Alle Artikel in: Mitte – Calenberger Neustadt

Schafe & Wölfe

RUBY TUESDAY

Live: SCHAFE & WÖLFE, Indie-Pop auf Elektronik-Beats mit Hip-Hop-Wissen, Hymnen auf die Liebe, die Sonne und das Bier.

Präsentiert von: Krasser Stoff, VelocitySounds Rec., AMADIS, ask Helmut, the-pick.de, schallhafen.de & museek.de

Anschliessend: Elektronika, Indie, Mash Ups mit DJ Ceven:

Die Gegensätze, die SCHAFE & WÖLFE mit ihren Hymnen auf die Liebe, die Sonne und das Bier zusammenbringen und mit ihrem fabelhaft angehauchten Namen symbolisieren wollten, gibt es noch immer. In der neuen Besetzung und mit bisher ungesehenen kreativen Impulsen konzentrieren sich diese jedoch nicht mehr nur auf eindringlichen Sprechgesang in Verbindung mit greifbaren Synthie-Melodien. Vielmehr treffen nun erwachsene Synthesizer- und Gitarrenklänge auf Beats, die ein wenig an New Order oder Depeche Mode erinnern. Hinzu kommen Texte, von denen sich insbesondere alle instagramnutzenden Mittzwanziger so gut verstanden fühlen sollten, dass selbst der Gedanke an eine biergetränkte Nacht, die man bei Sonnenaufgang mit Knutschen und Kippen auf den Dächern der Großstadt beendet, fast ein bisschen wehtut.

Ab 18 Jahren
Ab 21 UHR, Eintritt frei

Café Glocksee
Glockseestraße 33
30169 Hannover
www.cafe-glocksee.de

Lassen Sie mich durch, ich bin Arzt

Lassen Sie mich durch, ich bin Arzt

Sie sind Ärzte. Ohne Grenzen.
Sie: Gutaussehend, sympathisch, eine der besten ihres Fachs, geliebt und gepriesen.
Er: Jung, eloquent, zielstrebig, menschlich, eine Vertrauensperson.
Sie: Eine Expertin auf vielen Gebieten, fordernd, erfahren, vielseitig.
Allesamt im Dauereinsatz zum Höhepunkt ihrer Karriere. Heilen, helfen, Anerkennung, Ruhm und Geld – drei Traumata-Tänzer am seidenen Faden.
Und alle quält ein inoperables Stigma…

Inspiriert von wahren Geschichten aus der Klinik untersucht das Team um den Anästhesisten und Theatermacher Tuğsal Moğul in einem medizinischen Theaterabend Identitäten und ihre Nebenwirkungen.

LASSEN SIE MICH DURCH, ICH BIN ARZT // Trailer from THEATER an der GLOCKSEE on Vimeo.

»Lassen Sie mich durch, ich bin Arzt« wurde in der Kritiker-Umfrage des Theater Heute Jahrbuchs 2012 in der Kategorie »Bestes deutschsprachiges Stück« und Lena Kußmann als Ärztin in der Kategorie »Beste Schauspielerin« gelistet. Seit Herbst 2012 wird das Stück vom Rowohlt Theaterverlag verlegt.

Spieltermine: 11. / 13. / 14. / 18. / 20. / 21. / 25. / 27. / 28. Januar
Beginn jeweils 20 Uhr. Eintritt 14 € / 10 € erm.

Ensemble Lena Kußmann, Helga Lauenstein, Jonas Vietzke. Regie Tuğsal Moğul. Bühne & Kostüm Maren Geers. Regieassistenz Antje Sachwitz. Licht Alexander Tripitsis

Theater an der Glocksee
Glockseestraße 33
30169 Hannover
www.theater-an-der-glocksee.de

Stadionbad

Stadionbad öffnet nach Sanierung am 30. Januar

Stadionbad

Stadionbad

Das Stadionbad wird derzeit im Rahmen des Bäderkonzeptes saniert. Die Arbeiten haben im Juni 2016 begonnen und sollten bereits im November 2016 abgeschlossen werden.

Havarien im Wasserversorgungs– und Heizsystem sowie Lieferschwierigkeiten bei benötigten Materialien führten jedoch zu Verzögerungen. Ein dann ins Auge gefasster Eröffnungstermin Mitte Januar 2017 kann nun auch nicht gehalten werden. Die Eröffnung verschiebt sich noch um zwei Wochen auf den 30.Januar 2017.

Der im Eingangsbereich aus Denkmalschutzgründen neu zu verlegende Terrazzoboden kann wegen Lieferschwierigkeiten der dazu aus Italien zu beziehenden Materialien zum jetzigen Zeitpunkt nicht eingebaut werden, so dass an dieser Stelle eine Übergangslösung realisiert wird. Der Einbau des Terrazzobodens wird während der regulären Schließzeit des Bades im Sommer nachgeholt.

Calenberger Literatur-Frühstück

Calenberger Literatur-Frühstück: „Heinz Erhardt“

Leibniz Theater präsentiert…
…die Lesereihe von und mit Peter Behnsen

Heute: Heinz Erhardt „Die Kunst des Trinkens“

Sonntag, 1. Januar 2017, 10:00 Uhr
Veranstaltungsort: Leibniz Theater ( ehem. WGC-Theater)
Eintritt 16,- Euro, ohne Frühstück 6,-Euro
Reservierung unter der 0511 / 590 905 60 (Büro WGC) oder 0511 / 35 71 854.

www.leibniz-theater.de

Newchrome im Cafe Glocksee

RUBY TUESDAY mit Newchrome

Live: NEWCHROME bringen analogen Sound auf den Elektrofloor. Danach GROOVE & BEAT mit G.T. Drecka.

Dienstag, 27.12.2016 ab 21:00 Uhr‘
Café Glocksee

newchrome ist eine deutsche Band, die im Jahr 2012 in Hannover – damals noch unter dem Namen „Lords of the Powerchrome“ – gegründet wurde. Das Trio besteht seit Beginn aus:

Chico – Gitarre / Gesang (Teil des psytrance-Duos Electric Universe sowie Gitarist in verschiedenen Hardcore und Dub-Reaggie Bands, wie Bionic, Militant Mothers, The Vision)
Patrick – Bass / Gesang (Bassist, Gitarist und Gesang in verschiedenen Punk-Emo-/Mathcore Bands, wie The Nowfast, Buckethead)
Hilmar – Schlagzeug / Synth (Schlagzeuger in verschiedenen Newwave, Hard-/Mathcore Bands, wie Militant Mothers, Buckethead, Hinterlandt)

Bisher existieren nur Live-Aufnahmen bei Soundcloud aus dem „Unten Rum!“ – dem kleinsten Club der Stadt. Im Februar 2017 erscheint ihre erste Vinyl-Maxi „Holyshit“ produziert von Boris Blenn.

„Wohlgenährte Kickwonneproppen und vorlaute Synthiesprösslinge tummeln sich Seit‘ an Seit‘ mit effektgeladenen Riffkids und volltönenden Bassbengeln, mitten auf einem mit irgendwo in den 1980ern kunstvoll gewobenen Klangteppich ausgelegten Dancefloor – „Newchrome“ quillt regelrecht über vor frischestem Soundnachwuchs in zig schillernden Klangfarben und -formen. Neo-Retro auf die gute Art, digital-analog, best of two worlds – at least. Und so elektronisch das Ganze stellenweise klingt, so handgemacht ist die Chose im Endeffekt wieder; mehr als einmal erntet man verblüffte Gesichter, wenn in nicht stillen Momenten klar wird, dass hier tatsächlich eine Band (!) live und in Farbe agiert.“

Jan Schillig, Hip-Hop Produzent (Hannover Robust)

Eintritt frei
ab 18

Café Glocksee
Glockseestr. 35 (Hinterhof)
30169 Hannover
www.cafe-glocksee.de

Hildegard Knef - eine Femmage

Hildegard Knef – eine Femmage

Hildegard Knef - eine FemmageBall & Jabara
Aber schön war es doch
Hildegard Knef – eine Femmage
Lieder und Leben der Legende

Die Knef, Schauspielerin, Chansonsängerin, Schriftstellerin und Musical-Diva, war ihrer Zeit immer ein Stück voraus: Unbequem, rebellisch, couragiert, dazu vielseitig begabt und erfolgreich. Erleben Sie einen mitreißenden Abend mit wunderbaren Interpretationen der vertrauten, zeitlosen Lieder, mit Knef- Texten und Knef- Statements. Die Münchner Schauspielerin und Chansonsängerin Franziska Ball produziert sich in ihrer selbstgeschriebenen One-Woman-Show ganz bewusst nicht als Double der Diva, sondern wählt die Form des fiktiven Interviews, auf das sie >mit Herz und Schnauze< ganz im Stil der Knef antwortet.

Virtuos am Klavier begleitet sie Marty Jabara, der in den letzten Jahren durch ganz Deutschland mit allen großen Musicals tourte wie u.a. King of Jazz-Satchmo, Play it Again, Ray Charles und derzeit in Hamburg in Tarzan, Ich war noch niemals in NY und König der Löwen spielt. Franziska Ball, bereits bekannt als Knef im großen Musical Der geschenkte Gaul, als Zarah Leander sowie in zahlreichen klassischen Schauspielrollen, neben Rundfunk und Fernsehen, lässt die aufregende Lebensgeschichte des letzten deutschen Weltstars Revue passieren und gewährt Einblick in die Gefühlswelt einer außergewöhnlichen Künstlerin, einer starken und zugleich verwundbaren Frau hinter dem Star.

Mittwoch, 14.12.2016
Einlass: 19h
Beginn: 20h
Eintritt: 21,- / 16,- (erm.)

Leibniz Theater
Kommandanturstr. 7
30169 Hannover
www.leibniz-theater.de

„LeidenSchafft“ – Hip Hop als Heimat

Gespräch & Konzert: „LeidenSchafft“ – Hip Hop als Heimat

Hip Hop als Heimat: Mirza Odabaşı (Regisseur, Berlin) und Ebow (Musikerin, Wien) im Gespräch und Konzert
Montag 12.12.2016 ab 20:00 Uhr
Indiego Glocksee, Glockseestraße 35, 30169 Hannover

»Hip Hop braucht kein Mensch, aber Mensch braucht Hip Hop«, wusste schon die Hip Hop-Crew 5 Sterne Deluxe Ende der 90er Jahre. Dem Mantel der Subkultur ist der US-Import Hip Hop heute längst entwachsen: Er ist allgegenwärtig, dient nicht nur als Ausdrucksmittel, sondern stiftet Menschen auch Identität.

Regisseur Mirza Odabaşı hat in LeidenSchafft nicht nur ein Stück deutsche Hip Hop-Geschichte vor der Kulisse Berlins, Münchens, Kölns und Istanbuls dokumentiert. Sondern lässt die Menschen – DJs, Rap-Musiker, Tänzer und Graffiti-Künstler – sprechen, die die Entstehung und Entwicklung der Hip Hop-Kultur mitbekommen, aber vor allem mitgestaltet haben. Und stellt ihnen die großen Fragen nach Zugehörigkeit und Identität. Denn Rap-Musik ist vor allem eins: Sprachrohr für Missstände und Unzufriedenheit. Auch deswegen ist sie für Menschen mit Migrationserfahrung so wichtig, denen tagtäglich Ausgrenzung und Alltagsrassismus entgegenschlägt.

Ob Menschen mit Migrationserfahrung einen schnelleren Zugang zu Hip Hop haben und ob Hip Hop eine eigene Form der Integrationskultur schafft, das fragt Moderatorin Charlotte Milsch Regisseur Odabaşı und die im Film porträtierte Rapperin Ebow. Nach der Theorie die Praxis: Ebow wird nach dem Gespräch auf der Bühne des Indiego ein halbstündiges Konzert performen.

In Kooperation mit Literarischen Salon

Eintritt: 9 EUR/ erm. 5 EUR (VVK über die Buchhandlung Decius GmbH)

Polizei

Zeugenaufruf! Ein Verletzter durch Böllerwurf

Am Nachmittag des 01.12.2016, gegen 16:00 Uhr, haben Unbekannte an der Kurt-Schumacher-Straße (Mitte) zwei sogenannte Polenböller gezündet. Ein 27-jähriger Passant hat dabei leichte Verletzungen erlitten.

Bisherigen Ermittlungen zufolge hatten drei Unbekannte (zwei Männer und eine Frau) an der Kurt-Schumacher-Straße, im Bereich der Ernst-August-Galerie, zwei Polenböller gezündet. Einer der beiden explodierte unmittelbar hinter dem 27 Jahre alten Passant, der dadurch leicht verletzt wurde. Das Trio flüchtete anschließend in Richtung Steintor. Eine Fahndung verlief erfolglos. Am Tatort konnten Ermittler Böllerreste sicherstellen. Einer der südländisch aussehenden Gesuchten ist zirka 1,90 Meter groß, hat dunkle lange Haare und trug einen Vollbart. Er war mit einer olivfarbenen Jacke bekleidet. Sein Komplize – ebenfalls Vollbartträger – trug eine Jacke mit weißem Fellkrangen. Die Begleiterin ist etwa 1,60 Meter groß und war mit einer dunklen Jacke bekleidet. Zeugenhinweise nimmt die Polizeiinspektion Mitte unter der Telefonnummer 0511 109-2820 entgegen. /hil

Werner von Siemens, ca. 1885 (Bild: Siemens Corporate Archives)

Geburtstagsführung zu Ehren Werner von Siemens

Werner von Siemens, ca. 1885 (Bild: Siemens Corporate Archives)

Werner von Siemens, ca. 1885 (Bild: Siemens Corporate Archives)

13. Dezember 2016 um 16 Uhr im Museum für Energiegeschichte(n)

Am 13. Dezember 2016 lädt das Museum für Energiegeschichte(n) um 16 Uhr zu einer Führung anlässlich des 200. Geburtstags des Werner von Siemens‘ durch die Sonderausstellung „,…ein Reich, welches ich gegründet habe‘ – Werner von Siemens und die Elektrotechnik“ ein.

Dr. Olaf Grohmann, Kurator der Ausstellung, und Dr. Tim S. Müller, Museumsleiter, rücken bei Ihrem Rundgang besonders den dynamischen Pioniergeist des Erfinderunternehmers in den Fokus. Sie beschreiben die Bedeutung seiner technischen Entwicklungen, die unser Leben bis in die Gegenwart prägt.

Werner von Siemens wurde am 13. Dezember 1816 auf dem Gut Lenthe bei Hannover geboren. Später legte eine dreijährige Fachausbildung an der Artillerie- und Ingenieursschule in Berlin eine solide Grundlage für seine Forschungsarbeiten auf dem damals noch neuen Gebiet der Elektrotechnik.

Siebzigjährig blickt Werner von Siemens mit folgender Aussage auf sein Leben zurück: „So habe ich für die Gründung eines Weltgeschäfts à la Fugger von Jugend an geschwärmt…“. Getreu dieses Lebensmottos bewies Werner von Siemens, was Ingenieurskunst und Innovationskraft bewirken können.

Da die Anzahl der Plätze begrenzt ist, wird um Anmeldung gebeten: telefonisch unter 0511 – 89 74 74 90 0 oder per Mail unter museum@energiegeschichte.de. Der Eintritt ist frei.

Museum für Energiegeschichte(n)
Humboldtstraße 32
30169 Hannover
www.energiegeschichte.de

Stoppok ( Rs-foto, Waldeck 2014 1207, Datum Overlay von hannover-entdecken.de, CC BY-SA 4.0 )

Stoppok mit Band – Tour 2016 „Operation 17“

Donnerstag, 24.11.2016 um 20:00 Uhr
Pavillon Hannover, Lister Meile 4, 30161 Hannover

Wer einmal auf einem Konzert von ihm war, der kommt immer gerne wieder. Und wer ihn einmal für ein Konzert gebucht hat, bucht ihn auch gerne immer wieder, denn Stoppok überzeugt nicht nur musikalisch, sondern auch als Mensch und Entertainer. So beherzt und humorvoll seine Songs sind, in denen er oft der Gesellschaft den Spiegel vorhält, so kabarettistisch sind auch seine Überleitungen zwischen den Songs bei seinen Auftritten.

„Liegt es nicht auf der Hand“, singt er in einem der Songs auf seinem neuen Album „Operation 17“ wegweisend, denn liegt es nicht auf der Hand, dass ein (Lieder-)Macher wie er, auch nach seinem 60. Geburtstag noch die gleichen starken Lieder macht wie in den vergangenen dreieinhalb Jahrzehnten? Die Kreativität des beseelten und lässigen Singer-Songwriters mit Hang zum Folk und Blues scheint unaufhaltsam. Nachts, verrät er, fallen ihm mitunter Strophe für Strophe neue Lieder ein, so dass er manchmal mehrfach aufsteht, um Songtexte zu notieren. Zur Ruhe kommt er erst, wenn er der Forderung der Lieder, geschrieben zu werden, nachgekommen ist. Er selbst meint scherzend zu seinem derzeit schier unglaublichen Output, er habe ja nicht mehr viel Zeit, um all das herauszubringen, was er noch so im Kopf und Sinn habe. Und so beschert Stoppok uns mit „Operation 17“ nun sein 17. Studio-Album, nachdem er Ende 2014 noch den Longplayer Popschutz und Anfang 2016 die dritte gemeinsame CD mit der indischen Formation Tagore & We veröffentlicht hat. Vielleicht beflügelt durch eine neue Liebe oder auch durch eine weitere Auszeichnung, mit der er unlängst einmal mehr offiziell bedacht wurde – mit dem Deutschen Weltmusikpreis „RUTH“ 2016 beim Rudolstadt-Festival für Folk, Roots und Weltmusik – geht Stoppok mit vielen neuen kraftvollen Songs, gewohnt mitreißendem Groove und vielfältigen Sounds jetzt wieder mit seiner Band auf Tour.

Begleitet von seinen bewährten Bandmusikern, lässt der Meister selbst wie immer ein reiches Sortiment an Gitarren anklingen. Nicht, wie er betont, um angeberisch zu zeigen, dass er stolzer Besitzer einer größeren Instrumentensammlung ist, die insgesamt 45 verschiedene Gitarrenmodelle umfasst, welche er alle auch spielt, sondern einfach, weil er gerne die Stücke auf den Instrumenten spielt, auf denen er sie ursprünglich komponiert hat. Außerdem erzeugt er über seine verschiedenartigen Gitarren, die natürlich alle ihren eigenen Sound haben und mitunter unterschiedlich gestimmt sind, auch eine größere klangliche Vielfalt auf seinen Konzerten. Mit fünfsaitigem Banjo, Mandoline und Waldzither erweitert Stoppok gern zudem den Klangkosmos seiner diversen elektrischen und akustischen Gitarren.

Welch brillanter Instrumentalist er ist, wird spätestens jedem klar, wenn Stoppok lustvoll seine Soli spielt. Dann wird gut nachvollziehbar, wie ehrgeizig er sich einst das Gitarrenspiel selbst beigebracht hat. Als Jugendlicher spielte er komplizierte Riffs von Jimi Hendrix oder Ten Years After nach, die er mitunter auf seinem Tonbandgerät per Hand so langsam abspulte, bis er jeden einzelnen Ton heraus gehört hatte. Die Tonfolge übte er danach so lange, bis er sie absolut einwandfrei beherrschte.

Mit der gleichen Leidenschaft, mit der Stoppok für sein neues Album nach Los Angeles geflogen ist, um Teile einiger Songs einzuspielen, präsentiert er jetzt auch sein neues Live-Programm. Ob er mit seinen anspruchsvollen Stücken, die mal mit Wah-Wah-Effekten und Hammondorgel nach kultigem Bluesrock der 1970er-Jahre klingen und mal ruhiger, nachdenklich und fast filigran angelegt sind, die Welt verbessern wird? „Man weiß es nicht“. So formuliert Stoppok es selbst im Titel einer seiner neuen Stücke, in dem er davon singt, dass man auch nicht wisse, ob der Papst nicht mit der Nonne und der Mafia im Vatikan zusammen vegan frühstücke. „Wir haben aber die Ahnung …“ heißt es darin weiter und ebenso ahnt man, dass Stoppok auf jeden Fall daran arbeitet, die Welt menschlicher zu machen. In Songs wie „Mein Herz hat damit nichts zu tun“ wägt er den oberflächlichen Stumpfsinn von Casting-Shows gegen das ab, was einen wirklich bewegt, zum Beispiel das Schicksal eines Kriegsflüchtlings. In „Wunderschöne Augen“ rät er, trotz allem Chaos die Augen immer offen zu halten, um das Schöne nicht zu übersehen. Er warnt, nicht „Planlos durch das All“ zu treiben und die gleichen Fehler zu begehen wie einst schon unsere Urgroßväter, die alles eliminierten, was sich ihnen in den Weg stellte. Auch sollte man sich keine „Märchen“ von der heilen Welt erzählen lassen, dass sich alles von allein wieder einrenke oder gar durch Gottesglauben. Doch wenn man den Karren in den Dreck gefahren habe, müsse man als letzte Konsequenz den stinkenden Fisch eben fressen, fordert Stoppok schließlich in „Friss den Fisch“.
Der steigenden Kommerzialisierung in der Gesellschaft und der damit verbundenden Massenverblödung die Stirn zu bieten und wieder mehr auf die echten Werte im Leben zu achten, ist das, wofür STOPPOK sich nach wie vor stark macht. Seine Operation 17 sozusagen. Er selbst hat immer vorgelebt, dass man mehr Erfüllung findet, wenn man nicht auf die kommerzielle Schiene aufspringt, sondern sich seine Unabhängigkeit bewahrt und damit auch seine Individualität.
Antje Hollunder

Stoppok zur anstehenden Tour:
„Wir werden selbstverständlich einiges von unserem neuen Album „Operation 17“ spielen, aber wir freuen uns natürlich auch, die alten Gassenhauer zu rocken. 
Die Besetzung ist Reggie Worthy – Bass, Wally Ingram – Percussion/Drums, Sebel – Hammond/Gitarre – für mich ist das die beste Combo, die ich mir wünschen kann und ich freue mich sehr auf die Shows und natürlich auf das beste Publikum der Welt!“

www.stoppok.com

Featured Bild: Rs-foto, Waldeck 2014 1207, Datum Overlay von hannover-entdecken.de, CC BY-SA 4.0

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