Tag: 10. März 2018

Wochenmarkt

Zehn-Punkte-Plan soll Wochenmärkte attraktiver machen

WochenmarktMit einem detaillierten Zehn-Punkte-Plan möchte die hannoversche Stadtverwaltung die Attraktivität der Wochenmärkte erhöhen. Das Konzept sieht etwa die Veranstaltung von Spezialmärkten in der Innenstadt vor oder die Befragung im Arbeits- und Wohnumfeld bei einzelnen Wochenmärkten. Zudem sind Gutschein-Aktionen der MarktbeschickerInnen geplant, die seitens der Verwaltung mit Werbemaßnahmen unterstützt werden sollen. Darüber hinaus sollen einige Sonnabendmärkte länger geöffnet werden, um neue junge Zielgruppen zu erreichen. Die Verwaltung hat das Maßnahmenpaket als Beschlussdrucksache den Ratsgremien zur Beratung vorgelegt.

„Die vorgeschlagenen Maßnahmen können im erheblichen Maße dazu beitragen, unsere Märkte weiter zu stärken“ betonte Michael Flohr, Leiter des städtischen Marktwesens, heute (9. März) bei der Vorstellung im Ausschuss für Arbeitsmarkt-, Wirtschafts- und Liegenschaftsangelegenheiten (AWL). „Sie sind fester Bestandteil unserer Stadtteilkultur und tragen zu unserer funktionierenden Stadtgesellschaft bei. Mit den vorgeschlagenen Maßnahmen möchten wir die Händlerinnen und Händler unterstützen und die Marktstandorte stärken.“

Lindener Markt

Lindener Markt

Der Zehn-Punkte-Plan sieht eine zusätzliche Mitarbeiterin vor und ein um 100.000 Euro erhöhtes Sachkosten-Budget. Er schreibt das Konzept aus dem Jahr 2009 fort. Gemeinsam haben in den vergangenen Monaten MarkthändlerInnen, RatsmitgliederInnen und Verwaltung in mehreren Diskussionsrunden die Möglichkeiten erörtert und den Maßnahmenplan einvernehmlich erarbeitet.

Aktuell gibt es 26 Wochenmärkte wie zum Beispiel am Lindener Markt die im gesamten Stadtgebiet, dienstags bis sonnabends entweder an Vor- oder Nachmittagen stattfinden.

Der AWL-Ausschuss hat dem Konzept heute (9. März) einstimmig zugestimmt. Abschließend berät der Rat der Stadt im April darüber. Die vorgelegte Drucksache (Nummer 0599/2018) ist im Internet unter www.ratsinfo-hannover.de zu finden.

Großer Garten Herrenhausen

Projektstart des neuen Vermittlungsprogramms „Early Birds im Großen Garten“

Großer Garten Herrenhausen

Großer Garten Herrenhausen

Den Garten spielerisch entdecken und verstehen

Grundschulkinder stehen im Mittelpunkt eines neuen Projekts der Herrenhäuser Gärten. Der Nachwuchs soll den Großen Garten spielerisch entdecken und seine Geschichte verstehen. Lag der Schwerpunkt von Kinderprogrammen in Gärten bisher im Bereich der Botanik, wird hier der Vermittlungsansatz von Museen auf einen historischen Garten übertragen. Das deutschlandweit einzigartige Projekt „Early Birds“ ist ein Pilotprojekt für historische Gärten in Deutschland. Partner ist die Deutsche Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur e.V. (DGGL).

Die „Early Bird“- Aktionen finden ab Mai im Großen Garten statt. Grundschulklassen können sich ab sofort dafür anmelden. Unter dem Motto „Erbe vererben – Vermittlung für Kinder in den historischen Herrenhäuser Gärten“ verwandelt sich der Garten in ein Freiluftmuseum. Die Probenbühne wird zum Open Air-Klassenzimmer umgebaut. Ein pädagogisch geschultes Team bereitet gemeinsam mit der Klasse einen Vormittag lang die Themenbereiche „Zeitalter des Barock“, „Kurfürstin Sophie“ „Gartenkunst“ und „Wasserspiele“ auf.

Die Themen orientieren sich am Lehrplan der dritten und vierten Klassen. Inhaltlich können die Kinder immer wieder Parallelen zur Kindheit von vor 300 Jahren ziehen und die Gegensätze „arm/reich“ und „damals/heute“ erleben. Damit das kindgerecht gelingt, hat das Programm einen Praxistest durchlaufen: Schulkinder der Otfried-Preußler-Schule Hannover haben die Aktionen im Garten ausprobiert und als „Kinder-Expertenkommission“ ihre Verbesserungswünsche eingebracht.

Ohne die finanzielle Förderung durch engagierte regionale Partner wäre das ehrgeizige Projekt nicht zustande gekommen. Es wird komplett durch die zugesagten Drittmittel folgender Partner getragen: Region Hannover, VHV-Stiftung, NORD/LB Kulturstiftung sowie Lions Club Hannover Kurfürstin Sophie. Ganz praktische Unterstützung leisteten darüber hinaus das Staatstheater Hannover (Umgestaltung der Probenbühne zum Klassenzimmer, Entwicklung eines überdimensionalen Garten Puzzles), die Hochschule Hannover (Studentenkurse des Bereichs Medien, Information und Design entwickeln neue Konzepte für Familien in den Herrenhäuser Gärten) und die Hannoverschen Werkstätten (Herstellung barocken Spielzeugs).

Familiensonntage im Großen Garten

An Kinder und Familien richten sich weitere neue Aktivitäten im Großen Garten. Beim Familiensonntag – ab 8. April jeden Sonntag von 15 bis 17 Uhr, außer in den Sommerferien – werden Spiele aus der Zeit Kurfürstin Sophies wieder zum Leben erweckt. An einigen Sonntagen entführen zudem Märchenerzähler in fremde Welten. Bastelaktionen mit historischen Bezügen wie z.B. die Herstellung eines Wasserrades, einer Lumpenpuppe oder Masken von Kurfürstin Sophie laden zum Mitmachen ein. Im Eingangsbereich begrüßt eine Mal- und Leseecke die kleinen Besucher. Mit der neuen Kinderkarte, die spielerisch kleine Geschichten aus der Zeit des Barocks erzählt, und einem Bilderrätsel lassen sich die Gärten entdecken.

Informationen und Anmeldung

Anmeldungen für das „Early Birds“-Programm sind telefonisch unter der Rufnummer 0511/168-40371 oder per Internet unter www.herrenhausen.de/kinder möglich. Die Kosten für das rund dreistündige Programm betragen 60 Euro pro Klasse. Eine Kostenübernahme durch den Lions Club Kurfürstin Sophie ist im Einzelfall möglich. Enthalten sind der Eintritt für die Schulklasse und zwei Lehrkräfte sowie das Vormittagsprogramm im Großen Garten. Arbeitsmaterialien für den vorbereitenden und weiterführenden Unterricht sind ebenfalls im Preis inbegriffen.

Kontakt für LehrerInnen: Herrenhäuser Gärten, Christina Fricke, Telefon 0511/168-40371, E-Mail christina.fricke@hannover-stadt.de