Tag: 16. März 2017

Johnny Flash

Johnny Flash – Hommage an Werner Nekes

Am 22. Januar dieses Jahres ist der Experimentalfilmer Werner Nekes gestorben. Im November 2015 war er noch zu Gast im Kino im Sprengel.

Als Hommage zeigt das Kino im Sprengel am Samstag, 18.03.2017 um 20:30 Uhr den Film Johnny Flash.

„Eine merkwürdige Erfahrung der Kritik: am schwersten ist es heute, jemanden zu loben; aber wir kommen nicht umhin, den Filmkünstler Werner Nekes in höchsten Tönen zu loben. Wir müssen, wie das schon viele taten, feststellen, daaü Werner Nekes einer der herausragenden Filmkünstler der Gegenwart ist. Er entwickelte eine völlig unverwechselbare filmkünstlerische Sprache. Er arbeitet seit 17 Jahren kontinuierlich, aber ohne Verbissenheit. Ja, er bietet das Bild eines wahren Meisters gerade dadurch, daß er es stets vermied, seine Arbeit als Resultat heroischer Kämpfe eines Künstlers darzustellen. Er ist durch Selbstironie und Witz, Kooperationsbereitschaft und Begabung zu Freundschaften immer in der Lage gewesen, sein Werk als eine bloß beiläufige Konsequenz des Interesses am Filmen darzustellen – eines Interesses, wie es viele Zeitgenossen zu haben scheinen.
(Bazon Brock, 1982, anlässlich des Filmstarts von „Uliisses“)

Der Film:

Werner Nekes, BRD 1986, 80 min.,
Mit Helge Schneider, Andreas Kunze u.a., Aufnahmeleitung: Christoph Schlingensief, Kamera: Bernd Upnmoor, Musik: Helge Schneider
Genre: Komödie

Helge Schneiders erster großer Filmauftritt unter der Regie des Experimentalfilmers Werner Nekes: Schneider spielt den erfolglosen Elektriker Jürgen Potzkothen, der verzweifelt vom Ruhm eines Schlagerstars träumt. Er macht sich auf in den Großstadt-Dschungel des Ruhrgebietes, um im örtlichen Showbiz zwischen Wanne-Eickel und Bochum sein Glück zu machen. Alles wäre jedoch eine Spur einfacher, wäre da nicht seine Mutter, die jeden Schritt ihres Sohnes mit Argusaugen überwacht. (filmportal.de)

„Der Mülheimer Experimentalfilmer Werner Nekes hat mit Johnny Flash eine parodistische Filmkomödie abgeliefert, die es in sich hat. Selten wurde der armutsvolle Charme des Ruhrgebiets so treffend in Szene gesetzt, selten wurde der Charakter des Ruhrgebietskünstlers zwischen Thomczyk und Muschnik so treffend karikiert.“(Wolf Schwartz)

Kino im Sprengel
Stadtteilzentrum Nordstadt-Bürgerschule
Klaus-Müller-Kilian-Weg 2 (ehem. Schaufelder Straße 30)
30167 Hannover
www.kino-im-sprengel.de