Alle Artikel in: Herrenhausen-Stöcken

Herrenhäuser Kirchweg 11

Haus Mohrmann im Herrenhäuser Kirchweg

Das Haus Mohrmann errichtete der Professor für Baukunst und Architekt Karl Mohrmann Ende des 19. Jahrhunderts für die eigene Familie als Wohnhaus an der Grenze des heutigen Stadtteils Nordstadt zu Herrenhausen. Karl Mohrmann war an der Technischen Hochschule Hannover der Nachfolger von Conrad Wilhelm Hase. Ab 1894 war er Professor für mittelalterliche Baukunst und Entwerfen öffentlicher Gebäude geworden. Er führte Hases neugotisch ausgerichtetes Unterrichtsprogramm mit einigen Änderungen fort. 1898 errichtete er ein eigenes Wohngebäude nördlich der Nienburger Straße in dem seinerzeit als „Landhausviertel“ ausgewiesenen Gebiet unweit der Herrenhäuser Gärten. Das Eckgebäude mit dem repräsentativen Turm und dem Relief-Bildnis des Bauherrn wurde bei Luftangriffen 1943 auf Hannover im Zweiten Weltkrieg beinahe zerstört. Bis heute kündet ein schwarzes Kreuz an der Beinahe-Ruine davon, dass das Gebäude seinerzeit nach Leichen durchsucht worden war. Nach dem Krieg sollte das Mohrmann-Haus eigentlich abgerissen werden. Die große Wohnungsnot hat dieses historische Gebäude zum Glück gerettet. Es wurde behelfsmäßig wieder hergerichtet. Der Turm, an dem ein Relief-Bildnis des Bauherrn zu sehen ist, wurde dabei lediglich bis zur Höhe der Dachebene wieder aufgebaut. …

Leibniztempel

Leibniztempel

Der Leibniztempel im Georgengarten ist ein beliebter Treffpunkt zu jeder Jahreszeit. Er gilt als erstes öffentliches Denkmal in Deutschland für einen Nichtadeligen. Der überdachte Rundtempel, in Sichtweite der Herrenhäuser Allee, aus Sandstein mit zwölf ionischen Säulen wurde zu Ehren des in Hannover tätigen Bürgers und Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz (1646–1716) errichtet. Mit seiner vergoldeten Inschrift „Genio Leibnitii“ wurde er nach einem Entwurf des hannoverschen Hofrats Johann Daniel Ramberg geschaffen und 1790 geweiht. Ursprünglich stand der Pavillon auf einem Hügel auf dem heutigen Waterlooplatz. Zu dieser Zeit diente der Platz als dem Leineschloss vorgelagerter Parade- und Exercierplatz. Vom Leibniztempel ging die Adolfstraße aus und verband die Stadt Hannover in Richtung des Schwarzen Bären über die bis dahin einzige Ihmebrücke mit dem damaligen Garten- und Villenvorort Linden. Erst 1935/36 wurde der Leibniztempel vom Waterlooplatz an seinen heutigen Standort im Georgengarten versetzt. Im Tempel steht auf einem Sockel eine Leibniz-Büste. Seit dem 1. Juli 2010 nur noch als eine aus Beton gegossene Kopie. Zum Schutz vor Vandalismus wurde das Original aus Carrara-Marmor bereits 1986 in das Technologie-Centrum Hannover …

Helmcke-Denkmal

Denkmal Johann Gerhard Helmcke

Das Denkmal für Johann Gerhard Helmcke, den Bäckermeister und Getreidehändler aus der Stadt, wurde aufgestellt weil er die Allee im Georgengarten während der napoleonischen Zeit vor dem Abholzen gerettet hat. Durch die Zahlung von 3.000 Talern als Ersatz für nicht gezahlte Kontributionsstrafen konnte die Allee so erhalten werden. Schlechter erging es der Allee im Zweiten Weltkrieg, sie erlitt schwere Schäden. Ein übriges Taten eingesickerte Betriebsstoffe von Fahrzeugen der britischen Streitkräfte in der Nachkriegszeit. Daher musste die Herrenhäuser Allee in den 70er Jahren durch 1.300 Kaiserlinden vollständig erneuert werden. In Richtung Königsworther Platz kann man übrigens gleich weiter die Skulpturenmeile der Stadt Hannover begehen. Stadtplan Mit dem Laden der Karte akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von OpenStreetMap Foundation.Mehr erfahren Karte laden OpenStreetMaps immer entsperren Größere Karte anzeigen

Berggarten Hannover

Der Berggarten Hannover liegt auf der anderen Straßenseite der Herrenhäuser Straße gegenüber des Großen Garten. Er ist einer der ältesten botanischen Gärten in Deutschland. Der Garten wurde 1666 von Herzog Johann Friedrich als Küchengarten für den Gemüseanbau angelegt. Als Standort diente ein abgetragener Sandberg nördlich des Herrenhäuser Schlosses. In den Schauhäusern und Themengärten des Berggartens im Stadtteil Herrenhausen sind gegenwärtig 11.000 verschiedene Pflanzen aus verschiedenen Klimazonen zu finden, darunter die größte Orchideensammlung Europas. Sorgfältig aufeinander abgestimmte Pflanzen zieren die Beete des Schmuckhofs im Berggarten. Die farbenprächtige Vielfalt erfreut das Auge zu jeder Jahreszeit. Die Themengärten bieten einen Rundgang von der Heide über den Wüstengarten bis ins Paradies. Auf der Runde durch den Garten kommt man durch folgende Gartenbereiche: Präriegarten, Staudengrund, Irisgarten, Steingarten, Pergola-Garten, Wüstengarten, Felssteppengarten, Paradies, Moorweiher und Heide. Übersichtsplan (pdf) Seelife im Berggarten Hannover An der Stelle des ehemaligen Palmenhauses, das leider im Krieg zerstört wurde, entstand zur Expo 2000 das Regenwaldhaus. Es beherbergt eine künstliche Tropenlandschaft, in der auch Schmetterlinge, Frösche und kleinere Vogelarten aus tropischen Regionen leben. Wegen zu hoher Kosten wurde …

Großer Garten Herrenhausen

Der Barockgarten „Großer Garten Herrenhausen“ ist seit seinem Entstehen nahezu unverändert als Zeugnis seiner Zeit erhalten geblieben. Die von einer Graft umschlossene 50,2 Hektar große Gartenfläche stellt das Kernstück der historischen Herrenhäuser Gärten dar. Zu den Gärten gehören auch der Berggarten im Stadtteil Herrenhausen sowie der Georgengarten und der Welfengarten die beide im Stadtteil Nordstadt liegen. Die Grundfläche des Großen Garten beträgt etwa 450 Meter Breite und ist 800 Meter lang. Zentrales Element ist das Große Parterre. Darum gruppieren sich viele kleine Themengärten, ein Gartentheater, ein Labyrinth, eine Grotte und eine Wasser-Kaskade. Das Parterre ist üppig mit Skulpturen und einer Sonnenuhr ausgestattet. Der Innenraum der Grotte wurde zwischen 2001 und 2003 von der Lünstlerin Niki de Saint Phalle neu gestaltet. Die südliche Gartenhälfte ist auf einem geometrischen Grundriss als Boskettgarten angelegt. Zwischen den Hainbuchenhecken trifft man immer wieder auf die Fontänen des Gartens. Im Zentrum die große Fontäne, die bei Windstille eine Höhe von 81 Meter erreicht. Besonders reizvoll ist die abendliche Illumination der Fonänen und des Gartens in den Sommermonaten. Großer Garten Herrenhausen – …

Hexenturm

Hinüberscher Garten

Hinüberscher Garten, nie gehört – dürfte eine sehr häufige Aussage in Hannover sein. Der Hinübersche Garten in Marienwerder zählt aber, wie die Wörlitzer Anlagen oder Goethes Park an der Ilm in Weimar, zu den frühesten Landschaftsgärten in Deutschland. Mit der Anlage des Parks am Kloster Marienwerder war um 1766 nach Plänen von Jobst Anton von Hinüber begonnen worden. Hinüberscher Garten – Die Geschichte In der Nähe des Klosters gab es damals größere Flächen an Ödland, Dünen, Wald und Weideflächen. Acht Jahre später hatte Hinüber das Erscheinungsbild des Klosters verändert. Auf einer Fläche von 40 Hektar war der Hinübersche Garten entstanden, einer der ersten Landschaftsparks in Deutschland. Entscheidend für die Entstehung des Parks war eine mehrmonatige Englandreise Hinübers in den Jahren 1766/67. Er besuchte damals bedeutende englische Gartenanlagen in „neuerem Geschmack“ und hielt seine Eindrücke in einem ausführlichen Tagebuch fest. Daher gehört der Hinübersche Garten bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts zum Pflichtprogramm kultivierter Besucher des Kurfürstentums Hannover. Sehenswert sind neben dem Kloster Marienwerder der Hexenturm, die ehemalige Einsiedelei mit dem Druidenaltar, der Obelisk …

Kapelle am Eingang des Stöckener Friedhofs

Stöckener Friedhof

Der Stöckener Friedhof wurde als zweiter kommunaler Großfriedhof nach dem 1894 angelegten Stadtfriedhof Engesohde eröffnet, da dieser voll belegt war. Mit Erbbegräbnissen an den Wegen und dicht belegten Reihengrabfeldern im Innern der Abteilungen im architektonischen Stil war er eine große Entlastung. Die erste Beisetzung auf dem ca. 55 Hektar großen Parkfriedhof fand schon am 01.01.1891 statt. Der erste Bauabschnitt mit streng rechtwinkligem Wegeraster wurde 1889–92 vom Stadtbaumeister Paul Rowald und seinem Kollegen Adolf Narten entworfen. Dieser Bereich wird diagonal vom Haupteingang ausgehend von einer Hauptallee durchschnitten. Erst ein Jahr nach Eröffnung des Friedhofs war die neugotische Kapelle am Haupteingang fertiggestellt, auch sie stammt von Paul Rowald und Adolf Narten. Weil der Zuwachs der hannoverschen Bevölkerung weiter anhielt, wurde auch dieser Friedhof innerhalb weniger Jahrzehnte mehrfach erweitert: Schon 1901 vom ersten Stadtgartendirektor Julius Trip als Parkfriedhof mit dem heute prägenden Teich, verschlungenen Wegen und einer großzügigeren Belegung. Eine grüne Oase im Stadtteil Stöcken. Anna Blume – ein inklusives Café auf dem Friedhof Anna Blume – ein Café auf dem FriedhofDieses Video auf YouTube ansehenDieses Video wird …

Sonnenuhr im Berggarten Herrenhausen

Sonnenuhr im Berggarten Herrenhausen

Der Berggarten Hannover liegt nördlich des Großen Gartens auf der anderen Seite der Herrenhäuser Straße. Er ist einer der ältesten botanischen Gärten in Deutschland. Der Garten wurde 1666 von Herzog Johann Friedrich als Küchengarten für den Gemüseanbau angelegt. Als Standort diente ein abgetragener Sandberg nördlich des Herrenhäuser Schlosses. Kurfürstin Sophie wandelte den Berggarten in einen Garten für exotische Gewächse um, wofür 1686 ein Gewächshaus entstand. Neben der Zucht exotischer Gewächse diente der Garten als Experimentierfeld für die Anzucht südländischer Pflanzen. Dieses Experiment scheiterte zwar bei der Reiszucht, gelang aber mit der Zucht von Tabak und Maulbeerbäumen. So wurden ab 1706 die Seidenraupen der Königlichen Seidenraupenmanufaktur in Hameln mit Herrenhäuser Maulbeerbaumblättern ernährt. Langfristig lohnte sich diese Zucht jedoch nicht. In den Schauhäusern und Themengärten des Berggartens sind gegenwärtig 11.000 verschiedene Pflanzen aus verschiedenen Klimazonen zu finden, darunter die größte Orchideensammlung Europas.

Herrenhäuser Allee

Herrenhäuser Allee

Die Herrenhäuser Allee ist eine vierreihige Allee aus Linden im hannoverschen Stadtteil Nordstadt. Sie befindet sich im Georgengarten und führt in gerader Linie mit einer Länge von rund zwei Kilometern vom Königsworther Platz auf den Bibliothekspavillon im Berggarten zu. Am (heutigen) Königsworther Platz gabelte sich ursprünglich die Straße nach Nienburg mit zwei älteren Alleen: Der südliche Weg führte durch die Masch zum Jägerhof (heutiger Straßenname: Jägerstraße), der nördliche entlang einer zweimal abgeknickten Allee auf dem Maschrand (heute teilweise die Nienburger Straße). Zwischen diesen beiden Wegen schuf der Gartenkünstler Ernst August Charbonnier für die hannoverschen Herzoge 1726/27 die Herrenhäuser Allee als sichtbare Verbindung zwischen dem Leineschloss in der Stadt und der seinerzeit in den Flussauen der Leine isolierten Sommerresidenz im Großen Garten. Die Länge der Allee  beträgt etwa 1,87 km, was einer Seemeile entspricht. In der damaligen Zeit eine gängige Längeneinheit. Den Blickfang am Ende der Allee bildet der Bibliothekspavillon des Berggartens, 1819 von Georg Ludwig Friedrich Laves erschaffen. Auf am anderen Ende der Allee hinterlies er seinen Stempel. Die 1857 erbaute Toranlage wurde in den …

Gartentheater Herrenhausen

Gartentheater Herrenhausen

Das Gartentheater in Herrenhausen gehört zu den wenigen noch bestehenden barocken Freilichttheatern. Es ist daher ein herausragendes Denkmal der Geschichte der Gartenkunst und des Theaters. Errichtet wurde es zwischen 1689 und 1692 und wird noch heute bespielt. In Form des Heckentheaters setzt es das im 17. Jahrhundert entwickelte Bühnenbauprinzip der Kulissenbühne in das Freilichttheater um. Das Herrenhäuser Gartentheater ist dafür eins der frühesten Beispiele nördlich der Alpen. https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fer_Garten_(Hannover)#Gartentheater