Monate: Dezember 2015

„Stadtbibliothek aufgeschlossen“ enthüllt „Die Wahrheit über Anna Blume“

Maria Haldenwanger, Vorsitzende der „Freunde der Stadtbibliothek Hannover e.V.“, stellt in der Veranstaltungsreihe „Stadtbibliothek aufgeschlossen“ am Montag (4. Januar) um 17 Uhr in der Stadtbibliothek Hannover, Hildesheimer Str. 12, die Publikation „Die Wahrheit über Anna Blume“ und den Autor Christof Spengemann vor. „Die Wahrheit über Anna Blume“ war die erste Publikation über Kurt Schwitters (1887 – 1948). Sie erschien 1920, im Jahr nach der Veröffentlichung von „Anna Blume“ in den „Silbergäulen“.

Der Verfasser, Christof Spengemann (1877-1952), war ein enger Freund von Schwitters. Ihre Freundschaft begann 1919 und sollte ein Leben lang dauern. Auch nachdem Schwitters nach England emigriert war, wie die Briefe zeigen, die von Anfang 1946 bis Ende 1947 zwischen beiden von Hannover nach Ambleside und umgekehrt hin und her gingen. Die Figur der Anna Blume spielt dabei eine wichtige Rolle. Ausgehend von der schmalen Schrift, die im Zweemann-Verlag herauskam, wird auch über das Leben und die weiteren, meist unveröffentlichten Werke von Christof Spengemann, den Schwitters liebevoll Krischan nannte, gesprochen.

Die Stadtbibliothek Hannover besitzt seit 1969, als sie vom Sohn Walter den Nachlass Spengemanns erwerben konnte, zwei schöne Exemplare dieser Schrift, eines mit Widmung und eines von Spengemann selbst gebunden. In der Bibliothek befindet sich auch der im Postskriptum Verlag 1985 erschienene Reprint.

In der Veranstaltungsreihe „Stadtbibliothek aufgeschlossen“ wird einmal im Monat ein besonderes Buch aus der über 575-jährigen Bibliotheksgeschichte vorgestellt.

Neujahrsgruß von Jagau und Schostok

Einen Ausblick auf 2016 für Stadt und Region geben Regionspräsident Hauke Jagau und Oberbürgermeister Stefan Schostok in einem gemeinsamen Neujahrsgruß auf www.hannover.de.

Das Jahr 2016 verspreche ebenso viele Herausforderungen wie 2015. Zu den zentralen Aufgaben zähle weiterhin das Flüchtlingsthema, betont Regionspräsident Jagau. Aber es gebe auch andere wichtige Dinge, die angegangen werden.

OB Schostok: „Wir kümmern uns um alle. Wir bauen mehr Wohnungen, mehr Kita-Plätze oder investieren nach und nach in die Schulen. Wie haben viele Herausforderungen und packen diese auch an“. Aber es gebe 2016 auch viele Ereignisse zum Feiern.

775. Stadtgeburtstag

Die Landeshauptstadt Hannover feiert 2016 ihr 775-jähriges Bestehen. Höhepunkt werde natürlich der Geburtstag am 26. Juni sein, sagt Schostok. „Aber auch bei anderen Festen wird das Stadtjubiläum eine Rolle spielen – bei der Fete de la Musique, der Nacht der Museen, beim Schützenfest und schon am 7. Januar beim Neujahrsempfang der Stadt.“

Special Olympics

Hannover ist Ausrichterstadt für die Special Olympics Deutschland vom 6. bis 10. Juni, die Sport-Olympiade für mehrfach geistig Behinderte. Wer sich als Helferin oder Helfer engagieren wolle, sei herzlich eingeladen, so Jagau. Stadt, Region sowie auch die Polizei Hannover gehen bereits mit gutem Beispiel voran.

Leibniz-Jahr

2016 ist auch das Leibniz-Jahr. Am 14. November 1716 starb der Universalgelehrte Gottfried Wilhelm Leibniz in Hannover. „An sein Wirken erinnern wir anlässlich seines 300. Todestags. Ab Januar gibt es ein vielfältiges Programm für Jung und Alt – bis hin zu einer Geocaching Tour. Gesteuert per GPS, also auch auf einem Smartphone, können Sie auf Leibniz‘ Spuren durch Hannover wandeln“, kündigt Schostok an.

Integration der Flüchtlinge

Die Unterbringung und Integration von Flüchtlingen wird 2016 Region und Stadt wieder viel abverlangen. „Viele packen mit an. Wir erleben vor allem eine enorme Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung. Wir finden das großartig“, sagt Schostok. „Die zentrale Aufgabe wird sein, die Menschen, die bleiben, zu integrieren. Wichtig ist aber, dass wir als Kommunen damit nicht allein gelassen werden, sondern Bund, Land und Kommunen diese Aufgabe gemeinsam verantworten.“

Sorgen ernst nehmen

Auch die Sorgen vor dieser Entwicklung müssten ernst genommen werden, betonen die Verwaltungschefs von Stadt und Region: „Wir können nachvollziehen, dass viele Menschen, die den Flüchtlingen durchaus positiv begegnen, die Entwicklung mit Sorge beobachten.“ Auf Bundesebene müsse eine mit Europa abgestimmte Lösung entwickelt werden, um die Flüchtlingsströme besser zu steuern. Übertriebene Ängste seien aber unangebracht. Jagau: „Suchen Sie die Begegnung. Erfahren Sie, wer die Flüchtlinge sind. Das ist der beste Weg zu einem guten Miteinander.“

Die Festtage in den Herrenhäuser Gärten

Die Herrenhäuser Gärten laden auch an den bevorstehenden Festtagen zum Spazierengehen ein. Jeden Tag, einschließlich Heiligabend und Silvester, sind der Große Garten und der Berggarten von 9 Uhr bis 16.30 Uhr geöffnet.

Im Freiland des Berggartens tragen derzeit Gehölze wie die Winterkirsche und der Duftschneeball zarte Blüten. Angenehme Temperaturen um 20 Grad herrschen in den Schauhäusern des Berggartens. Das Tropenschauhaus zeigt derzeit eine Fülle von Weihnachtssternen inmitten exotischer Pflanzen wie Palmen, Baumfarnen und Bromelien. Im Orchideenschauhaus nebenan sind gerade jetzt besonders viele blühende Pflanzen zu bewundern.

Der Eintritt für den Großen Garten und den Berggarten beträgt 3,50 Euro (Montag bis Mittwoch); die Gesamtkarte Großer Garten, Berggarten, Museum Schloss Herrenhausen beträgt 6 Euro (Donnerstag bis Sonntag), für Kinder bis 12 Jahre ist der Eintritt frei.

Öffnungszeiten Herrenhäuser Gärten:

Herrenhäuser Gärten
•Großer Garten und Berggarten: täglich 9 bis 16.30 Uhr
•Museum Schloss Herrenhausen: geschlossen am 24., 25. und 31. Dezember, ansonsten Donnerstag bis Sonntag von 11 bis 16 Uhr
•Grotte von Niki de Saint Phalle und Schauhäuser im Berggarten: täglich 9 bis 16 Uhr
•1. Januar, 11 Uhr: Neujahrsführung im Museum Schloss Herrenhausen „Eine Zeitreise durch die Geschichte der königlichen Gärten“

Sea Life Hannover
•23. Dezember bis 6. Januar: 10 bis 18.30 Uhr, letzter Einlass jeweils 1,5 Stunden vor Schließung
•24. Dezember: geschlossen
•31. Dezember: letzter Einlass 14 Uhr, geöffnet bis 15.30 Uhr

Wilhelm Busch Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst
•täglich 11 bis 18 Uhr
•Heiligabend und Silvester geschlossen
•am 28. Dezember und 4. Januar ist das Museum auch montags von 11 bis 18 Uhr geöffnet

Schlossküche Herrenhausen
•Dienstag bis Sonntag ab 11 Uhr, auch an den Weihnachtsfeiertagen und am 1. Januar
•Reservierungen unter Telefon 0511/2794940
•Heiligabend geschlossen

Silvesterkonzert in der Galerie Herrenhausen

Als Einstimmung auf den Silvesterabend spielt die Hannoversche Hofkapelle um 17 Uhr im barocken Festsaal der Galerie auf.

Mit Werken von Vivaldi, Telemann, Rebel, von Biber und Farina steht das Konzert ganz im Zeichen barocker Klangmalerei. Die musikalische Leitung obliegt Anne Röhrig, als Solist ist Brian Berryman (Traversflöte) dabei. Der Schauspieler Ernst-Erich Buder ergänzt den musikalischen Genuss mit passenden literarischen Kostproben.
•Eintrittskarten: 20 Euro bis 50 Euro
•Informationen und Vorverkauf: Vorverkaufskasse im Künstlerhaus, Sophienstraße 2, 30159 Hannover, Tel. 0511 / 168 412 22, Mo.-Fr. 12-18 Uhr, www.vvk-kuenstlerhaus.de

Wintervarieté in der Orangerie Herrenhausen

Noch bis zum 17. Januar ist in der Orangerie die spektakuläre Show „Karussell“ zu erleben.
•Eintrittskarten: 20-45 Euro
•Informationen und Vorverkauf: GOP-Varieté Theater Hannover, Tel. 0511 / 301 867 10, www.variete.de, und Vorverkaufskasse im Künstlerhaus, www.vvk-kuenstlerhaus.de

Investieren und Konsolidieren – Rat beschließt Hannovers Haushalt 2016

Gesamtausgaben von 2,23 Milliarden Euro für viele Bereiche der Landeshauptstadt mit Schwerpunkten bei Wohnungsbau, Bau von Kindertagesstätten, Schulsanierungen und bei der Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen – das sind die Eckpunkte des Haushalts der Landeshauptstadt Hannover für 2016, den der Rat am Donnerstag (17. Dezember) mit der Mehrheit von SPD und Grünen beschlossen hat.

Der Etat – im September von Oberbürgermeister Stefan Schostok und Kämmerer Dr. Marc Hansmann als Entwurf vorgelegt – steht unter dem Leitmotiv „Investieren und Konsolidieren“, insbesondere unter der Maßgabe, dass Hannover eine wachsende Stadt ist.

Deutlich geringeres Defizit für 2016 als ursprünglich geplant

Gegenüber dem Entwurf gibt es eine Reihe von Änderungen, sowohl Mehrausgaben für Flüchtlingsbetreuung als vor allem auch höhere Einnahmeprognosen. Unter dem Strich erwartet die Landeshauptstadt für 2016 nun ein deutlich geringeres Defizit in Höhe von 85 Millionen Euro. Ursprünglich war das Minus mit 147 Millionen Euro veranschlagt worden.

Um mittelfristig wieder ganz ohne Defizit auszukommen, wird das laufende 9. Haushaltssicherungskonzept (HSK IX) ergänzt um weitere Sparmaßnahmen, aber auch um zusätzliche Steuereinnahmen.

Maßvolle Erhöhung der Gewerbesteuer

Nach 24 Jahren soll 2016 der Gewerbesteuersatz maßvoll angehoben werden, um damit zusätzliche Investitionen in die Infrastruktur der in den nächsten Jahren kontinuierlich wachsenden Landeshauptstadt mitzufinanzieren. Im Schnitt zahlt ein Unternehmen in Hannover bisher 16 Prozent seines Gewinnes an die Stadtkasse, künftig sind es 0,7 Prozentpunkte mehr. Ein Unternehmen mit einer Million Euro Gewinn zahlt damit 7.000 Euro zusätzlich. Für die Stadtkasse sind aufgrund der Erhöhung jährlich etwa 24 Millionen Euro mehr Gewerbesteuer zu erwarten. Somit kalkuliert Hannover für 2016 mit insgesamt 559 Millionen Euro Gewerbesteuer, rund ein Viertel aller Einnahmen.

Mehrkosten für Flüchtlinge

Mit den Gesamtausgaben von 2,23 Milliarden Euro liegt die Etatplanung für 2016 um rund zehn Prozent über dem Volumen für 2015. Dem stehen Einnahmen in Höhe von 2,15 Milliarden Euro gegenüber. Ein wesentlicher Grund für das Defizit sind zusätzliche Anforderungen für die Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen, die bereits 2015 einen ersten Nachtragsetat notwendig machten. Für 2016 veranschlagt die Stadtspitze 153 Euro für die Erstversorgung (Unterbringung und Betreuung) einer zunehmenden Zahl von Flüchtlingen. Kalkuliert wird mit durchschnittlich 7.000 Flüchtlingen.

Die zusätzlichen Aufgaben erfordern auch zusätzliches Personal in vielen Bereichen der Stadtverwaltung. Von den 360 neuen Arbeitsplätzen entfallen 224 auf den Bereich der Flüchtlingsversorgung (vor allem in den Bereichen Soziales, Jugend und Familie, Gebäudemanagement, Ausländerbehörde).

Land sichert schnellere Erstattung zu

Eine Entlastung der Stadtkasse bringt die Entscheidung der Landesregierung, die Erstattung von Kosten für die Flüchtlingsversorgung schneller zu gestalten. So kann die Stadt für 2016 eine Erstattung in Höhe von 9.500 Euro pro Flüchtling/Jahr veranschlagen. Abgerechnet wird aktuell für das laufende Jahr, nicht mehr rückwirkend für zwei Jahre zuvor. Damit kann Hannover für das nächste Jahr 33 Millionen Euro mehr verbuchen als ursprünglich angenommen. Allerdings wird mit dem Satz von 9.500 Euro in Hannover nur etwa die Hälfte der tatsächlich anfallenden Kosten gedeckt.

Bekenntnis zur „Einwanderungsstadt“

In seiner Haushaltsrede im September hatte OB Schostok betont: „Wir wollen diese Herausforderungen meistern und das Thema Flüchtlinge positiv angehen. Wir bekennen uns, Einwanderungsstadt zu sein, auch wenn wir wissen, dass wir noch einen anstrengenden Weg vor uns haben.“ Hannover will deshalb für einen Zeitraum von zehn Jahren über das bisherige Maß hinaus eine halbe Milliarde Euro zusätzlich investieren. Dieses Geld soll über zusätzliche Schulden finanziert werden, allerdings verbunden mit einem verbindlichen Tilgungsplan.

Ferienhits 2016

Der Prospekt „Ferienhits 2016“ des Jugend Ferien-Service der Landeshauptstadt Hannover ist da – mit einer Fülle von Angeboten für Menschen ab sechs Jahren: Ferienfreizeiten, Abenteuer pur und vieles mehr zwischen der Nordsee und den hessischen Bergen stehen auf dem Programm, wieder mit ermäßigten Teilnahmepreisen für Geschwister.

Ganz neu im Programm sind zwei sportliche Angebote: Eine Trendsportfreizeit in Norddeutschlands beliebtestem Kletterrevier, dem Ith. Und in Mardorf am Steinhuder Meer kann in diesem Jahr nicht nur segeln sondern auch surfen gelernt werden.

Das Sommercamp Otterndorf an der Nordsee, das Feriendorf Eisenberg in Kirchheim/Hessen und die Freizeitanlage Wennigsen am Deister bieten spannende Ferien für Jüngere und Ältere. Die beliebten Ponytrecks ziehen wieder durch Norddeutschland und für sieben- bis 12-jährige Mädchen gibt es die Ferien auf dem Reiterhof.

Auch die gefragte Skifreizeit in den österreichischen Alpen steht erneut auf dem Programm.

Als spezielles Highlight wird im Sommercamp Otterndorf ein Schwimmkurs für Kinder von sieben bis neun Jahren angeboten, von erfahrenen MitarbeiterInnen der DLRG.

Besondere Angebote gibt es erneut für Kinder und Jugendliche, die sich sonst keine Ferien leisten können.

Für diejenigen, die sich ehrenamtlich in der Kinder- und Jugendarbeit engagieren wollen, finden sich im Ferienprospekt JuLeiCa-Aus- und Weiterbildungsseminare.

Da das Platzangebot aller Freizeiten begrenzt ist, sollte man sich zügig anmelden.

Das Heft ist ab sofort in allen Stadtteilbibliotheken, Freizeitheimen, Bürgerämtern, in den städtischen Bädern und im Haus der Jugend zu bekommen – oder unter der Hotline 0511/168-47070 und per E-Mail unter jugendferienservice@hannover-stadt.de zu bestellen; zum Download gibt’s die Ferienhits 2015 unter www.jugendferienservice-hannover.de.

Stadtarchiv stellt neues Buch vor: „Kaiserbesuche. Wilhelm I. und Wilhelm II. in Hannover 1868-1914“

Gerhard Schneider hat heute (14. Dezember) sein neues Buch „Kaiserbesuche. Wilhelm I. und Wilhelm II. in Hannover 1868-1914. Eine Dokumentation“ im Stadtarchiv Hannover vorgestellt. Das Werk ist der 15. Band der Hannoverschen Studien, der vom Stadtarchiv Hannover herausgegeben wird. Erschienen ist es im Wehrhahn Verlag Hannover und kostet 19,80 Euro.

Hannover war nicht nur die Residenz der Welfen und ihrer Könige. Hannover war auch eine von mehreren Residenzen der preußischen Könige und deutschen Kaiser Wilhelm I. und Wilhelm II. Ihren Besuchen in Hannover hat Gerhard Schneider, ein ausgewiesener Kenner der Stadtgeschichte Hannovers im deutschen Kaiserreich, sein jüngstes Buch gewidmet. Anschaulich und mit exemplarischen Illustrationen unterlegt, schildert der Autor die Vorbereitungen, das Zeremoniell und die Resonanz der Kaiserbesuche bei den Hannoveranern. Tatsächlich war die Stadt Hannover ein bevorzugtes Reiseziel der deutschen Kaiser. Über vierzigmal besuchten Wilhelm I. und Wilhelm II., gelegentlich in Begleitung ihrer Frauen die Stadt.

Manche Besuche ähnelten Staatsbesuchen: überall Blumenschmuck und Fahnen, festliche Dekorationen und aufwändige Installationen entlang der Einzugsstraße vom Bahnhof bis zum Residenzschloss in der Leinstraße, Galadiners mit nicht selten mehreren hundert Gedecken, Festaufführungen im königlichen Theater, Feuerwerk und Paraden und vieles mehr.

Zeitungsberichte und Fotografien dokumentieren, welch immensen Zuspruch die Besuche nach anfänglicher Zurückhaltung bei der Bevölkerung fanden. Die Kaiserbesuche haben zweifellos dazu beigetragen, dass bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs der welfisch-preußische Gegensatz weitgehend überwunden wurde.

Laufjahr beginnt am 1. Januar in Garbsen

Nur wenige Neujahrsläufe finden wirklich am Neujahrstag statt. Garbsen (bei Hannover) gehört neben Berlin und München dazu.

Für viele ist es eine Alternative zu den Silvesterläufen. Schon zum fünften Mal lädt der Garbsener Sport-Club zum Neujahrslauf am 1. Januar ein. Start ist um 14 Uhr. Gelaufen werden 10 km mit Durchlaufzeitmessung ab dem GSC-Platz am Mühlenbergsweg/Ecke Am Hasenberge.

Alle Infos:  www.gsc-garbsen.de | Sportangebot | Ausdauer und www.gsc-garbsen.de/ausdauer/aktuelles/633-ausdauer-neujahrslauf2016a. Anmeldungen und Fragen gerne und ab sofort an gsc-ausdauersport@gmx.de

Schulprojekt der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald startet in Hannover

Bingo-Umweltstiftung fördert mobile Ausstellung für Kinder der Klassen drei bis sechs.

Mit ihrer neuen interaktiven Ausstellung „Wer? Wie? Was? Wald!“ bringt die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) die vielseitigen Aspekte des Waldes nun in die Klassenräume der Schulen. Zum Auftakt der Tour wird das Projekt am 7. Dezember im Schulbiologiezentrum Hannover starten und dort zwei Wochen lang für Schulklassen aus der Landeshauptstadt erlebbar sein. Danach beginnt die zunächst einjährige Reise an die Schulen der verschiedenen Regionen Niedersachsens. Gefördert von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung und unterstützt vom Waldbesitzerverband Niedersachsen wird das Projekt das bestehende waldpädagogische Angebot im Land sinnvoll ergänzen.

„Ich befürworte sehr, dass die interaktive und spannende Ausstellung zu aktuellen Themen rund um den Wald bei uns im Schulbiologiezentrum Hannover angeboten wird. Durch die Mitmachstationen bietet das Projekt eine sinnvolle pädagogische Ergänzung zum Schulunterricht. Auch möchte ich der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald für ihr Engagement bei diesem Projekt danken“, sagt Bildungsdezernentin Rita Maria Rzyski.

Das Konzept richtet sich an SchüleInnen der Klassen drei bis sechs. Die Kinder erkunden die neun verschiedenen Mitmachstationen in Kleingruppen, spielen gemeinsam auf großen Spielfeldern, experimentieren und rätseln, diskutieren miteinander und sollen sich schließlich ihre eigene Meinung bilden. „Das ist uns wichtig“, betont Dr. Philipp Schomaker, Landesgeschäftsführer der SDW, „denn auch Kinder sollen ihre Antworten auf gesellschaftliche Fragen finden – auf dem Weg dahin darf der Spaß aber natürlich nicht zu kurz kommen!“

Und der ist garantiert. Überall im Parcours dürfen Sachen selbst ausprobiert werden. Frontalunterricht? Fehlanzeige! So vermitteln sich die vielfältigen Zusammenhänge des Waldes durch anschauliche Aktionen innerhalb der Doppelstunde wie von selbst. Natürlich wird der Wald dabei in seiner Rolle als wertvoller Lebensraum, Klimaschützer und nachhaltiger Holzlieferant vorgestellt. Eher ungewöhnlich ist aber wohl der Blick auf die Ansprüche, die die Gesellschaft heute an den Wald stellt. „Dieser ganzheitliche Ansatz ist typisch für die Arbeit der SDW. Auch bei diesem Projekt wollen wir die Zusammenhänge im Wald verständlich darstellen, ohne dabei einzelne Aspekte auszublenden“, so Schomaker weiter.

Bewerbung für Schulen

Schulen können sich ab jetzt bei der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Niedersachsen um einen Besuch der Ausstellung bewerben, auch für die Zeit im Schulbiologiezentrum sind noch Termine frei. Gerne können hierbei mehrtägige Aufenthalte an einer Schule eingeplant werden, um verschiedenen Jahrgangsstufen eine Teilnahme zu ermöglichen. Ein geschulter Waldpädagoge begleitet die Ausstellung und steht mit Rat und Tat zur Seite. Wann die Tour in welcher Region unterwegs ist und wie der genaue Ablauf ist, erfährt man auf der Projektseite unter www.wald-entdecker.de und bei der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Dank der Förderung durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung fallen als Kosten lediglich ein Euro je SchülerIn an.

Schutzgemeinschaft Deutscher Wald
Landesverband Niedersachsen e.V.
Geschäftsführer Dr. Philipp Schomaker
Johannssenstraße 10, 30159 Hannover
www.sdw-nds.de

Enthüllung der neuen Stadttafel „Hannah Arendt“ an ihrem Wohnhaus am Lindener Marktplatz 2

Hannah Arendt, in Hannover geborene Philosophin und Publizistin, ist seit dem Frühjahr durch die Benennung des Platzes vor dem Niedersächsischen Landtag im Stadtzentrum präsent. Heute (4. Dezember), an Arendts 40. Todestag, hat Oberbürgermeister Stefan Schostok gemeinsam mit Jugend- und Sozialdezernent Thomas Walter an ihrem Geburtshaus in Linden eine neue Stadttafel enthüllt. Walter hat als Privatmann die Kosten für die Tafel übernommen.

Oberbürgermeister Schostok verwies darauf, dass Hannah Arendt auf vielfältige Weise in Hannover gewürdigt wird: als Namensgeberin für eine Schule und einen bedeutenden Platz, für den Hannah-Arendt-Schüler-Lehrstuhl an der Helene-Lange-Schule und natürlich für die HANNAH ARENDT TAGE. „Wir Hannoveranerinnen und Hannoveraner sind stolz darauf, sagen zu können, dass Hannah Arendt in Hannover geboren ist und mit ihren Gedanken die Welt bereichert hat.“

Thomas Walter sagte bei der Enthüllung: „Als Bürger brauchen wir Symbole der Geschichte unserer Stadt. Hannah Arendts Schriften sind mir in meinem Studium begegnet und jetzt komme ich täglich an ihrem Geburtshaus vorbei, so verbinden sich persönliche Biografie und Stadtgeschichte in schöner Weise.“

Die Inschrift der Stadttafel 129 – Hannah Arendt – lautet:

„In diesem Haus wurde die deutsch-amerikanische Historikerin und politische Theoretikerin Hannah Arendt geboren. *14. Okt. 1906, †4. Dez. 1975 New York/USA.

Paul und Martha Arendt waren nach ihrer Hochzeit 1902 aus Ostpreußen zunächst nach Hannover und dann in die damals noch eigenständige Stadt Linden gezogen. Paul arbeitete dort als Ingenieur, Johanna war das einzige Kind. 1909 zog die Familie zurück nach Königsberg, nachdem der Vater an Syphilis erkrankt war. Er starb 1913. Von ihrer Mutter wurde Johanna freiheitlich erzogen, vor allem ohne die damals typische Einschränkung der Mädchenbildung. Die Großeltern vermittelten ihr ein liberales Reformjudentum. Sie verstand sich als Jüdin, gehörte jedoch keiner Religionsgemeinschaft an.

Mit enormer Auffassungsgabe absolvierte sie die Schulzeit (1924 Abitur) und das Studium der Philosophie, Theologie und griechischen Philologie, das sie mit der Dissertation „Der Liebesbegriff bei Augustin“ (1928 bei Karl Jaspers) abschloss.

Eine akademische Zukunft war ihr in Deutschland verwehrt. 1933 floh sie über Tschechien nach Paris. Nach Internierung im französischen Lager Gurs erreichte sie mit Ehemann und Mutter über Lissabon 1941 New York. Ihr wissenschaftliches Werk ist den Ursprüngen von totaler Herrschaft und Antisemitismus gewidmet. In New York war sie als politische Journalistin und Professorin für politische Theorie tätig.“

Informationen zu den Stadttafeln

Die alten Stadttafeln:

Seit der Initiative des Stadtbaurats Rudolf Hillebrecht Ende 1963 sind Stadttafeln die Visitenkarten der Stadt, mit denen sich Hannover BürgerInnen und BesucherInnen vor-stellt. Das alte Stadttafeldesign wird auch für die neuen beibehalten.

Die neuen Stadttafeln:

Alle neuen Stadttafeln für Persönlichkeiten sind mit einem Porträt versehen. Der Tafeltext wird auch in englischer Übersetzung angeboten. Insgesamt ist der Austausch beziehungsweise die Neuanbringung von 203 Stadttafeln in Paketen zu 20 Stück vorgesehen. Neben der Tafel 129 (Hannah Arendt) wird aktuell die Hängung von weiteren 19 Tafeln bis Sommer 2016 angestrebt.

Special Olympics 2016: HelferInnen können sich online melden

Hannover ist vom 6.bis 10.Juni 2016 Gastgeber der Special Olympics Deutschland, der nationalen Sommerspiele für Menschen mit geistiger Behinderung. Für dieses Großereignis werden rund 2.200 freiwillige HelferInnen gesucht. Die Einsatzmöglichkeiten sind überaus vielfältig: Hilfe direkt bei den Sportwettbewerben, Unterstützung bei der Getränke- und Essenausgabe, EDV-Aufgaben, Transportservice und vieles mehr. Genaue Angaben dazu findet man in der Helfer-Ausschreibung unter www.hannover.de/sod-freiwillige

Die Bewerbung mit einem Wunscheinsatzbereich ist online unter http://hannover2016.specialolympics.de/helfer.php möglich.

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