Tag: 16. April 2017

Polizei

Unbekannter wirft Brandsatz auf 69-Jährige an der Kramerstraße

In der Nacht zu heute, 16.04.2017, hat ein bislang unbekannter Täter an der Kramerstraße einen brennbaren Gegenstand auf eine 69 Jahre alte Frau geworfen und diese dadurch leicht verletzt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen anlässlich eines versuchten Tötungsdelikts aufgenommen.

Bisherigen Erkenntnissen zufolge war die Frau mit einer Bekannten (66 Jahre alt) gegen 00:30 Uhr zu Fuß auf der Kramerstraße in Richtung Marktkirche unterwegs. Etwa 50 Meter vor dem Hanns-Lilje-Platz kam den beiden älteren Damen der dunkel gekleidete Unbekannte entgegen und warf dabei offenbar gezielt einen Gegenstand in ihre Richtung. Dieser schlug direkt vor der 69-Jährigen auf den Asphalt und verursachte eine Flamme. Dadurch begann die Hose der Frau zu brennen, woraufhin sie sich auf den Boden schmiss. Zwei Zeugen (20 und 22 Jahre alt) und ihre 21-Jährige Begleiterin wurden auf die Geschehnisse aufmerksam und halfen beim Löschen der brennenden Kleidung. Zeitgleich flüchtete der Täter in unbekannte Richtung.

Ein Rettungswagen transportierte die durch die Flammen nicht verletzte 69-jährige Hannoveranerin in eine Klinik, da sie bei dem Vorfall offensichtlich einen Schock erlitten hat.

Die Kripo hat ein Strafverfahren wegen eines versuchten Tötungsdelikts eingeleitet. Derzeit wird geprüft, ob es sich bei dem geworfenen Gegenstand um einen sogenannten Molotowcocktail handelte. Die Ermittlungen dauern diesbezüglich an.

Zeugenhinweise zu dem dunkel gekleideten Täter nimmt der Kriminaldauerdienst Hannover unter der Telefonnummer 0511 109-5555 entgegen. /now

VHS-Hannover

Erscheinungsformen von Antisemitismus in der Türkei

Für die Mehrheit der türkischen Bevölkerung besteht kein Zweifel an der offiziellen Geschichtsschreibung. Dem zufolge haben Juden im Osmanischen Reich und in der Türkischen Republik gleichberechtigt gelebt und tun das heute noch. Weitverbreitet ist auch die Wahrneh­mung, die Türkei habe während des Holocaust viele Juden gerettet. Von Antisemitismus in Vergangenheit und Gegenwart könne deshalb in der Türkei nicht die Rede sein. Dabei waren und sind auch Juden als Nichtmuslime sowohl im Osmanischen Reich als auch in der modernen Türkei vielfacher Diskriminierung und Entrechtung ausge­setzt. Seit der Republikgründung 1923 bis in die Gegenwart bedient sich die Homogenisierungspolitik in der Türkei zunehmend auch des Antisemitismus.

Der Vortrag befasst sich mit den verschiedenen Erscheinungsformen des Antisemitismus in der Türkei, insbesondere den weitverbreiteten Verschwörungstheorien. Als roter Faden dient dabei die Frage, ob es sich bei dem Antisemitismus in der Türkei um eine importierte oder hausgemachte Ideologie handelt.

Referentin: Dr. Corry Guttstadt
Autorin, Historikerin und Turkologin, Hamburg

26. April 18.30 Uhr VHS Hannover (Saal), Burgstr. 14, 30159 Hannover

Polizei

27 Jahre alte Frau bei Gewaltverbrechen getötet – Die Polizei sucht Zeugen!

Am Samstagabend, 15.04.2017, hat ein Anwohner eine 27-Jährige mit lebensgefährlichen Verletzungen an der Adelheidstraße in der Hannoverschen Südstadt aufgefunden. Die Frau ist wenig später in einer Klinik verstorben.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand hatte der Mann gegen 22:40 Uhr den Schrei einer Frau auf der Straße gehört und bei einer Nachschau die lebensgefährlich verletzte 27-Jährige liegend auf dem Bürgersteig der Adelheidstraße vorgefunden. Der Zeuge leistete Erste Hilfe und ließ über einen Nachbarn die Rettungskräfte verständigen. Ein Krankenwagen transportierte die Frau in eine Klinik, wo sie wenig später ihren schweren Verletzungen erlag.

Aufgrund der bisherigen Erkenntnisse geht die Kriminalpolizei von einem Gewaltverbrechen aus. Die Hintergründe der Tat sind derzeit unklar, die Ermittlungen dauern an.

Nun sucht die Polizei dringend Zeugen, die verdächtige Beobachtungen in der Adelheidstraße gemacht haben. Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst Hannover unter der Telefonnummer 0511 109-5555 entgegen. /now

Wir sind das Volk

Wir sind das Volk

Zur Sozialpsychologie des aktuellen POPULISMUS

Eine Veranstaltungsreihe der VHS-Hannover mit der Arbeitsgemeinschaft Politische Psychologie und dem Institut für Soziologie an der Leibniz Universität Hannover

Weltweit ist ein rasantes Anwachsen rechtspopulistischer Strömungen zu verzeichnen. Was aber ist eigentlich „Populismus“, wie entsteht und wie „funktioniert“ er, welche Folgen hat er für diejenigen Bevölkerungsgruppen, die zu seinen bevorzugten Angriffszielen gehören und wie kann im Alltag populistischer Rhetorik wirkungsvoll begegnet werden? Diesen Fragen wird die Ada-und-Theodor-Lessing-Volkshochschule Hannover in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Politische Psychologie (www.agpolpsy.de) und dem Institut für Soziologie an der Leibniz Universität Hannover (www.ish.uni-hannover.de) in einer Vortragsreihe im Frühjahrsemester 2017 nachgehen. Begleitet wird die Veranstaltungen von einem dreiteiligen Argumentationstrainings-Seminar.

Veranstaltungsflyer zur VHS-Reihe – Populismus: Wir sind das Volk

Wie wirkt Populismus?
Zur Massenpsychologie völkischer Propaganda
Dienstag, 18. April 2017 um 18.30 Uhr

Männliche Vorherrschaft und völkischer Nationalismus.
Eine soziologische und psychoanalytischsozialpsychologische Perspektive
Mittwoch, 24. Mai 2017 um 18.30 Uhr

Die „erwachsene Nation“ und ihre Feinde
Mittwoch, 28. Juni 2017 um 18.30 Uhr

Geflüchtete Kinder und Jugendliche.
Pädagogisches Arbeiten im sequentiell traumatischen Prozess
Mittwoch, 5. Juli 2017 um 18.30 Uhr