Monate: November 2015

Spielpark WAKITU: „Lebendiger Adventskalender“ für Klein und Groß

Hinter seinen Türchen ist viel mehr als Schokolade zu entdecken: Der „lebendige Adventskalender“ im Spielpark WAKITU, Hohenzollernstr. 57, verkürzt das Warten auf Weihnachten mit spannenden Aktionen zum Mitmachen. Vom 1. bis 20. Dezember gibt es jeden Tag um 16 Uhr etwas zu erleben – beim Offenen Singen mit Holger Kirleis, in der Märchenjurte mit den „Falken“, bei Geschichten mit dem Theater im Turm, am Lagerfeuer, beim Handwerkern oder Musik machen.

Bei einigen Veranstaltungen sind die Plätze begrenzt. Informationen gibt es auf www.kinderkultur-stadt-hannover.de oder auf www.seilgarten-hannover.de.

Der „Lebendige Adventskalender“ ist ein Kooperationsprojekt des Freizeitheims Lister Turm, des Spielparks WAKITU, des Falken-Jugendzentrums Lister Turm, des Jugendtreffs Downtown, des Seilgartens Hannover und der Evangelischen Freikirchlichen Gemeinde (EFG) Hannover Walderseestraße.

Herrenhausen-Stöcken: Bezirksbürgermeisterin lädt zu Anwohnerinformation über Flüchtlingsunterbringung

Bezirksbürgermeisterin Marion Diener lädt die EinwohnerInnen von Herrenhausen-Stöcken am Montag (7. Dezember), 18.30 Uhr, in das Gemeindehaus der Herrenhäuser Kirche, Hegebläch 18, 30419 Hannover, zu einer Anwohnerinformation über die Flüchtlingsunterbringung in der Dorotheenstraße ein.

Es wird die Planung vorgestellt und es besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Wer sich für die Flüchtlinge engagieren möchte, findet AnsprechpartnerInnen.

Baumschutzsatzung: Obstbäume bleiben wie bisher ausgenommen

Die aktuelle Diskussion über die geplante Änderung der Baumschutzsatzung beruht auf Missverständnissen. So ist offenbar der Eindruck entstanden, Obstbäume seien ebenfalls betroffen. „Wie bisher sind von der Regelung Obstbäume ausgenommen. Damit würde sich im Fall eines Beschlusses des Rates mit der neuen Satzung keinerlei Änderung für die Kleingärten in Hannover ergeben“, macht Karin van Schwartzenberg, Leiterin des Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün deutlich. „Die bisher gültige Formulierung nimmt bereits ‚alle Obstbäume, die Ertragszwecken dienen‘ aus dem Geltungsbereich der Satzung heraus. Damit ist auch der private Apfelbaum im Hausgarten oder Kleingarten gemeint. Dieser Passus wird jetzt deutlicher formuliert. Wie bisher geschützt bleiben Obstbäume entlang von Straßen und Wegen sowie Walnussbäume, Esskastanien und Wildobstbäume – die in der Regel aus gestalterischen Gründen und nicht zum Zwecke der Obsternte gepflanzt wurden.“

Auch in anderen Punkten geht es in der aktualisierten Fassung der 20 Jahre alten Baumschutzsatzung nicht um Verschärfungen, sondern um konkrete und damit genauere Hinweise auf die Einschränkungen für den Baumschutz, wie sie schon bisher Praxis sind. Auch in der alten Fassung der Satzung (Paragraf 3) gilt, dass geschützte Bäume „in ihrer typischen Erscheinungsform“ nicht wesentlich zu verändern sind. Konkrete Erläuterungen und Abgrenzungen zu den Freistellungen fehlten bislang. In der Neufassung ist ausgeführt, dass „wesentliche Eingriffe in die Baumkrone“ nicht zugelassen sind. Dazu zählt das Kappen in der Höhe wie auch die Entnahme gesunder Stark-Äste ab zehn Zentimetern Durchmesser. Dieses Maß wurde auch bisher schon zugrunde gelegt und stützt sich aus Erfahrungen und Angaben in der Fachliteratur.

Die Neufassung der Baumschutzsatzung bringt also keine Veränderungen in der Praxis. Sie ist aber notwendig, weil sich übergeordnete gesetzliche Rahmenbedingungen (das Bundesnaturschutzgesetz und das niedersächsische Ausführungsgesetz zum Bundesnaturschutzgesetz) geändert haben. Zudem hat die Rechtsprechung der vergangenen Zeit das Erfordernis der Konkretisierung einiger Regelungen eingefordert . Weil im Laufe der vergangenen 20 Jahre in der praktischen Anwendung der Satzung an einigen Punkten Änderungsbedarf erkannt wurde, hat die Verwaltung die Gelegenheit genutzt, die unklaren Passagen zu überarbeiten. Im Rahmen der Überarbeitung wurde die gesamte Satzung einer erneuten inhaltlichen und rechtlichen Prüfung unterzogen. Dabei wurde auch die 2012 aktuelle Mustersatzung des Deutschen Städtetages zugrunde gelegt.

Die umfassendsten Änderungen und Konkretisierungen enthalten die Regelungen zu Ersatzpflanzungen (Paragraf 7): Die AntragstellerInnen konnten bisher nicht einschätzen, welche Ersatzauflagen bei einer Genehmigung gemacht werden, und hatten entsprechend keinen Anhaltspunkt, welche Kosten auf sie zukommen werden. Genau dieses wurde von der Rechtsprechung kritisiert. Die jetzt genaueren und ausführlicheren Passagen, unter anderem die gestaffelten Angaben zu erforderlichen Pflanzgrößen und Kosten, beheben diesen Mangel.

Die Vorlage der Stadtverwaltung zur Änderung der Baumschutzsatzung wird voraussichtlich im Januar von den Ratsgremien behandelt. Nach einem entsprechenden Beschluss würde die neue Satzung im ersten Quartal des Jahres 2016 in Kraft treten. Bis dahin gilt die bisherige Satzung. Die Beschlussvorlage für die Novellierung trägt die Drucksachennummer 2474/2015 und ist im Internet unter www.ratsinfo-hannover.de zu finden.

„Stadtbibliothek aufgeschlossen“ zu den Wandmalereien der verschütteten Stadt Herculaneum

In der Reihe „Stadtbibliothek aufgeschlossen“ stellt Dr. Anne Viola Siebert, Kuratorin der Antikensammlung des Museum August Kestner, am Montag (7. Dezember) um 17 Uhr in der Stadtbibliothek Hannover, Hildesheimer Straße 12, den siebten Band „Le Pitture antiche d’Ercolano e contorni incise con qualche spiegazione: tomo quinto, Napoli: Regia stamperia, 1779“ des Werkes „Antichia di Ercolano“ vor. Dabei handelt es sich um Informationen zur Ausgrabungsgeschichte Herculaneums.

Die Stadt Herculaneum wurde beim großen Vesuvausbruch im August 79 n. Chr. – im Gegensatz zu Pompeji – so stark verschüttet, dass sie gänzlich verschwand. Erst im späten 17. Jahrhundert wurde die Erinnerung an Herculaneum wieder wachgerufen, als bei Brunnenbohrungen in dem kleinen Ort Resina Reste des antiken Theaters ans Tageslicht kamen. Auf Veranlassung Karls III. von Bourbon, König beider Sizilien (1716 – 1788), begannen 1738 die systematischen Ausgrabungen im antiken Herculaneum.

Diese Phase der Ausgrabungsgeschichte Herculaneums gehört historisch betrachtet zu den herausragendsten. Wöchentlich verfasste kurze Grabungsberichte unterrichteten Laien und Forscher über den Fortgang der Arbeiten. Die Exklusivrechte an der Veröffentlichung der Ergebnisse erteilte Karl III. seiner eigens für die Erforschung des antiken Herculaneum 1755 gegründeten „Reale Accademia Ercolanense di Archeologia“. Durch das konsequente Publikationsrecht kamen zusammenhängende Ergebnisse zunächst nur sehr schleppend an die Öffentlichkeit. Gesicherte Informationen zu den Arbeiten in den Vesuvstädten waren bis zum Erscheinen der „Antichita di Ercolano“ kaum zu bekommen. Dieses Werk, das 1757 bis 1792 in acht Bänden erschien, enthielt als siebten Band „Le Pitture antiche d’Ercolano e contorni…: tomo quinto“, der sich ausschließlich mit der Wandmalerei beschäftigte. Diese Gattung eröffnete ein völlig neues Bild von der Antike.

Jeden ersten Montag im Monat stellt die Stadtbibliothek ein besonderes Buch vor. Der Eintritt zu dieser Veranstaltungsreihe ist frei.

WLAN: Stadt ermöglicht Flüchtlingen den Zugang zum Internet

Stadt kooperiert mit dem regionalen Unternehmen htp, um in Flüchtlingsunterkünften WLAN-Hotspots einzurichten.

Für viele Fllüchtlinge ist der Zugang zum Internet die einzige Möglichkeit, um mit der Familie und den Freuden in der Heimat zu kommunizieren. Auch können die Flüchtlinge sich im Internet über die für sie zuständigen Behörden sowie über konkrete Bildungs- und Hilfsangebote informieren. Aus diesem Grund richtet die Stadt in enger Kooperation mit dem regionalen Unternehmen htp in vielen Flüchtlingsunterkünften WLAN-Hotspots ein. „Es ist extrem wichtig für die Lebenssituation der Flüchtlinge, dass sie mit ihren Familienangehörigen und Freunden kommunizieren können“, betont der für Informations- und Kommunikationssysteme zuständige Stadtrat Harald Härke. „Umso mehr freue ich mich, dass htp kurzfristig bedarfsgerechte Lösungen anbieten konnte.“

Im Fokus dieser Maßnahme stehen sowohl die Wohnheime und die Wohnprojekte als auch die Notunterkünfte. Elf Wohnheime und sieben Notunterkünfte wurden bereits an das Netz angeschlossen. Die Einrichtung der WLAN-Hotspots in den weiteren Unterkünften soll nach Möglichkeit noch in diesem Jahr abgeschlossen sein. Ziel ist es, fünf bis zehn Unterkünfte pro Woche ans Netz zu bringen.

Bandbreiten von bis zu 100 Mbit/s in den Unterkünften

Die Anbindung erfolgt jeweils über einen von der Stadt angemieteten DSL-Anschluss. Zur Verfügung stehen je nach Objekt Bandbreiten von bis zu 100 Mbit/s. Für größere Unterkünfte mit mehreren hundert Menschen wie dem ehemaligen Oststadtkrankenhaus oder dem ehemaligen Baumarkt an der Badenstedter Straße wird die Anbindung per Glasfaserkabel angestrebt. „Als regionaler Telekommunikationsanbieter verfügen wir über detaillierte Ortskenntnisse und umfassende Erfahrung beim Aufbau von WLAN-Hotspots auf Basis von VDSL- und glasfaserbasierten Internetanschlüssen“, sagt htp-Geschäftsführer Karsten Schmidt. Die Zugangspunkte werden dabei in die Gemeinschaftsbereiche der Unterkünfte gelegt.

Großer Musikflohmarkt in der Zentrale der Stadtbibliothek Hannover

Von Sonnabend (5. Dezember) bis zum Sonnabend (12. Dezember) öffnet der Musikflohmarkt in der Stadtbibliothek Hannover, Hildesheimer Str. 12, sonnabends von 11 bis 16 Uhr sowie montags bis freitags von 11 bis 19 Uhr seine Tore. Die Musikbibliothek bietet eine große Auswahl an Noten aus allen Stilrichtungen sowie Büchern und Klassik-Schallplatten zum Stöbern und Einkaufen an. Vom Erlös werden neue Medien für die Musikbibliothek angeschafft.

Kinderbetreuung: Ausbauprogramm wird fortgesetzt – Drei Kita-Neubauten

Im April 2014 hat die Verwaltung das Ausbauprogramm „Hannover bleibt am Ball“ für Kinderbetreuung in Krippen und Kindergärten vorgelegt. Dieses wird nun fortgesetzt, unter anderem mit dem Bau drei neuer Kindertagesstätten. Für diese wird die Errichtung in öffentlich-privater Partnerschaft (ÖPP) geprüft. Der Vorschlag ist am Montag (23. November) den Ratsgremien vorgestellt worden.

„Allein mit dem Ausbauprogramm ‚Hannover bleibt am Ball‘ und seiner Fortsetzung werden bis 2020 insgesamt rund 1.350 neue Betreuungsplätze für Kinder mit Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz geschaffen“, erläutert Jugend- und Sozialdezernent Thomas Walter. „Drei weitere große Neubauvorhaben sind darin enthalten. Allein diese zeigen, wie ernst die Stadt ihren Auftrag nimmt, nicht nur kurzfristig, sondern mit langanhaltender Perspektive die Kinderbetreuung in der Stadt zu gewährleisten. Sie trägt damit dazu bei, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, aber auch die Teilhabe an Bildung von frühester Lebenszeit an zu sichern, auch bei steigenden Kinderzahlen und wachsenden Ansprüchen an die Kinderbetreuung.“

Ausbauprogramm „Hannover bleibt am Ball“

Das Programm sieht vor, von 2014 bis 2017 900 neue Krippen- und 500 Kindergartenplätze zu schaffen. Nach dem jetzigen Planungsstand werden alle Plätze bis zum Kindergartenjahr 2018/19 in Betrieb genommen.

Es wird davon ausgegangen, dass die Zahl der Krippenkinder mit einem Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz von aktuell 10.037 (30. September) auf rund 10.600 Ende September 2016 und darüber hinaus weiter steigen wird. Daher wird bereits heute die Fortführung des Ausbauprogramms „Hannover bleibt am Ball“ für die Kindergartenjahre 2018/19 und 2019/20 mit 337 neuen Plätzen geplant. (Verteilung der Plätze auf Einrichtungen und Jahre siehe Anlage).

Zusätzlich wird die Errichtung temporärer Anlagen in Modulbauweise geprüft. Außerdem sollen die Tagespflegeplätze erhöht werden und wird von Umwandlung von Hortplätzen ausgegangen.

Die Zahl der Kindergartenkinder (Drei- bis Fünfjährige) wird von 13.945 (30. September 2015) voraussichtlich auf rund 14.020 Ende September 2016 steigen. Hier wird auf Grundlage aktueller Entwicklungen zeitnah geprüft, ob neben den 500 Plätzen des Ausbauprogramms weitere notwendig sein werden.

Drei Kita-Neubauten

Teil der Fortsetzung des Ausbauprogramms ist der Bau von drei neuen Kindertagesstätten, die zum Kindergartenjahr 2018/19 in Betrieb gehen sollen: Das Familienzentrum in der Walter-Ballhause-Straße (Linden), eine Kindertagesstätte in der Hohe Straße (Linden) und ein Familienzentrums in der Beckstraße (Mühlenberg).

Familienzentrum „Walter-Ballhause-Straße“

Das Familienzentrum „Walter-Ballhause-Straße“ entspricht neben dem allgemeinen Bedarf an Krippen- und Kitaplätzen in Linden-Limmer dem Anspruch, betriebseigene Betreuungsangebote für Kleinkinder auszuweiten.

Für die neue vier-gruppige Kindertagesstätte ist daher eine Struktur von zwei Betriebskrippengruppen (zweimal 15 Kinder im Alter von ein bis zwei Jahren), einer öffentlichen Krippengruppe (15 Kinder im Alter ein bis zwei Jahren) sowie einer Kindergartengruppe (25 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren) vorgesehen. Diese bereits bestehende Kindergartengruppe im Spielhaus Walter-Ballhause in Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt (AWO) wird in die neue Einrichtung in städtischer Trägerschaft übergehen.

Insgesamt stehen maximal 70 Betreuungsplätze zur Verfügung, die sowohl den Rechtsanspruch auf einen Krippen- als auch auf einen Kindergartenplatz sicherstellen. Der Neubau der Kindertagesstätte wird in unmittelbarer Nähe zum Spielhaus Walter-Ballhause entstehen.

Neubau der Kita „Hohe Straße“

Der Neubau der Kita „Hohe Straße“ entspricht dem hohen Bedarf an Krippen- und Kindergartenplätzen besonders im Stadtteil Linden-Mitte. Bereits im Altgebäude der ehemaligen Kita Hohe Straße wurden zwei Krippengruppen als Vorlauf des jetzt geplanten Neubauprojektes eingerichtet. Für den Neubau ist eine Struktur von drei Krippengruppen (dreimal 15 Kinder im Alter von ein bis zwei Jahren) und zwei Kindergartengruppen (zweimal 25 Kinder im Alter von drei bis fünf Jahren) vorgesehen. Bei allen Plätzen handelt es sich um ganztätige Betreuungsangebote. Baulich wird bei einer der Kindergartengruppen die Möglichkeit einer integrativen Betreuung Berücksichtigung finden.

Die sich zurzeit in dem Altgebäude befindlichen beiden städtischen Krippengruppen werden nach Fertigstellung des Neubaus in diesen überführt. Die Kita wird weiterhin in städtischer Trägerschaft bleiben.

Familienzentrums „Beckstraße“

Der Neubau des Familienzentrums „Beckstraße“ im Stadtteil Mühlenberg ist als achtgruppigen Kindertagesstätte geplant. Das Raumprogramm für das Gebäude sieht zwei Krippengruppen (30 Kinder), drei Kindergartengruppen (75 Kinder), eine integrative Kindergartengruppe (18 Kinder) und zwei Hortgruppen (40 Kinder) vor. Insgesamt könnten in der neuen Einrichtung bis zu 163 Kinder betreut werden.

Diese Planung beinhaltet gleichzeitig, dass die städtische Kindertagesstätte in dem Wohngebäude Canarisweg 21 (zwei Kindergartengruppen und zwei Hortgruppen) aufgegeben und in die neue Kindertagesstätte Beckstraße übergeleitet wird. Die geplante Gruppenstruktur ermöglicht die Übernahme aller bereits im Canarisweg 21 betreuten Kinder und erweitert das gesamte Betreuungsangebot. Die neue Einrichtung soll als Familienzentrum in städtischer Trägerschaft weitergeführt werden.

Vorfreude auf eine romantische Erlebniswelt: Weihnachtsmarkt eröffnet am Mittwoch

Die Vorfreude auf kommenden Mittwoch (25. November) ist groß: Der traditionelle Weihnachtsmarkt in der historischen Altstadt öffnet dann seine Pforten. Auf der Bühne am Portal der Marktkirche geben Oberbürgermeister Stefan Schostok und Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann um 16 Uhr das offizielle Startsignal für das 28-tägige Event (bis 22. Dezember). An rund 190 weihnachtlich geschmückten Ständen aus dem Erzgebirge und dem Thüringer Wald werden unter anderem Holzspielsachen, kunstgewerbliche Artikel, Keramik und Haushaltswaren angeboten. GlasbläserInnen, TöpferInnen und KerzenmacherInnen zeigen ihr handwerkliches Geschick. Auch für das leibliche Wohl der Gäste ist mit einer vielfältigen Auswahl weihnachtlicher Speisen, Getränke und Süßigkeiten gesorgt. Die Eröffnung wird musikalisch von der hannoverschen Kultband „Spielvereinigung Linden-Nord“ begleitet.

„Alle Jahre wieder freuen sich Erwachsene und Kinder in Stadt und Umland auf diese familienfreundliche Veranstaltung mit ganz besonderer Ausstrahlung“, sagte Sabine Tegtmeyer-Dette, Hannovers Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin. „Die Planerinnen und Planer legen Wert darauf, dass nicht allein der kommerzielle Umsatz im Vordergrund steht, sondern eine romantische Erlebniswelt für die ganze Familie geschaffen wird. Mithilfe einer sorgfältigen Inszenierung können Besucherinnen und Besucher sich vom warmen Licht Tausender Kerzen und den besonderen Düften verzaubern lassen und werden in die erwartungsvolle Stimmung ihrer Kindheit zur Vorweihnachtszeit zurückversetzt.“

Der hannoversche Weihnachtsmarkt bietet zahlreiche Möglichkeiten der Unterhaltung und Einstimmung auf das Weihnachtsfest. Allein auf dem traditionellen Marktteil rund um die Marktkirche laden rund 130 weihnachtlich geschmückte Stände vor den angestrahlten historischen Gebäuden ein. Einer der jährlichen Höhepunkte ist das „Finnische Weihnachtsdorf“ mit einem echten Lappenzelt auf dem Ballhofplatz. Dort werden finnische Spezialitäten und Handwerksarbeiten angeboten.

Einen Rundgang bildet das historische Weihnachtsdorf, das mittelalterliches Stadtleben in seiner ganzen Beschaulichkeit demonstriert und sich rund um das historische Museum über die Burgstraße, Roßmühle, Klostergang und Pferdestraße erstreckt. Handwerks-Vorführungen und Aktionen vielfältiger Art sollen in einer „Handwerkergasse“ zum Mitmachen animieren. Dort können die BesucherInnen zum Beispiel filzen oder schmieden. Ein neues Angebot macht das Historische Museum an den Adventssonnabenden: BesucherInnen, die ein Stück begehbares Mittelalter erleben möchten, können auch den Beginenturm, der sich mitten im historischen Marktteil befindet, am 28. November sowie am 5.,12. und 19. Dezember von 15 bis 17.45 Uhr besichtigen (Eintritt: ein Euro).

Ein ergänzendes stimmungsvolles Ambiente in der turbulenten Vorweihnachtszeit findet der Besucher im „Wunschbrunnenwald“, ein etwa 400 Quadratmeter großes Areal mit 50 Tannen auf dem Holzmarkt rund um den Oskar-Winter-Brunnen. Wie es sich für einen „Wald“ gehört, stehen dort auch ein Försterhaus und eine weitere Hütte, die kulinarische Wünsche erfüllen.

Auf dem Hanns-Lilje-Platz findet jeweils von Sonntag bis Donnerstag ab 16.00 Uhr bis 20.00 Uhr ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm mit musikalischen Darbietungen statt. Für Kinder locken wieder attraktive Angebote, die vom Puppenspieler und Glasmaler bis zu Kinderkarussell und Riesenrad reichen. Ein großer Spaß für kleine Nachwuchsbäcker ist die Weihnachtsbäckerei am Marktbrunnen (Hase-Brunnen). Die Märchenerzählerin erzählt täglich um 15.30 und 16.30 Uhr Geschichten und vieles mehr in einem prachtvollen Zirkuswagen gegenüber der Weihnachtsbäckerei. Das Kaspertheater unterhält immer um 16, 17 und 18 Uhr. Und täglich um 17.30 Uhr kommt der Weihnachtsmann und verteilt Obst und Nüsse an die kleinen BesucherInnen.

Ab kommendem Donnerstag (26. November) lädt der Weihnachtsmarkt bis zum 22. Dezember jeden Tag von 11 bis 21 Uhr zum Besuch ein. Ein Nachtwächter im historischen Kostüm läutet jeden Abend das Veranstaltungsende ein.

Neuer Service für NutzerInnen, die sich schnell mobil informieren wollen: Das umfangreiche Informationsangebot unter www.weihnachtsmarkthannover.de steht ab sofort als Web-App zur Verfügung. Damit können BesucherInnen mit nur einem Tipp vom Home-Bildschirm ihrer mobilen Endgeräte wie Smartphone und Tablets zum Beispiel das aktuelle Bühnenprogramm aufrufen. Wie die sogenannte „mobile Web-App“ des Weihnachtsmarktes Hannover auf den Home-Bildschirm gelangt, wird für alle gängigen Betriebssysteme erklärt.

OB Schostok: Keine generelle Gefährdungslage für Hannover

Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok sieht nach der Länderspiel-Absage in Folge einer Terrorgefahr keinen Anlass, generell von Großveranstaltungen Abstand zu nehmen. „Die Gefährdungslage gestern hatte einen sehr konkreten Bezug zum Länderspiel nach den Terroranschlägen von Paris. Doch es gibt keine besondere, auf Hannover gerichtete Gefährdungslage“, sagte Schostok am Mittwoch in Hannover. Der Oberbürgermeister dankte allen Einsatzkräften, aber auch den Fans und der übrigen Bevölkerung für ihr besonnenes und ruhiges Verhalten. Die Spielabsage sei „absolut richtig“ gewesen. Sicherheit gehe immer vor.

Bei Großveranstaltungen gebe es seit vielen Jahren intensive Gefährdungsanalysen und Sicherheitsmaßnahmen, sagte Schostok. „Wir sagen aber auch ganz deutlich: Wir werden natürlich im Lichte der Anschläge noch gezielter hinschauen bei der Analyse der Gefahrenlagen.“ Der Weihnachtsmarkt in Hannover werde stattfinden.

Es gehe darum, dass wir uns nicht von unserem Leben hier durch Terror abbringen lassen. „Und Hannover hat gestern Flagge gezeigt, auch wenn das Spiel nicht stattgefunden hat“, sagte Schostok. Viele Fans seien auf dem Weg ins Stadion gewesen. Mehrere tausend Menschen hätten an der Lichterkette am Stadion teilgenommen.

Schostok: „Es geht also darum, zur Normalität zurückzukehren, ohne auch nur einen Moment die Gefahr aus dem Auge zu verlieren. Hannover hat das gestern schon gezeigt, in dem Fans und auch alle anderen sehr ruhig geblieben sind. Und Hannover zeigt es auch heute, am Tag danach, ganz eindeutig. Wir wissen, dass der Terror unsere freie Gesellschaft treffen soll. Das genau nehmen wir nicht hin.“

20 Jahre Kommunaler Präventionsrat – Vorbeugung gegen rechte Gewalt rückt in den Mittelpunkt

Seit 20 Jahren stellt der Kommunale Präventionsrat in Hannover den vorbeugenden Kampf gegen Kriminalität, Alkoholmissbrauch und Gewalt in den Mittelpunkt. Dabei rückt mehr und mehr auch fremdenfeindliche Gewalt in den Blickpunkt, wie Niedersachsen Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz, Oberbürgermeister Stefan Schostok und Bürgermeister Thomas Hermann als Vorsitzender des KPR am Dienstag (17. November) anlässlich der Jubiläumsveranstaltung in Hannover betonten.

„Als der Kriminalpräventionsrat vor 20 Jahren gegründet wurde, war er eine Antwort auf die Zunahme von Raub- und Gewaltdelikten. Heute müssen wir rechter Gewalt entgegentreten“, sagte Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz. „Die Antwort darauf lautet gestern wie heute: Prävention ist effektiv und nachhaltig. Mitentscheidend für die Bewältigung der Flüchtlingskrise wird auch sein, ob es gelingt, auf kommunaler Ebene Strategien zur Integration und Prävention zu entwickeln. Hier wird Hannover von der langjährigen, erfolgreichen Arbeit des Präventionsrates profitieren.“

Oberbürgermeister Schostok stellte das breite Bündnis im Präventionsrat heraus: „Hier sitzen alle, die aus ganz unterschiedlicher Sicht mit Kriminalität und Gewalt zu tun haben zusammen: Verwaltung, Politik, Polizei, Justiz, Konfliktberatung, Stadtjugendring und City-Gemeinschaft. Hannover hat hier ein gutes Netzwerk geschaffen, das uns hilft auch aktuell deutlich zu machen, wie wir konkret gegen rechte Gewalt vorbeugen können. Dazu gehören insbesondere Aufklärung und das Werben für Zivilcourage.“

Thomas Hermann, Ratsvorsitzender und im KPR Nachfolger des langjährigen Vorsitzenden und früheren Bürgermeisters Bernd Strauch, sieht den Präventionsrat als wichtiges Gremium für mehr Sicherheit, Vorbeugung vor Gewalt und Opferschutz in Hannover. Dies trage auch zu der hohen Lebensqualität in Hannover bei. „Mit der Einsetzung des Kommunalen Präventionsrates hat der Rat der Landeshauptstadt vor 20 Jahren die Prävention ganz offiziell zur Aufgabe kommunaler Politik gemacht. Die unterschiedlichen Kenntnisse und Erfahrungen seiner Mitglieder haben entscheidend dazu beigetragen, dass der Präventionsrat in den letzten 20 Jahren viel Positives für die Bürgerinnen und Bürger erreicht hat.“

Ursprünge in den 1990er Jahren

Der Kommunale Präventionsrat entstand in den 1990er Jahren, als es unter anderem durch die Auseinandersetzungen im Stadtteil Nordstadt während der mehrmaligen „Chaos-Tage“ in der Bevölkerung Unsicherheit und Zweifel bezüglich des Schutzes vor Kriminalität und Gewalt gab. So entstand der Eindruck, dass Polizei, Verwaltung und Politik sich stärker mit Kriminalitäts- und Gewaltprävention beschäftigen müssten. In dieser Zeit wuchs generell der Präventionsgedanke.

Das Gremium tagt einmal im Monat zu aktuellen Themen. Dabei ging es in den vergangenen Jahren zunehmend auch um vorbeugende Maßnahmen gegen rechte Gewalt. Einen Schwerpunkt bildet auch das Werben für mehr Zivilcourage. Diesem Thema war auch der Festvortrag der Göttinger Professorin Margarethe Boos gewidmet: „Zivilcourage kann man lernen“.

Zudem gibt es zu einzelnen Themen auch gesonderte Arbeitsgruppen. Derzeit sind dies die AG Milieu und die AG Alkoholprävention. In der AG Milieu sind die mit dem Rotlichtmilieu, der Prostitution und dem Menschenhandel befassten Behörden und Beratungsstellen vertreten und beraten über Möglichkeiten zur Verbesserung der Lebenssituation von Prostituierten, die Verringerung milieutypischer Straftaten und den Opferschutz.

Intensiv hat sich Kommunale Präventionsrat mit dem Alkoholkonsum bei Kindern und Jugendlichen auseinandergesetzt. In der AG Alkoholprävention werden unter anderem konkrete Maßnahmen zur Aufklärung über Alkoholmissbrauch von Kindern und Jugendlichen beraten.

Der Kommunale Präventionsrat ist organisatorisch mit einer Geschäftsstelle im Fachbereich Öffentliche Ordnung angesiedelt. Vertreten sind Polizei, Justiz, die Ratspolitik, mehrere Fachbereiche der Verwaltung, der Stadtbezirk Mitte, City-Gemeinschaft, Stadtjugendring, Seniorenbeirat und auch das Zentrum für Mediation und Konfliktschlichtung Waage e.V. Die Stadt Hannover und andere Städte in der Region mit Präventionsräten tauschen sich regelmäßig aus, ebenso gibt es überregionale Netzwerke.

Mitglieder des Kommunalen Präventionsrates sind derzeit:

  • Vorsitzender des KPR ist der Bürgermeister der Landeshauptstadt Hannover
  • Staatsanwaltschaft Hannover
  • Polizeidirektion Hannover
  • City-Gemeinschaft Hannover e.V.
  • Stadtjugendring
  • Vorsitzende/r des Seniorenbeirates
  • Waage e.V.
  • SPD-Ratsfraktion
  • Ratsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN
  • CDU-Ratsfraktion
  • FDP-Ratsfraktion
  • Ratsfraktion DIE LINKE
  • Ratsfraktion Die HANNOVERANER
  • Bezirksbürgermeister/in Stadtbezirk Mitte
  • Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt Hannover
  • Geschäftsstelle des KPR Hannover
  • die Vorsitzenden präventiver Räte auf Ebene der Stadtbezirke
  • sowie Verwaltungsvertreter/innen aus den städtischen Fachbereichen
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