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Erdölwerke

Deurag-Nerag – Die vergessene Raffinerie: Ölrausch bei Hannover

Verschlossene Tore verbergen in Hannover Misburg das Gelände der Deurag-Nerag. Eine gigantische Raffinierie, an die sich kaum noch jemand erinnert. Das Video zeigt historische und aktuelle Fotos des Geländes. Es erzählt zudem die Geschichte eines lange vergangenen Ölrausches in Niedersachsen. Die vergessene Raffinerie: Ölrausch bei HannoverDieses Video auf YouTube ansehenDieses Video wird per Klick von Youtube geladen – Datenschutz Informationen von Google Die weltweit erste erfolgreiche Erdölbohrung war nicht in Texas, nicht im nahen Osten. Nein, sie war in einem kleinen Dorf, das heute kaum noch jemand kennt. In Wietze. Genau hier fand Georg Konrad Hunäus 1858 Erdöl. 1899 wurde Wietze dann zur Boom Town. Bis 1920 war hier das ergiebigste Ölfeld Deutschlands. Über 30 internationale Firmen brachten über 2.000 Bohrungen nieder – bis 1963 die Ölförderung eingestellt wurde. Im Kern des ehemaligen Förderfeldes ist heute das Deutsche Erölmuseum. Ein Geheimtipp für alle, die sich für Industriegeschichte interessieren. Das Museum zeigte die Geschichte der Ölförderung ebenso wie historische und moderne Bohr- und Fördermaschinen. Nordöstlich von Hannover lagerte das Öl so nahe an der Oberfläche, dass …

Grabsteine auf dem Friedhof Seelberg

Friedhof Seelberg

An der Straße „Am Seelberg“ im Stadtteil Misburg-Nord liegt dieser ehemalige Friedhof. Im 19. Jahrhundert angelegt dient er heute als zirka 1,08 Hektar großer Park und steht unter Denkmalschutz. Der Friedhof wurde 1827 außerhalb des Siedlungskerns des rund um Meyers Garten entstandenen Dorfes Misburg angelegt. An der bereits zuvor 1895 amtlich nach dem Flurnamen benannten Straße „Am Seelberg“ erinnern  noch einige denkmalgeschützte Grabsteine an verstorbene Bewohner Misburgs. Ein Stück weiter an der Straße steht das Wahrzeichen des Stadtteils der Misburger Wasserturm. Stadtplan Mit dem Laden der Karte akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von OpenStreetMap Foundation.Mehr erfahren Karte laden OpenStreetMaps immer entsperren Größere Karte anzeigen

Misburger Wasserturm

Misburger Wasserturm

Der Misburger Wasserturm ist ein Hochbunker aus der Zeit des Nationalsozialismus. Das markante Gebäude steht an der Ecke Hannoversche Straße und Am Seelberge. Während der Luftangriffe auf Hannover, die in Misburg insbesondere auf die Erdölraffinerie der Deurag-Nerag am Misburger Hafen zielten, diente der turmartige Hochbunker als Schutzraum vor den Fliegerbomben. Bei Fliegeralarm durften mitunter auch Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene, aber nur aus westeuropäischen Ländern, in den Bunker. Die anderen Gefangenen des nahegelegene KZ-Außenlager Hannover-Misburg, zumeist aus Polen und der Sowjetunion, fanden hier keinen Schutz. An der Kanalbrücke erinnert das Mahnmal Misburg an diese Deportierten aus dem Außenlager des Konzentrationslagers Neuengamme. 1959 erhielt der Turm den markanten Wasserturm-Aufsatz und wurde dadurch insgesamt 30 Meter hoch. Er diente von 1960 bis 1971 als Wasserturm. Der zum Baudenkmal erklärte Turm gilt als Wahrzeichen im Stadtteil Misburg-Nord. In den letzten Jahren gab es immer wieder Initiativen das Gebäude, zum Beispiel als Übungsraum für Musikgruppen, neu zu nutzen. Ein Stück weiter der Straße Straße „Am Seelberg“ nach liegt der ehemalige Friedhof Seelberg. Stadtplan Mit dem Laden der Karte akzeptieren Sie die …

Gedenken an die Zwangsarbeiter der Deurag

Mahnmal Misburg

Das Mahnmal Misburg auch als bekannt ist ein Werk des Künstlers Eugène Dodeigne für die KZ-Opfer im Stadtteil Misburg-Nord. Es steht an der Hannoverschen Straße direkt neben der Brücke über den Mittellandkanal. Das KZ Misburg war eine Außenstelle des Konzentrationslagers Neuengamme für die Deutsche Erdölraffinerie (Deurag) am Mittellandkanal. Im Lager Hannover-Misburg waren bis zu 1000 KZ-Häftlinge untergebracht. Die Deurag-Nerag in Misburg war während des Zweiten Weltkrieges einer der wichtigsten Lieferanten von Flugmotorenölen und neben der Ölraffinerie waren auch Anlagen zur synthetischen Benzinherstellung aufgebaut. Damit war die Deurag-Nerag für die Alliierten ein kriegswichtiges Ziel und am 18. und 20. Juni 1944 wurden diese Anlagen bei Luftangriffen auf Hannover schwer beschädigt. An die Zwangsarbeiter, die während der Zeit des Nationalsozialismus im Konzentrationslager arbeiten und leiden mussten, erinnert auch eine Gedenktafel in der Mauer des nahegelegenen Waldfriedhofs Misburg. Weitere Informationen: www.kz-gedenkstaette-neuengamme.de www.ns-zeit-hannover.de Weitere Arbeiten von Eugène Dodeigne in Hannover sind „Etude I–V“ am Neustädter Friedhof und „Die große Familie“ neben dem Trammplatz. Stadtplan Mit dem Laden der Karte akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von OpenStreetMap Foundation.Mehr erfahren Karte laden …

Schleuse Anderten

Schleuse Anderten

Die Schleuse Anderten, früher als Hindenburgschleuse bezeichnet, in Hannover-Anderten überwindet einen Höhenunterschied von 14,70 m zwischen der Westhaltung und der Scheitelhaltung des Mittellandkanals. Sie war zum Zeitpunkt ihrer Einweihung im Jahr 1928 die größte Binnenschleuse Europas. https://de.wikipedia.org/wiki/Schleuse_Anderten