Herrenhausen-Stöcken, Wirtschaft

Continental verzeichnet hohen Auftragseingang und starkes Ergebnis

Continental hat das zweite Quartal 2023 mit einem erneut starken Ergebnis im Unternehmensbereich Tires sowie mit einem hohen Auftragseingang bei Automotive abgeschlossen. Dieser lag im abgelaufenen Quartal bei rund 8,6 Milliarden Euro. Ein stabiles Ergebnis erzielte zudem der Unternehmensbereich ContiTech, während das Ergebnis von Automotive im Wesentlichen aufgrund von Währungseffekten und noch anhaltenden Kosten für Sonderfrachten hinter den Erwartungen lag. Zudem dauern für das zweite Quartal angesetzte inflationsbedingte Preisverhandlungen noch an. Infolge angepasster Markterwartungen im Reifenersatzgeschäft hat Continental den Ausblick für den Umsatz des Unternehmensbereichs Tires und entsprechend für den Konzernumsatz angepasst. Der Ausblick für die bereinigten EBIT-Margen bleibt unverändert. Auf Konzernebene erwartet das Technologieunternehmen somit eine Ergebnissteigerung im zweiten Halbjahr.

  • Konzernumsatz 10,4 Milliarden Euro (Q2 2022: 9,4 Milliarden Euro, +10,4 Prozent)
  • Bereinigtes EBIT 497 Millionen Euro (Q2 2022: 401 Millionen Euro, +24,1 Prozent)
  • Bereinigte EBIT-Marge 4,8 Prozent (Q2 2022: 4,3 Prozent)
    EBIT 377 Millionen Euro (Q2 2022: -165 Millionen Euro)
  • Nettoergebnis 209 Millionen Euro (Q2 2022: -251 Millionen Euro)
  • Bereinigter Free Cashflow -14 Millionen Euro(Q2 2022: -687 Millionen Euro)
  • Nikolai Setzer, CEO: „Trotz der schwierigen Umfeldbedingungen haben wir das zweite Quartal im Unternehmensbereich Tires erneut mit einem guten Ergebnis abgeschlossen“
  • Katja Dürrfeld, CFO: „Wir haben den bereinigten Free Cashflow im Vergleich zum Vorjahresquartal sowie im Vergleich zum ersten Quartal 2023 stabilisiert“
  • Hoher Auftragseingang bei Automotive im zweiten Quartal in Höhe von 8,6 Milliarden Euro
  • Angepasster Ausblick: Umsatz Unternehmensbereich Tires von rund 14,0 bis 15,0 Milliarden Euro (zuvor 14,5 bis 15,5 Milliarden Euro), Konzernumsatz von rund 41,5 bis 44,5 Milliarden Euro (zuvor 42 bis 45 Milliarden Euro)

„Trotz der schwierigen Umfeldbedingungen haben wir das zweite Quartal im Unternehmensbereich Tires erneut mit einem guten Ergebnis abgeschlossen. Weiterhin stabil ist die Entwicklung von ContiTech. Das Ergebnis von Automotive ist hinter den Erwartungen zurückgeblieben, hier müssen wir im zweiten Halbjahr deutlich aufholen. Im Zuge dessen werden wir ebenso die Marge im Konzern verbessern“, sagte Nikolai Setzer, Vorstandsvorsitzender von Continental, am Mittwoch in Hannover. „Aus unserer Partnerschaft mit Aurora konnten wir zudem einen bedeutenden Auftragseingang generieren und machen technologisch einen entscheidenden Schritt bei der autonomen Mobilität nach vorn. Gemeinsam werden wir das erste kommerziell skalierbare autonome Lkw-System in den USA realisieren.“

Im zweiten Quartal 2023 erzielte Continental einen Konzernumsatz von 10,4 Milliarden Euro (Q2 2022: 9,4 Milliarden Euro, +10,4 Prozent). Das bereinigte operative Ergebnis lag bei 497 Millionen Euro (Q2 2022: 401 Millionen Euro, +24,1 Prozent), was einer bereinigten EBIT-Marge von 4,8 Prozent (Q2 2022: 4,3 Prozent) entspricht.

Das Nettoergebnis belief sich im zweiten Quartal auf 209 Millionen Euro (Q2 2022: -251 Millionen Euro). Der bereinigte Free Cashflow lag bei -14 Millionen Euro (Q2 2022: -687 Millionen Euro).

Marktausblick und Prognose für das Geschäftsjahr 2023 angepasst

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Continental eine Zunahme der Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen gegenüber dem Vorjahr um 3 bis 5 Prozent (zuvor 2 bis 4 Prozent). Für den Weltmarkt im Reifenersatzgeschäft erwartet das Technologieunternehmen eine Absatzentwicklung von -2 bis 0 Prozent (zuvor 1 bis 3 Prozent).

Den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr passt Continental aufgrund rückläufiger europäischer und nordamerikanischer Märkte im Reifenersatzgeschäft an. So erwartet Continental für den Unternehmensbereich Tires nun einen Umsatz von rund 14,0 bis 15,0 Milliarden Euro (zuvor 14,5 bis 15,5 Milliarden Euro) und entsprechend einen Konzernumsatz von rund 41,5 bis 44,5 Milliarden Euro (zuvor 42 bis 45 Milliarden Euro). Der Ausblick für die weiteren Umsatz- und Margenerwartungen bleibt unverändert.

Darüber hinaus erwartet Continental für das Geschäftsjahr 2023 weiterhin wesentlich höhere Kosten für Material, Löhne und Gehälter sowie Energie und Logistik. Diese werden die Ertragslage mit voraussichtlich rund 1,4 Milliarden Euro (zuvor 1,7 Milliarden Euro) belasten.

Automobilproduktion stärker als im Vorjahresquartal

Die weltweite Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen lag im zweiten Quartal 2023 nach vorläufigen Zahlen bei fast 22 Millionen Einheiten. Das entspricht einem Anstieg von rund 16 Prozent im Vergleich zum relativ schwachen Vorjahresquartal (Q2 2022: 19,0 Millionen Einheiten).

Dabei wuchs die Fahrzeugproduktion in Europa in den Monaten April, Mai und Juni 2023 auf rund 4,4 Millionen Einheiten an (+15 Prozent). Nordamerika verzeichnete ebenfalls einen Anstieg um rund 15 Prozent auf rund 4,1 Millionen Fahrzeuge. China legte im Vergleich zum Vorjahr mit einem Plus von 20 Prozent auf rund 6,6 Millionen Einheiten deutlich zu.

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  • Continental Hannover: © Continental AG