Monate: Februar 2010

Eine Kirche auf Rädern

Das Andachtsteam mit Superintendent Christian Castel, Diakon Manfred Büsing, Pastorin Claudia Schubert und Musiker Andy Mokrus.

Das Andachtsteam mit Superintendent Christian Castel, Diakon Manfred Büsing, Pastorin Claudia Schubert und Musiker Andy Mokrus.

Die Initiative „Zukunft(s)gestalten" rückt mit einem S-Bahn-Gottesdienst Kinderarmut in den Blick

Es kommt ja schon mal vor, dass jemand in der S-Bahn singt. Aber alle Passagiere gleichzeitig? Ein Kirchenlied? Wo sonst Großstadtanonymität herrscht und sich kleine Grüppchen auf engstem Raum voneinander abschotten, herrscht an diesem frühen Sonntagnachmittag einträgliche Gemeinschaftsstimmung. Aber während dieser Fahrt, die am hannoverschen s-Bahnhof Roderbruch ihren Anfang nimmt, ist sowieso nichts wie sonst. Schließlich wird einem schon zu Beginn von „Umkehrschaffner Schulze" die Pobreite ausgemessen. Außerdem klärt er per Megaphon alle Einsteigenden sehr zackig darüber auf, wo die Schwimmwesten zu finden sind.  Das hier ist ein Gottesdienst, wie er nun wirklich nicht alle Tage stattfindet.

 

Superintendent Christian Castel und Diakon Manfred Büsing alias Umkehrschaffner Schulze.

Superintendent Christian Castel und Diakon Manfred Büsing alias Umkehrschaffner Schulze.

„Eine Kirche auf Rädern ist das", erklärt Olaf Petters vom Kirchenkreisverband Hildesheimer Land-Alfeld, der den Stadtbahngottesdienst mitorganisiert hat. Dabei handelt es sich um eine Aktion der Initiative „Zukunft(s)gestalten" der evangelischen Landeskirche und ihres Diakonischen Werks, die Mittel für bedürftige Kinder sammeln will. Die Bahn selbst wurde von der üstra zur Verfügung gestellt und ist mit Zeichnungen von Grundschülern geschmückt, die ihre Zukunftsträume darstellen. Aber so lustig und beschwingt das öffentliche Verkehrsmittel seine rund vierzig Gäste aus dem Kirchenkreis zur Sonderfahrt über Hannovers Innenstadtschienen trägt, so ernst ist doch das Anliegen.

„Dieser Gottesdienst findet nicht ohne Grund in der Fastenzeit statt", erklärt Olaf Petters. „Klassischer Weise ist das eine Phase der inneren Einkehr, auch der Richtungsänderung. So vieles ist ja heute im Argen, man braucht bloß das Stichwort Finanzkrise in den Raum zu stellen."

Auch die Situation der Kirchen selbst nimmt Christian Castel, Superintendent des Kirchenkreises Hildesheimer Land, vom Stimmungstief nicht aus. „Der Rücktritt von Bischöfin Käßmann ist ein großer und schmerzlicher Verlust. Zusammen mit den Vorfällen in der katholischen Kirche haben wir es im Moment natürlich auch mit einer  generellen Vertrauens- und Glaubenskrise zu tun."

Akkordeon statt Kirchenorgel: Superintendent Christian Castel mit dem Musiker Andy Mokrus.

Akkordeon statt Kirchenorgel: Superintendent Christian Castel mit dem Musiker Andy Mokrus.

Aber die ganze Aktion trägt nicht ohne Grund den Titel „Umkehrfahrt". Irgendwo unter dem Königsworther Platz bleibt die Bahn im tiefsten, dunkelsten Tunnel stehen. Die Predigt, die Christian Castel, Olaf Petters, Diakon Manfred Büsing von der Krankenhausseelsorge der Medizinischen Hochschule Hannover und Pastorin Claudia Schubert von „Zukunftsgestalten" gemeinsam sprechen, wendet sich dann auch denen zu, die auf der Schattenseite unserer Gesellschaft leben.

„Jedes sechste Kind in Niedersachsen lebt in Armut", führt Superintendent Castel aus. „In manchen Gegenden ist es sogar jedes dritte. Diese Kinder brauchen ein warmes Mittagessen, Wintermäntel, Gummistiefel, aber auch Menschen, die für sie da sind." Die „Zukunft(s)gestalten"-Initiative, die direkt mit einem entsprechenden Hilfsprojekt des Kirchenkreises Hildesheimer Land-Alfeld zusammenarbeitet, richtet sich genau an diese Bedürftigen. „Uns geht es immer um konkrete Einzelhilfe", wie Olaf Petters betont.

Kein Wunder also, dass in diesem Zug Einigkeit herrscht. Musiker Andy Mokrus greift in die Tasten des Akkordeons, und die Passagiere singen einmütig „Vertraut den neuen Wegen". Die Kirche auf Rädern aber setzt sich wieder in Bewegung und das erhoffte Licht am Ende des Tunnels kommt rumpelnd näher.

Text und Foto: Kultur & Kommunikation (mot)

 

Niederlage gegen Tabellenzweiten sorgt nicht für „Katzenjammer“

ubc-tigersMit 93:107 (48:58) mussten die UBC Tigers Hannover am Samstagabend gegen den starken Tabellenzweiten der 2. Bundesliga ProA, die Cuxhaven BasCats, eine Heimniederlage hinnehmen. Genau 1681 Zuschauer (darunter ca. 90 Gäste-Fans) bekamen ein gutes Basketballspiel zu sehen, welches ausgeglichen begann (1. Viertel: 25:26). Von dort an blieben die Tigers über weite Strecken des Spiels hinweg in Schlagdistanz zu den Cuxhavenern, konnten das Spiel aber nicht an sich reißen. Und dies hatte auch einen Grund: Offensiv ließ sich Cuxhaven an jenem Abend nicht „die Butter vom Brot nehmen". Insgesamt traf der Tabellenzweite 14 von 24 Würfen (58 %) jenseits der Drei-Punkte-Linie und knapp 69% aus dem Feld. Trotz eines angeschlagenen Emanuel Willis, der sich am vergangenen Donnerstag im Training das rechte Knie verdreht hatte, versuchte der UBC mit Kampf und Herzblut eine möglichst gute Leistung abzuliefern. Dabei konnten vier Tigers-Akteure (Holloway, Arigbabu, Jones, Moten) im zweistelligen Bereich punkten. Letztendlich nahmen aber die Gäste, bei denen Lee Jeka (32 Pkt.) und Mark Dorris (23 Pkt.) die erfolgreichsten Werfer waren, im „Raubkatzenduell" die Punkte verdient mit nach Hause.

Für die Tigers ist die Niederlage gegen den Tabellenzweiten allerdings kein Grund für großen „Katzenjammer". Ab Montag wird man sich mit höchster Konzentration auf das „Prestigederby" bei den GiroLive Ballers Osnabrück am nächsten Samstag vorbereiten. Für den Fan-Bus Richtung Osnabrück sind bereits über 30 Anmeldungen eingegangen. Genauere Informationen zur Auswärtsfahrt folgen in den nächsten Tagen auf www.ubctigers.de.

Für den UBC spielten:

Thomas, Holloway (22 Punkte), Mangold (5), Eisenblätter, Prasuhn (8), Peuker, Arigbabu (12), Jones (11), Hennie (2), Willis (9), Moten (24).

Weitere Infos unter www.ubctigers.de

Chorzentrum Hannover: neue Singklassenkurse in der Musikschule

Das Chorzentrum Hannover bietet ab April neue Singklassenkurse für Kinder im Alter von sechs Jahren an. Die Kurse gehen über einen Zeitraum von einem Jahr und finden in der Musikschule, Maschstraße 22-24, statt. In der gemeinsamen Eingangsstufe erhalten die Mädchen und Jungen eine fundierte Ausbildung, die auf das Singen im Mädchenchor, Knabenchor oder Kinderchor und auf das Erlernen eines Musikinstrumentes vorbereitet. Unterrichtet wird montags und donnerstags jeweils am Nachmittag.

Die Musikschule nimmt ab sofort Anmeldungen entgegen. Mehr Informationen gibt es am Service-Telefon unter der Rufnummer 168-44137, montags und freitags von 9 bis 14 Uhr, dienstags und donnerstags von 9 bis 17 Uhr und mittwochs von 14 bis 17 Uhr.

Das Chorzentrum Hannover ist eine gemeinsame Initiative von Mädchenchor, Knabenchor und Musikschule Hannover.

Erweiterungsbau Sprengel Museum Hannover:

And the winner is:
Meili + Peter Architekten AG, Zürich

In nur etwas mehr als einem halben Jahr ist die Entscheidung gefallen: In einer zweitägigen Sitzung haben sich die PreisrichterInnen des Realisierungswettbewerbs Erweiterung Sprengel Museum Hannover unter Vorsitz von Prof. Adolf Krischanitz, Architekt Wien/Berlin, für den Entwurf des Architekturbüros Meili + Peter Architekten AG, Zürich, als Siegermodell geeinigt. Auf den Plätzen zwei bis fünf landeten: 2. Staab Architekten, Berlin; 3. Stanton Williams, London; 4. AFF Architekten, Berlin; 5. ASP Architekten Schneider Meyer Partner, Hannover. Die Anerkennungspreise sind an die Architektenbüros Architekten BKSP, Hannover; Walter Gebhardt Architekt, Hamburg; KSV Krüger Schubert Vandreike GmbH, Berlin; und Bruno Fioretti Marquez Architekten, Berlin, gegangen.

Zunächst wird nun eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Anhand dieser Studie wird dann der Ratsbeschluss für den Planungsauftrag voraussichtlich im Herbst 2010 vorbereitet.

Am 22. Juni 2009 ist der Architektenwettbewerb Erweiterungsbau Sprengel Museum Hannover ausgelobt worden. Der Erweiterungsbau soll auf der Süd-Ostseite des derzeitigen Museumsgebäudes auf einer Fläche von zirka 4.350 Quadratmetern entstehen und den fehlenden Museumsrundgang ermöglichen. Die Kosten für den Erweiterungsbau werden auf 25 Millionen Euro festgelegt. Fünf Millionen Euro kommen von der Landeshauptstadt Hannover, 15 Millionen Euro kommen vom Land Niedersachsen, davon zehn Millionen Euro aus EFRE-Mitteln, und fünf Millionen Euro kommen als Drittmittel von FörderInnen.

Die Stadt Hannover als Ausloberin hat in dem Realisierungswettbewerb Erweiterung Sprengel Museum Hannover eine Preis- und Ankaufsumme in Höhe von 90.000 Euro zur Vergütung gestellt. Der 1. Preis bekommt demnach 22.000, der 2. Preis 18.000, der 3. Preis 14.000, der 4. Preis 10.500 und der 5. Preis 7.500 Euro. Zusätzlich können noch vier Anerkennungspreise über jeweils 4.500 Euro vergeben werden.

Mit der Auslobung des Wettbewerbs sind 15 nationale und internationale Architekturbüros gesetzt worden, davon haben 13 die Teilnahme zugesagt. Mit dem Bewerbungsschluss am 3. August 2009 sind 189 Bewerbungen (national und international) eingegangen, davon sind am 26. August 2009 im Rahmen des Auswahlgremiums weitere 52 Architektenbüros zur Teilnahme am Wettbewerb ausgewählt und aufgefordert worden, ihre Entwürfe einzureichen. Am 19. Oktober 2009 hat im Sprengel Museum Hannover ein Kolloquium für alle 65 am Wettbewerb teilnehmenden Architektenbüros stattgefunden. Die Wettbewerbsarbeiten konnten bis zum 22. Dezember 2009 abgegeben werden. Insgesamt sind 56 Entwürfe (national und international) eingereicht worden, über die das Preisgericht am 25. und 26. Februar 2010 entschieden hat.

Die Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten ist vom 4. bis 31. März 2010 im Sprengel Museum Hannover bei freiem Eintritt zu sehen. Oberbürgermeister Stephan Weil und der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur Lutz Stratmann eröffnen am 3. März die Ausstellung im Sprengel Museum Hannover.

CeBIT 2010 zeigt grenzenlose digitale Welt

cb10_logo_deMit dem Schwerpunktthema Connected Worlds und einer Ausstellerzahl auf dem Niveau des Vorjahres geht die CeBIT 2010 am 2. März in Hannover an den Start. "Aus 68 Ländern kommen die Unternehmen nach Hannover, um auch dieses Jahr auf der CeBIT wieder neues Wachstum für ihr Geschäft zu realisieren", sagte Ernst Raue, Vorstand der Deutschen Messe AG, am Montag in Hannover. "Die CeBIT ist auch 2010 der stärkste Marktplatz für die digitale Industrie. Auf internationalem Niveau treffen sich in Hannover Anbieter, Anwender und Politik."

Die CeBIT 2010 wird am Abend des 1. März von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel offiziell eröffnet. Der derzeitige EU-Ratspräsident und spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero wird als Vertreter des Partnerlandes zur CeBIT-Eröffnungsfeier in Hannover sprechen. Zudem wird die CeBIT-Eröffnung den ersten öffentlichen Auftritt der Co-CEOs von SAP, Bill McDermott und Jim Hagemann Snabe, seit ihrer Ernennung Anfang Februar markieren. McDermott wird vor den rund 2 000 Gästen im Kuppelsaal reden.

Messegelände Hannover

Messegelände Hannover

"Die CeBIT kommt genau zum richtigen Zeitpunkt", stellte Raue fest. "In einigen Bereichen des ITK-Marktes hellt sich die Stimmung allmählich wieder auf, weil sich der Investitionsstau aus den vergangenen 18 Monaten langsam aufzulösen beginnt. Die Industrie hat natürlich noch mit der Wirtschaftskrise zu kämpfen, aber die Zugkraft der CeBIT ist ungebrochen." Eine aktuelle repräsentative Befragung der CeBIT unter ITK-Anwendern habe gezeigt, dass die Investitionsbereitschaft in den vergangenen Wochen deutlich zugenommen habe. "Die Unternehmen aus dem In- und Ausland gehen jetzt ITK-Projekte an, die sie 2008 und 2009 angesichts der weltweiten Wirtschaftskrise auf Eis gelegt haben. Das wird auch auf der CeBIT spürbar werden", kündigte Raue an.

Knapp 300 Unternehmen beteiligen sich erstmals an der CeBIT, darunter unter anderem der Internetkonzern Google, der amerikanische Internetdienstleister Amazon Webservices, der japanische Musikinstrumente-Konzern Roland und der britische Hersteller 3M Touch Systems. Mehr als 100 Unternehmen kehren nach einer CeBIT-Pause zurück, darunter Unternehmen wie AMD, Ericsson, Motorola, Sony Ericsson, Telefónica, Terratec und Trend Micro.

Erstmals auf einer Messe überhaupt wird sich 2010 das CIOcolloquium präsentieren. In diesem Netzwerk haben sich die IT-Chefs der größten deutschen Unternehmen organisiert. Die Vertreter des Netzwerkes verfügen über ein jährliches ITK-Einkaufsvolumen von mehr als 40 Milliarden Euro. Das CIOcolloquium hat zudem internationale Partnerorganisationen aus acht Ländern auf die CeBIT eingeladen.

Insgesamt beteiligen sich 4 157 Unternehmen (2009: 4 292) aus 68 Ländern (2009: 69) an der CeBIT 2010. Es werden mehr als 100 wirtschaftspolitische Delegationen aus dem In- und Ausland erwartet.

Die CeBIT fokussiere 2010 die wesentlichen Trends der ITK-Welt über die einzelnen Bestandteile der digitalen Wertschöpfungsketten hinweg, berichtete Raue. "Viele Aussteller haben das Schwerpunktthema 'Connected Worlds' in ihre Präsentationen eingebaut. Die CeBIT 2010 wird beeindruckend zeigen, dass die Grenzen zwischen Arbeit und Leben, mobiler und stationärer Anwendung, On- und Offline zusehends verschwinden. Für Hardware- und Software-Lösungen gilt gleichermaßen: immer einfacher, immer schneller und deutlich vernetzter."

Hannover Messehalle 2

Hannover Messehalle 2

In der neuen "Broadband World", die der Branchenverband BITKOM und die Deutsche Messe AG gemeinsam umsetzen, zeigen die Unternehmen Ansätze, wie die technische Herausforderung des rasant steigenden Datenaufkommens in den Datennetzen gemeistert werden kann. Dabei wird es auch um die Möglichkeiten gehen, die die nächste Generation des Mobilfunks LTE (Long Term Evolution) bietet. "Ein leistungsfähiger, stabiler und schneller Zugang zum Netz wird immer mehr zum entscheidenden Faktor im internationalen Wettbewerb. Ein Stau im Netz auf Grund wachsender Datenvolumen wäre eine Wachstumsbremse", sagte Raue.

Mit der CeBIT Sounds! hält das Thema Musik erstmals Einzug auf der CeBIT. "Hier geht es nicht nur um Musik, sondern auch darum, neue gemeinsame Geschäftsmodelle von Musikindustrie und ITK-Branche zu formen. Es geht hier um einen Milliarden-Markt. In Zeiten, in denen große Musikverlage drastische Absatz- und Umsatz-Einbrüche erleben, müssen neue gemeinsame Wege diskutiert und gegangen werden," erklärte Raue.

Der Themenbereich Green IT hat sich 2010 inhaltlich weiterentwickelt. Gemeinsam mit dem BITKOM und Bundesumweltministerium liegt ein Fokus in diesem Jahr auf der Fragestellung "green through IT". "Der grüne Hebel durch die intelligenten ITK-Systeme in den Anwenderbereichen ist enorm. Die Unternehmen zeigen in der Halle 8, dass die ITK-Branche die richtigen Instrumente hat, mit denen viele Herausforderungen des Klimaschutzes gelöst werden können", sagte Raue.

Gezielt hat die CeBIT auch das Angebot für den Mittelstand ausgebaut. Neben den vielen Lösungen, die Prozesse in mittelständischen Unternehmen effizienter machen, geht es im eigens eingerichteten Fernsehstudio "Studio Mittelstand" um die Fragestellungen dieser Anwendergruppe. Maßgeschneiderte Besuchsprogramme runden das Angebot ab.

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Hallenplan Cebit 2010

Die CeBIT sei auch immer mehr internationale Wissensdrehscheibe. "Führende Köpfe der ITK-Branche aus aller Welt werden bei den CeBIT Global Conferences sprechen. Inzwischen ist die Veranstaltung der hochkarätigste Kongress der gesamten ITK-Branche", sagte Raue. Mit dabei sind unter anderem Flickr-Gründer Stewart Butterfield, der CEO von Telefonica, Cesar Alierta Izuel, und Dr. Werner Vogels, Vice President von Amazon. Wer wissen wolle, welche Themen die Unternehmen und die Gesellschaft in den kommenden Jahren beschäftigen werden, müsse die CeBIT Global Conferences besuchen, bekräftigte Raue. Ergänzt wird das Konferenzprogramm durch ein deutlich ausgebautes Angebot an geführten Touren zu einzelnen Themenschwerpunkten.

Bei der Eröffnung werden neben Angela Merkel und José Zapatero auch Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff und BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer sprechen. "Mit Spannung erwarten wir auch die Rede des neuen Vorstandssprechers der SAP, Bill McDermott. Ohnehin nutzt SAP in diesem Jahr wie kein anderes Unternehmen die CeBIT", sagte Raue. Michael Kleinemeier, Geschäftsführer der SAP Deutschland AG & Co. KG: "Als größtes europäisches Software-Unternehmen beschreitet SAP zur CeBIT 2010 neue Wege. Unsere erweiterte Präsenz auf der Messe durch die parallel stattfindende Kundenkonferenz 'SAP World Tour' bietet den interessierten Besuchern eine neue Qualität und Tiefe des Messebesuchs, und damit einen intensiveren Austausch mit Kunden und Partnern."

Die CeBIT 2010 biete auch für den Hightech-interessierten Privatbesucher viele Inhalte – vom neuen elektronischen Personalausweis sowie zahlreichen Innovationen der Universitäten und Forschungseinrichtungen über IT-Anwendungen in der Medizin bis hin zu den neusten Trends im Mobilfunk und bei den Laptops. "Weil wir am CeBIT-Samstag mit einem stärkeren Ansturm rechnen, haben wir das Programm CeBIT Now! entwickelt, das vor allem den Privatbesuchern einen kompakten Überblick über die spannendsten Themen der CeBIT 2010 gibt", sagte Raue.

www.cebit.de

Mit der üstra zur CeBIT 2010: Bequem zur Messe mit Bus und Bahn

Für die üstra ist die CeBIT Hannover 2010, die internationale Messe für Informations- und Telekommunikationstechnik, eine logistische Herausforderung: Auch in diesem Jahr werden in der CeBIT-Woche von Dienstag, 2. März, bis Samstag, 6. März, deutlich mehr  Fahrgäste auf den beiden Strecken zwischen Innenstadt und Messe/Nord bzw. Messe/Ost (Expo-Plaza) unterwegs sein. Daher ändert die üstra das Verkehrsangebot einiger Stadtbahnen und Busse.

Linie 8 und 18: Am Montag, 1. März, werden zu den Hauptanfahrts- und Abfahrtszeiten Drei-Wagen-Züge eingesetzt. An den Messetagen fahren die Stadtbahnlinien 8 und 18 zwischen Hauptbahnhof und Messe/Nord mit bis zu Vier-Wagen-Zügen. Die Linie 18 ergänzt dabei die reguläre Linie 8 und bringt die Messebesucher an allen Tagen in den Hauptverkehrszeiten zur CeBIT.

Linie 6 und 16: Besucher der CeBIT können mit den Stadtbahnlinien 6 und 16 zum Messegelände gelangen. Die Linien 6 und 16 fahren vom Kröpcke zum Endpunkt Messe/Ost.

Zusätzlich gibt es Änderungen auf anderen Stadtbahnlinien.

Linie 2 und 8: Der Y-Verkehr auf den Stadtbahnlinien 2 und 8 entfällt ab Montag, 1. März, bis Samstag, 6. März. Beide Linien fahren in dieser Zeit eigenständig.

Linie 1: Am Samstag, 6. März, werden zu den Hauptanfahrts- und Abfahrtszeiten auf der gesamten Strecke zusätzliche Fahrten angeboten. Stadtbahnen der Linie 1, die sonst an der Haltestelle „Laatzen“ enden, fahren weiter bis zum Endpunkt „Sarstedt“.

Linie 10: Von Dienstag bis Freitag werden die Expressfahrten zum „Hauptbahnhof“ eingestellt.

Linien 1, 3 und 4: Auf den Stadtbahnlinien 8 und 18 fahren während der CeBIT ausschließlich TW 2000. Das hat zur Folge, dass auf den Linien 1, 3 und 4 weniger Silberpfeile unterwegs sind als gewohnt.

Änderungen gibt es auch auf der Buslinie 340/341. Die Busse dieser Linie fahren aus Pattensen über Rethen und Laatzen zum Messegelände. Anders als gewohnt fahren die Busse während der CeBIT einen geänderten Weg: Von der Haltestelle „Laatzen/Zentrum“ zu den Ersatzhaltestellen „Messeschnellweg“ und „Boulevard de Montréal“, weiter zur Haltestelle „Chicago Lane“ bis zum vorübergehenden Endpunkt „Messe/Süd“ (hinter IKEA). Das gilt auch für die Gegenrichtung.

Die Haltestellen „Laatzen/Park der Sinne“, „Laatzen/Eichstraße“, „Bahnhof Hannover-Messe/Laatzen“ und „Messe/Ost“ entfallen ersatzlos. Die Haltestelle „Messeschnellweg“ wird in die Lissabonner Allee, die Haltestelle „Boulevard de Montréal“ an die Kreuzung Lissabonner Allee verlegt. Die Haltestelle „Straße der Nationen“ wird auf den Parkplatz hinter IKEA verlegt und dient als vorübergehender Endpunkt „Messe/Süd“.

Mehr Informationen zur Messe gibt es unter www.cebit.de. An den InfoPoints der üstra an den Eingängen Messe/Nord und Messe/Ost gibt es während der CeBIT in verschiedenen Sprachen Verkehrsinformationen. Das Kundentelefon der üstra mit der Rufnummer 0511/1668-0 ist während der CeBIT von Montag bis Freitag zwischen 6 Uhr und 21 Uhr und am Samstag von 8 Uhr bis 18 Uhr besetzt.

Noch ist es ein „ganz normales Winterhochwasser“

Regen am Sonntag oder Montag – dann werden die Wasserstände steigen

Von einem "ganz normalen Winterhochwasser" sprechen die Experten beim NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) und beim Überregionalen Hochwassermeldedienst in Hannover. Das anhaltende Tauwetter sorgt für weiter steigende Pegel – insbesondere in Südniedersachsen. Grund für die steigenden Pegel sind nicht etwa die Schneemengen im Harz, sondern Schmelzwasser aus dem Harzvorland, dem Solling und dem Weserbergland. Die Schneemengen im Harz können von den Talsperren der Harzwasserwerke gut aufgenommen werden.

Entwarnung mag Andreas Böhmert vom NLWKN nicht geben. Gemeinsam mit Kollegen der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Mitte aus Hannover betreiben Mitarbeiter des NLWKN den Überregionalen Hochwasserdienst. "Für Sonntag oder Montag ist Regen vorhergesagt – flächendeckend sieben bis zehn mm – dann gibt es wieder steigende Wasserstände", warnt er. Deshalb ist der Überregionalen Hochwassermeldedienst auch am Wochenende im Dienst. Die Experten stellen sich auf länger anhaltenden Hochwasser ein.

Der Überregionale Hochwasserdienst ist seit Mittwoch im Dienst – seit die Meldestufe zwei bei den ersten Pegeln erreicht wurde. "Ab Meldestufe zwei sind Ausuferungen zu erwarten, bei Überschreitung der Meldestufe drei auch größere Überflutungen", erklärt Böhmert.

Hier die aktuelle Wasserstandsmeldung von Freitag, 13 Uhr:
Wesergebiet: Die Weser hat Meldestufe zwei überschritten. Meldestufe zwei bedeutet, dass hauptsächlich land- und forstwirtschaftliche Flächen unter Wasser stehen. Die Meldestufe drei (Gefahr größerer Überschwemmungen) wird voraussichtlich an der Oberweser erreicht werden. Mit einer größeren Gefährdung ist nicht zu rechnen.

Allergebiet: Die Aller hat Meldestufe zwei erreicht. Die Meldestufe drei wird voraussichtlich nicht erreicht werden.Leinegebiet: Die Leine hat Meldestufe zwei überschritten. Nur der Pegel Herrenhausen hat bereits M3 erreicht. Die Wasserstände im oberen Gebiet der Leine fallen bereits.

Weitere Informationen zu den aktuellen Pegelständen gibt es hier: www.nlwkn.niedersachsen.de

Neuer Podcast: OB Weil würdigt Stadtbaurat Hillebrecht

Zum 100. Geburtstag von Rudolf Hillebrecht hat Oberbürgermeister Stephan Weil, heute, am 26. Februar, die Verdienste des ehemaligen hannoverschen Stadtbaurats in seiner neuesten Videobotschaft gewürdigt. Hillebrecht prägte nach dem Zweiten Weltkrieg mehr als ein Vierteljahrhundert lang das Aussehen der Landeshauptstadt. Er war verantwortlich für den Wiederaufbau. Das Stadtbild Hannovers sei auch am Anfang des 21. Jahrhunderts zu großen Teilen das Ergebnis der Arbeit Hillebrechts, sagte Weil.

Die Videobotschaften des Oberbürgermeisters, so genannte Video-Podcasts, sind auf der Startseite von www.hannover.de oder unter www.weil-podcast.de in verschiedenen Formaten abrufbar und können abonniert werden.
Anregungen und Kritik bitte an die Mail-Adresse weil@hannover-stadt.de.

Spielplatz im Maschpark wird neu gestaltet

Der rund 620 Quadratmeter große Spielplatz im Maschpark, der in den 1960-iger Jahren in die unter Denkmalschutz stehende Parkanlage integriert wurde, soll attraktiver gestaltet werden. Die Bauarbeiten beginnen am Montag (1. März.).

Die neue Spielplatzfläche wird kreisförmig angelegt. Als herausragendes Element ist eine zweiteilige Spielskulptur aus rotem, glattem Beton geplant. Sie wird an der höchsten Stelle drei Meter messen. Eingebaut ist die von den Kindern bei der Kinderbeteiligung gewünschte "Himmelsrutsche". Darüber hinaus laden Durchgucke, Seilverspannungen, Pendelsitze und Klettergriffe zum Klettern, Schwingen und Entdecken ein. Ergänzt wird das Spielangebot durch eine 45 Zentimeter hohe Sandschale und zwei Federwipptiere.

Eine rund ein Meter hohe gebogene Natursteinmauer umfasst im Osten die Spielfläche und fängt gleichzeitig den Höhenunterschied zur Willy-Brandt-Allee ab. Im Westen markiert ein ebenfalls gebogener Gittermattenzaun den Rand des Spielplatzes. Rundbänke entlang der neuen Natursteinmauer sowie zwei neue Bänke mit Lehne laden zum Verweilen auf dem Platz ein.

Hortensienbüsche rahmen den neu gestalteten Spielplatz ein, der sich so harmonisch in die Parkanlage einfügt. Im Süden wird eine neue Kastanie gepflanzt.

Die Bauarbeiten dauern etwa ein halbes Jahr, die Kosten betragen rund 130.000 Euro.

Kontroverse um Umweltzone beigelegt

Über das weitere Vorgehen zur Umweltzone haben sich Umweltminister Hans-Heinrich Sander und Oberbürgermeister Stephan Weil geeinigt. "Wichtig ist für uns, Klarheit für die Bürgerinnen und Bürger zu schaffen", erklärten Weil und Sander am (heutigen) Freitag in Hannover. "Gleichzeitig haben wir verabredet, das Thema Luftreinhaltung in Hannover künftig eng miteinander abzustimmen."

Der Niedersächsische Minister für Umwelt und Klimaschutz Hans-Heinrich Sander und der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover Stephan Weil haben zur Beilegung der Kontroverse folgende Vereinbarung getroffen:

  1. Das Niedersächsische Ministerium für Umwelt und Klimaschutz und die Landeshauptstadt Hannover kommen überein, sich künftig bei der Suche nach konstruktiven Lösungen zum Thema Luftreinhaltung in Hannover eng auszutauschen.
  2. Zu diesem Zweck wird zeitnah eine gemeinsame Arbeitsgruppe aus Vertretern der Landes- und Stadtverwaltung eingerichtet, die praktikable und bürgernahe Lösungskonzepte zur Einhaltung der Stickstoffdioxidgrenzwerte in der Stadt Hannover erarbeiten wird. Dabei sollen alle in Betracht kommenden Maßnahmen einschließlich der Umweltzone hinsichtlich ihrer Wirksamkeit geprüft und ergebnisoffen bewertet werden.
  3. Die gemeinsame Arbeitsgruppe wird Vertreter aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Umwelt und Verkehr beteiligen und baldmöglichst einen Ergebnisbericht vorlegen.
  4. Die Landeshauptstadt wird ab 01. März 2010 wieder Kontrollen durchführen, um die Beachtung der Umweltzone zu gewährleisten. Hierbei wird die Landeshauptstadt allerdings mit Augenmaß vorgehen, um den Schwierigkeiten bei der Umstellung auf die neue Lage Rechnung zu tragen. Dies bedeutet: Bei Fahrzeugen mit einer gelben Plakette, die entgegen der Verbotsregelung in der Umweltzone verkehren, wird es die Landeshauptstadt in den nächsten drei Monaten im Rahmen pflichtgemäßen Ermessens zunächst bei einer Ermahnung belassen. In den drei darauffolgenden Monaten wird die Landeshauptstadt Verstöße gegen das Verkehrsverbot nicht durch Bußgeldbescheid ahnden, wenn die Betroffenen im Einzelfall nachvollziehbare Gründe, die sie an der Beachtung des Verkehrsverbotes gehindert haben, geltend machen.
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