Monate: August 2010

„Nicht ankern“ im KUBUS

Ein Schwerpunkt der Ausstellung "Nicht ankern" vom 4. September bis zum 3. Oktober in der Städtischen Galerie Kubus ist eine Gemeinschaftsarbeit von Stephanie Link und Kai Wetzel, eine Rauminstallation, die aus sieben facettierten großen Hohlkörpern besteht. Deren Standflächen sind schräg angeschnitten, und ihre Ausrichtung erzeugt den Eindruck einer Strömung, zum Beispiel im Wasser treibender Bojen oder versinkender kristalliner Formen oder Gefäße. Das Material dieser Figuren, gewöhnliche graue Pappe, lässt die Arbeit vorläufig und modellhaft erscheinen; darin  vereinigt sie verschiedene Arbeitsansätze der beiden Künstler.Der Titel "Nicht ankern" sowohl der Installation als auch der ganzen Ausstellung kann als Aufforderung gelesen werden, sich der Strömung zu überlassen, oder aber den eigenen Weg zu verfolgen, aktiv, frei und dynamisch, nur der eigenen Ortung vertrauend.

Neben dieser Raumbestimmenden Anordnung gibt es weitere Arbeiten der beiden Künstler zu sehen: Die Skulpturen und Plastiken von Stephanie Link poetisieren die Formensprache des Alltags, und große blasenartige Wölbkörper entfalten sich zwischen Künstlichkeit und Organik. Kai Wetzels konstruktive Objekte siedeln im Grenzgebiet zwischen Bild, Modell und Gerät – erzählerisch, phantastisch, entrückt, wie seine Landschaftsfotografien, die mit den Mitteln der fotografischen Abbildung unsere wie gewöhnlich halbgestaltete  Umgebung eigentümlich zum Sprechen bringen.

Stephanie Link studierte Produktdesign an der FH Hildesheim und Freie Kunst an der HBK Braunschweig bei Karl Möllers und Emil Cimiotti.

Kai Wetzel studierte Physik an der Universität Hannover und  Freie Kunst an der FH Hannover bei Peter Tuma, Rolf Bier, Ralph Kull und Heinrich Riebesehl, Meisterschüler bei Ulrich Baehr. Seit 2003 leben und arbeiten sie im gemeinsamen Atelier in Coppengrave.

 

13. ZINNOBER-Kunstvolkslauf Hannover

Beachten Sie "Vorsicht Farbe", wagen Sie "einen Blick" durch das "rear window" und gewinnen Sie "Einblick", begeben Sie sich auf "Expedition ins Unterholz" oder "up in the Bällehimmel". Der 13. ZINNOBER-Kunstvolkslauf Hannover ist DAS Kunstwochenende zum Saisonauftakt!

Mit dem ZINNOBER-Kunstvolkslauf zeigt die niedersächsische Landeshauptstadt einmal jährlich am ersten Septemberwochenende ihre gesamte Kunstszene zum Kennenlernen, Finden, Kaufen, Genießen beim kompakten Atelierrundgang, Galerienbummel und Besuch der Häuser für moderne Kunst.

40 Ateliergemeinschaften, Galerien und Kunsthäuser laden zum 13. ZINNOBER-Kunstvolkslauf ein mit ihrem aktuellen Programm aus Malerei, Grafik, Objekten, Installationen, Fotografie, Video und aktuellen ZINNOBER-Aktionen. Zum zehnten Mal mit Unterstützung der Norddeutschen Landesbank.

Neu dabei sind die Ateliergemeinschaft Helmkestraße (Helmkestraße 5A), der feinkunstraum (Kronenstraße 41), die Galerie für Fotografie Winter (Theaterstraße 14), der Kunstverein hub:kunst.diskurs e.V. (Eisfa-brik, Seilerstraße 15) und die Galerie LortzingArt (Lortzingstraße 1).

Rund 13.000 Besuche zählt der ZINNOBER-Kunstvolkslauf in jedem Jahr. Seine Gäste kommen aus der ganzen Bundesrepublik. Dabei steht das Schauen ebenso im Mittelpunkt wie der Austausch mit den KünstlerInnen. Und das alles bei freiem Eintritt und ohne Voranmeldung. Um in den zwei ZINNOBER-Tagen möglichst viele Kunstorte zu sehen und Zeit zum Verweilen zu haben, werden im Programm pro Tag jeweils zwei Rundlaufrouten durch neun bis zehn Galerien und Ateliers vorgeschlagen. Geöffnet ist am Sonnabend von 12 bis 19 Uhr und am Sonntag von 11 bis 19 Uhr.

Die Eröffnung des 13. ZINNOBER-Kunstvolkslaufs ist am 4. September 2010 (Sonnabend) um 11 Uhr in der städtischen Galerie KUBUS mit der Ausstellung "Nicht ankern" des Künstlerpaares Stephanie Link und Kai Wetzel.

Anstelle des gewohnten Abschlussfestes mit Verlosung am Sonntagabend gibt es diesmal an vier verschiedenen Kunstorten ein Extraabendprogramm von Lesung bis Künstlerfest.

Das Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover organisiert diese wichtige Präsentationsmöglichkeit der Kunst Hannovers mit freundlicher Unterstützung der NORD/LB. Ein Arbeitskreis aus KünstlerInnen und GaleristInnen steht beratend zur Seite.

Das ausführliche Programm zum 13. ZINNOBER-Kunstvolkslauf Hannover liegt vor und kann angefordert werden: Kulturbüro Hannover, Friedrichswall 15, 30159 Hannover, Telefon 0511 / 168 – 4 52 45, Fax 0511 / 168 – 4 50 73, E-Mail Anneke.Schepke@hannover-stadt.de, Internet www.zinnober-kunstvolkslauf.de.

Am Wochenende: Maschsee Hannover Triathlon

Der Maschsee steht am kommenden Wochenende (4. bis 5. September) im Zentrum des diesjährigen Hannover Triathlons. Der Auftakt ist am Sonnabend (4. September) von 15 bis 17 Uhr. Am Sonntag (5. September) findet der Triathlon von 9 bis 10.30 Uhr und von 12 bis 15.30 Uhr statt. Eine Sperrung des Sees im Veranstaltungsbereich ist erforderlich. Um gegenseitige Rücksichtnahme und Einhaltung der Maschsee-Ordnung wird gebeten.

Veranstaltungsreihe „Post Oil City Hannover“

Das Eduard Pestel Institut will mit neuer Forschung und öffentlichkeitswirksamen Veranstal-tungen einen Faden wieder aufnehmen, der tief in die Institutsgeschichte eingewoben ist. Prof. Eduard Pestel war ein Mitbegründer des Club of Rome, der bekanntlich auch die Studie zu den Grenzen des Wachstums initiiert hat und damit eine weltweite Debatte anstieß. Zent-rale Punkte dieser Debatte sind bis heute nicht abgegolten, sondern werden, wenn nicht alles täuscht, in den nächsten Jahren sogar in vielen Bereichen Politik bestimmend sein: Ressour-cenengpässe nach dem Erreichen des Ölfördermaximums (Peak Oil), das ungezügelte Wachstum der Wirtschaften auch neuer Weltmächte und der drohende Klimawandel bilden ein brisantes Amalgam, dessen Risiken kaum abzuschätzen sind. Es gibt aber auch Chancen, auf die hinzuarbeiten ist. Sie liegen u.E. nicht nur in der Entwicklung von Technologie, son-dern auch im Entwurf eines anderen, den Umständen eines den kommenden Energie- und Versorgungsstrukturen angemessenen Gemeinwesens.

Entsprechende Fragestellungen wollen wir im Rahmen einer Veranstaltungsreihe, die in die-sem Herbst zum 35jährigen Bestehen des Instituts durchgeführt wird, mit einem interdis-ziplinären Expertenteam diskutieren. Wie könnten Wege hin zu einer „Post Oil City Hanno-ver“ aussehen? Wie kann die Region Hannover zu einem nachhaltigen, aber auch resilienten, also durch den äußeren Stress heraufziehender Krisen weniger verletzlichen Raum entwickelt werden?

Programm

Mittwoch, den 01. September, 19:00 Dr. Thomas Köhler, Eduard Pestel Institut Hannover: Grenzüberschreitungen – Peak Oil, Klimawandel, Wirtschaftswachstum; Matthias Günther, Eduard Pestel Institut: Lokale und regionale Handlungsmöglichkeiten
Es scheint, als würde das Öl-Zeitalter an sein Ende kommen – gerade zu einem Zeitpunkt, da auch der Klimawandel als bedrohliche Konsequenz des westlichen Lebensmodells immer ernster genommen wird. Verbindet man die Phänomeneder Ressourcenerschöpfung, der ansteigenden Temperatur und der weiterhin auf Wachstum angelegten Weltwirtschaft, dann ergeben sich zutiefst beunruhigende Szenarien. Die „Grenzen des Wachstums“ scheinen gerade so überschritten zu werden, wie es die gleichnamige Studie vor 40 Jahren in Aussicht stellte.

Mittwoch, den 08. September, 19:00 apl. Prof. Dr. Niko Paech, Universität Oldenburg:Wohlstand ohne Wachstum?
Wie können Unternehmen dazu beitragen, dass eine Wirtschaft ohne Wachstum, Globalisierungszwang und überflüssigen Verbrauch entsteht? Wer so fragt, muss heute immer noch mit Unverständnis rechnen. Dabei reichen Effizienzsteigerungen,Erneuerbare Energien und andere Innovationen nicht aus, die weltweit wachsenden Konsumansprüchemit weniger Umweltbelastungen zu erfüllen.

Mittwoch, den 15. September, 19:00 apl. Prof. Dr. Peter Nickl, Universität Hannover: Schrumpfung der Wirtschaft, Wachstum des Habitus
In der aristotelischen Tugendlehre kann der entwickelte Habitus als ein Fundament eingelebter Tugenden verstanden werden: Klugheit, Umsicht, Mitleid und Sorge um die Anderen sind dann inkorporiert, als einverleibtes Koordinatensystem des Handelns angeeignet worden. Vieles deutet nun darauf hin, dass eine auf permanentes Wachsen angelegte Wirtschaft das im Prinzip unendliche Wachstum der Habitūs behindert. Demnach stünden sich das Wirtschaftswachstum und das Wachstum des Habitus längst schon als Konkurrenten gegenüber, was Indikatoren aus der ‚Glücksforschung’ zu bestätigen scheinen.

Mittwoch, den 22. September, 19:00 Veronika Wolf, Universität Oldenburg: Zukunftsfäiges Wirtschaften in Industrie- und Gewerbegebieten – „Zero Emission Park“ als Chance zur nachhaltigen Entwicklung
Wie kann ein modernes Gewerbegebiet in der Post Oil City aussehen? Neue Konzepte der nachhaltigen Industrieentwicklung tragen zu einer massiven Reduzierung der schädlichen Nebenwirkungen von Produktionsstandorten bei, indem sie CO2-und Stofffluss-Reduktion nicht nur auf ein einzelnes Unternehmen, sondern auf ganze Cluster beziehen.

Mittwoch, den 29. September, 19:00 PD Elisabeth Meyer-Renschhausen, Freie Universität Berlin: Community und Guerilla Gardening
Der gemeinsam genutzte Garten in der Stadt stellt möglicherweise einen wichtigen symbolischen und praktischen Ort dar für den Strukturwandel, der durch das Überschreiten der Grenzen des Wachstums notwendig geworden ist. Welche Formen des Gardenings es gibt und wie diese Orte eine neue, weniger Energie- und Rohstoff beanspruchende Lebensweise hervorbringen können.

Mittwoch, den 06. Oktober, 18:00 Prof. Wolfgang Blendinger, Clausthal-Zellerfeld: Das Ende des einfachen Öls
Inwieweit ist Peak Oil, also das Überschreiten des Ölfördermaximums, vom natur- und ingenieurswissenschaftliche Förderung mindestens mittelfristig noch sicher stellen? Wie sieht die Zukunft der Versorgung Standpunkt aus gesehen ein bedeutsames Datum? Gibt es nicht ausreichend neue Vorkommen und innovative möglichkeiten, die die Versorgung mit fossilen und regenerativen Energieträgern aus, wenn das Öl immer knapper, die Förderung immer teurer, riskanter und, was die Ausbeute angeht, immer ineffizienter wird?

… und im Anschluss, von 19:45 bis ca. 21:30, das Post Oil City Café
Angelehnt an die Methode des World Café eröffnen wir einen Raum mit runden Tischen und stärkendem Imbiss für weiterführende Gespräche unter den Teilnehmern. Wie unsere Wege hin zur Post Oil City Hannover aussehen könnten und welche positiven Auswirkungen diese Wege auf den eigenen Lebensstil haben würden, aber auch ganz persönliche Sichtweisen zum Gehörten, Widersprüche und Kommentare, vielleicht sogar gemeinsame Projektentwürfe sollen für die Runde sichtbar werden.

Städte in der Finanzkrise – Hannover will Debatte über Kommunalfinanzen mit den Bürgern führen

"Städte in der Finanzkrise – Was kann und soll sich Hannover noch leisten?"
Donnerstag, dem 9. September, 17 – 20 Uhr, Sprengel Museum, Auditorium, Kurt Schwitters-Platz, 30169 Hannover,

Die Gewerbesteuereinnahmen fließen 2010 aktuell in Hannover zwar besser als erwartet. Dennoch ändert das nur wenig an der insgesamt schwierigen Lage. In Hannover wie anderenorts auch stecken die Kommunalfinanzen in der Krise. In Hannover gilt es nicht nur, einen ausgeglichenen Haushalt aufzustellen, sondern auch einen Schuldenberg von 1,4 Milliarden Euro abzutragen. "Wir wollen diese Debatte jetzt stärker in die Öffentlichkeit tragen", sagt Stadtkämmerer Dr. Marc Hansmann. "Die Kernfrage ist: Was kann und soll sich die Stadt noch leisten?" So lautet auch der Titel der Auftaktveranstaltung im Sprengel Museum, zu der die Stadt am Donnerstag, 9. September, neben ExpertInnen und VertreterInnen aus Politik, Wirtschaft, Sozialverbänden, Kirche und Kultur auch interessierte BürgerInnen einlädt.

Wie lassen sich die Kommunalfinanzen auf eine solidere Grundlage stellen? Mit höheren Einnahmen? Mit Kürzungen bei den Ausgaben? Die Handlungsalternativen sind allesamt umstritten. "Die Stadt will aufzeigen, was sie alles für die Bürgerinnen und Bürger leistet, zum Beispiel im Kultur-, im Sport- oder im Sozialbereich", sagt Hansmann. Oft sei nicht bekannt, in welchem Maße die Stadt solche Einrichtungen Dinge subventioniere. "Wir wollen deshalb auch einmal hören, welche Prioritäten denn die Bürgerinnen und Bürger setzen", sagt Hansmann. Entscheiden müsse am Ende die Politik.

Bei der Auftaktveranstaltung diskutieren Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann, der Präsident der Industrie- und Handelskammer, Prof. Hannes Rehm, ver.di-Landeschef Siegfried Sauer und Bernhard Zentgraf vom Bund der Steuerzahler mit Marc Hansmann Lösungsansätze sowohl im Hinblick auf mögliche Mehreinnahmen als auch Ausgabenkürzungen. Moderiert wird die rund dreistündige Veranstaltung vom Leiter der Lokalredaktion der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung", Volker Goebel.

Wegen der begrenzten Platzzahl werden BürgerInnen gebeten, sich vorher anzumelden: Tel. 0511 / 168 – 4 31 57 oder per E-Mail unter DezII@hannover-stadt.de.

Weil: Fahrradverkehr wichtige Säule für Hannovers Verkehrspolitik

Hannover ist vom Land Niedersachsen als "Fahrradfreundliche Kommune 2010" ausgezeichnet worden. Die Landeshauptstadt setzte sich dabei gegen mehrere Bewerber durch. Hannover liege im Großstadtvergleich schon jetzt mit einem Verkehrsanteil von 13 Prozent für das Rad bundesweit im Spitzenbereich, stellt OB Stephan Weil in seiner jüngsten Videobotschaft fest. "Und wir haben uns noch größere Ziele gesetzt. In 15 Jahren sollen es nach Möglichkeit 25 Prozent aller Fahrten sein, die Menschen auf ihren Drahtesel in Hannover durchführen", fügt Weil hinzu. "Diese Auszeichnung spornt uns an und wir wollen weitermachen. Denn Fahrradverkehr ist eine ganz wichtige Säule unserer Verkehrspolitik."

Die Videobotschaften des Oberbürgermeisters, so genannte Video-Podcasts, sind auf der Startseite von www.hannover.de oder unter www.weil-podcast.de in verschiedenen Formaten abrufbar und können abonniert werden.
Anregungen und Kritik bitte an die Mail-Adresse weil@hannover-stadt.de.

Jugend bewegt Stadt – Platz für Ideen an der Linie 100/200

linie100-200Wie bewegen sich Jugendliche in der Stadt – zu Fuß, auf Rollen und Rädern, mit Ball und Board, tanzend, über Mauern und Wände, Stock und Stein? Was ist dabei die Stadt für sie – Landschaft, Bühne, Parkour oder Piste? Was fehlt ihnen, was würden sie ändern, hinzufügen oder wegnehmen – für ihre Art, die Stadt zu erobern, sie sich anzueignen?

Jetzt können sie es zeigen, in einer einmaligen Aktion auf öffentlichen Flächen entlang der Busringlinie 100/200, mit Ideen, deren Realisierung von 500 bis 2.000 Euro gefördert wird.

Gefragt ist, was mit kleinen Veränderungen große Wirkungen erzielt: hier ein Stromanschluss, dort Zeichen für ein Tor, ein Regenschutz, Beleuchtung … Man kann Vorhandenes kreativ und phantasievoll nutzen, markieren, verändern oder Neues gestalten – gesucht wird, was für einen Tag Straßen und Plätze für Bewegung, Spiel, Tanz oder Sport fit macht.

pdf Projektaufruf Jugendbewegtstadt (pdf)

Alle Jugendlichen aus Hannover können sich beteiligen; einzeln, als Gruppe, Schulklasse oder Mannschaft, über eine Jugendeinrichtung, einen Verband oder Verein. Sie müssen aufzeichnen, fotografieren, als Collage aufkleben oder als Modell basteln, was sie machen würden – und ihren Entwurf bis zum 6. September einreichen. Eine Jury entscheidet, wer mit dem Zuschuss an die Arbeit gehen kann.

Zu sehen sind alle Projekte dann bei einer großen RinglinienNacht im Oktober.

Die üstra-Buslinie 100/200 führt durch ganz unterschiedliche Stadtteile und fährt viele jugendrelevante Stationen an. Sie dient als verbindendes Element für eine Reise, auf der eine Nacht lang zu erleben sein wird, wie Jugendliche gestalterische Impulse im gemeinsam mit Erwachsenen genutzten und erlebten öffentlichen Raum setzen und ihn durch ihre Inszenierungen mit Leben füllen.

Die unterschiedlichen Ansprüche an diesen Raum, seine Beanspruchung und Aneignungen durch Jugendliche und Erwachsene sind Themen, mit denen sich der Fachbereich Jugend und Familie zusammen mit Forschergruppen der Leibniz-Universität seit einiger Zeit beschäftigt. Das aktuelle Projekt wird gemeinsam mit dem Studio Urbane Landschaften an der Uni durchgeführt. Die Zuschüsse zu den Ideenrealisierungen stammen aus Mitteln des Förderprogramms des Bundes "Jugend bewegt Stadt" im Rahmen des Experimentellen Wohnungs- und Städtebaus (EXWOSt).

Projektideen sind bis zum 6. September zu schicken an Landeshauptstadt Hannover, Fachbereich Jugend und Familie, Bernd Jacobs, Ihmeplatz 5, 30449 Hannover oder per Mail an jugendbewegtstadt@51fuenf.de.

Informationen zum Projekt geben im Fachbereich Jugend und Familie Bernd Jacobs, Telefon 168-45400 und Christoph Honisch, Telefon 168-41014, E-Mail jugendbewegtstadt@51fuenf.de.

Musikalisches Sonntagscafé in Hainholz

Der kommunale Seniorenservice Hannover (KSH) öffnet am 5. September in Hainholz wieder das "Musikalische Sonntagscafé" für SeniorInnen im Nachbarschaftsladen Bömelburgstraße 33. Von 15 bis 17 Uhr sind bei Kaffee und Kuchen, die zum Selbstkostenpreis angeboten werden, gemütliche Stunden zu erleben. Wendelin Kemper lädt mit Akkordeon und Orgel zu einem Nachmittag mit Unterhaltungsmusik. Der Eintritt ist frei.

Informationen geben Susanne Beike beim KSH, Telefon 168 – 4 34 09 und Hasso Knoke im Nachbarschaftsladen, Telefon 3 50 03 86.

DaMarcus Beasley kommt zu 96

hannover96Bundesligist Hannover 96 hat kurz vor Ende der Transferperiode einen weiteren Neuzugang verpflichtet: Der US-Amerikaner DaMarcus Beasley unterschrieb einen Zweijahres-Vertrag bei den Roten.

Beasley erhält die Nummer 16
Bundesligist Hannover 96 hat kurz vor Ende der Transferperiode einen weiteren Neuzugang verpflichtet: Nach der sportärztlichen Untersuchung am heutigen Montag unterschrieb der Amerikaner DaMarcus Beasley einen Zweijahresvertrag-Vertrag. "Mit DaMarcus haben wir eine weitere gute Option in unserem Kader. Das ist wichtig für eine lange Bundesligasaison, in die wir erfolgreich gestartet sind, die aber noch viele Herausforderungen mit sich bringen wird", so 96-Sportdirektor Jörg Schmadtke. Beasley erhält die Rückennummer 16.

96-Trainer Mirko Slomka hatte den 1,73 m großen Spieler schon während der WM in Südafrika beobachtet. "Es ist ein positives Zeichen, dass es uns gelungen ist, einen weiteren US-Nationalspieler nach Hannover zu holen. DaMarcus wird uns mit seiner internationalen Erfahrung einen weiteren Push in der Bundesliga geben."

Beasley freut sich auf seinen neuen Verein: "Ich kenne 96 bereits, weil ich vor zwei Jahren zu einem Freundschaftsspiel in Hannover war. Es ist klasse, mit Steven Cherundolo in einem Team zu spielen. Und: Die Bundesliga ist für mich eine besondere Herausforderung." Der 28-Jährige Mittelfeldakteur spielte zuletzt bei den Glasgow Rangers.

www.hannover96.de

 

Grüne: Armutsbericht ist „gesellschaftspolitischer Warnruf“

die-gruenen"Vererbung" von Armut muss gestoppt werden – Solidaritätsbeitrag Ost muss Bildungs-Soli für Ganztagsbetreuungsplätze und Schulmittagessen werden

Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Brigitte Pothmer und der hannoversche sozialpolitische Sprecher Christopher Bodirsky haben die am Wochenende vom Landesbetrieb für Statistik vorgestellten Zahlen über die Armutsentwicklung in Hannover als "gesellschaftspolitischen Warnruf" bezeichnet. Erfolgreiche Armutsbekämpfung gelinge nicht mehr mit einzelnen Ressort-Maßnahmen, sondern müsse für und mit den Betroffenen alle Aspekte von Arbeit, Bildung, Wohnen und Erziehung zusammenführen. "Am Wichtigsten aber ist es, die Entstehung von Armut zu verhindern und das geht nur mit guter Schulbildung", so die grüne Position in Bund und Kommune. Eine geringe Bildung zu haben, bedeute gleichzeitig, auch mehr von Arbeitslosigkeit, Krankheit und Armut betroffen zu sein. Darüber hinaus bedeutet geringe Bildung in Verbindung mit Armut bei der Elterngeneration immer noch fast zwangsläufig geringe Bildungschancen für die Kinder. Dies zeigt sich auch sehr eindrücklich in dem aktuellen Bildungsbericht der Stadt Hannover mit den auseinanderklaffenden Laufbahnempfehlungen für Grundschülerinnen und Grundschüler in den unterschiedlichen Stadtteilen: Wenn in Kirchrode 78 Prozent der Kinder eine Gymnasialempfehlung bekommen und in Linden-Süd nur 14 Prozent, dann ist das ein Hinweis darauf, dass sich die soziale Spaltung auch in den nächsten Generationen fortsetzen wird. "So wird Armut geradezu vererbt", sagten Pothmer und Bodirsky. "Wir brauchen eine Offensive für massive Investitionen in die Bildungsinfrastruktur insbesondere in den benachteiligten Stadtteilen. Die wird es aber nur mit einer gemeinsamen Anstrengung von Bund, Land und Kommunen geben." Der Bericht des Landesbetriebs zeige, dass die soziale Spaltung beängstigende Ausmaße annehme. "CDU und FDP im Bund und im Land lassen alle Warnungen verhallen. Sie verschärfen mit den aktuellen Beschlüssen zur Haushaltspolitik die Situation armer Familien und nehmen den Kommunen die letzten finanziellen Spielräume zur Verbesserung der sozialen Lage. In Hannover gibt es nach wir vor ein Klima, in dem sich alle Hannoveranerinnen und Hannoveraner durchaus wohl fühlen und die allermeisten sehr gerne in dieser Stadt leben. Bodirsky: "Unsere Anstrengungen für die Erhaltung einer hohen Lebensqualität und für den sozialen Ausgleich sind erheblich. Ganztagsbetreuung in Kitas, Familienzentren in den Stadtteilen, der Hannover-Aktiv-Pass und viele weitere Maßnahmen bis hin zur kommunalen Initiative für bessere Ganztagsschulen in Hannover sind konstruktive Ansätze, um Bildungs- und Betreuungssituationen für alle zu verbessern. Aber unsere finanziellen Möglichkeiten reichen nicht aus." Pothmer und Bodirsky fordern die Umwidmung des Soli-Beitrages Aufbau Ost in einen Bildungssoli, um mit den frei werdenden rund 23 Milliarden Euro bundesweit Schulmittagessen und Ganztagsschulen, Sprachförderung und vor allem eine verbesserte Personalsituation an Kitas und Schulen zu finanzieren.

www.gruene-hannover.de

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