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Raskolnikow - humanity is overrated

Raskolnikow – humanity is overrated

»Ein Funke fiel auf Raskolnikows Brust. Sollte dieser schwarze Teer, der seine Seele schon so lange in Besitz nahm, doch nicht die ganze Wahrheit sein?«

Freitag, 26.05.2017 um 20:00 Uhr

Willkommen, bienvenue, welcome – in der Fieberwelt Raskolnikows, des Protagonisten aus Dostojewskis »Schuld und Sühne«.
Ein junger Student zieht sich von der Außenwelt zurück und spinnt eine Ideologie zusammen: Er trennt zwischen »gewöhnlichen« und »außergewöhnlichen« Menschen – sein Manifest mit Todesfolge spiegelt sich auch in Formulierungen realer Attentäter wider. Auf der Suche nach dem Ursprung solcher Gedankenwelten wagen wir uns in die Geisterbahn seines Kopfes und suchen in ihm, in uns und unserer Welt nach einer Fährte. Das Theaterprojekt auf der Grundlage des Romans von Dostojewski (1866) und Franco Berardis Recherche »Helden« (2016) verdichtet Kneipengeschwätz, Talkshows, Fieberträume und verpasste Chancen zu einem surrealen Wahn – in dem die Hoffnung immer nur eine Haaresbreite entfernt ist.

»Denn das muss sein, jeder Mensch muss irgendwohin gehen können. Weil es Zeiten gibt, da muss man unbedingt irgendwohin gehen können, ganz gleich, wohin!« (Marmeladow aus »Schuld und Sühne«)

Raskolnikow – Teaser #2 from THEATER an der GLOCKSEE on Vimeo.

Ein Theaterprojekt nach Dostojewski und Berardi.

THEATER an der GLOCKSEE e. V.
Glockseestr. 35
30169 Hannover
www.theater-an-der-glocksee.de

Nachtbarden

NACHTBARDEN – Die Lesebühne im TAK

Nachtbarden Hannover

Nachtbarden Hannover – Johannes Weigel, Ninia LaGrande (vorn), Tobias Kunze und Kersten Flenter (von links)

Die Nachtbarden sind Johannes Weigel, Ninia LaGrande, Kersten Flenter und Tobias Kunze. Pointiert, abwechslungsreich und skurril nehmen die Lesebühnenautoren monatlich Alltagsbeobachtungen, Zeitgeschehen und Politik auseinander.

Dafür laden sie die Hochkaräter der Literatur- und Songwriterszene ein. 2015 ausgezeichnet mit dem Kabarettpreis „Fohlen von Niedersachsen“.

Dienstag, 23.05.2017 um 20:00 Uhr
Preis: 10,- € | erm. 6,50 € (zzgl. Gebühren im Vorverkauf)

Theater am Küchengarten
Am Küchengarten 3-5
30449 Hannover
www.tak-hannover.de

Bulgarische Kulturwochen

Bulgarische Kulturwochen in Hannover Mai-Juni 2017

Bulgarische Kulturwochen

Bulgarische Kulturwochen

Bulgarische Filmreihe
Kino im Künstlerhaus, Sophienstraße 2, 30159 Hannover

Feierliche Eröffnung der bulgarischen Kulturwochen
29. Mai (Montag) ab 19:30 im Kino im Künstlerhaus Hannover
Grußworte: Pancho Chernev, Leiter des BULGARISCHEN KULTURINSTITUT BERLIN
Klavierkonzert mit Nadezhda Yotzova
Brücke zu Christo (2016), Dokumentarfilm, Bulgarien, Lubomir Pechev, Evgenia Atanassova
Ausklang mit Fingerfood

30. Mai (Dienstag), 20:15 Uhr Judgement – Grenze der Hoffnung,
Stefan Komandarev, 2014 Bulgarisch mit deutschen Untertiteln

31. Mai (Mittwoch), 20:15 Uhr Die Welt ist groß und Rettung lauert überall
Stefan Komandarev, 2007 Bulgarisch mit deutschen Untertiteln

1. Juni (Donnerstag), 18:00 Uhr
2. Juni (Freitag), 18:00 Uhr
Losers, Ivaylo Hristov, 2015 Bulgarisch mit englischen Untertiteln

3. Juni (Samstag), 15:30 Uhr
4. Juni (Sonntag), 20:15 Uhr
Face down, Kamen Kalev, 2015 Bulgarisch mit deutschen Untertiteln

7. Juni (Mittwoch), 18:00 Uhr
8. Juni (Donnerstag), 20:15 Uhr
Während Aya schlief, Cvetodar Markov, 2016 Bulgarisch mit deutschen Untertiteln

Bulgarisches Kulturfest
11. Juni (Sonntag), 15:00 Uhr
Matthäuskirche (List), Wöhlerstraße 13, 30163 Hannover
Anlässlich des 24. Mai, des Tages der heiligen Kyrill und Method und des Kinderwelttages am 1. Juni übernehmen traditionell die Kinder das Zepter. In bulgarischen Versen und Liedern präsentieren Schüler der bulgarischen Samstagsschule in Hannover die Schönheit der bulgarischen Sprache. Ein musikalischer Kurztrip durch traditionell-klassische bulgarische Musik stimmt das Publikum auf die großartigen Volkstänze von RhythmiKKa aus Hamburg. Im Anschluss rundet ein Buffet mit hausgemachten bulgarischen Speisen den Sonntagnachmittag ab.
Der Eintritt ist frei, eine Spende zur Unterstützung unserer Vereinsarbeit ist willkommen.

Bulgarische Szenerie bei Lust auf Linden-Süd
17. Juni (Samstag) ab 14:00 Uhr
Deisterstraße (Linden-Süd)
Im lebendigen Viertel Linden-Süd stellen Bulgaren die zweitstärkste nicht-deutsche Nationalität dar. Mit Angeboten für Leib und Seele wird der Nachbarschaft gezeigt, was typisch bulgarisch ist. Es ist kein Zufall, dass ganz in der Nähe bulgarische Geschäfte liegen, aber auch bulgarische Tänze im integrativen Café Allerlei angeboten werden. Inklusive Angebote für Kinder. Eintritt frei.

Bulgarian Suite – Nadja & Friends
19. Juni (Montag), 19:30 Uhr
Alice-Salomon-Schule (Kleefeld), Historischer Saal, Kirchröder Str. 13, 30625 Hannover
Musikalische Begegnungen rund ums Klavier. Die junge bulgarische Pianistin Nadezhda Yotzova brilliert mit großer Leidenschaft Stücke von bulgarischen und westeuropäischen Komponisten, mit wechselnden herausragenden Instrumentalsolisten an ihrer Seite. Eine außergewöhnliche Reise durch die klassische Musik in Ost und West der letzten 200 Jahre.
Eintritt: 13 EUR, ermäßigt 8 EUR (Schüler, Studenten, Mitglieder von Bulgar(i)en in Hannover e.V.)

Programmflyer Bulgarische Kulturwochen 2017

Eine Initiative von Bulgar(i)en in Hannover e.V.
In Kooperation mit: Kino im Künstlerhaus, BULGARISCHES KULTURINSTITUT BERLIN, Lust auf Linden-Süd, Alfred Töpfer Stiftung F.V.S.

„Tag der Biodiversität“ am 22. Mai: Naturwunder in der Tiefenriede entdecken

Am „Internationalen Tag der Biodiversität“ wird die biologische Vielfalt in Hannovers Südstadt bei einer besonderen Veranstaltung sichtbar: „Naturwunder in der Tiefenriede“ heißt der Streifzug durch die Natur vor „unserer Haustür“ am kommenden Montag (22. Mai) ab 15 Uhr. Unter der Leitung von Constanze Kanz von der Naturfreundejugend Niedersachsen und mit Hilfe aller Sinne werden Naturphänomene entdeckt. Das kostenlose Angebot richtet sich an Erwachsene, Jugendliche und Kinder ab sechs Jahren.

Festes Schuhwerk ist erforderlich. Treffpunkt ist an der Bugenhagenkirche in der Stresemannallee 34. Um telefonische Anmeldung unter (05 11) 1 68 – 4 38 01 wird gebeten.

Die Führung wird am Pfingstmontag (5. Juni; „Tag der Umwelt“) um 15 Uhr von Hannah Kindel (Naturfreundejugend Niedersachsen) ein zweites Mal angeboten. Auch für diese Veranstaltung wird um Anmeldung gebeten.

Die Führung ist Teil des Programms „Grünes Hannover 2017“. Weitere Informationen dazu bietet das Internet unter www.hannover.de, Suchwort „Grünes Hannover“.

Literarischer Spaziergang über den Stadtfriedhof Engesohde

Der Engesohder Friedhof einmal anders: Die literarische Komponistin und Rezitatorin Marie Dettmer führt am kommenden Sonnabend (20. Mai) um 15 Uhr interessierte BesucherInnen in besonderer Weise durch den älteren Teil des ersten hannoverschen Stadtfriedhofs. Die Künstlerin, die die Veranstaltung unter das Goethe-Motto „Alles, was uns begegnet, lässt Spuren zurück“ gestellt hat, trägt Texte und Gedichte von und zu ausgewählten StadtbewohnerInnen verschiedener Epochen vor, die auf diesem Friedhof ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.

Die Führung ist kostenfrei. Weil die Teilnehmerzahl begrenzt ist, wird um telefonische Anmeldung unter (05 11) 1 68 – 4 38 01 gebeten. Treffpunkt ist um 15 Uhr am Haupteingang des Friedhofs, Orli-Wald-Allee 2.

Die Führung ist Teil des Programms „Grünes Hannover 2017“. Weitere Informationen dazu bietet das Internet unter www.hannover.de, Suchwort „Grünes Hannover“.

Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung fördert Musikprojekt im Spielpark Holzwiesen

Im Spielpark Holzwiesen spielt seit kurzem jeden Donnerstagnachmittag von 15.30 bis 18.30 Uhr die Musik – wenn Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren im Rahmen eines neuen Musikprojektes an den verschiedensten Instrumenten aktiv werden.

Heute (11. Mai) wurde das Projekt, das durch die finanzielle Unterstützung der Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung ermöglicht wurde, von den ProjektpartnerInnen gemeinsam der Öffentlichkeit präsentiert. Auch die jungen MusikerInnen waren am dritten Termin des Musikprojektes vor Ort und gaben erste Hörproben ihres Könnens. Der erste reguläre Termin fand am 27. April statt. Das Projekt ist vorläufig auf ein Jahr befristet.

Die Initiative für den Start eines solchen Musikprojektes ging von den Kindern aus. Der Wunsch nach dem Spielen auf Musikinstrumenten wurde der Bildungs-, Jugend- und Familiendezernentin der Landeshauptstadt Hannover (LHH), Rita Maria Rzyski bei einem früheren Besuch im Dezember letzten Jahres im Spielpark musikalisch vorgetragen. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Kinder bereits autodidaktisch und mit Unterstützung der MitarbeiterInnen des Spielparks Musikstücke erlernt.

„Wir freuen uns, dass durch die Unterstützung der Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung dem Wunsch der Kinder entsprochen werden kann und dieses qualitativ hochwertige Musikprojekt organisiert werden konnte“, so Rita Maria Rzyski. Die Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung unterstützt die musikalische Förderung mit Stiftungsmitteln in Höhe von 15.000 Euro. Das Geld wurde unter anderem für die Neuanschaffung der Instrumente eingesetzt. Der gleiche Betrag wird aus Mitteln der kulturellen Bildung der LHH eingesetzt. Organisiert wird das Projekt vom Fachbereich Jugend und Familie der LHH, der Unterricht an den Instrumenten wird von Lehrkräften der Musikschule der LHH vor Ort im Spielpark angeboten.

Zum jetzigen Zeitpunkt befinden sich die Kinder in der Phase des Kennenlernens und führen erste Übungen an den Instrumenten durch. Bislang nehmen bis zu 25 Kinder am Musikprojekt teil. Der Vorsitzende der Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung Prof. Dr. Burkhard Huch zeigt sich begeistert von der Umsetzung des Projektes: „Klaus Bahlsen hätte sicherlich große Freude daran gehabt zu sehen, welchen Spaß den Kindern das Musizieren mit den neuen Instrumenten macht.“

Das musikalische Projekt deckt die beiden Bereiche populäre Musik und klassische Musik ab und gliedert sich in drei Abschnitte: Am „Offenen Angebot“ zu Anfang des Nachmittags können alle jüngeren und älteren Kinder teilnehmen, die den Spielpark besuchen. Das 45-minütige musikalische Angebot durch eine Lehrkraft umfasst Singen, Rhythmusübungen, Percussion und das Kennlernen sowie das Ausprobieren von Musikinstrumenten. Zudem werden in dieser Phase Übungsanregungen für zuhause gegeben. Eine wichtige Funktion des offenen Angebots ist, weitere Kinder zum Mitmachen in den Ensembles zu interessieren und zu motivieren.

Beim „Üben im Ensemble“ proben und üben das Populärmusik- und das klassische Ensemble parallel in zwei Räumen des Spielparks. Falls die betreffenden klassischen Musikinstrumente gewählt werden, teilt sich der Unterricht gegebenenfalls in Klavier-, Streich- und Blasinstrumentenunterricht auf. Jedes Ensemble wird von einer Lehrkraft betreut, die Übungen an den Instrumenten anregt und das Zusammenspiel der TeilnehmerInnen anleitet. Es handelt sich hier um ein an der Musikschule eingesetztes Lernkonzept, das Ensemblespiel und Lernen am Instrument zeitlich miteinander verknüpft.

Ein ergänzendes Angebot ist der „Instrumentenbau-Workshop“. Hier sollen mittels Bausätzen Kastentrommeln (Cajons) gebaut werden, die im Rahmen des Musikprojekts vielfältig einsetzbar sind.

An jedem Donnerstag stehen den Kindern verschiedene Instrumente zur Verfügung: Cajon-Trommeln, eine Doppel-Bongotrommel, eine Doppel-Kongatrommel, ein E-Schlagzeug, ein E-Bass, Keyboards, Gitarren, ein E-Piano, Marrakas, Schellenholzer, Klanghölzer, eine Querflöte und Juniorgitarren. Die Instrumente sind entweder neu angeschafft worden oder werden für das Projekt von der Musikschule oder aus anderen Spielparks entliehen.

Der Spielpark Holzwiesen ist eine pädagogisch betreute Einrichtung des Bereichs Kinder- und Jugendarbeit des Fachbereichs Jugend und Familie der LHH für Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren. Die Kinder wirken an der Entwicklung der Angebote der Einrichtung mit, sie lernen hier gemeinsam mit anderen Kindern auf Basis ihres Interesses an den Themen – initiativ, freiwillig, mitverantwortlich um im Bewusstsein, herzlich willkommen zu sein.

Peace of my Heart

Peace of my Heart

Peace of my HeartEin Abend über Janis Joplin von Rainer Lewandowski

Faszinierend für die junge und ältere Generation: die Geschichte der Janis Joplin. Diese jung gestorbenen Frau, die ihre Todessehnsucht, ihren Hang zur Selbstzerstörung, ihre Fähigkeit zur Ekstase, ihre Suche nach Liebe, ihren Egoismus und ihre Power mit Hilfe einer Jahrhundertbegabung immer öffentlich gelebt hat, gilt als zum tragischen Scheitern verurteilter Gegenentwurf zum leistungszentrierten Menschen – damals wie heute.

Zwei junge Künstlerinnen, Sybille Kress und Elena Weber, gehen mit Hilfe einer High Class Rockband und einer neugierigen Regisseurin auf Spurensuche. Stationen aus dem Leben der Joplin, ihre Begegnung mit Männern, Frauen, KünstlerInnen, die wie in einem fremden Universum um sie kreisen, werden in neunzehn Gegenschnitten zu ihren unvergleichlichen Songs wie „Little girl blue“, „Summertime“, „Ball and Chain“ u.a. live performt. So intensiv, dass es weh tut. Und, vor dem Hintergrund der aktuellen Weltzerrissenheit, gut tut. Für alle, die sich vom „Club 27“ faszinieren lassen: diese Show ist ein Muss. Für alle anderen auch.

„….vorzügliche Band und zwei grandiose Schauspielerinnen….“ (FT 14.6.14 Bamberg)

„Peace of my Heart“ Ein Theaterabend mit Rockband über Janis Joplin
Samstag, den 20.05.2017 | Einlass ab 19:00 Uhr, Beginn 19:30 Uhr

Tickets: 19,50€, erm.: 10,00€ (Schüler/Studenten) VVK: Künstlerhaus Hannover, www.vvk-kuenstlerhaus.de, und an der Abendkasse

Schwanenburg, Hannover
Zur Schwanenburg 11
Stichweh – Leinepark
30453 Hannover
www.schwanenburg.net

Halim Dener

Oberbürgermeister Schostok und Verwaltungsausschuss legen Einspruch gegen Platzbenennung nach Halim Dener ein

Oberbürgermeister Stefan Schostok und der Verwaltungsausschuss des Rates haben am Mittwoch gegen den Beschluss des Stadtbezirksrates Linden-Limmer zur Benennung eines „Halim-Dener-Platzes“ Einspruch eingelegt.

Grund für die Einsprüche ist, dass der Bezirksrat mit der Entscheidung seine Rechtspflicht, die Belange der gesamten Stadt zu beachten, verletzt hat.

Für solche Fälle sieht das Niedersächsische Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG ) gemäß § 79 und § 88 für den Verwaltungsrat und den Oberbürgermeister die Möglichkeit von Einsprüchen vor.

Oberbürgermeister Schostok hat am Mittwoch umgehend Bezirksbürgermeister Rainer-Jörg Grube über die beiden Einsprüche unterrichtet. Die Einsprüche haben aufschiebende Wirkung. Der Stadtbezirksrat muss sich nun in seiner nächsten Sitzung am 7. Juni erneut mit der Entscheidung befassen. Der Beschluss des Verwaltungsrates fiel fristgerecht in nicht-öffentlicher Sitzung. Der Verwaltungsrat tagt generell vertraulich. Zusätzlich zum Verwaltungsrat hat der Oberbürgermeister aus eigenen Rechten Einspruch eingelegt.

In der Begründung des Oberbürgermeisters an den Bezirksrat heißt es, dass ein Stadtbezirksrat bei seinen Entscheidungen alle Auswirkungen auf die Gesamtstadt zu berücksichtigen hat. Diesen Maßstäben genüge der Beschluss zur Platzbenennung nicht. Der Stadtbezirksrat habe bei seiner Beschlussfassung die wiederholt zum Ausdruck gebrachte gesamtstädtische Haltung zu den Konflikten in der Türkei unberücksichtigt gelassen.

OB Schostok hebt als Haltung der Landeshauptstadt besonders hervor, „in Bezug auf die Entwicklungen in der Türkei zur Sicherstellung des friedlichen Zusammenlebens der türkischstämmigen Bevölkerungsgruppen in Hannover strikte Neutralität zu wahren und einseitige Stellungnahmen der LHH zu unterlassen. Es liegt im Interesse der Landeshauptstadt, dass die innertürkischen Konflikte nicht im Stadtgebiet ausgetragen werden.“

Entsprechend hat die Landeshauptstadt zuletzt am 17.03.2017 den Auftritt des stellvertretenden Vorsitzenden der türkischen AKP, Mehmet Mehdi Eker, mit dem dieser in Hannover für die Zustimmung zum türkischen Verfassungsreferendum werben wollte, in enger Abstimmung mit dem Land Niedersachsen und dem Rat der Stadt verhindert.

Der Stadtbezirksrat möchte mit der Platzbenennung an den Kurden Halim Dener erinnern. Am 30.06.1994 klebte der damals 16-jährige Halim Dener mit anderen am Steintor Plakate für die Nationale Befreiungsfront Kurdistans, einer Organisation der kurdischen Arbeiterpartei PKK. Die PKK ist in Deutschland seit 1992 und seit 2002 auch in der gesamten EU verboten und wird als terroristische Vereinigung eingestuft. Eine Festnahme durch zufällig vorbeikommende Zivilpolizisten entzog sich Halim Dener durch Gegenwehr und Fluchtversuch. Ein sich dabei lösender Schuss führte zu seinem Tod. In einem Gerichtsverfahren, das bis vor den Bundesgerichtshof ging, wurde in letzter Instanz festgestellt, dass es sich bei dem Schuss um einen tragischen Unfall handelte.

OB Schostok verweist darauf, dass in Hannover aktuell ca. 16.360 türkische Mitbürgerinnen und Mitbürger leben, teils kurdisch-stämmiger Herkunft, und eine Vielzahl weiterer Menschen mit türkischem Migrationshintergrund. Das Konfliktpotential zwischen diesen Bevölkerungsgruppen im Stadtgebiet spiegele sich auch in der Bewertung der Person Halim Dener wider, der von PKK-Anhängern als Märtyrer des Widerstands, von türkischen Organisationen als Mitglied einer Terrororganisation angesehen wird. Alljährlich kommt es am 01.07. aus Anlass des Todestags Halim Deners im Stadtgebiet zu Versammlungen und Gegenkundgebungen mit konfliktträchtigen Spannungen zwischen diesen Gruppierungen. Ein „Halim-Dener-Platz“ drohe deshalb zum Ort für Auseinandersetzungen unterschiedlicher Gruppierungen zu werden.

Die beabsichtigte Platzbenennung ist zudem aus Sicht der Stadtverwaltung und der Mehrheit des Verwaltungsausschusses geeignet, in der öffentlichen Außenwirkung den Eindruck zu erwecken, die Landeshauptstadt ergreife Partei zugunsten der Ziele der PKK. Die Platzbenennung erwecke auch den Anschein der Parteinahme in diesem innertürkischen Konflikt zugunsten einer Seite.

OB Schostok: „Dies verstößt nicht nur gegen die gebotene Neutralität in diesem innertürkischen Konflikt. Es gefährdet auch das friedliche Zusammenleben in unserer Stadt. Der Bezirksrat sollte deshalb vor diesem Hintergrund seinen Beschluss überdenken und revidieren.“

Die Einsprüche des Verwaltungsausschusses sowie des Oberbürgermeisters haben jeweils aufschiebende Wirkung. Der Beschluss zur Platzbenennung darf deshalb vorläufig nicht vollzogen werden. Der Stadtbezirksrat Linden-Limmer hat in seiner nächsten Sitzung erneut über den zugrundeliegenden Beschlussantrag zu entscheiden.

Sollte der Bezirksrat erneut die Platzbenennung beschließen wird Oberbürgermeister Schostok die Kommunalaufsicht im Niedersächsischen Innenministerium NKomVG informieren, mit dem Ziel, dass der rechtswidrige Beschluss aufgehoben wird.

Frühling im Berggarten

Führung im Berggarten: Beetgestaltung mit Stauden und Gehölzen

Frühling im Berggarten

Frühling im Berggarten

Termin: Donnerstag, 18. Mai, 16.30 Uhr

Führung im Berggarten: Beetgestaltung mit Stauden und Gehölzen

Bei den Führungen „Profitipps aus Herrenhausen“ im Berggarten bekommen HobbygärtnerInnen jede Menge Tipps zur Gartengestaltung und Pflanzenpflege. Am Donnerstag (18. Mai) zeigt Gartenmeister Ingmar Guldner, wie sich Gehölze, Stauden und Einjährige zu harmonischen Pflanzungen fügen lassen. Am Beispiel von gelungenen und schwierigen Gartensituationen im Berggarten erläutert er grundlegende Gestaltungsprinzipien.

Die einstündige Führung beginnt um 16.30 Uhr an der Kasse des Berggartens und kostet fünf Euro plus Garteneintritt (Berggarten: 3,50 Euro, Kinder bis 12 Jahre frei). Kinder in Begleitung Erwachsener können kostenlos teilnehmen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich; ab vier TeilnehmerInnen findet die Führung statt.

Die nächste Profitipps-Führung mit dem Thema „Pflanzensammlungen des Berggartens“ ist am 1. Juni.

Bis auf wenige Ausnahmen finden die Profitipps-Führungen während der Sommersaison an jedem 1. und 3. Donnerstag im Monat um 16.30 Uhr statt.

Straßenfest zum Europäischen Nachbarschaftstag in der Südstadt

Die Alter(n)sgerechte Quartiersentwicklung Südstadt und viele weitere PartnerInnen laden am Europäischen Nachbarschaftstag am Freitag (19. Mai) ab 15 Uhr zu einem Straßenfest in der Südstadt, Sackgasse Freytagsstraße nähe Geibelstraße, ein.

Das Straßenfest bietet eine Möglichkeit zum Austausch mit den NachbarInnen im Stadtteil. Die BesucherInnen erwartet ein offenes Picknick für alle. Das Programm umfasst außerdem Bastelaktionen, eine Kistenrutsche und Rallye für Kinder sowie ein Ballonwettbewerb. Für musikalische Unterhaltung sorgt die Band „Kreuz:Weise“.

Am Nachbarschaftstag beteiligen sich außerdem das Kulturbüro Südstadt, der Sozialpsychatrische Dienst Freytagsstraße, die AWO Kita Freytagstraße, die Freie Gartengemeinschaft Essbare Südstadt „Berthas Beete“, die Heimkehr Wohnungsgenossenschaft eG, das Projekt „Hogwards“, die St. Heinrich Kirchengemeinde sowie das Stadtbezirksmanagement Südstadt.

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