Tag: 8. Mai 2018

Polizei

Präventionseinsatz an „Himmelfahrt“

Die Polizei wird auch am diesjährigen Himmelfahrtstag, insbesondere in den Bereichen Isernhagen, Langenhagen, Neustadt und Wunstorf sowie auch im Citybereich von Hannover, präsent sein. Durch frühzeitiges und konsequentes Einschreiten soll für Sicherheit rund um die beliebten Ausflugsziele gesorgt und dem Alkoholmissbrauch, insbesondere Minderjähriger, entgegengewirkt werden.

Feiertag, frühlingshafte Temperaturen und viele Freizeitangebote – der sogenannte „Vatertag“ steht kurz bevor. Im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Hannover haben sich in den letzten Jahren der Maschsee und der Maschteich (Südstadt/Mitte), der Hufeisensee in Isernhagen, der Wietzepark sowie der Waldsee in Langenhagen, die Weiße Düne im Neustädter Ortsteil Mardorf sowie die Strandterrassen in Steinhude als „Hotspots“ herauskristallisiert. Der Trend, die Vatertagstouren in Richtung der Hannoverschen Innenstadt zu verlegen, bestätigte sich auch im Jahr 2017.

Neben den vielen gut gelaunt feiernden Vätern und Nicht-Vätern sowie friedlich flanierenden Familien verzeichnete die Polizei in den letzten Jahren eine nicht unerhebliche Anzahl von Straftaten sowie eine zunehmend aggressive Stimmung – nicht zuletzt begründet in teils exzessivem Alkoholkonsum. Beispielsweise leiteten die Beamten in den Bereichen rund um Maschsee und Maschteich im vergangenen Jahr 46 Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren (2016: 54 Strafverfahren) ein.

Nach ähnlichen Erfahrungen in den Städten Langenhagen, Wunstorf und Neustadt sowie der Gemeinde Isernhagen haben die Kommunen in Zusammenarbeit mit der Polizei letztes Jahr erstmals Allgemeinverfügungen erlassen, die z. B. ein Verbot hinsichtlich des Konsums bestimmter alkoholischer Getränke in festgelegten Bereichen beinhalten, das Abspielen von Musik oder den Aufenthalt an bestimmten Örtlichkeiten ab gewissen Zeitpunkten untersagen. Diese Konzepte haben sich bereits insofern bewährt, dass hierdurch einer speziell in den Nachmittag-/Abendstunden aufkommenden aggressiven Stimmung entgegengewirkt werden konnte. Auch 2018 sollen sie wieder in ähnlicher Form Anwendung finden. Um allen Feiertagsausflüglern, vor allem aber Familien, einen erholsamen und friedlichen Tag zu ermöglichen, wird die Polizei deutliche Präsenz zeigen, nötigenfalls frühzeitig kontrollieren und gegebenenfalls einschreiten. Ziel ist es, gefährliche Situationen erst gar nicht entstehen zu lassen.

Die Beamten werden weiterhin gezielt Kontakt zu Jugendlichen suchen und diese auf Gefahren sowie Folgen des Alkoholmissbrauchs hinweisen. Je nach Situation obliegt es den Polizisten, betrunkene Minderjährige in Obhut zu nehmen und deren Eltern zu informieren. Sollten diese nicht die Möglichkeit haben, ihre Schützlinge bei einer Dienststelle abzuholen, werden diese kostenpflichtig nach Hause transportiert oder – je nach Einzelfall – an das zuständige Jugendamt übergeben. Im Rahmen der letztjährigen Einsätze hatten die Polizisten mehrere schwer alkoholisierte Minderjährige festgestellt – trauriger Spitzenreiter 2017 war ein 17-Jähriger mit 2,44 Promille Atemalkohol (Unsere Bilanz vom letzten Jahr finden Sie hier: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/66841/3645244).

Neben Einsatzkräften der Polizei werden zum Teil auch Mitarbeiter der Städte präventiv im Bereich der Ausflugsziele unterwegs sein, dieses Jahr auch verstärkt im Bereich des Maschparks. In einer Allgemeinverfügung untersagt die Landeshauptstadt Hannover erstmals das Mitbringen von Glasbehältnissen wie zum Beispiel Glasflaschen und Gläsern.

In diesem Zusammenhang weist die Polizei auch darauf hin, dass der Friedrichswall anlässlich des Jazzfestivals auf dem Trammplatz am Donnerstag, 10.05.2018, von zirka 08:00 Uhr bis etwa 21:00 Uhr in beide Richtungen voll gesperrt wird. /pfe, schie, zim

Die jeweiligen Allgemeinverfügungen finden Sie hier:

Fairtrade Banane

Hannover weiter „Fairtrade-Stadt“ und sechs „Fairtrade-Schools“ ausgezeichnet

Die Landeshauptstadt Hannover trägt für weitere zwei Jahre den Titel Fairtrade-Stadt. Darüber hinaus erhielten sechs Schulen den Titel „Fairtrade-School“. Maike Schliebs von TransFair e.V., Träger der Fairtrade-Kampagnen in Deutschland, überreichte heute (8. Mai) an Hannovers Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette die Urkunde. Gemeinsam zeichneten Sabine Tegtmeyer-Dette und Maike Schliebs die Schulen aus.

„Die Bestätigung der Auszeichnung ist ein schönes Zeugnis für die nachhaltige Verankerung des Fairen Handels in Hannover. Akteurinnen und Akteure aus Zivilgesellschaft, Verwaltung und Schulen arbeiten hier für das gemeinsame Ziel, einen Beitrag zur sozialen Verantwortung zu leisten, eng zusammen“, sagte Sabine Tegtmeyer-Dette, die betonte: „Ich bin stolz, dass Hannover dem internationalen Netzwerk der Fairtrade-Towns angehört. Wir setzen uns auch weiterhin mit viel Elan dafür ein, den Fairen Handel auf lokaler Ebene zu fördern.“ Die Fairtrade-Towns Kampagne biete der Stadt Hannover auch konkrete Handlungsoptionen zur Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nation (Sustainable Development Goals – SDGs), die 2015 verabschiedet wurden. Unter dem Motto „global denken, lokal handeln“ leiste die Stadt mit ihrem Engagement hier einen wichtigen Beitrag. Vor acht Jahren erhielt die Landeshauptstadt Hannover von dem gemeinnützigen Verein TransFair e.V. erstmalig diese Auszeichnung für ihr Engagement zum Fairen Handel.

Das Engagement der Stadt Hannover ist vielfältig: der faire Brunch zur Fairen Woche mit verschiedenen AkteurInnen und Schulen in der Innenstadt, faire Sportbälle für Schulen und Jugendeinrichtungen, zahlreiche Bildungsangebote für Kindertagesstätten und Schulen sowie der druckfrische faire Einkaufsführer im Pocketformat sind einige Beispiele für Projekte in den vergangenen Jahren. „Wir verstehen die bestätigte Auszeichnung als Motivation und Aufforderung für weiterführendes Engagement“, unterstrich Dezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette. Geplant sind Projekte zur öffentlichen Beschaffung und weitere Kooperationen mit den Schulen.

Sechs „Fairtrade-Schools“

Sechs Schulen erhielten heute die Auszeichnung „Fairtrade-School“. Während die IGS Roderbruch und das Gymnasium Limmer erstmals diesen Titel tragen, bekamen vier Schulen nach der Erstauszeichnung zum zweiten Mal diese Urkunde. Dies sind die Dietrich-Bonhoeffer-Realschule, die Wilhelm-Schade-Förderschule, die Berufsbildende Schule Handel und die Freie Waldorfschule Hannover-Maschsee. Damit wurde ihr herausragendes Engagement zur Förderung globaler Gerechtigkeit, eines nachhaltigen Konsums und des Fairen Handels ausgezeichnet.

Die Schulen greifen ein Thema auf, das in der Gesellschaft generell wachsende Bedeutung gewinnt. Immer mehr Menschen legen Wert auf Produkte aus umweltgerechter und klimafreundlicher Herstellung sowie aus fairem Handel. Dieser garantiert, dass Produkte ohne ausbeuterische Kinderarbeit hergestellt werden und ArbeiterInnen gute Arbeitsbedingungen haben und gerecht entlohnt werden.

Sabine Tegtmeyer-Dette lobte das Engagement der Schulen für ein nachhaltiges Konsumverhalten. „Wenn uns eine umwelt- und sozialgerechte Lebensweise wichtig ist, sind alle Teile der Gesellschaft gefragt, einen Beitrag zu leisten. Umso mehr freut es mich, dass sich die Schülerinnen und Schüler in diesem Bereich engagieren“, sagte Tegtmeyer-Dette.

Schulen, die Interesse am Zertifikat „Fairtrade-School“ haben, können sich an das Agenda 21- und Nachhaltigkeitsbüro wenden: (05 11) 1 68 – 4 65 96 oder agenda21@hannover-stadt.de. Informationen zur Zertifizierung und den Kriterien gibt es unter www.fairtrade-schools.de.

Fairer Einkaufsführer

Seit dieser Woche erhältlich ist „Get fair! Hannovers fairer Einkaufsführer“, der erstmals im Pocket-Format erschienen ist. Das Faltblatt bietet eine Übersicht über mehr als 230 Geschäfte, in denen fair gehandelte Produkte gekauft werden können. Es enthält zudem kurz gefasste Informationen zu vertrauenswürdigen Siegeln. Das Faltblatt in einer Auflage von insgesamt 4.000 Stück liegt unter anderem in Bürgerämtern, Stadtbibliotheken und einigen Geschäften aus. Zudem steht es als PDF im Internet unter www.hannover.de, Suchbegriff „Get fair“, zum Herunterladen zur Verfügung.

Weitere Informationen:

Hannover ist eine von 525 Fairtrade-Towns in Deutschland. Das globale Netzwerk umfasst über 2.000 Fairtrade-Towns in insgesamt 36 Ländern, darunter Großbritannien, Schweden, Brasilien und der Libanon. Weitere Informationen zur Fairtrade-Towns Kampagne bietet das Internet unter www.fairtrade-towns.de. Mehr Informationen zur Fairtrade-Town Hannover: www.hannover-nachhaltigkeit.de.

Üstra

Mehrere Verletzte bei Kollision zweier Stadtbahnen

Heute Vormittag (08.05.2018) sind an der Wallensteinstraße im hannoverschen Stadtteil Oberricklingen aus bislang unbekannter Ursache zwei Stadtbahnen zusammengestoßen. Dabei sind vier Personen schwer sowie elf Personen leicht verletzt worden.

Nach bisherigen Erkenntnissen des Verkehrsunfalldienstes war eine 46 Jahre alte Stadtbahnfahrerin kurz nach 09:00 Uhr mit der Linie 3 stadtauswärts unterwegs gewesen. Nachdem sie die Göttinger Chaussee passiert hatte, wurde der TW 6000 aus bislang unbekannter Ursache an einer Weiche auf ein Mittelgleis gelenkt. Dort stand zu diesem Zeitpunkt die Stadtbahn (Linie 17) einer 32-jährigen Fahrerin. Trotz Bremsung konnte die 46-Jährige eine Kollision nicht mehr verhindern. Bei dem anschließenden Frontalzusammenstoß wurden die beiden Frauen sowie zwei Fahrgäste in der Linie 3 schwer und elf weitere Insassen leicht verletzt. Rettungswagen brachten einen Großteil der Personen zur medizinischen Behandlung in Krankenhäuser. Aufgrund von Rettungsmaßnahmen musste der Bereich der Unfallstelle für den Schienen – sowie den Fahrzeugverkehr voll gesperrt werden. Die Sperrung aufgrund der Unfallaufnahme und der anschließenden Bergung der beiden Stadtbahnen (TW 6000) wird voraussichtlich noch einige Stunden bestehen bleiben. Den entstandenen Gesamtschaden schätzt die Polizei auf 100 000 Euro. Die Ermittlungen dazu, ob ein technischer Fehler oder menschliches Versagen zu dem Unfall geführt hat, dauern an. /now, pfe