Monate: September 2016

Kunst auf dem Trammplatz

Überblicksführung „After Sunset – abends durch die Stadt“

Kunst auf dem Trammplatz

Kunst auf dem Trammplatz

Anschließend Filmabend „Experiment Straßenkunst“

Die künstlerische Überblicksführung „After Sunset – abends durch die Stadt“ bietet Thomas Kaestle beim Kunstvermittlungsprogramm „Kunst umgehen“ am Sonnabend (8. Oktober) von 17 bis 18.30 Uhr. Treffpunkt und Start ist am Trammplatz im Eingang Museum August Kestner. Die Teilnahme kostet fünf, ermäßigt drei Euro. Mit HannoverAktivPass ist die Teilnahme frei.

Im Anschluss geht es von 20 bis 22 Uhr weiter mit einem Filmabend zum Thema „Experiment Straßenkunst“. Treffpunkt ist der FilmKunstRaum „Kronen Sieben“, Kronenstraße 7. Der Eintritt kostet fünf, ermäßigt drei Euro, mit HannoverAktivPass frei.

Zur Tour „After Sunset – abends durch die Stadt“:

Diese Tour mit Thomas Kaestle wirft Blicke auf die Stadt in Dämmerung und Dunkelheit. Was geschieht nach Sonnenuntergang mit Kunst und Stadt? Wie verändern sich Wahrnehmung und Erleben? Welche Kunst erwacht erst jetzt zum Leben? Welche Formen und Geschichten entstehen durch künstliches Licht? Welche Orte definieren sich neu, welche erhalten erst jetzt einen Charakter?

Die Führung endet am Weißekreuzplatz, so dass ein anschließender Besuch der Veranstaltung „Filmabend: Experiment Straßenkunst“ im Filmkunstraum „Kronen Sieben“ möglich ist.

Bei der Überblicksführung zur Kunst im öffentlichen Raum in Hannover geht es um deren historische Entwicklung und Status Quo, um Fragen nach Zusammenhängen, Räumen, Zwecken, Bedeutungen, Perspektiven und Wahrnehmungsmöglichkeiten. Ein kompakter Spaziergang durch jeweils kurz diskutierte Facetten des Themas.

Zum Filmabend „Experiment Straßenkunst“:

Dr. Peter Struck ist Kulturwissenschaftler und Filmenthusiast. Seit fast zehn Jahren betreibt er den FilmKunstRaum „Kronen Sieben“ mit regelmäßigen Themenabenden. Für „Kunst umgehen“ stellt er ein Filmprogramm mit historischen Zeugnissen zum „Experiment Straßenkunst“ zusammen: dokumentarisches Material rund um den Aufbruch Hannovers in die 1970er Jahre und ihre Vision von Kultur für alle.

Weitere Informationen unter der Telefonnummer 168-44042. Veranstalter ist das Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover.

Saunanacht „Herbstfreuden“ im Vahrenwalder Bad

„Herbstfreuden“ – unter diesem Motto veranstaltet das Vahrenwalder Bad am 1.Oktober 2016 ab 18 Uhr einen Saunaabend. Ab 22 Uhr kann zusätzlich die Schwimmhalle textilfrei genutzt werden.

Der Eintrittspreis für diese besondere Saunanacht beträgt 13 Euro pro Person im Vorverkauf und 15 Euro an der Abendkasse, die Teilnehmerzahl für die Saunanacht ist auf 40 Gäste begrenzt.

Auch das Bistro „Aqua“ ist an diesem Abend geöffnet.

Eintrittskarten können an der Kasse im Vahrenwalder Bad, Vahrenwalder Straße 100, erworben werden.

Weitere Informationen auch unter www.vahrenwalder-bad-hannover.de oder Telefon  168-44629.

Illumination im Großen Garten (Foto: Rosi Radeke)

Licht & Lampions: „Der Garten leuchtet SPEZIAL“

Illumination im Großen Garten (Foto: Rosi Radeke)

Illumination im Großen Garten (Foto: Rosi Radeke)

Termin: Sonntag, 2. Oktober, 19 Uhr, Großer Garten

Zum Abschluss der diesjährigen Illuminatio­nen führt am 2.Oktober ein Lampion-Spazier­gang durch den Großen Garten. Start ist um 19 Uhr an der Sonnenuhr, vorbei geht es an den Wasserspiele zur Großen Fontäne. Einlass ist ab 18 Uhr, die Illumination beginnt nach dem Lampion-Spaziergang um 19.30 Uhr. Der Eintritt beträgt 4 Euro, ermäßigt 3 Euro. Wer keinen eigenen Lampion mitbringt, kann auf das Laternensortiment am Eingang zurückgreifen.

Auch am 30. September und am 1. Oktober ist der Große Garten nochmals illuminiert zu erleben. Von 20.30 Uhr bis 21.30 Uhr, im Oktober eine Stunde früher (19.30 bis 21.30 Uhr), sind die Brunnen, Fontänen, Hecken und Skulpturen erleuchtet und Händels Wasser­musik erklingt.

VORSCHAU:

Laterne, Laterne – am 30. Oktober um 17.30 Uhr findet im Großen Garten ein Laternenumzug statt. Einlass ist ab 16.30 Uhr, der Eintritt kostet im Vorverkauf vier Euro plus Vorver­kaufsgebühr, an der Abendkasse fünf Euro. Kin­der bis 12 Jahre zahlen keinen Eintritt. Tickets sind ab 4. Oktober an der Vorver­kaufskasse im Künstlerhaus und an der Vor­verkaufskasse der Herrenhäuser Gärten er­hältlich.

Eilenriedeblick zum Fernsehturm

„Eilenriede im Ohr“ – Neuer Hörspaziergang für Hannovers Stadtwald

Eilenriedeblick zum Fernsehturm

Eilenriedeblick zum Fernsehturm

In Hannovers Stadtwald gibt es „etwas auf die Ohren“: An insgesamt elf Hörstationen in der nördlichen und der südlichen Eilenriede können Interessierte klanglich in die Vielfalt des 640 Hektar großen Walds eintauchen. Hauptvoraussetzung für das Audioangebot „Eilenriede im Ohr“ ist ein internetfähiges Smartphone, mit dem über die Adresse www.hannover.de/hannover-zum-hoeren die Informationen aufgerufen werden können. Die Begrüßung an jeder Station übernehmen verschiedene Vogelarten. Nachfolgend geben unter anderem ein Förster und eine Pilzexpertin Antworten auf die Frage, wie Naturschutz, Erholung und Forstwirtschaft in einem der größten Stadtwälder Europas miteinander vereinbar sind. Auch der Wirt des Milchhäuschens kommt zu Wort. Die HörerInnen erfahren etwas über Holzernte und Rückepferde, über alte Bürgerrechte und den heutigen Eilenriedebeirat, über Buschwindröschen und Klimawandel – und wie all das miteinander zusammenhängt.

„Unsere Hörangebote werden immer beliebter, dies ist mittlerweile der siebte audiounterstützte Spaziergang“, sagte Karin van Schwartzenberg, Leiterin des Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün der Landeshauptstadt Hannover, bei der heutigen (23. September) Vorstellung. „Die Waldbesucherinnen und Waldbesucher bekommen zusätzliche Informationen über das, was sie mit eigenen Augen sehen. Auch jene Spaziergänger, die regelmäßig in die Eilenriede gehen, können noch Neues kennenlernen.“

Bilge Tutkunkardes, Leiterin des Teams Regionale Naherholung der Region Hannover, unterstrich: „Nur was Menschen kennen, schätzen und schützen sie – dieser Satz gilt auch für die Erholungsräume vor der eigenen Haustür. Moderne Medientechnik hilft dabei. Man schaut in die Landschaft und hört dabei lebendige, klang- und geräuschvolle Geschichten über die grünen Orte der Region Hannover. So wird der Spaziergang im Stadtwald zu einem besonderen Erlebnis für alle, die mehr erfahren wollen – auch ganz im Sinne unseres  Projektes ‚Hörregion Hannover‘.“

Startpunkt, Reihenfolge und Anzahl der Hörstationen sind beliebig wählbar. Um alle Orte sehen und die entsprechenden Beiträge hören zu können, sollte man mit dem Fahrrad mindestens drei Stunden einplanen. An den einzelnen Stationen sind QR-Codes angebracht. Aber auch unter der genannten Adresse im Internet sind die Informationen abrufbar. Empfohlen für ein optimales Hörerlebnis werden Kopfhörer oder Ohrstöpsel. Audiogeräte und Kopfhörer sind auch kostenlos (gegen ein Pfand von 20 Euro) im Servicebüro im Stadtteilzentrum Lister Turm, Walderseestraße 100, ausleihbar.

Der Hörspaziergang entstand in Kooperation des Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün der Stadt Hannover mit der Regionalen Naherholung der Region Hannover. Produziert wurde er von Stefanie Krebs von „Tonspur Stadtlandschaft“. Die Stationen sind:

  1. Das Ohr an der Eilenriede, Emmichplatz;
  2. Buttermilch im Schönheitswald, Wilhelm-Busch-Wiese;
  3. Von Holzgängern und Morgenbrüdern, Freizeitheim Lister Turm;
  4. Tanz im Labyrinth, Rasenlabyrinth;
  5. Rückepferd und Forstbetrieb, Steuerndieb;
  6. Wer wohnt im Totholz?, Königseiche;
  7. Eine Spielplatzstation (nicht nur) für Kinder, Spielplatz Schmachteberg;
  8. Torfschifffahrt und Schwefelbäder, Heiligers-Brunnen;
  9. Vom Wandel im Wald, An den Föhren;
  10. Pumptrack, Reitweg, Rodelbahn, Mountainbike-Parcours;
  11. Käuzchenruf und Fledermaus, Elke-Mühlbach-Weg.

Sechs weitere Hörspaziergänge sind bereits im Angebot: Hinüberscher Garten, Döhrener Leinemasch, Hermann-Löns-Park, Maschsee, Klimaschutzhörpfad in Linden und der Audioguide in der Waldstation Eilenriede. Die Dateien für alle Audiospaziergänge sind über www.hannover.de, Suchbegriff „Hannover zum Hören“, abrufbar.

„High Noon“ – Kunstgespräch „Kepler trifft Kopernikus“ von Rainer Tappeser

Mit einer „High Noon – 12.30 Uhr mittags“-Veranstaltung beginnt das Kunstvermittlungsprogramm „Kunst umgehen“ im Oktober. Am Montag (3. Oktober) geht es beim Mittagskunstwerksgespräch um „Kepler trifft Kopernikus“ von Rainer Tappeser. Treffpunkt ist um 12.30 Uhr am Braunschweiger Platz vor Steinhoff. Die Veranstaltung dauert 30 Minuten. Die Teilnahmegebühr beträgt drei Euro, ermäßigt zwei Euro und ist für HannoverAktivPass-InhaberInnen kostenfrei.

Zum Programm:

Rainer Tappeser (* 1941 in Düsseldorf) schloss sein Studium an der Hochschule für Bildenden Künste Berlin im Jahr 1969 als Meisterschüler von Hermann Bachmann ab. Er lebt in Deutschland und Frankreich. Er entwarf die Plastik „Kepler trifft Kopernikus“ 1989 als Kunst am Bau für den Neubau des Möbel- und Einrichtungshauses Steinhoff am Braunschweiger Platz.

„High Noon – 12.30 Uhr mittags“ stellt an jedem ersten Montag im Monat in der Mittagspause jeweils eine künstlerische Arbeit im öffentlichen Raum Hannovers in verdichteter Form vor. Da jedes Mal ein anderes Objekt ins Visier genommen wird, bewegen sich Fans des Formats – quasi in Zeitlupe – mit der Kunstvermittlung durch das Jahr, die Stadt und die Geschichte der Kunst im öffentlichen Raum.

Weitere Informationen unter der Telefonnummer 168-44042. Veranstalter ist das Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover.

Hannover legt Flüchtlingsbericht vor – Kapazitätsplanung wird angepasst

„Vom Ausnahmezustand zum Alltag – von der Improvisation zur Integration “

„Ankommen – unterstützen – miteinander leben“ – unter diesem Titel zieht die Landeshauptstadt Hannover (LHH) erstmals in einem Flüchtlingsbericht eine Zwischenbilanz über die Entwicklung seit Beginn der starken Flüchtlingszuwanderung.

Zugleich benennt der am Montag (26. September) von Oberbürgermeister Stefan Schostok vorgestellte Flüchtlingsbericht die aktuellen Herausforderungen für Hannover insbesondere bei der Integration der Flüchtlinge und gibt einen Ausblick auf die dafür notwendigen und geplanten Maßnahmen.

Zusammen mit dem Flüchtlingsbericht hat die Stadtverwaltung auch ihre geänderten Planungen für den Bau weiterer Flüchtlingsunterkünfte präsentiert. Angesichts der aktuell nur geringen Zahl neu ankommender Flüchtlinge werden nun einige Vorhaben zurückgestellt, einige auch eingestellt.

„Hannover hat die Unterbringung und Betreuung vieler tausend Flüchtlinge in kurzer Zeit mit großem Einsatz sehr vieler Menschen gut bewältigt, auch in der Phase sehr schneller Zuweisungen und gleichzeitig fehlender Koordination im Bund und in den Ländern. Die Situation hat sich deutlich verbessert. Jetzt geht es darum, Zwischenbilanz zu ziehen, die Unterbringungskapazitäten zu überprüfen und die richtigen Weichen für die langfristige Integration derjenigen Flüchtlinge zu stellen, die hier bleiben und sich eine neue Zukunft aufbauen wollen“,erklärt Oberbürgermeister Stefan Schostok.

Aktuell leben in Hannover noch rund 4.300 Flüchtlinge in städtischen Unterkünften, wegen der geringen Anzahl neuer Flüchtlinge mit sinkender Tendenz. Hinzu kommen rund 430 alleinlebende minderjährige Flüchtlinge. Das Land Niedersachsen sieht sich bis auf weiteres noch nicht zu einer Aktualisierung der Zuweisungsquote in der Lage. Theoretisch müsste Hannover aktuell noch mehr als 5.000 Flüchtlinge aufnehmen. Das Niedersächsische Innenministerium teilte vergangene Woche der Landeshauptstadt mit, dass eine Neufestsetzung der Verteilkontingente erst im November 2016 erforderlich werde. Aufgrund der weiterhin auf niedrigerem Niveau gebliebenen Zugangszahlen sei von einem erheblich geringeren zu verteilenden Gesamtkontingent auszugehen als bisher.

Kapazitätsplanungen für Unterkünfte überarbeitet

„Wir haben uns trotz fehlender neuer Quote entschieden, unsere Kapazitätsplanungen für die Unterkünfte etwas anzupassen. Wir räumen bereits schrittweise große Notunterkünfte und nutzen die nach und nach fertiggestellten Gemeinschaftsunterkünfte. Einige der geplanten Standorte werden wir allerdings vorerst zurückstellen oder aufgeben“, erklärt Schostok. Eine entsprechende von Stadtbaurat Uwe Bodemann vorgelegte Drucksache ging am Montag zur Beratung und Entscheidung an die Ratsgremien. (Details zur Unterbringung siehe in der Drucksache 2087/2016 und der beigefügten Präsentation des Stadtbaurates.)

Der erste Flüchtlingsbericht für Hannover zielt vor allem auf die Integration der Flüchtlinge ab, die anerkannt werden oder ein Bleiberecht bekommen. „Damit die Chancen der Integration auch genutzt werden können, entwickelt die Stadtverwaltung die bisherigen Erfahrungen und Maßnahmen in der Flüchtlingsarbeit weiter. Wir sehen uns dabei als Motor für die Integration und wollen damit möglichst viele Flüchtlinge wie Unterstützer aktivieren“, betont Schostok.

Der Oberbürgermeister stellt dabei auch die Arbeit der bestehenden Unterstützungsgruppen und Nachbarschaftskreise für die bestehenden Flüchtlingsunterkünfte heraus. Schostok: „Diese vielen engagierten Ehrenamtlichen haben inzwischen viele Beziehungen zu ‚ihren‘ Flüchtlingen aufgebaut. Dies ist zusammen mit dem großen Engagement der Stadtverwaltung bereits eine wichtige Basis für eine erfolgreiche Integration und den Aufbau eines normalen Lebensalltags.“

Integrationsarbeit verlagert sich in die Stadtteile

Der Verwaltungschef kündigte an, dass das vor zwei Jahren von der Stadt kurzfristig geschaffene Integrationsmanagement auch künftig für Integration eine, wenn auch veränderte, neue Schlüsselrolle bekommt. In dem Maße wie Flüchtlinge aus Gemeinschaftsunterkünften in eigene Wohnungen umziehen, sich beruflich qualifizieren und eine Berufsperspektive entwickeln, verlagert auch das Integrationsmanagement seine Arbeit schrittweise aus den Unterkünften in Richtung Stadtteile und Quartiere.

Dabei gelte es, wie Sozialdezernentin Konstanze Beckedorf herausstellt, die vielen stadtweit bereits vorhandenen Einrichtungen und Aktivitäten in den Quartieren zu nutzen und mit dem Integrationsmanagement zu verknüpfen. Beckedorf nennt unter anderem das Stadtbezirksmanagement, das Quartiersmanagement, die Gemeinwesenarbeit, Stadtteilzentren sowie Einrichtungen der Jugendarbeit.

Koordinierungsstelle für bürgerschaftliches Engagement

Auch die neu geschaffene Koordinierungsstelle Flüchtlingshilfe, die bisher Freiwillige an Unterstützer- und Nachbarschaftskreise und die Betreiber von Flüchtlingsunterkünften vermittelt hat, bekommt eine neue Rolle. „Wir wollen die große Bereitschaft vieler Menschen in Hannover, sich kontinuierlich in der Flüchtlingsarbeit zu engagieren, aufnehmen und zu einer Koordinierungsstelle für bürgerschaftliches Engagement werden“, kündigt Schostok an.

Stadtverwaltung mit neuen Arbeitsstrukturen

Mit dem Flüchtlingszustrom haben sich die Anforderungen an die Stadtverwaltung binnen kurzer Zeit enorm verändert. Seit 2012 hat sich die Zahl der Flüchtlinge in Hannover mehr als versechsfacht. Teilweise kamen pro Woche bis zu 150 Menschen in die LHH. Zwischenzeitlich musste das „Drei-Säulen-Modell“ für die Unterbringung aus Wohnungen, Wohngruppen und Gemeinschaftsunterkünften vorübergehend um die vierte Säule der Notunterkünfte erweitert werden.

Die Stadtverwaltung hat deshalb parallel zur Flüchtlingsentwicklung ihre Arbeitsstrukturen angepasst:

  • Einsatz einer gesamtstädtischen Projektorganisation unter Leitung des Ob
  • Betreiberkoordinierung für die Unterkünfte
  • Aufbau eines Integrationsmanagements
  • Koordinierungsstelle Flüchtlingshilfe
  • Flüchtlingskommunikation

Oberbürgermeister Schostok: „Wir arbeiten zum Thema Flüchtlinge inzwischen durchweg übergreifend und können daher besser und schneller abstimmen und entscheiden. Die Verwaltung hat sich anpassungsfähige Strukturen geschaffen und kann jetzt sowohl auf sinkende als auch steigende Flüchtlingszahlen gut reagieren. Wir überprüfen aber aktuell erneut, ob und wie wir bei Unterbringung und Betreuung noch effizienter werden können.“

Abbau der Notunterkünfte – Wohnungsbauförderung für alle

Nach der zentral gesteuerten Notunterbringung in sehr großen zentralen Unterkünften geht es nun darum, einen Wechsel in kleinere Gemeinschaftsunterkünfte, Wohngruppen oder auch nach der Anerkennung in eigene Wohnungen und damit in die Stadtteile und Quartiere zu gestalten. Mittelfristig will die Stadtverwaltung alle Notunterkünfte auflösen und lediglich einige ausgewählte (Deutscher Pavillon, ehemalige Märkte in Badenstedt und Vahrenheide) als zeitlich befristete Reserve nutzen, wie Stadtbaurat Bodemann ankündigte.

Frei werdende Unterkünfte oder nicht mehr genutzte Standorte wie zum Beispiel das ehemalige Oststadtkrankenhaus sollen für den Wohnungsbau genutzt werden. Auch die zusammen mit der Wohnungsbauwirtschaft in Hannover gestartete Wohnungsbauoffensive zeichne sich dadurch aus, dass von den geplanten jährlich mindestens 1.000 neuen Wohnungen ein spürbarer Teil für Menschen mit geringerem Einkommen avisiert sei und damit auch für Flüchtlinge in Frage komme.

Von der Ausnahmesituation zum Alltag

Die aktuell geringen Zuweisungszahlen will die Stadtverwaltung „für den Übergang von der Ausnahmesituation in den Alltag nutzen“, erläutert Schostok. Wichtig sei, dass auch Bund und Land ihre Förderungen über das bisherige Maß ausweiten. „Unterbringung und insbesondere die längerfristige Integration von Flüchtlingen werden die kommenden Jahre zum Alltag unserer Arbeit und unseres Stadtlebens gehören. Nach den Erfahrungen der vergangenen zwei Jahre wissen wir, dass Hannover dafür gut gewappnet ist.“

HINWEIS: Der Flüchtlingsbericht ist Teil der Drucksache Nr 2088/2016 an die Ratsgremien. Die Vorschläge der Verwaltung zur Unterbringung werden dem Rat zur Beratung und Entscheidung in der Drucksache 2087/2016 vorgelegt.

Stadt verlegt neue Stolpersteine für Opfer des Nationalsozialismus

Am Freitag (30. September 2016) werden in Hannover 27 neue Stolpersteine verlegt. Der Künstler Gunter Demnig ergänzt damit sein wachsendes dezentrales Kunstwerk zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus. Die Stolpersteine regen inmitten des Stadtbildes eine thematische Auseinandersetzung mit den Schicksalen nationalsozialistischer Ausgrenzung und Verfolgung an. Sie werden vor dem letzten frei gewählten Wohnort der Opfer in den Gehweg eingelassen. Eine Messingplatte auf der Oberfläche nennt mit der Inschrift „Hier wohnte…“ den Namen, den Geburtsjahrgang sowie die Umstände des Todes.

Exemplarisch für die unterschiedlichen Verfolgtengruppen können bei der diesjährigen Stolpersteinverlegung in Hannover folgende Schicksale hervorgehoben werden:

Mit der Verlegung des Stolpersteins in der Große Barlinge 4 für Wilhelm Weber, der am 21. September 1943 wegen „Wehrkraftzersetzung“ in Berlin-Plötzensee hingerichtet wurde, erfährt sein Schicksal eine nachträgliche Anerkennung. Eine Wiedergutmachung war seiner Witwe in den 1950er Jahren von den Behörden mit dem Hinweis auf seine frühere aktive Mitgliedschaft in der NSDAP versagt worden. Bürgermeister Thomas Hermann wird zum Auftakt der Verlegung des Steins für Wilhelm Weber um 9.25 Uhr anwesend sein.

Bei der Verlegung der Stolpersteine für die Familie Katz in der Laportestraße 24 A gegen 10.25 Uhr wird der Enkel bzw. Sohn der Familie, Keith Gardner aus den USA, anwesend sein. An der Verlegung nehmen SchülerInnen der Werner-von-Siemens-Schule teil, die sich im Besonderen mit der Thematik der Stolpersteine und der Biographien der Opfer beschäftigen.

Der jüdische Kaufmann Alfred Wechsler, für den in der Yorckstr. 10 gegen 11.25 Uhr ein Stolperstein verlegt wird, wurde am 23. Juli 1942 von Hannover in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert, wo er wenige Tage später am 2. August 1942 verstarb. Mit einem Lebensalter von 93 Jahren war er der Älteste aus Hannover nach Theresienstadt Deportierte. Heute leben noch fünf seiner Enkel, unter anderem auch in Hannover.

Zu fast allen Verlegungen haben sich in diesem Jahr etliche Nachfahren der Opfer der NS-Diktatur angemeldet. Zum Abschluss des Tages lädt die Landeshauptstadt die zahlreichen Gäste aus dem Ausland zu einer Zusammenkunft in das Neue Rathaus ein.

Der genaue Verleg- und Zeitplan ist unter www.erinnerungskultur-hannover.de auch im Internet zu finden. Die Verlegungen sind öffentlich.

Freibadesaison auch in den städtischen Bädern beendet – positive Bilanz

Am Sonntag (25.9.) ist auch im Lister Bad die diesjährige Freibadesaison zu Ende gegangen. Ursprünglich sollte schon am Sonntag davor Schluss sein, wegen des schönen Wetters gab es aber noch eine Woche Verlängerung. 1765 Besucherinnen und Besucher nutzten das. Die Gästezahl lag aber schon zuvor deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Kamen 2015 insgesamt 111.269 Badegäste, waren es jetzt 136.323. Der besucherstärkste Monat war der August mit 38.282 Besucherinnen und Besuchern.

Auch im Misburger Freibad konnte eine gute Bilanz gezogen werden. Dort endete die Saison planmäßig am 18.September. Insgesamt kamen 30.384 Gäste und damit deutlich mehr als im Vorjahr (20.679). Dabei muss allerdings berücksichtigt werden, dass das Bad 2015 wegen Bauarbeiten erst ab Juli geöffnet wurde. Der größte Andrang herrschte in diesem Jahr ebenfalls im August, als 8.035 Besucherinnen und Besucher kamen.

Zum Schwimmen stehen jetzt in der Herbst/Wintersaison das Stöckener Bad, das Nord-Ost-Bad und das Vahrenwalder Bad zur Verfügung. Das Stadionbad wird derzeit im Rahmen des Bäderkonzeptes saniert und steht voraussichtlich ab Dezember 2016 wieder zur Verfügung.

Kinder-Bewegungsangebot der SG 74

Die SG 74 bietet Turnen und Bewegung auch für Kinder – sobald sie laufen können – jeweils mit der Übungsleiterin Sonja Steingräber.

Montags in der Grundschule Am Welfenplatz bieten die SG 74 und Sonja Steingräber Turnen für Kinder in zwei Gruppen an: für Kinder bis 3 Jahre (Eltern-Kind-Turnen) von 16 bis 17 Uhr,.für 3 bis 6 jährige Kinder (Kinderturnen) von 17 bis 18 Uhr.
Die Kinder haben viel Spaß und lernen klettern, laufen, werfen sowie spielerisch mit Kleingeräten wie Bällen oder Reifen umzugehen. Da zur Zeit in beiden Gruppen Plätze frei sind, werden Interessierte gesucht. Kommen Sie vorbei, die Kinder können zweimal reinschnuppern und mitmachen. Einfach Sportsachen packen und vorbei kommen!

Ort: Grundschule Am Welfenplatz, Am Welfenplatz 3
Zeit: montags ab 16 Uhr

Für Kinder ab 6 Jahrengeht es weiter mit „Ballgewöhnung“, freitags von 14.30 – 15.30 Uhr auf der SG 74 – Anlage an der Graft. Auch hier sind noch Plätze frei, einfach mal vorbei kommen. Bitte Sportkleidung und Schuhe für draußen sowie bei entsprechendem Wetter Hallenturnschuhe mitbringen.

Ort: SG 74, In der Steintormasch 48.
Zeit: freitags von 14.30 – 15.30 Uhr

Anmeldung und Informationen bei der SG 74, Tel. 0511/717298 und info@sg74.de

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