Monate: Februar 2016

»Willkommen!?« Migration ist älter als Deutschland!

Wochen gegen RassismusInternationale Wochen gegen Rassismus

In der Landeshauptstadt Hannover und den umliegenden Städten und Gemeinden ist ein breites Bündnis aktiv, das im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus über 15 verschiedene Veranstaltungen vom 5. bis 21. März anbietet. Das diesjährige Motto lautet: Willkommen!? Migration ist älter als Deutschland!

Das Bündnis, entstanden 2010, besteht inzwischen aus vielen Organisationen: Ada und Theodor Lessing Volkshochschule Hannover, Sachgebiet Politische Bildung und Sachgebiet  Schule für Erwachsene, Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung Niedersachsen, Amadeu Antonio Stiftung, Arbeitsstelle Diversität Migration Bildung, Arbeit und Leben Niedersachsen Mitte, Bildungsverein Hannover, DGB-Region Niedersachsen-Mitte, DGB-Jugend Niedersachsen-Mitte, Friedrich Ebert Stiftung Landesbüro Niedersachsen, GEW-Kreisverbände Hannover Stadt und Hannover Land, IG-Metall Hannover, ju:an Praxisstelle antisemitismus- und rassismuskritische Jugendarbeit, LHH Koordination Sport und gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Stelle für Demokratiestärkung und gegen Rechtsextremismus, Pavillon Kulturzentrum Hannover, Region Hannover.

Die Internationalen Wochen gegen Rassismus finden alljährlich in Deutschland und anderen Ländern mit einer Vielzahl an Aktionen statt. Ziel der Initiatoren ist es, auf Diskriminierung, Rassismus und Rechtsextremismus aufmerksam zu machen und dagegen vorzugehen.

PROGRAMM

Samstag, 5. März, 10 bis 13 Uhr, Lindener Marktplatz  – Klagesmarkt  – Lister Meile Körtingbrunnen (Pferdekopfbrunnen)

AUFTAKTVERANSTALTUNG: STRASSENAKTIONEN  

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Montag, 7. März, 18 Uhr, Kulturzentrum Pavillon, Lister Meile 4, 30161 Hannover

Vortrag & Diskussion: Rassismus nach Köln
Die mediale und politische Debatte und ihre (möglichen) Folgen

Der rechte Diskurs nach Köln tobt, bürgerliche Medien schließen sich dem Boulevard an, die große Koalition ist sich einig wie selten: Es soll abgeschoben und aufgerüstet werden. Klar scheint auch: Vergewaltiger sind immer die Anderen. Die Referentin Prof. Dr. Sabine Hess diskutiert mit dem Publikum folgende Fragen: Wie lässt sich die Normalisierung rechtsextremer Kultur in Politik, Medien und auf der Straße erklären? Wohin führt sie? Und wie lässt sie sich aufhalten bzw. wieder zurückdrehen?

REFERENTIN: Prof. Dr. Sabine Hess, Universität Göttingen
VERANSTALTER: Kulturzentrum Pavillon

Die Veranstaltung ist kostenfrei.

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Dienstag, 8. März, 10.30 Uhr bis 15 Uhr, Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung Hannover, Bödekerstraße 18, 30161 Hannover

Workshop: »Ein Morgen in Lampedusa« – eine szenische Lesung erproben

Vor Lampedusa versank am 3. Oktober 2013 ein Kutter mit 545 Flüchtlingen. »Ein Morgen vor Lampedusa« ist eine szenische Lesung, die sich vorstellt und die gemeinsam als Lesung erarbeitet wird. Zeugenaussagen, dokumentarisches Material und Berichte von BewohnerInnen Lampedusas werfen vielfältige Perspektiven auf diesen Morgen. Es wird die hierfür komponierte Musik von Francesco Impastato zu hören sein und die TeilnehmerInnen erlernen den Einsatz der Texte und Technik mit dem Autor Antonio Umberto Ricco und Christoph Isermann.

REFERENTEN: Antonio Umberto Ricco (Autor), Christoph Isermann
ZIELGRUPPE: DozentInnen der Erwachsenenbildung, MultiplikatorInnen
VERANSTALTER: Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung (AEWB)
ANMELDUNG: Antje Schwieters E-Mail: schwieters@aewb-nds.de
KOSTEN: 39,00 Euro

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Mittwoch, 9. März, 18 Uhr, Niedersächsisches Studieninstitut für kommunale Verwaltung e. V., Hörsaal 132, Wielandstraße 8, 30169 Hannover

Vortrag: Geflüchtete = Naturkatastrophe???
Wie die Sprache der medialen Berichterstattung über Flucht und Migration unsere Wahrnehmung strukturiert

In der Berichterstattung über Flucht und Migration ist häufig von »Flut«, »Welle« oder »Krise« die Rede. Geflüchtete und MigrantInnen werden teils als »Asylanten« oder als »Ausländer« bezeichnet. Diese Wortwahl erscheint auf den ersten Blick sachlich, aber ist sie es auch? Wie prägt Sprache unsere Wahrnehmung und welchen Einfluss hat die Medienberichterstattung auf unsere Sicht der Themen Flucht und Migration?

REFERENTIN: Konstantina Vassiliou-Enz (Geschäftsführerin Neue deutsche Medienmacher e.V.)
VERANSTALTER: Landeshauptstadt Hannover, Stelle für Demokratiestärkung und gegen Rechtsextremismus

Die Veranstaltung ist kostenfrei.

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Donnerstag, 10. März, 10 bis 16 Uhr, Leibniz Universität Hannover, Schloßwender Straße 1, 30159 Hannover (Haltestelle: Königsworther Platz)

Infotag: Tag der offenen Tür – Arbeitsstelle diversitAS an der Leibniz Universität Hannover

Wie wird »Rassismus« und »Diskriminierung« im Kontext der Arbeitsstelle diversitAS an der Leibniz Universität Hannover erforscht und diskutiert? Welche Forschungsrichtungen und Projekte zum Themenfeld gibt es? Welche Stellen und Initiativen arbeiten zu diesem gesellschaftlichen Problemfeld? Am 10. März öffnet die Arbeitsstelle diversitAS die Türen, um in einem World-Café zu präsentieren, wie Forschungs- und Bildungsarbeit gegen Rassismus und Diskriminierung wissenschaftlich aufbereitet und vermittelt werden.

VERANSTALTER: Arbeitsstelle DIVERSITÄT – MIGRATION – BILDUNG (diversitAS), Leibniz Universität Hannover, Institut für Berufspädagogik und Erwachsenenbildung

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Donnerstag, 10. März bis Samstag, 12. März, Haus der Jugend Hannover, Maschstraße 22, 30169 Hannover

Kreativ-Workshop: Aufmucken im Abendland
Rap(pen) gegen rechts

Worum gehts? Die aktuelle Auseinandersetzung mit dem Thema Zuwanderung ist von vielen widersprüchlichen Stimmungen und Gefühlen durchsetzt. Rechte, ausländerfeindliche Botschaften werden dabei immer lauter. Im Workshop wird an deinem Song zum Thema gearbeitet. Also, eigene Texte schreiben, Musik dazu gepackt und dann im Tonstudio den Song aufnehmen, das ist das Ziel der drei Tage.

ZIELGRUPPE: max. zehn Menschen zwischen 14 und 21 Jahren
REFERENTEN: Modou & Sam
VERANSTALTER: Landeshauptstadt Hannover, Koordination Sport und gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
ANMELDUNG/Rückfragen per E-Mail: kai.sieben@hannover-stadt.de
TERMINE: 10.3. und 11.3., 17 bis 21 Uhr; 12.3., 14 bis 22 Uhr
Die Teilnahme ist kostenfrei.

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Freitag, 11. und 18. März, 10 bis 16 Uhr, Gedenkstätte Ahlem, Heisterbergallee 10, 30453 Hannover

Workshop: Flucht und Migration

Seit der Schulgründung 1893 war die Gartenbauschule Ahlem auch ein Ort, an dem Verfolgte aus anderen Teilen Europas Asyl erhalten konnten. Ab 1933 wurde die jüdische Schule zu einem Ort, an dem sich Menschen auf eine Auswanderung vorbereiteten, um dem Nationalsozialismus zu entkommen. 1946 befindet sich auf dem Gelände zeitgleich ein Lager des Deutschen Roten Kreuzes für vertriebene Deutsche aus Osteuropa und ein Kibbuz von Überlebenden des Holocaust, die nach Palästina auswandern wollen. Anhand verschiedener Lebenswege können im Workshop unterschiedliche Rahmenbedingungen von Flucht und Migration beleuchtet und verglichen werden. Eine Verbindung zur aktuellen Situation von Flüchtlingen wird hergestellt.

VERANSTALTER: Gedenkstätte Ahlem, Region Hannover
ANMELDUNG: 0511-616-23745 oder gedenkstaette@region-hannover.de

Die Teilnahme ist kostenfrei.

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Montag, 14. März, 13 bis 17 Uhr, Volkshochschule Hannover, Burgstraße 14, 30159 Hannover

World-Café: Was ist Integration?

Im Rahmen einer Projektwoche haben sich die Teilnehmenden der Schule für Erwachsene dem Thema Integration aus verschiedensten Blickwinkeln genähert und sind dabei auf unterschiedlichste Fragestellungen gestoßen. Auf diese Fragen möchten wir gemeinsam mit Ihnen als Bürgerin und Bürger der Stadt Hannover Antworten finden und Vorschläge entwickeln, die zu einer Integration aller in Hannover lebenden Menschen beitragen können. Begleitet wird das World-Café von einer Ausstellung, in der die Ergebnisse der Projektwoche gezeigt werden.

VERANSTALTER: Ada-und-Theodor-Lessing Volkshochschule, Akademie für Erwachsene, Sachgebiet Schule für Erwachsene
ANMELDUNG: Kerstin.Mannschatz-Oenemli@hannover-stadt.de

Die Teilnahme ist kostenfrei.

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Montag, 14. März, 17.30 Uhr, Leibniz Universität Hannover, Schloßwender Straße 1, 30159 Hannover Haltestelle: Königsworther Platz)

Empowerment: Netzwerktreffen für jugendliche PoC

Das Projekt Ju:an der Amadeu Antonio Stiftung startet in den Internationalen Wochen gegen Rassismus mit einem Netzwerktreffen für jugendliche PoC (people of colour). Das Treffen bietet den TeilnehmerInnen Raum für Austausch von alltäglichen Rassismuserfahrungen und gemeinsame Stärkung innerhalb der Bezugsgruppe (Empowerment). Zudem ist das Treffen der Kick Off für eine Empowerment-Konferenz im Herbst 2016 in Hannover.

VERANSTALTER: Amadeu Antonio Stiftung
ANMELDUNG: golschan.ahmad.haschemi@amadeu-antonio-stiftung.de

Die Teilnahme ist kostenfrei.

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Dienstag, 15. März, 20 Uhr, FES Niedersachsen, Theaterstraße 3 (Haus A, 5.OG), 30159 Hannover

Filmabend und Diskussion: »Every Face has a Name« von Magnus Gertten
Originalfassung mit englischen Untertiteln

Am 28. April 1945 legten mehrere Fähren mit Tausenden von KZ-Überlebenden im Hafen von Malmö an. Kamerateams filmten die ersten Schritte der unterernährten und misshandelten Menschen in Freiheit. 70 Jahre später sehen einige der Ankömmlinge von damals das Material zum ersten Mal. In fast magischen Augenblicken erkennen manche der Überlebenden sich oder Angehörige auf den Aufnahmen wieder. Aus namenlosen Gesichtern werden Menschen mit einer Geschichte und einem Namen. Magnus Gerttens Film wurde mit dem Preis »Der politische Film der Friedrich-Ebert-Stiftung« 2015 beim Filmfest Hamburg ausgezeichnet. Wir laden Euch herzlich ein, den Film bei Pizza und Getränken zu schauen und im Anschluss miteinander und mit uns ins Gespräch zu kommen.

REFERENTINNEN: Sophia Michaelis, Franziska Schröter, FES
ZIELGRUPPE: max. 40 Jugendliche zwischen 14 und 25 Jahren
VERANSTALTER: Landesbüro Niedersachsen der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES)
ANMELDUNG: niedersachsen@fes.de / die Teilnahme ist kostenfrei.

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Dienstag, 15. März, 20 Uhr, Kino im Künstlerhaus, Sophienstraße 2, 30159 Hannover

Filmabend und Diskussion: »WERDEN SIE DEUTSCHER« (BECOMING GERMAN) von Britt Beyer

Ein VHS-Integrationskurs und schwierige Fragen: Was ist deutscher Humor? Was bedeutet »Erst die Arbeit, dann das Vergnügen«? Und was ist eine »beleidigte Leberwurst«? Großes Rätselraten unter den Integrationswilligen aus 15 verschiedenen Nationen. Das Lernziel: »Integration«. In Deutschland führt der offizielle Weg dorthin über 600 Schulstunden, die die Quintessenz deutscher Geschichte, Kultur und Rechtsordnung vermitteln sollen. Vom Bestehen der Prüfung hängt viel ab. Regisseurin Britt Beyer hat ihre ProtagonistInnen zehn Monate lang begleitet. Im anschließenden Filmgespräch diskutieren wir mit Birgit Steckelberg über den Dokumentarfilm und die Situation der in Deutschland lebenden MigrantInnen.

GAST: Birgit Steckelberg, stv. Leiterin des Sachgebiets Integration der Landeshauptstadt Hannover
VERANSTALTER: DGB-Region Niedersachsen-Mitte, DGB-Jugend Niedersachsen-Mitte, GEW-Kreisverbände Hannover Stadt und Hannover Land

Die Veranstaltung ist kostenfrei.

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Mittwoch, 16. März, 18 Uhr, IG Metall, Postkamp 12, 30159 Hannover

Diskussion: 3 mal Leben, Arbeit, Migration

Drei Kollegen aus dem Metall- und Elektrobereich stellen ihre Erfahrungen mit der deutschen Willkommenskultur vor. Gut oder schlecht empfangen wurden alle drei, unabhängig, ob sie wegen einer Arbeitsstelle oder wegen der Liebe in die Bundesrepublik gekommen waren oder hier geborene und aufgewachsene Kinder von sogenannten GastarbeiterInnen sind. Geschichten von helfenden Händen und integrations(un)willigen Deutschen treffen auf aktuelle Diskussionen um Asylgesetz und »Einwanderungswellen«.

VERANSTALTER: IG Metall Hannover, ARBEIT UND LEBEN Niedersachsen Mitte

Die Veranstaltung ist kostenfrei.

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Mittwoch, 16. März, 18.30 Uhr, VHS Hannover (Saal), Burgstraße 14, 30159 Hannover

Brandanschläge und Willkommenskultur: Sozialpsychologische Überlegungen zur aktuellen Gemengelage deutscher Gefühle

Ressentimentgetriebene Einstellungen, die zuvor nur der extremen Rechten als politisch-subkulturellem Milieu zugerechnet worden waren, erleben ihr Öffentlich-Werden in Form großer Demonstrationen (PEGIDA etc.), Parteineugründungen (AfD) und erschreckender Umfrageergebnisse. Zugleich existiert neben den Brandanschlägen auf Flüchtlingsunterkünfte und dem Massensterben im Mittelmeer auch der Versuch in der Bevölkerung, eine »Willkommenskultur« zu leben. Wie ist der Zusammenhang von Positionen der extremen Rechten und der »Mitte der Gesellschaft« zu erklären? Gibt es eine Verbindung zwischen dem Erstarken rassistischer Ressentiments und demjenigen Deutschlands als Großmacht? Wie ist das Verhältnis von Fremdenfeindlichkeit und Willkommenskultur zu fassen?

VERANSTALTER: Ada- und Theodor Lessing Volkshochschule Hannover, Sachgebiet Politische Bildung
REFERENT: Sebastian Winter, Universität Bielefeld Interdisziplinäres Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschung (IFF)
MODERATION: Prof. Dr. Rolf Pohl, Leibniz Universität Hannover

Die Veranstaltung ist kostenfrei.

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Montag, 21. März, 18 Uhr, Eisfabrik, Seilerstr. 15F, 30171 Hannover

Lesung, Inputreferat und Diskussion: »Hate Speech« ist keine Meinungsfreiheit
Hasskommentare als neue Strategie der rechten Bewegung 

Nicht nur bekennend rechtsextreme User nutzen das Internet, um andere Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Religion oder sexuellen Orientierung zu diskriminieren und zu beleidigen. In der Anonymität fühlen sich Kommentatoren zu unsäglichen Aussagen hingerissen. Die Kommentarspalten, Facebook und Twitter sind voll von sogenanntem »Hate Speech« (Hasskommentaren). Caroline Paeßens gibt einen Einblick in die neue Strategie der rechten Bewegung und zeigt auf, welche Gegenmaßnahmen alle Social Media-NutzerInnen ergreifen können, um sich aktiv auch im Netz gegen Hasskommentare zu stellen. Die Beatpoeten präsentieren die schillerndsten Kommentare von PEGIDA über AfD bis HoGeSa aus ihrem Programm »Beatpoeten lesen deutsche Verhältnisse«.

VERANSTALTER: Bildungsverein Hannover
Kooperation: Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt Braunschweig (ARUG) und der Eisfabrik Hannover
GÄSTE: Beatpoeten, Caroline Paeßens, ARUG
MODERATION: Jörg Smotlacha (langeleine media)

Die Veranstaltung ist kostenfrei.

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16. Februar bis 13. März, 10 bis 16 Uhr, Gedenkstätte Ahlem, Heisterbergallee 10, 30453 Hannover

Workshop: Antiziganismus

Antiziganismus hat eine ähnlich lange Geschichte wie Antisemitismus und wirkt sich ähnlich destruktiv auf die Betroffenen aus. Im Workshop wird die Struktur des antiziganistischen Ressentiments beleuchtet und analysiert. In Übungen wird die Wirkungsweise erfahrbar. Verfolgung und Vernichtung von Sinti und Roma in der Zeit des Nationalsozialismus können anhand der Inhalte der Sonderausstellung und der Ahlemer Dauerausstellung erforscht werden. Aktuelle Verbreitung und Auswirkungen des Antiziganismus auf Roma in Deutschland und Europa werden im Workshop verdeutlicht. Dieser Workshop im Rahmen der Sonderausstellung »Von Auschwitz in den Harz« in der Gedenkstätte Ahlem umfasst ca. sechs Zeitstunden (10 bis 16 Uhr) und kann dienstags, mittwochs und donnerstags während der Laufzeit der Sonderausstellung (16.02. bis 13.03.16) gebucht werden.

VERANSTALTER: Gedenkstätte Ahlem, Region Hannover
ANMELDUNG: Telefon 0511-616-23745 oder E-Mail: gedenkstaett@region-hannover.de

Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Kleefelder benennen Weg in Klaterfeldweg

Am Mittwoch (9. März) um 13.30 Uhr findet auf Höhe des Parkplatzes der Vereinsheime der Kleingärtnervereine Kleefeld e.V. und Alte Treue e.V. die offizielle Benennung des Klaterfeldweges statt. Der Stadtbezirksrat Buchholz-Kleefeld hatte in seiner Sitzung im September 2015 beschlossen, dass die Fuß- und Radwegverbindung, welche von der Kleestraße in östlicher Richtung bis zum Stadtfelddamm verläuft, den Namen Klaterfeldweg erhält.

Im Stadtbezirksrat Buchholz-Kleefeld bestand der Wunsch eine Benennung, angelehnt an die historische Bezeichnung des Stadtteils Kleefeld „Klaterfelde“, vorzunehmen. Die Benennung des Weges soll dabei der besseren Auffindbarkeit in Notfallsituationen sowie der Orientierung im Stadtteil dienen.

Galerie der Kosmonauten

Galerie der Kosmonauten

Galerie der Kosmonauten„Sie kamen durch den freien Raum“
Figuren von plabilio

Im März und April wird der r2k – Raum für Kunst und Kommunikation zur Galerie der Kosmonauten. Raumfahrer, Astronauten, Kosmonauten, Außerirdische und intergalaktische Reisende geben sich im Ausstellungsraum im Kötnerholzweg 4 in Hannover-Linden ein Stelldichein.

Der Eröffnungs-Countdown zur Ausstellung mit 25 Figurenobjekten des hannoverschen Objektkünstlers plabilio endet am Samstag, 5. März 2016 genau um 15:00 Uhr im Beisein des Künstlers.

In der Folge sind die Werke dann bis zum 1. Mai 2016 immer Di bis Fr 17 – 19 Uhr und Sa und So 13 – 16 Uhr zu besichtigen.

Der Eintritt ist natürlich wie immer frei.

Oberbürgermeister Schostok lädt zur Bürgersprechstunde ein

Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok lädt am Mittwoch, 9. März, von 16 bis 18 Uhr zur dritten Bürgersprechstunde in diesem Jahr in die Ratsstube des Neuen Rathauses, Trammplatz 2, ein.

Die BesucherInnen werden gebeten, sich ab 15 Uhr nummerierte Karten im Bürgerbüro, Zimmer 76a im Erdgeschoss, abzuholen.

„Frühjahrsputz“ und Pflanzaktion im Kinderwald

Helfende Hände gesucht: Der Kinderwald im Mecklenheider Forst lädt am kommenden Sonnabend (5. März) zum „Frühjahrsputz“ ein. Mit gärtnerischen Tätigkeiten wird von 13 bis 16 Uhr das Gelände gemeinsam auf den Frühling vorbereitet.

Wie jedes Jahr pflanzen die Aktiven des Kinderwalds den Baum des Jahres. Gegen 14 Uhr wird gemeinsam mit dem diesjährigen Spender Wilfried Blume in der Allee der Jahresbäume eine Winterlinde, der Baum des Jahres 2016, eingesetzt.

Für alle HelferInnen gibt es am Nachmittag Stockbrot und Kinderwaldpunsch, ein Trinkbecher sollte mitgebracht werden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen und die Beschreibung des Anfahrtsweges sind unter www.kinderwald.de im Internet zu finden.

Hannover Korbjäger

Korbjäger: Eine Niederlage, die sich wie ein Sieg anfühlt

Hannover Korbjäger

Hannover Korbjäger

Am Samstagabend fanden sich neun illustre Zocker der Landeshauptstadt für ein kleines Pickupspiel gegen einen Aufstiegsaspiranten der 1. Regionalliga Nord zusammen und demonstrierten 1,5 Stunden Liebe zum Basketballsport.

„So kann man verlieren“ war der Tenor, der nach der 82:90 Niederlage gegen Rot-Weiß Cuxhaven durch die Reihen ging. In einer mehr als packenden Partie verlangte man dem Tabellenzweiten und 2. Bundesligaabsteiger alles ab, führte zwischenzeitlich und, was noch viel wichtiger ist, man zeigte Charakter und Herz.
Nach dem Abgang von Trainer Thorsten Freiheit wusste niemand so recht, was er von der Partie gegen den vermeintlich übermächtigen Gegner von der Küste erwarten durfte. Ishmael Fontaine sprang spontan als Spielertrainer ein und meisterte diese Bürde mit Bravur.
Nach einem kleinen Lauf führte das Rudel die Partie bis zur Mitte des ersten Viertels mit 10:8 an und sorgte für ordentlich Augenreiben auf der Bank der Cuxhavener. Der Ball lief rund, man traf gut herausgespielte Würfe und packte in der Verteidigung männlich zu. Doch wie lange sollte man diesen Level gegen eine Mannschaft dieses Kalibers aufrechterhalten können? Offensichtlich noch ein bisschen länger, denn mit einem Rückstand von 20:26 unterbot man die Vermutungen der Neider um ein Vielfaches.

Weiter ging der Hustle mit einem 11:2 Lauf, der die 31:30 Führung einheimste, welche Rot-Weiß erst mal in einer Auszeit verarbeitete. Von nun an gab es das volle Programm, das sich ein Zuschauer wünschen kann. Wechselnde Führungen, von Trikots polierte Hallenbödenabschnitte und den ein oder anderen Stabilitätstest an der Korbanlage. Der Halbzeitstand von 43:47 für die Gäste machte Appetit auf mehr.

Auch der nach der Unterbrechung sehr beliebte Mittagsschlaf wurde gestern übersprungen und dafür weiter ein bisschen Schweiß und Herzblut auf dem Court gelassen. Dank starker Unterstützung von den Rängen gelang es den Hausherren, sich weiter festzubeißen und sich nicht abschütteln zu lassen. Mit 64:66 hatte man drei Viertel lang eine Grundlage geschaffen, um eine kleine Sensation in der Liga zu vollbringen.

Bis zur Mitte des Schlussviertel war dem Rudel abermals der Ausgleich gelungen und der Small-Ball-Spielstil warf weiter Früchte ab. Dann jedoch geriet man mit einem ausgefoulten Bart Zents und Jorge Ebanks in Kapazitätsprobleme, die Cuxhaven auf ihrer Seite schlussendlich besser kompensieren konnte. Zu stark waren die Herausforderer unter dem Brett aufgestellt (30:49 Rebounds), um von den Korbjägern kontrolliert werden zu können. Dessen ungeachtet blieb man seiner Linie treu und zeigte, wer der Herr im Ihmebunker ist und bleibt.

“Good effort guys, respect, that was a crazy game. Way to fight. Chapeau.”,
so RW-Trainer Moris Hadzija auf Facebook.

An dieser Stelle bedanken wir uns auch nochmal ganz herzlich für die Unterstützung von Co-Trainer Damjan Plantosar, der die Mannschaft in dieser Saison vorbildlich betreut hat, und wünschen ihm für seine weitere Zukunft nur das Beste! #hvaladamjan

Die nächste Vorstellung bieten die Korbjäger am kommenden Samstag um 18:00 Uhr gegen die White Devils vom BBC Cottbus. Dann wird das zurückgewonnene Selbstbewusstsein in einen Heimsieg verwandelt! Vorbericht und „Decent Moments“-Höhepunktvideo folgen.

Ausbeute der Korbjäger: Garrett 23; Hrkac 16; Simonis 13, 6 Vorlagen; Ebanks 9, 5 Ballgewinne; Kelmelis 9; Fontaine 6; Zents 6; Brauner; Mpacko

www.hannover-korbjaeger.de

Polizei

Kiosküberfall – Wer kann Hinweise geben?

Mit einer Flasche Sekt ist ein Unbekannter am Sonntag, 28.02.2016, geflüchtet, nachdem er an der Kleestraße (Kleefeld) einen Kioskangestellten mit einer Schusswaffe bedroht und Alkohol gefordert hat.

Nach bisherigen Erkenntnissen hatte der Unbekannte gestern Abend, kurz nach 18:00 Uhr, am Verkaufsfenster des Kiosks Alkohol verlangt. Nachdem ihm der Angestellte daraufhin eine Flasche Sekt angeboten und in die Durchreiche gestellt hatte, erklärte der Täter, diese umsonst haben zu wollen. Als der 25-Jährige dies verneinte und der Täter ihn daraufhin mit einer Schusswaffe bedrohte, schloss der Kioskmitarbeiter die Lade. Anschließend griff sich der Räuber die Flasche und flüchtete damit zu Fuß in unbekannte Richtung.

Der Gesuchte ist zirka 40 Jahre alt, ungefähr 1,75 bis 1,80 Meter groß, hager, hat sehr kurze, dunkle Haare und spricht deutsch mit Akzent. Am Sonntag war er mit einer dunklen Jacke bekleidet.

Hinweise hierzu nimmt der Kriminaldauerdienst Hannover unter der Rufnummer 0511 109-5555 entgegen. /st, schie

Polizei

„Ablenkung im Straßenverkehr“ – Schwerpunkteinsatz der Polizeiinspektion Süd

Beamte der Polizeiinspektion Süd sowie der Polizeikommissariate Südstadt, Misburg und Laatzen haben bei einer zweitägigen Verkehrskontrolle zahlreiche Verkehrsordnungswidrigkeiten festgestellt und geahndet.

Mit der Zielrichtung „Ablenkung im Straßenverkehr“ haben die Beamten von Mittwoch, 24.02.2016, 08:00 Uhr, bis Freitag, 26.02.2016, 12:30 Uhr, an der Hildesheimer Straße / Willmerstraße, Hildesheimer / Peinerstraße, Marienstraße / Warmbüchenstraße, Buchholzer Straße / Schierholzstraße und Hildesheimer Straße / Eichstraße Kontrollen durchgeführt.

Die Bilanz der zwei Tage: Insgesamt leiteten die Beamten 122 Verfahren wegen Verkehrsordnungswidrigkeiten ein – darunter allein 63 Verstöße, weil während der Fahrt mit einem Handy telefoniert wurde. Des Weiteren ahndeten die Polizisten 56 Gurtverstöße. Darüber hinaus stellten sie in zwei Fällen fest, dass die Frist zur Hauptuntersuchung überschritten war und in einem Fall fehlerhaftes Verhalten beim Abbiegen.

Im Rahmen der Kontrollen suchten die eingesetzten Beamten das Gespräch mit den Verkehrsteilnehmern und führten ihnen insbesondere bei der Nutzung eines Mobiltelefons die damit verbundene Gefährlichkeit vor Augen. Das Gros der kontrollierten Verkehrsteilnehmer zeigte sich einsichtig. /st, schie

Zeugenaufruf! Südstadt: Farbschmierereien an Schulgebäude

Am vergangenen Wochenende haben Unbekannte Wände und Scheiben an einer Schule am Altenbekener Damm mit diversen Tags und Hakenkreuzen beschmiert.

Heute Morgen, gegen 07:45 Uhr, bemerkte ein Lehrer die Sachbeschädigungen und verständigte die Polizei. Bisherigen Ermittlungen zufolge hatten Unbekannte in der Zeit von Freitag, 26.02.2016, 17:00 Uhr, bis heute Morgen auf dem Schulgelände Wände, Fenster- und Türscheiben mit diversen Tags sowie Hakenkreuzen besprüht. Die genaue Schadenshöhe steht derzeit noch nicht fest. Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung und Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingeleitet. Zeugen, die Hinweise zu der Tat oder den Tätern geben können, setzen sich bitte mit dem Kriminaldauerdienst unter der Telefonnummer 0511 109-5555 in Verbindung. /hil, schie

Kinder im Krieg

Ausstellung: Kinder im Krieg

Kinder im Krieg

Kinder im Krieg

Kinder sind in allen kriegerischen Auseinandersetzungen, innerstaatlich genauso wie zwischenstaatlich die Leidtragenden. Aus der eigenen Geschichte lernen heißt, nicht die Augen verschließen vor dem, was heute geschieht.

„Das ausgeprägte Bewusstsein für konkrete historische und soziale Zusammenhänge führt bei R.F. Myller zwangsläufig dazu, dass auch unschöne Bilder gezeigt werden. So auch bei der Reihe „Kinder im Krieg“. Neben dem Bedürfnis Aufmerksamkeit und Anteilnahme zu wecken, stellt sich der Künstler auch die unvermeidliche Frage, welche Rolle die Kunst bei der Vermittlung derartiger Anliegen spielen kann, darf oder vielleicht sogar muss. Darf Kunst für soziale oder gar politische Zwecke instrumentalisiert werden oder ist es andersherum legitim, derart dringliche Probleme zum ästhetischen Bild zu degradieren.
R.F. Myller findet eine Form, die sowohl der Kunst, als auch dem Anliegen gerecht wird. Trotz der geschundenen, versehrten Oberflächen ist die Bearbeitung von einer großen Zartheit und Behutsamkeit und bringt dem Betrachter die Fragilität und Verletzlichkeit des Motivs umso näher.“

Esther Orant 2014

Was kann die Kunst leisten und was darf sie nicht leisten? Werden die Probleme beschönigt und durch Ästhetisierung bagatellisiert? Oder wird der Blick durch die Kunst überhaupt erst auf etwas gelenkt, was sonst nur im Verborgenen geschieht? Welche Kraft und welche Möglichkeiten hat Kunst heute?
Der Künstler R.F. Myller hat sich deshalb im Jahr 2014 intensiv mit dem Thema Kinder im Krieg auseinandergesetzt und mehrere Zyklen dazu geschaffen. Diese werden jetzt in der Galerie von Radio Leinehertz gezeigt. Zeitgleich wird sein Buch vorgestellt, in welchem er diese Zyklen veröffentlicht.
Das Buch hat 64 paginierte Seiten, in DIN A 4 quer, Hardcover, enthält 40Farbabbildungen und Texte des Künstlers, kostet 20,- und ist während der Ausstellung oder direkt beim Künstler erhältlich.

Das Thema Flucht und Vertreibung ist ein großes Anliegen des Künstlers, welches ihn seit 2007 beschäftigt. Er hat die Arbeiten dazu bereits in mehreren überregionalen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt.

Vernissage
Freitag 04.03.2016 um 19.00 Uhr
Radio Leinehertz Galerie
Hildesheimer Str. 29
30169 Hannover

Die Ausstellung ist bis zum 06.05.2016 zu sehen.
Zur Ausstellung erscheint ein Buch.

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