktober das Tiergartenfest als Kinderfest statt, an dem bis zu 20.000 Gäste teilnehmen. Damit bedankt sich die Stadt Hannover als Betreiberin des Gartens für das Sammeln von Eicheln und Kastanien. Von …

Leibniz Tempel im Georgengarten

Georgengarten

Der Georgengarten im hannoverschen Stadtteil Nordstadt ist ein Stadtpark im Stil englischer Landschaftsgärten. Zusammen mit dem Großen Garten, dem Berggarten und dem Welfengarten gehört er zu den Herrenhäuser Gärten. Die fast zwei Kilometer lange Herrenhäuser Allee wurde 1726 als Verbindung zwischen der hannoverschen Altstadt und dem Herrenhäuser Schloss angelegt. Die aus vier Reihen Linden bestehende Allee bestand aus drei Wegen: der mittlere war Kutschen vorbehalten, jeweils ein äußerer Weg war für Reiter und Fußgänger bestimmt. Am Ende der Allee schuf Laves 1819 den Bibliothekspavillon als Blickfang. In der Mitte des Georgengartens wurde 1935 zu Ehren des Gelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz der Leibniztempel aufgestellt. Der Monopteros war 1787 bis 1790 auf dem damaligen Paradeplatz (dem späteren Waterlooplatz) errichtet worden. Geschichte Die Geschichte des Georgengartens im Stadtbezirk Nord begann 1700, als im Überschwemmungsgebiet der Leine (auch als Leinemasch bezeichnet) Landsitze des kurhannoverschen Hofadels errichtet wurden. 1726 erfolgte die Anlage der zwei Kilometer langen, vierreihigen Herrenhäuser Allee, die das Schloss Herrenhausen mit Hannover verband. In den Jahren 1972 bis 1974 wurde die Allee durch Pflanzung von 1.300 Kaiserlinden …

Maschsee Hannover

Maschsee Hannover

Der Maschsee ist ein künstlich angelegter 2,4 km langer und 180 bis 530 m breiter See in der Südstadt von Hannover. Mit einer Fläche von 78 Hektar ist er das größte Gewässer in der niedersächsischen Landeshauptstadt. Der See ermöglicht zahlreiche Wassersportarten und ist ein beliebtes Naherholungsgebiet das über den Maschpark mit Neuem Rathaus fast direkt an die City von Hannover grenzt. Das Nordufer mit der befestigten Promenade an deren einem Ende das Courtyard Hotel, das auch schon mal die hannoversche Spielbank beherbergte und am anderen Ende das Sprengel Museum liegt ist das Kernstück der Uferbebauung. Entland des Rudolf-Von-Benigsen-Ufer folgen die Geibelbastion, das Pier 51 am Altenbekener Damm und die Löwenbastion. Am Südufer ist das Strandbad und das recht elitäre Sport- und Wellnesscenter Aspria zu finden. Der Name des Sees leitet sich von der sogenannten „Leinemasch“ oder einfach „Masch“ ab. Dies ist die historische Flurbezeichnung für das Gebiet, in dem der See angelegt wurde. Es ist ein tiefer gelegenes Überschwemmungsgebiet der Leine. Die Entstehung des Begriffs Masch steht im Zusammenhang mit dem Landschaftstyp der Marsch. Auf …

Küchengartenpavillon auf dem Lindener Berg

Küchengartenpavillon auf dem Lindener Berg

Was hat ein Küchengartenpavillon auf einem Friedhof zu suchen? Eigentlich nichts. Der Pavillon stand ursprünglich auch woanders (ca. 2 km entfernt) – und zwar da, wie es der Name vermuten lässt: nämlich in einem Küchengarten. Der Garten wurde ab 1652 für die hannoverchen Welfen (einst Herzöge, dann Kurfürsten und Könige Hannovers) zwischen heutiger Fössestraße und Davenstedter Straße im Dorf Linden vor den Toren Hannovers angelegt und in den 1740er Jahren aufwändig umgestaltet. Der Pavillon ersetzte dann 1749 als eine Art steinerne Gartenlaube die hölzernen Pavillons und Lauben aus der Anfangszeit des Gartens. Nach dem Untergang der Welfen 1866 wurde der Küchengarten aufgelöst, das Gebäude stand dort im Wege, wurde aber von einer Lindener Initiative gerettet, 1911 an der heutigen Fössestraße abgebaut und ab 1913 auf dem Lindener Berg wieder aufgebaut. Das denkmalgeschützte, heute städtische Gebäude, ist heute eines der wichtigsten Barockgebäude Hannovers. Seit 2002 nutzt es der gemeinnützige Verein Quartier für kulturelle Zwecke. www.quartier-ev.de