Monate: Juni 2013

Fahrbahnverengung: Vahrenwalder Straße

In der Vahrenwalder Straße stadtauswärts zwischen Sahlkamp und Alter Flughafen werden ab Montag (1. Juli) für circa drei Wochen zwei Geradeausspuren sowie der Rechtsabbieger in die Straße Alter Flughafen gesperrt. Grund hierfür sind umfangreiche Arbeiten am Gasleitungsnetz. Die Straßenverkehrsbehörde empfiehlt allen VerkehrsteilnehmerInnen, die Alternativstrecke über Sahlkamp, Fliegerstraße und Alter Flughafen zu nutzen. Da mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen ist, wird ortskundigen VerkehrsteilnehmerInnen empfohlen, diesen Bereich weiträumig zu umfahren. Die Straßenverkehrsbehörde bittet zudem alle VerkehrsteilnehmerInnen um erhöhte Aufmerksamkeit.

Pressemitteilung: Stadt Hannover

Weiter Verkehrsbehinderungen am Schwarzen Bär

Vollsperrung: Minister-Stüve-Straße

Wegen umfangreicher Arbeiten an den Fernwärmeleitungen ist die Minister-Stüve-Straße kurz vor der Einmündung in die Blumenauer Straße ab Dienstag (2. Juli) für circa sechs Wochen voll gesperrt. RadfahrerInnen sind von dieser Regelung ausgenommen. Die Straßenverkehrsbehörde bittet alle VerkehrsteilnehmerInnen um erhöhte Aufmerksamkeit.

Fahrbahnverengung: Benno-Ohnesorg-Brücke

Im Bereich der Benno-Ohnesorg-Brücke wird der Verkehr stadtauswärts in Richtung Schwarzer Bär ab Montag (1. Juli) für mindestens zwei Wochen einspurig über das Gleisbett geführt. Grund hierfür sind umfangreiche Arbeiten an den Fernwärmeleitungen. Da in diesem Bereich mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen ist, bittet die Straßenverkehrsbehörde alle VerkehrsteilnehmerInnen um erhöhte Aufmerksamkeit.

Pressemitteilung: Stadt Hannover

Fahrbahnerneuerung: Berliner Allee

In der Berliner Allee werden zwischen Ferdinandstraße und Königstraße vom 1. bis zum 3. Juli 2013 die Fahrbahndecken in beiden Fahrtrichtungen erneuert. Stadtauswärts Richtung Schiffgraben werden in dieser Zeit nur zwei Fahrspuren zur Verfügung stehen. An der Kreuzung Berliner Allee/Königstraße wird der Linksabbieger gesperrt. Stadteinwärts Richtung Hamburger Allee wird im Zuge dieser Baumaßnahme nur eine Fahrspur zur Verfügung stehen. Hierfür wird an der Kreuzung Berliner Allee/Königstraße die linke Geradeausspur gesperrt. Der reine Links- und Rechtsabbieger ist davon nicht betroffen. Da mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen ist, wird ortskundigen VerkehrsteilnehmerInnen empfohlen, diesen Bereich weiträumig zu umfahren. Die Straßenverkehrsbehörde bittet zudem alle VerkehrsteilnehmerInnen um erhöhte Aufmerksamkeit.

Pressemitteilung: Stadt Hannover

 

Stadtbibliothek aufgeschlossen“ –16. Termin am 1. Juli: Vorstellung des Hortus sanitatis

Die Stadtbibliothek Hannover wurde 1440 mit einer Buchschenkung durch Konrad von Sarstedt an den Rat der Stadt Hannover begründet und ist damit eine der ältesten Bibliotheken Deutschlands. Für die Reihe "Stadtbibliothek aufgeschlossen" öffnet die Zentrale in der Hildesheimer Straße 12 Magazine und Tresore: Jeden ersten Montag im Monat wird ein besonderes Buch aus der über 570-jährigen Geschichte vorgestellt.

Am 16. Termin dieser Reihe am Montag (1. Juli) präsentiert Bibliotheksdirektorin Dr. Carola Schelle-Wolff um 17 Uhr das naturkundlich-medizinische Fachbuch "Hortus sanitatis" von 1497, in dem neben Kräutern auch Tierarten und Mineralien dargestellt und behandelt werden. Das lateinische Werk geht auf den erstmals 1485 gedruckten "Gart der Gesundheit" zurück, gibt aber den Darstellungen der Tiere und Mineralien mehr Raum als die frühen deutschen Ausgaben.

Zuerst 1491 bei Meydenbach in Mainz erschienen druckte der Straßburger Drucker Johann Prüß 1497 den erfolgreichsten lateinischen Titel mehrfach nach und brachte ebenfalls mehrere deutsche Ausgaben heraus. Der "Hortus sanitatis" gilt als eines der wirkmächtigsten Werke des deutschen Mittelalters. Das unkolorierte und im vorderen Teil stark wurmstichige Exemplar stammt aus der Samm-ung der Ratsbibliothek.

Alle Interessierten sind herzlich willkommen, der Eintritt ist frei.

Pressemitteilung: Stadt Hannover

Die Welle – In Hannover?

Die Leinewelle

Die Leinewelle

Wir holen die Welle nach Hannover. Das hat sich die Initiative "Leinewelle" auf die Fahnen geschrieben.

Worum geht es dabei?

In der Leine am Hohen Ufer soll eine Möglichkeit für das sogenannte Fluss-Surfen geschaffen werden. Durch bauliche Maßnahmen am Wehr an dem einst die alte Wasserkunst stand soll eine stehende Welle beziehungsweise sogar gleich zwei davon Surfbegeisterte aus Hannover anziehen. Allein eine Verengung des Flusslaufes an dieser Stelle soll bereits genügen um eine ausreichende Fließgeschwindigkeit zu erzeugen. Die erforderliche Wassermenge kann über den Schnellen Graben reguliert werden.

Mit einer "Weißen Wanne" aus Beton die in das Flussbett integriert werden soll können an dieser Stelle durch eine Modulation des Untergrunds zwei stehende Wellen erzeugt werden. Idealerweise in verschiedene Höhen und damit auch unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden für Anfänger und Fortgeschrittene.

pdf Entwurf Leinewelle (pdf)

Kosten soll das Projekt ca. 400.000 € und mit der Firma Gundlach ist auch schon ein Projektpartner gewonnen worden.

Wie das Ganze aussehen könnte kann man sich bereits an mehreren Anlagen ansehen. Zum Beispiel gibt es in Bispingen beim Snow-Dome ein künstliches Becken oder auch in München wo der Eisbach entsprechend umgebaut wurde.

Eisbach – Surfimpressionen

http://www.youtube.com/watch?v=W1PglyY5cls

Alle Infos zum Projekt Leinewelle gibt es auf der Internetseite der Initiatoren unter www.leinewelle.de.

Fazit: Eine tolle Idee die sich mir eher bescheidenen Mitteln umsetzten lässt. Wenn man bedenkt, das die Stadt für den Umbau des Tramplatzes 3 Mio. € eingeplant hat sollte man vielleicht lieber einen Teil des Geldes in ein innovativeres Vorhaben stecken als dem Trammplatz eine Luxussanierung zukommen zu lassen. Auch Denkmalschützer sollten sich mit ihren Bedenken eher bedeckt halten. Als in den 60er Jahren die alte Flußwasserkunst abgerissen wurde spielten diese Gedanken auch keine Rolle wie bei so manchem Projekt zurzeit auch nicht. Falls es jemand vergessen haben, sollte der denkmalgeschützte Landtag steht gleich neben dem Leinewehr. Es ist noch nicht lange her das sich erst eine Bürgerinitiative gegen den Abriss start machen musste.

 

Also schon mal anpaddlen üben:

Anpaddeln am Maschsee

Anpaddeln am Maschsee

 

 

 

96 präsentiert die neuen Trikots für die Saison 2013/14

Auswärtstrikot

Auswärtstrikot

Heimtrikot

Heimtrikot

Pünktlich zum Trainingsauftakt unserer Bundesliga-Mannschaft hat Hannover 96 am Nachmittag das neue Heimtrikot und das neue Auswärtstrikot für die Saison 2013/14 vorgestellt. Das Heimtrikot unseres Ausrüsters JAKO mit dem Aufdruck unseres Hauptsponsors TUI ist erneut weinrot mit leuchtend rot abgesetzten Elementen, auswärts wird 96 in einem grünen Trikot antreten. Die modern und sportlich designten Shirts enthalten diverse attraktive Features, so zum Beispiel ein hochwertiges 96-Logo auf der Brust und im inneren Nackenband sowie Applikationen an Ärmel und einen "Hannover 96"-Schriftzug auf der Kragen-Rückseite.

Das neue 96-Heimtrikot ist ab Donnerstag, 27. Juni 2013, in den zwei 96-Fanshops an der Arena und in der City am Kröpcke sowie im Onlineshop erhältlich. Das Shirt kostet gegenüber der vergangenen Saison unverändert 69,96 Euro (als Erwachsenen-Trikot in diversen Größen). Das Kindertrikot – erhältlich in den Größen 128, 140, 152 und 164 – gibt es zum Preis von 49,96 Euro. Die Preise für den Rückendruck bleiben ebenfalls unverändert: 14,96 Euro für Eigenname und Wunschnummer sowie 11,96 Euro für Spielername und Nummer, Bundesliga-Logo auf dem Ärmel für 2,50 Euro sowie Logo Ärmelsponsor "Hermes" kostenlos.

Hannover 96 begleitet die Vorstellung der neuen Trikots in den kommenden Tagen mit diversen Marketing-Maßnahmen. Neben dem eigens produzierten Trikot-Spot "Jeder will es haben" auf der 96-Website und in den sozialen Netzwerken, dem Riesentrikot-Konfigurator auf www.hannover96.de und einer Facebook-App, mit der jeder Fan mit seinem Foto Teil unserer Mannschaftsaufstellung werden kann, wartet auf die ersten 1896 Käuferinnen und Käufer unseres neuen Trikots eine besondere Überraschung. Beim Kauf des neuen 96-Shirts erhalten sie einen Gutschein, der sie berechtigt, an einer einmaligen Aktion teilzunehmen. Mit ihnen entsteht im Herbst in der HDI Arena das "96-Mannschaftsfoto XXL", auf dem die 1896 Fans sowie unsere Bundesliga-Mannschaft mit Cheftrainer Mirko Slomka zu sehen sein werden.

Hannoverscher Sportverein von 1896 e.V.
Robert-Enke-Straße 1
30169 Hannover
www.hannover96.de

Seh-Fest 2013 startet am 16.07.

Vom 17. Juli bis zum 9. August findet das Seh-Fest 2013 auf der Gilde Parkbühne in Hannover statt. Top-Kinofilme unter freiem Himmel – Open Air im Herzen von Hannover. Gezeigt werden Der Hobbit, Django, Skyfall, Hangover 3 und vieles mehr. Zum nostalgischen Eintrittspreis von 5,00 € steht einem netten Open-Air-Kino-Picknick nichts mehr im Wege. Wenn das Wetter mitspielt also Picknick Korb und Decke gepackt und auf zur Parkbühne.

Programminfos unter: www.seh-fest.de

Vorbericht von h1:

Redaktion: Clara Wignank
Schnitt: Clara Wignank
Kamera: Mario Sadlau

www.h-eins.tv

 

Stadt, MusikZentrum und h1: 100. Abschluss im Bereich Veranstaltungs- und Medienberufe

Gemeinsam mit ihren kompetenten und engagierten Ausbildungsträgern, dem MusikZentrum und h1-Fernsehen aus Hannover, feiert die Landeshauptstadt Hannover den 100. Berufsabschluss im Bereich der Veranstaltungs- und Medienberufe. Seit 1999 fördert die Stadt die Ausbildung in moderne und zukunftsfähige Veranstaltungs- und Medienberufe und hat seitdem rund sieben Mio. Euro investiert. 100 junge Menschen haben die Ausbildungen zur Fachkraft für Veranstaltungstechnik, Veranstaltungskauffrau/-mann, Mediengestalter/in Digital und Print, Mediengestalter/in Bild und Ton, Kauffrau/-mann für audiovisuelle Medien erfolgreich abgeschlossen.

Die Stadt Hannover ermöglicht über den Ausbildungszeitraum von drei Jahren hinaus ein viertes Jahr Beschäftigung, damit die erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten in der Praxis erprobt werden können. Dieses Konzept trägt dazu bei, dass die Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöht werden und ein Übergang in weitere berufliche Perspektiven eröffnet wird.

Zitat Holger Maack: "Ich freue mich, dass wir mit der Stadt Hannover einen zuverla?ssigen Partner fu?r die Ausbildung in fu?nf verschiedenen Berufen haben und so vielen jungen Menschen eine berufliche Zukunft geben konnten und weiterhin geben wollen."

Zitat Peter Maurer-Ebeling: "Die Ausbildungskooperation ist ein Musterbeispiel gelungener Zusammenarbeit. Junge und engagierte Azubis erlernen ihren Traumberuf und liefern Nachrichten für Stadt und Region. Alle Beteiligten profitieren, die Stadt, die Azubis und h1."

Zitat Marlis Drevermann: "Die Stadt fördert Ausbildung und eröffnet Chancen für berufliche Perspektiven, auch im Bereich der Musikwirtschaft. Wir stehen ganz im Zeichen der UNESCO-City of Music-Bewerbung."

Zitat Harald Härke "Noch in diesem Jahr kommen mit dem Raschplatzpavillon und Faust e.V. zwei weitere Kooperationspartner hinzu. Ich wünsche mir einer Weiterführung dieses beispielhaften Projektes."

Pressemitteilung: Stadt Hannover

üstra Stationen werden mit Defibrillatoren ausgestattet

Ein Automatisierter Externer Defibrillator (Bild: Wikipedia)

Ein Automatisierter Externer
Defibrillator (Bild: Wikipedia)

Im Kampf gegen den plötzlichen Herztod werden die unterirdischen Stationen der üstra jetzt mit Defibrillatoren ausgestattet. Mit diesen Geräten kann jeder-mann ohne Vorkenntnisse im Notfall erste Hilfe leisten und so Leben retten. Möglich wird dies durch ein gemeinsames Projekt der Feuerwehr der Landeshauptstadt Hannover, der Medizinischen Hochschule Hannover, der Deutsche Herzstiftung e.V., der Wilhelm-Hirte-Stiftung, der protec Service GmbH, der Infrastrukturgesellschaft Region Hannover GmbH und der üstra.

In Deutschland sterben jährlich über 100.000 Menschen an plötzlichem Herztod – ganz ohne gesundheitliche Vorzeichen. In 80 Prozent dieser Fälle führt eine Störung des normalen Herzrhythmus – das sogenannte Herzkammerflimmern – zum Kreislaufstillstand. Damit das Herz seine normale Tätigkeit wieder aufnehmen kann, muss es „entflimmert“ werden. Dieses „Entflimmern“ wird als Defibrillation bezeichnet und geschieht durch gezielte Stromstöße eines AED (Automatisierte Externe Defibrillation).

Daher haben sich die genannten Institutionen in Hannover mit dem Ziel zusammengeschlossen, unter dem Motto „Hannover zeigt Herz“ ab Juni 2013 alle U-Bahn Stationen und das üstra Kundenzentrum mit insgesamt 46 AEDs auszustatten, die von Laien ohne Vorkenntnisse zur Ersten Hilfe benutzt werden können. Finanziert wird das Vorhaben durch Spenden an die Deutsche Herzstiftung, die die Geräte beschafft und installiert. Hierzu hat die Wilhelm Hirte Stiftung 70.000 Euro und die üstra 60.000 Euro gespendet. „Wenn pro Jahr auch nur ein Menschenleben durch Defibrillatoren gerettet werden kann, dann ist dies schon ein verantwortungsvoll eingesetzter Betrag“, erklärte dazu Wilhelm Lindenberg, im Vorstand der üstra zuständig für Personal und Betrieb. „Wir wollen damit auch in gesundheitlicher Hinsicht Verantwortung für das Wohlergehen unserer Fahrgäste übernehmen“, sagte Wilhelm Lindenberg, der allen Projektbeteiligten den Dank der üstra für ihr Engagement aussprach.

Der Betrieb der AEDs wird von der Feuerwehr der Landeshauptstadt Hannover übernommen. Sie stattet die Standorte nach dem Einsatz eines AEDs mit einem Austauschgerät aus. Dabei wird sie von der protec, dem Sicherheitsdienst der üstra unterstützt. Die Standorte der AEDs sind mit der Infrastrukturgesellschaft Region Hannover abgestimmt, die Eigentümerin des Stadtbahnnetzes ist. Die ärztliche und wissenschaftliche Begleitung des Projekts hat die Kardiologie der Medizinischen Hochschule Hannover übernommen. Sie hat in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr 10 Mitarbeiter der üstra im Umgang mit den Defibrillatoren geschult. Diese Mitarbeiter haben als Multiplikatoren wiederum 164 Mitarbeiter aus den Organisationsbereichen Leitstelle, Mobile Service Teams, Kundenzentrum sowie Fahrausweisprüf- und Sicherheitsdienst der üstra und der protec unterwiesen.

Pressemitteilung: Üstra Hannover

Krippenplatzprogramm: Stadt zieht Erfolgsbilanz

Mit fünf Jahren Vorlaufzeit rückt der Stichtag näher, an dem der Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz in Kraft tritt.

Thomas Walter, Jugend- und Sozialdezernent der Stadt Hannover, zieht Bilanz zu dem 2008 aufgelegten Ausbauprogramm "5 x 300 Plätze U3" und zeigt auf, wie sich die Versorgungssituation in der Kleinkindbetreuung in der Landeshauptstadt darstellt.

"Die Stadt Hannover hat sich seit 2008 auf die Einführung des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz für Unterdreijährige vorbereitet", erläutert Walter. "In fünf Jahren insgesamt 1.800 Plätze zu schaffen, war das Ziel. Nach heutigem Stand wird das Programm zum 1. August zu rund 95 Prozent realisiert sein; die noch ausstehenden Plätze werden bis zum Jahresende ans Netz gehen."

Schon jetzt werden wegen absehbar weiterer Nachfrage, auch aufgrund von Bevölkerungswachstum, 300 zusätzliche Plätze durch die Stadtverwaltung vorbereitet. Ob das dann erreichte Volumen ausreicht, tatsächlich jedem Kind einen Krippenplatz zu garantieren, kann nach Einschätzung Walters noch nicht abschließend beurteilt werden: "Hannover wird mit Sicherheit seine Anstrengungen so lange fortsetzen, bis eine vollständige Bedarfsdeckung erreicht ist."

Auf dem Weg zu einem möglichst durchlässigen System von Bildung, Betreuung und Erziehung, hat der Ausbau der Kinderbetreuung in der Landeshauptstadt  Hannover schon immer einen hohen Stellenwert gehabt. So bestehen z.B. aktuell 13.536 Plätze für Kindergartenkinder, die einer Versorgungsquote von 99,5 Prozent entsprechen; 92 Prozent der Plätze sind in 3/4-Betreuung und Ganztagsversorgung.

Infolge der paradigmatischen Neuausrichtung der Familienpolitik auf der Bundesebene zugunsten einer deutlich verstärkten Propagierung der außerfamiliären Kinderbetreuung ("Krippen-Gipfel") wurde vom Bundesgesetzgeber – unter Zustimmung der Länder – Ende des Jahres 2008 ein individueller Rechtsanspruch auf eine Kinderbetreuung auch für die ein- und zweijährigen Kinder ab dem 1. August 2013 beschlossen. Dabei legte der Bundesgesetzgeber zunächst eine Bedarfsdeckungsquote von durchschnittlich 35 Prozent fest und dieser auch die gewährten Finanzhilfen zugrunde. Zwei Jahre später, nachdem erstmals, seitdem aber fortlaufend, festgestellt wurde, dass dies zu niedrig gegriffen war und die Diskussion in der Bevölkerung und die wachsenden Angebote auch zusätzliche Nachfrage schaffen – wurde diese Zielquote auf nunmehr 39 Prozent erhöht.

Insbesondere in vielen großen und Universitätsstädten wurde allerdings darüber hinaus schnell deutlich, dass auch dieser – frei angenommene – Wert zur Erreichung des Rechtsanspruchs (2013) deutlich zu niedrig angesetzt war.

Ausbauprogramm in Hannover Vor dem Hintergrund der Erfahrungen mit dem Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz (seit 1996), dem zur Verfügung stehenden zeitlichen Spielraum sowie der völlig unsicheren realen Bedarfslage (Einführung eines neuen Systems; teilweise noch gar nicht geborene Kinder; Vielzahl individueller Entscheidungsfaktoren; Bevölkerungsentwicklung; Inanspruchnahme des zeitgleich beschlossenen Betreuungsgeldes) entschloss sich die Stadtverwaltung zunächst ein fünfjähriges Ausbauprogramm aufzulegen, bei dem beginnend ab 2009 in jedem Jahr durchschnittlich 300 neue U-3-Plätze geschaffen werden sollten (Drucksache Nr. 0049/2008). 1.500 dieser Plätze sollten in neu errichteten und aus- oder umgebauten Krippen sowie 300 Plätze bei Tagesmüttern geschaffen werden. Aufgrund der damaligen Annahmen wurde davon ausgegangen, dass 300 Kindergartenplätze in Krippenplätze umgewandelt werden könnten.

Der Rat der Stadt stockte im Jahr 2010 auf Antrag der Fraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen (Drucksache Nr. 1990/2010) das Programm um weitere 300 Plätze auf.

Ausgehend vom Bestand an Plätzen und der neu zu schaffenden Plätze ergab sich die für das Jahr 2013 eine zu erreichende Zahl von 5.161 Plätzen. Auf Basis der Prognosen von 2008 hätten diese einem Versorgungsgrad der Ein- und Zweijährigen von etwa 60 Prozent entsprochen, was – angesichts der seinerzeit bekannten Einschätzungen – einer durchaus realistischen Bedarfsdeckung entsprach.

Für die Landeshauptstadt Hannover stellte sich allerdings schon ab Mitte 2010 heraus, dass das Ausbauprogramm mit einer deutlich wachsenden Bevölkerung konfrontiert wurde: Statt etwa 8.700 rechtsanspruchsberechtigten Kindern war nunmehr von etwa 300 bis 400 Kindern mehr im Zieljahr 2013 auszugehen. Zudem zeigte sich, dass eine Umwandlung von Kindergartenplätzen aufgrund des auch hier gewachsenen Bedarfs nicht möglich war.

n der Folge wurde deshalb beschlossen, zunächst bis zu 300 weitere Krippenplätze in Planung zu geben, auch wenn ihre konkrete Fertigstellung nicht mehr exakt den Stichtag 1. August 2013 erreichen konnte.

Bis Ende 2013 sollen nunmehr insgesamt 5.236 Plätze zur Verfügung stehen. Auf Basis der 2013 inzwischen tatsächlich lebenden rund 9.600 Kinder im Alter von ein bis zwie Jahren ergibt sich damit eine voraussichtliche Versorgungsquote zum Stichtag 1. August 2013 von 55,2 Prozent.

Auch dieser Wert stellt noch einen oberen Wert im Vergleich bundesdeutscher Großstädte bei der Kleinkindbetreuung dar.

Ergebnis Ausbauprogramm Zum 1. August werden etwa 1.700 Plätze des Ausbauprogramms tatsächlich "ans Netz" gegangen sein; das entspricht 95 Prozent des vor fünf Jahren geplanten Programms. Die restlichen Plätze des Ausbauprogramms werden bis zum Jahresende 2013 hinzukommen.

Mit diesem Ergebnis konnte ein in seiner Dimension einmaliger Kraftakt durch die Stadtverwaltung – mit einer geringfügigen Verzögerung von einem kleinen Teil der neuen Plätze – erfolgreich umgesetzt werden. Verzögerungen sind dabei im Wesentlichen durch den überdurchschnittlichen strengen Winter sowie durch unvermeidliche projektinterne Faktoren bedingt worden.

Für die dann 1.811 neuen Krippenplätze sind – neben Anmietungen – auch zirka 42 Millionen Euro Investitionen in Neu-, An- und Umbauten getätigt worden. Davon entfallen 15 Millionen Euro auf Bundes- beziehungsweise Landesmittel; etwa 13 Millionen Euro sind aus städtischen Mitteln getätigt worden. Für den laufenden Betrieb aller Krippen wird die Stadt ab 2014 jährlich rund 25,2 Millionen Euro ausgeben.

Die bis Jahresende insgesamt neu geschaffenen 1.811 Plätze verteilen sich auf: – 556 Plätze in Einrichtungen bei Freien Trägern der Wohlfahrtspflege – 941 Plätze bei Elterninitiativen, privaten Trägern und Betriebskrippen – 314 Plätze in städt. Einrichtungen.

Für diese 1.811 Plätze wurden: – 19 Kindertagestätten neugebaut – 61 Kindertagesstätten umgebaut – 11 Kindertagestätten angebaut und – 15 Kindertagestätten umstrukturiert.

Weil bei den Neubauten reine Großkrippen (mehr als drei Gruppen) pädagogisch wenig sinnvoll sind (fehlende Übersichtlichkeit/fehlender Übergang in den Kindergarten) wurden in den insgesamt neun großen (fünfgruppigen) Neubauten zeitgleich über 400 neue Kindergartenplätze (Drei- bis Sechsjährige) geschaffen, die den gewachsenen Kinderzahlen nachhaltig Rechnung tragen.

Außerdem sind im Ausbauprogramm die Voraussetzungen geschaffen worden, bis zu 24 Plätze für Kleinkinder mit einer Behinderung – abhängig von der jeweils konkreten örtlichen Nachfrage – zu berücksichtigen, obwohl jede Aufnahme mit der Reduzierung der maximalen Gruppengröße von 15 auf 12 Plätze verbunden ist. Der Rechtsanspruch wird somit in Hannover konsequent auch auf integrative Betreuung angewandt, die bisher in jedem gewünschten Fall in Hannover umgesetzt werden konnte und auch weiter werden soll.

Personal Neben der planerischen und baulichen Umsetzung der neuen Plätze in dem gegebenen Zeitrahmen zählt der zusätzliche Personaleinsatz in den neuen Krippen mit dem entsprechenden Fachpersonal zu einer der größten Herausforderungen des Ausbauprogramms. Qualifiziertes Personal musste für die über 120 neuen Krippengruppen gefunden werden, zudem noch bis zum Ende diesen Jahres für 13 Kindergartengruppen, die ebenfalls neu geschaffen wurden. Insgesamt wurden durch den Krippenausbau etwa 280 zusätzliche Dauerarbeitsplätze für pädagogisches Fachpersonal neu geschaffen. Hier haben die Träger der Einrichtungen einen wahren Kraftakt erbringen müssen, auf einen nahezu ausgeschöpften Arbeitsmarkt genügend geeignetes Personal zu finden. Entsprechende Maßnahmen, um den Arbeitsplatz "Kinderbetreuung" für angehende ErzieherInnen attraktiv zu machen, wurden ergriffen.

Beispielhaft dafür: – Bekanntmachen des Berufsbildes und der Ausbildung – gezielte Informationen an männliche Interessenten für diesen Ausbildungsgang – Schaffung von Arbeitsplätzen für die berufsbegleitende Ausbildung – Qualifizierung für Arbeitssuchende

Notwendig für die Zukunft ist, dass unter anderem die Ausbildungskapazitäten an den Fachschulen dem Bedarf angepasst werden, notwendige Reformen (zum Beispiel weitere Ausbildungsformen zulassen) angestoßen werden und eine – auch finanzielle – Attraktivitätssteigerung des Berufes erfolgt, um für mehr Interessierte den Einstieg in den ErzieherInnen-Beruf zu erreichen.

Perspektiven Ob der am 1. August wirksam werdende individuelle Rechtsanspruch vor den Hintergrund des erfolgreichen Ausbauprogramms in jedem Einzelfall umgesetzt werden kann, bleibt abzuwarten. Festzuhalten ist zunächst, dass der reine Rechtsanspruch – ebenso wie mögliche auf ihn gegründete Klagen – für sich keine Plätze schaffen kann. Dies kann nur durch fortgesetzte Investitionen in die Einrichtungen erfolgen; die Stadt wird dieses in jedem Fall bis zur tatsächlichen Bedarfsdeckung fortschreiben.

Für die Stadtverwaltung bleibt es deshalb zu wie auch nach diesem Stichtag zentrales Ziel, in der Kinderbetreuung ein bedarfsgerechtes Versorgungssystem – gerade auch im U3-Bereich – zu schaffen. Deshalb werden schon jetzt auch nach diesem Datum weitere Krippenplätze geplant und dort, wo sie örtlich besonders nachgefragt werden, eingerichtet werden. Für rund 145 Plätze bestehen bereits objektscharfe Vorbereitungen, die eine konkrete Umsetzung im Laufe des Jahres 2014 absehbar machen. Sollten darüber hinausreichende Bedarfe deutlich werden, werden auch diese Planungen weiter aufgestockt.

Sofern Eltern einen gewünschten Platz nicht zum nachgefragten Zeitpunkt erhalten können, müssen allerdings – auch unter Geltung des Rechtsanspruches – Kompromisslösungen gesucht werden. Dazu gehört – wie schon bisher – dass rechtlich eine Betreuung auch an anderer Stelle als der Wohnungsumgebung im Stadtgebiet nachgewiesen werden kann. Auch eine Betreuung in einer Großtagespflege oder bei einer Tagesmutter ist geeignet, den reinen Rechtsanspruch zu erfüllen. Die Stadt hat deshalb auch die Beiträge für eine Betreuung in Tagespflege deutlich abgesenkt, eine Sozialstaffel für sie eingeführt und sie mit den Kita-Beiträgen vergleichbar gemacht.

Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass für die Geltendmachung eines Rechtsanspruchs ein Vorlauf von drei Monaten als angemessen gelten kann; das Familienservicebüro der Stadt (Kurt-Schumacher-Straße 24) als zentrale koordinierende Anlaufstelle wird jedoch bemüht sein, nachfragenden Eltern auch schon innerhalb dieser Frist eine möglichst ihren Wünschen nachkommende Betreuungsmöglichkeit nachzuweisen.

Pressemitteilung: Stadt Hannover

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