Monate: August 2018

Hannover 96

Sportwettenanbieter als Exklusiv-Partner von Hannover 96?

Ein Sportwettenanbieter als Partner eines Sportvereins (siehe nachfolgende Pressemitteilung)? Bei Richtern würde man da wohl einen Befangenheitsantrag stellen. Im Fussballgeschäft scheint das Normal zu sein.

Außerdem ist es als Sportverein nicht gerade ein vorbildlicher Zug sich einen Online-Glücksspielanbieter als Partner auszusuchen. Suchtexperten sehen die Entwicklung im Bereich Sportwetten kritikisch wie zum Beispiel der Stern im Herbst letzten Jahres berichtete. Denn die Branche boomt nicht zuletzt auch durch massive Werbung. Besonders junger Männer zwischen 21 und 25 Jahren sind gefährdet von der Fussballwette gleich ins Online-Casino durchgereicht zu werden.

Achim Brandau


Pressemitteilung von Hannover 96: Betway wird neuer Exklusiv-Partner von Hannover 96

Hannover 96 geht mit einem neuen Wettpartner in die Bundesliga-Saison 2018/19. Der englische Sportwettenanbieter Betway und Hannover 96 haben sich auf einen Drei-Jahres-Vertrag geeinigt. Als Exklusiv-Partner von Hannover 96 will Betway mit einem starken Mediapaket eine signifikante Verstärkung der Präsenz im deutschen Markt erreichen.

Dazu sichert sich Betway nicht nur das Titelrecht als exklusiver Wettpartner, sondern auch werbliche Präsenzen auf der Premium TV-Videobande, zwei Cam Carpets direkt neben den Toren und auf der Arenabande in der zweiten Bandenreihe in der HDI Arena. Darüber hinaus wird Betway den 96-Fans Mehrwerte im digitalen Klubumfeld bieten. So präsentiert Betway unter anderem das neu aufgesetzte 96-Tippspiel, bei dem die Fans in einer Einzel- und Gruppenwertung tippen und so Fanshop-Gutscheine sowie Tickets für 96-Heimspiele gewinnen können. Als 96-Promi gibt der ehemalige Kapitän der Profis und derzeitige U23-Spieler Christian Schulz jeden Spieltag seine Bundesliga-Tipps ab.

Antony Werkman, Chief Executive Officer von Betway, sagt: „Für Betway ist der deutsche Markt sehr wichtig und daher bin ich sehr erfreut, unsere zweite Partnerschaft mit einem Bundesliga-Verein verkünden zu können. Hannover 96 ist ein etabliertes Mitglied der 1. Bundesliga und wir freuen uns auf die kommenden Saisons, die hoffentlich zu einer großartigen Partnerschaft für den Verein, die Fans und Betway führen werden.“

96-Klubchef Martin Kind betont: „Wir wissen es wirklich zu schätzen, dass wir mit Betway einen der Großen der Branche überzeugen konnten, unser Wettpartner zu werden. Wir freuen uns auf eine leistungsstarke Partnerschaft.“

Über Betway

Betway wurde 2006 gegründet und ist einer der global führenden Online-Glücksspielanbieter. Das Unternehmen hat mehrere Sportsponsorings in Großbritannien, wie z.B. das Hauptsponsorship für den Premier League Klub West Ham United und intensiviert nun sein Engagement im deutschen Bundesliga-Markt. Hier ist Betway bereits als Sponsor bei Werder Bremen und Fortuna Düsseldorf aktiv.

Stadt Hannover

Befragung zum Thema Sicherheit und Ordnung im Öffentlichen Raum

Ergebnisse des sechsten Bürger-Panels vorgestellt

Stadtkämmerer und Ordnungsdezernent Dr. Axel von der Ohe hat heute (29. August) die Ergebnisse der BürgerInnen-Befragung zum Thema Sicherheit und Ordnung im Öffentlichen Raum vorgestellt.

Dr. Axel von der Ohe erklärte: „Die Ergebnisse der Befragung belegen die hohe Bedeutung der Themen Ordnung, Sicherheit und Sauberkeit und bestätigen damit den mit dem Konzept für Ordnung und Sicherheit im öffentlichen Raum eingeschlagenen Kurs. Zugleich erhalten wir aus dem Panel wichtige Vorschläge und Anregungen, die bei der weiteren Umsetzung berücksichtigt werden sollen.“

Das Bürger-Panel Hannover besteht seit 2012. Es hatten sich auf Einladung des Oberbürgermeisters 2.850 EinwohnerInnen bereit erklärt, daran teilzunehmen. Von 2012 bis 2016 haben fünf Befragungen über das Bürger-Panel stattgefunden. Dabei wurden folgende Themen behandelt: Mobilität, außerschulische Bildung, Sport, Hannover 2030 sowie freiwilliges und ehrenamtliches Engagement.

Die letzte Neueinladung von HannoveranerInnen erfolgte nach einer Zufallsauswahl aus dem Einwohnermelderegister im Oktober 2017. Es wurden 5.100 Menschen eingeladen und um Mitwirkung am Bürger-Panel gebeten. 900 Personen sind der Einladung gefolgt. Damit umfasst das Bürger-Panel derzeit 3045 TeilnehmerInnen.

Für die aktuelle Befragung über das Bürger-Panel, die am 9. März 2018 startete, wurden 2.962 TeilnehmerInnen angeschrieben. Der Befragungszeitraum endete am 25. März 2018. 1.739 Befragte haben die Fragen beantwortet, deren Ergebnisse nun vorliegen. Dies entspricht einem Rücklauf von 58,7 Prozent. 85 Prozent der Befragten haben online und 15 Prozent per Post teilgenommen.

Thema der sechsten Befragung

Mit der sechsten Befragung waren die TeilnehmerInnen des Bürger-Panels gebeten worden, ihre Meinungen zum Thema Sicherheit und Ordnung im öffentlichen Raum mitzuteilen. Anlaßfür die Befragung war, dass auch in Hannover ein zunehmendes Bedürfnis nach Sicherheit und Ordnung im öffentlichen Raum vorhanden ist. Für die Stadtverwaltung war dies der Grund, das bisherige Handeln in diesem Bereich zu hinterfragen und den Veränderungsbedarf zu klären. Dies sollte und soll weiterhin im Dialog mit den HannoveranerInnen geschehen. Das Bürger-Panel stellt dabei ein wichtiges Instrument dar, die Meinungen von EinwohnerInnen in den Veränderungsprozess einfließen zu lassen.

Die Ergebnisse der Befragung:

Hoher Stellenwert von Sicherheit, Sauberkeit und Ordnung

Die Ergebnisse des sechsten Bürger-Panels bestätigen die hohe Bedeutung des Themas „Sicherheit“ für die HannoveranerInnen. 81,2 Prozent der Befragten entscheiden sich für dafür, „Sicherheit“ als „sehr wichtig“ zu bewerten, 96,6 Prozent wählen „sehr wichtig“ oder „wichtig“. Aber auch „Sauberkeit“ (92,7 davon 53,4 „sehr wichtig“) und „Ordnung“ (88,3 Prozent, davon 48,3 Prozent „sehr wichtig“ wird ein hoher Stellenwert eingeräumt (Grafik 1).

Hohes Sicherheitsempfinden tagsüber

84,9 Prozent der Befragten fühlen sich tagsüber in ihrem eigenen Stadtteil „sehr sicher“ oder „sicher“. In „Hannover allgemein“ geben 79,5 Prozent an, sich tagsüber „sehr sicher“ oder „sicher“ zu fühlen und in der „Innenstadt“ sind es 66,1 Prozent (Grafik 2).

Starke Unterschiede im Sicherheitsgefühl zwischen Tag“und abends bzw. nachts

Das Gefühl der Unsicherheit und die Häufigkeit des Meidens bestimmter Orte stehen in einem starken Zusammenhang mit der Tageszeit. Das Unsicherheitsgefühl hinsichtlich bestimmter Orte (z.B. Parks- und Grünanlagen, Parkhäuser/Tiefgaragen, U-Bahn-Haltestellen unterirdisch) ist abends/nachts teilweise mehr als dreimal so hoch wie am Tag (Grafik 19).

Der „eigene Stadtteil“ wird mit 57,7 Prozent noch von einer Mehrheit auch abends und nachts als „sicher“ empfunden. Für „HannoverInnen allgemein“ (41,5 Prozent) ist es aber weniger als die Hälfte und für die „Innenstadt“ (29,6 Prozent) weniger als ein Drittel der Teilnehmenden, die diese Einschätzung teilt. Für diese beiden Stadtbereiche wählt auch mehr als ein Drittel die Bewertung „teils-teils“ (Grafiken 4 und 5).

Besonders starkes Unsicherheitsgefühl von Frauen abends und nachts an konkreten Orten

Der Anteil der Frauen, der bestimmte Orte meidet, ist bereits tagsüber höher als bei den Männern: Fast dreimal so viele Frauen meiden „Tunnel/Unterführungen“. „Bestimmte Orte in der Innenstadt“ meiden 8 Prozent mehr Frauen, den Raschplatz 6 Prozent mehr (Grafik 17).

Abends und nachts ist es dann sogar die überwiegende Mehrheit der Frauen, die bestimmte im Fragebogen abgefragte Orte meidet. Sehr hohe Werte für Orte, die von Frauen abends und nachts gemieden werden, beziehen sich auf: „Parks- und Grünanlagen“ (82,9 Prozent), „Tunnel und Unterführungen“ (82,2 Prozent), den „Raschplatz“ (72,7 Prozent) und „bestimmte Orte in der Innenstadt“ (58,0 Prozent) (Grafik 20).

Raschplatz und Steintorviertel

Der Raschplatz stellt nach Ansicht der Befragten einen deutlich unsicheren, stärker zu vermeidenden und unsaubereren Ort in Hannover dar als andere.

Bei den ergänzenden Textangaben zur Konkretisierung der „bestimmten Orte in der Innenstadt“ ist neben dem Raschplatz der am häufigsten gemiedene Ort, sowohl tagsüber als auch abends, für Männer und Frauen, das Steintorviertel (mehr als 50 Prozent der Textangaben zu dieser Frage beziehen sich darauf).

Bedeutung des eigenen Stadtteils – je vertrauter, desto positiver die Bewertung

Der eigene Stadtteil schneidet sowohl bei der Frage nach dem Sicherheitsgefühl als auch nach der Zufriedenheit mit der Sauberkeit besser ab als die „Innenstadt“ und „Hannover allgemein“. Im eigenen Stadtteil fühlt sich ein höherer Anteil der Befragten sicher als in allen anderen Stadtgebieten (Mittelwert 1,8 gegenüber 2,2 und 2,0 tagsüber/2,4 gegenüber 3,1 und 2,8 nachts). So meiden auch „nur“ 28,1 Prozent der Frauen abends und nachts „bestimmte Plätze im eigenen Stadtteil“, aber 58 Prozent „bestimmte Plätze in der Innenstadt“. Eine Mehrheit aller Befragten bewertet den eigenen Stadtteil auch sauberer als die „Innenstadt“ oder „Hannover allgemein“. (53,5 Prozent gegenüber 40,3 Prozent und 43,3 Prozent). (Sicherheit: Grafiken 4, 5 und 20, Sauberkeit: Grafik 8)

Mehrheit befürwortet eine Erhöhung der Präsenz von Polizei und städtischem Ordnungsdienst

Fast 60 Prozent der Befragten befürwortet eine Erhöhung der Präsenz der Polizei im Stadtgebiet (etwas mehr Männer als Frauen, deutlich mehr Ältere als Jüngere). Mehr als die Hälfte der BefragungsteilnehmerInnen spricht sich auch für eine Ausweitung der Präsenz der städtischen Ordnungsdienste (ohne Politessen) aus (Grafik 11).

Die wichtigste Rolle spielt der Wunsch nach gesteigerter Präsenz der Polizei im öffentlichen Raum auch bei den textlichen Vorschlägen der Befragten zur Erhöhung der Sicherheit. Über 500 Personen machen Vorschläge hierzu, davon nennen fast 50 Prozent „mehr Polizei“, gefolgt von der Forderung nach „mehr Sicherheitspersonal und städtischem Ordnungsdienst“ (22,7 Prozent).

Große Zustimmung zu den Maßnahmen des Rates für Sicherheit und Ordnung

Die Meinung zur Präsenz von Polizei und städtischen Ordnungskräften deckt sich auch mit der Beurteilung der Maßnahmen des Rates durch die Befragten: Mit Ausnahme der „Neuregelung der Straßenmusik“ (37,4 Prozent) erhalten alle Maßnahmen sehr hohe Zustimmungswerte. Der „Ausbau der Sicherheitspartnerschaft“ und das „Untersagen des aggressiven Bettelns“ werden von 85 Prozent befürwortet, der neue „städtische Ordnungsdienst“ von 75 Prozent, und auch der Beauftragung eines „privaten Sicherheitsunternehmens“ und der „Einrichtung eines Trinkraums“ stimmen 59 und 58 Prozent zu (Grafik 26).

Die „Neuregelung der Straßenmusik“ wird umso weniger befürwortet, je jünger die Befragten sind (Grafik 27).

Sauberkeit in „öffentlichen Verkehrsmitteln allgemein“ und im „Hauptbahnhof“ am besten bewertet

Bei einem Vergleich der drei Stadtbereiche (Hannover allgemein, Innenstadt, eigener Stadtteil) schneidet der eigene Stadtteil bei der Zufriedenheit mit der Sauberkeit am besten ab. Nach konkreten Orten gefragt, fällt die Bewertung der Sauberkeit von „Straßen und Gehwege im eigenen Stadtteil“ aber negativer aus als die von „öffentlichen Verkehrsmitteln allgemein“ und dem „Hauptbahnhof“, beide werden als sauberer empfunden als diese (Mittelwerte 2,4 gegenüber 2,6, 1 = sehr sauber, 5 = sehr unsauber) (Grafik 23).

Es wurden auch viele Textvorschläge seitens der PanelteilnehmerInnen für die Erhöhung von Sauberkeit und Ordnung in Hannover gemacht. Die häufigsten Vorschläge sind: „Häufigere Reinigung im öffentlichen Raum“, „mehr und bessere Mülleimer“ sowie „mehr Kontrollen von Sauberkeit und Ordnung“.

Störende Sachverhalte oder Personen im Umfeld – Häufigkeit des Vorkommens

Von den fünf als am stärksten störend bewerteten Sachverhalten wird nur der „Hundekot auf Gehwegen“ auch „oft“ im eigenen Umfeld genannt (64,2 Prozent , davon 34,0 Prozent „sehr oft“). Andere besonders störende Sachverhalte (z.B. „Drogendealer/Drogenabhängige“ und „Schlägereien in der Öffentlichkeit“) werden im Vergleich dazu deutlich seltener aufgeführt (21, 4 Prozent und 13,9 Prozent „sehr oft“ oder „oft“ (Grafiken 14 und 15).

Struktur des Ergebnisberichts

Der vorliegende Ergebnisbericht ist anhand der Fragen des Fragebogens in 13 Kapitel gegliedert, die die Befragungsergebnisse hauptsächlich in Form von Tabellen und Grafiken darstellen. Ausgenommen sind Kapitel 10 und 12, welche sich mit der Auswertung von Textangaben der Befragten befassen. Kapitel 14 enthält eine Zusammenfassung der Ergebnisse in Textform.

Zu finden auf: www.hannover.de/buerger-panel

Jeanne D ' Arc

„Held*in LOS. Es beginnt mit Dir“

Jeanne D ' Arc

Jeanne D ‚ Arc

Stadtteilzentrum KroKuS ruft alle auf, sich mit dem Thema HeldInnen auseinanderzusetzen

„Held*in LOS. Es beginnt mit Dir“ heißt das Projekt, zu dem das Stadtteilzentrum KroKuS zusammen mit dem Verein für sozialkulturelle Stadtteilarbeit vom 8. bis 22. September Kinder, Jugendliche und Erwachsene aufruft, sich mit dem Thema HeldInnen auseinanderzusetzen. Über zwei Wochen sollen sich die TeilnehmerInnen mit HeldInnen und Vorbildern befassen, die dabei helfen können, Orientierung zu finden und Mut zu fassen, sich auf einen eigenen Weg zu begeben.

Die Wochen in der Übersicht:

Die erste Heldentat beginnt am 8. und 9. September mit einem Fotoworkshop zum Thema persönliche HeldInnen.

Am 10. September startet das Künstlerkollektiv LUZ als Artist in Residence in ihre Heldinnen*HOOD im KroKuS und im Quartier. Die Künstlerinnen werden bis zum 17. September die Nachbarschaft nach ihren HeldInnen befragen und werden die am 17. September um 17 Uhr in einer Installation präsentieren.

Mit einer Märchenerzählerin wird am 11. September der „kleine Mut“ in allen bei „Der König und der Dieb“ gesucht und am 15. September können sich Eltern beim Workshop „Lösungsfinder*innen – ich schaff’s“ über lösungsorientierte Kommunikation informieren und neue Wege der Kommunikation beschreiten.

Eine weitere Heldentat gibt es an zwei Terminen mit drei „lebenden Büchern“ in der Bibliothek: Unter dem Titel „Drei Menschen – Drei Geschichten“ kann man sich am 14. und 21. September mit Menschen auseinandersetzen, denen entweder sehr viel Mut per se zugeschrieben wird oder die ihn tagtäglich bei Ihrer Arbeit beweisen.

Für den 13. September ist ein Stöberpicknick mit Kamishibai angesagt. Dort können Interessierte unter schattigen Bäumen neben dem KroKuS in alten & neuen, analogen & digitalen Medien schmökern und sich über HeldInnen der Kindheit und KinderbuchheldInnen austauschen. Unsere Jugendlichen sollen ihren HeldInnenmut im 3D Street Art Workshop mit Graffiti finden und den Thie damit zur bunten Freiluftgalerie machen.

Die letzte Heldentat ist der Frauen*tag „Heldin* los: Ein Tag für Uns!“ am 22. September, an dem Frauen und Mädchen ein vielfältiges Programm von Workshops über Infostände bis hin zum Flohmarkt geboten wird.

Das Projekt wird unter anderem gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und der Klosterkammer Hannover.

Weitere Infos gibt es unter www.hannover-KroKuS.de oder im Anhang. Änne Santen-Schmidt vom Stadtteilzentrum KroKuS steht unter der Rufnummer 168-34258 für weitere Informationen zur Verfügung.

21. ZINNOBER Hannover

21. ZINNOBER Hannover

21. ZINNOBER Hannover57 Galerien, Ateliers, Projekträume und Kunstvereine öffnen am ersten September-Wochenende ihre Türen

Am 1. und 2. September steht beim diesjährigen ZINNOBER jeweils von 11 bis 18 Uhr in 57 Kunstorten die Kunst im Mittelpunkt.

Podiumsdiskussion zum Auftakt

Eingeläutet wird der alljährliche, hannoversche Kunst-Herbstauftakt mit einem Podium des Kunstvereins Hannover und des Kulturbüros am 30. August ab 19 Uhr im Künstlerhaus Hannover zum Thema „Projektraum: Karrieresprungbrett oder Selbstausbeutung?“ mit VertreterInnen aus Projekträumen aus Hannover: Galerie BOHAI, ad/ad – Project Space, Studio Ilka Theurich, Bremen: Andtire Gallery, Düsseldorf: Konsortium, und München: Lothringer 13 Halle, sowie Anke Blome von der NORD/LB Kulturstiftung, moderiert von Kathleen Rahn, Direktorin Kunstverein Hannover, und Anne Prenzler, Leiterin Städtische Galerie KUBUS. Im Anschluss an das Podium wird im Künstlerhaus ein ZINNOBER-Sommerfest gefeiert.

ZINNOBER-Wochenende

Mehr als 300 professionell arbeitende KünstlerInnen der Bildenden Kunst öffnen dann am ersten September-Wochenende ihre (Arbeits-)Räume und gewähren Einblicke in ihre Arbeit. Die großen Institutionen wie die Kestner Gesellschaft, der Kunstverein Hannover und die Städtische Galerie KUBUS beteiligen sich an diesem Wochenende ebenso wie die großen und kleinen Galerien, Projekträume und Atelierhäuser. Neben den zahlreichen Ausstellungen, gibt es vielerorts ein Programm zum Mitmachen und Verweilen wie Künstlergespräche, Performances, Live-Musik und Lesungen.

Und das ist neu

Neu: Infopoint am Kröpcke und in der Städtischen Galerie KUBUS

Um den Überblick über das umfangreiche Angebot zu erleichtern und weiterführende Informationen zu erhalten, werden erstmals Infopoints im KUBUS und auf dem Kröpcke über das ZINNOBER-Wochenende eingerichtet. Als Blickfang und Infopoint wird die Installation „BLAASE“ des Künstlers Dominik Kuschmieder dienen. In den Abendstunden wird die Installation illuminiert.

Neu: Führungen

Zum ersten Mal werden zu ZINNOBER öffentliche Führungen zu verschiedenen Kunstorten angeboten, um mehr über die Kunst und die KünstlerInnen zu erfahren, andere Einblicke zu bekommen und neue Zusammenhänge kennenzulernen. Die rund zweistündigen Führungen sind kostenlos und ohne Voranmeldung.

Führungen am 1. September:

11 UhrIm Kiez unterwegs zwischen Brutalismus und puren Gärten mit Ilka Theurich, Performancekünstlerin und Kuratorin, ruine HQ, atelier:bettfedernfabrik und Atelier Mira e.V.. Treffpunkt Am Küchengarten Fössestraße / Ecke Blumenauer Straße.

15 Uhr3-Städte-Trip mit Johann Brandes, freier Kurator/Kunstvermittler, C28 Kunstraum, Treffpunkt am Infopoint KUBUS.

Führungen am 2. September:

12 Uhr – Große Hafenrundfahrt zu bekannten und neuen Kunstorten. Einmal alles bitte! Malerei, Zeichnung, Lichtinstallation, Klangräume und Konzepte. Eine Radtour mit der Künstlerin und freien Kunstvermittlerin Constanze Böhm über den Konnektor – Forum für Künste e.V., das Atelier Böhm zu KIK Kunst in Kontakt mit dem Endziel Atelierhaus Schulenburger Landstr. 150. Treffpunkt mit dem eigenen Fahrrad am Konnektor – Forum für Künste e.V., Kötnerholzweg 11.

13.45 UhrLister Kunst(t)räume – ein Spaziergang zur Kunst mit Jürgen Veith, Kunstspaziergänge Hannover, Treffpunkt am Atelier Lortzingart, Podbielski-/ Lortzingstraße.

Führungen „Festival für unsichtbare Kunst“ am 1. und 2. September:

jeweils 14 / 16 / 18 UhrAugmented Reality (AR)-Parcour: iJACKING Augmented Reality aus Asien, Australien, Nordamerika und Europa. Treffpunkt am ZINNOBER Infopoint am Kröpcke, Dauer zwei Stunden.

Die Virtuale Switzerland und der Kunstverein Kunsthalle Hannover präsentieren iJACKING – Augmented Reality (AR) aus Asien, Australien, Nordamerika und Europa. Das Festival für unsichtbare Kunst besetzt reale und fiktionale Räume auf einem umfangreichen AR-Parcours durch Hannovers City und zeigt Vertical Cinema – Strange Continuum am Kesselhaus und in der Kunsthalle Faust.

Durch die Erweiterung des Realen in den virtuellen Raum verschränkt sich das Festival subtil und poetisch mit Hannovers Alltagswirklichkeit. Bei diesen Führungen kann das Publikum zu Fuß mit dem Smartphone in der Hand virtuelle, dreidimensionale Kunstwerke auf vier Parcours zwischen Hauptbahnhof und Sprengel Museum Hannover entdecken und sich bei einem coolen Drink an der FahrBar am Kröpcke informieren. Vorabbuchungen für die AR-Touren sind auf https://ijacking.blogspot.com möglich.

ZUM ZINNOBER

Der ZINNOBER hat sich aus dem von Galerien begründeten Herbst-Saisonauftakt mit Kunsträumen und Ateliers sowie Kunsthäusern und Künstlergruppen entwickelt. Angelehnt an das Künstlerfest um Kurt Schwitters in den 1920er Jahren feiert ZINNOBER die Kunst in Hannover.

ZINNOBER zeigt die ganze Vielfalt der hannoverschen Szene. In den vergangenen zwei Jahren sind einige neue, darunter viele junge Ateliergemeinschaften und Projekträume hinzugekommen.

Ein Grund dafür sieht Anne Prenzler, Leiterin Kulturförderung und Städtische Galerie KUBUS, in der Einführung der Atelier- und Projektraumförderung: „Die Idee, durch eine gezielte Förderung die hiesige Kunstszene zu beleben, ist voll aufgegangen. Die Szene ist vielfältiger und lebendiger denn je.“ Unterstützt wird die neue Förderung, die es seit Juli 2016 gibt, durch die STIFTUNG Sparda-Bank Hannover und durch die Dr. Christiane Hackerodt Kunst- und Kulturstiftung.

NEU: Produktionspreis für Projekträume der NORD/LB Kulturstiftung

Die NORD/LB Kulturstiftung unterstützt die Entwicklung der jungen Kunstszene in Hannover mit der Auslobung eines Produktionspreises für Projekträume. Eine Jury der Stiftung soll aus zehn vom Kulturbüro vorgeschlagenen Projekträumen jährlich einen Preisträger auswählen, der zusätzlich eine Summe von 10.000 Euro für die Realisierung seines Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramms erhält.

Öffnungszeiten und weitere Informationen

Das ZINNOBER-Wochenende wird vielerorts bereits am Freitag (31. August) mit Vernissagen eingeläutet. Alle Ausstellungsorte sind am 1. und 2. September jeweils von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

An einzelnen Kunstorten wird ein Abendprogramm angeboten. Der Eintritt ist frei.

Der Eintritt zur Kestner Gesellschaft ist nur während der Aktionen frei.

ZINNOBER ist auch familienfreundlich – an verschieden Kunstorten werden Kinder-Aktionen angeboten.

Das ausführliche Programm zum 21. ZINNOBER Hannover liegt vor und kann angefordert werden beim Kulturbüro Hannover, Landschaftstr. 7, 30159 Hannover, Telefon 0511/168-45245 und Fax 0511/168-45073 oder E-Mail zinnober@Hannover-Stadt.de.

Internet: www.zinnober-hannover.de

Musik an der Löwenbastion

Am Maschseefest scheiden sich die Geister

Abendstimmung an der Löwenbastion

Abendstimmung an der Löwenbastion

Das Maschseefest Hannover, Deutschlands größtes Seefest mit Besucherrekord und trotzdem sind viele Hannoveraner nicht zufrieden mit dem Fest. Das hat viele Gründe. Immer größere Aufbauten verschlingen viel Geld und müssen entsprechend refinanziert werden. Die Preise am Maschsee waren daher wieder in neue astronomische Höhen geklettert. Für ein leckeres Essen einen angemessenen Preis zu zahlen ist völlig in Ordnung, aber eine Flasche Bier für 3,50 € oder eine Flasche Bio-Brause für 4,- € sind schon Nahe an einer Frechheit.
Das es auch anders gehen kann hat das Fest der Kulturen am Wochenende gezeigt. Viele kleine Stände mit exotischen Speisen zu meist moderaten Preisen. Darunter auch professionelle Anbieter wie der Food-Truck von Eddielicious. Schon lange nicht mehr so lecker auf einem Fest gegessen. Am Nachbarstand noch eine Flasche Wasser für 1,- € auf den Weg mitgenommen. Da fragt man sich dann schon, warum das Maschseefest mit immer neuen Preisrekorden glänzen muss.

Musik an der Löwenbastion beim Maschseefest 2018

Musik an der Löwenbastion

Auch beim Programm ist nicht alles Gold, was glänzt. Coverbands überall. Allein vier AC/DC Coverbands zeugen nicht gerade von viel Kreativität bei der Musikauswahl. Alternative Musik Fehlanzeige. Kommt mal mit Diana Babalola eine lokale Künstlerin zum Zug, dann besteht auch hier der Großteil des Programms aus Covertiteln. Völlig unnötig, denn als dann die eigenen Songs der Band kamen waren die viel besser. Kontraproduktiv ist auch die räumliche Enge am Nordufer. Der Platz vor der Hauptbühne ist einfach viel zu klein für große Stars, die viele Zuschauer anziehen.
Als Familienausflug ist das Fest inzwischen auch nicht mehr die beste Wahl. Das Kinderprogramm ist zum großen Teil auf Nebenschauplätze ausgelagert. Entlang der Promenade an Nordufer und Rudolf-von-Bennigsen-Ufer ist wenig Raum für Kinderaktivitäten vorgesehen.

Aber genug mit der Kritik am Maschseefest. Was könnte man besser machen?

Zunächst sollte man sich bei Stadt und Veranstalter fragen, ob Hannover und die Hannoveraner ein riesiges Fest haben will, das Touristen von überallher anzieht oder lieber ein Konzept, das den Maschsee den ganzen Sommer für die Bewohner der Stadt erschließt. Genau da liegt nämlich der Knackpunkt. Drei Wochen Mega-Party stehen vielen Wochen mehr oder weniger verwaistem Seeufer gegenüber. Dazu noch die Auf- und Abbauphase, wo wie in diesem Jahr bei allerbestem Sommerwetter das halbe Seeufer für zwei Wochen zur Riesenbaustelle wird. Das ist nicht wirklich im Sinne der Anwohner und Besucher aus der Stadt.

Was spricht dagegen den Sommer über das Seeufer mit kleinen gastronomischen Angeboten zu nutzen? Ein Food-Truck und ein Getränkewagen dazu 20 Tische und schon ist ein netter Anlaufpunkt am See geschaffen. Am Wochenende hier und da ein Akustik-Konzert oder ein Kleinkunstangebot wie beim Kleinen Fest im großen Garten und der See gewinnt deutlich an Aufenthaltsqualität. Für größere Konzerte bieten sich Löwenbastion und Maschseequelle an. Abseits von Wohnbebauung werden dort kaum Anwohner gestört. Vielleicht könnte sich die Stadt noch dazu durchringen an den wichtigsten Stellen dauerhaft sanitäre Anlagen zu bauen.

Bühne beim Hafensommer in Würzburg

Bühne beim Hafensommer in Würzburg

Wenn es dann wirklich noch ein großes Fest sein muss, könnte man das auf eine Woche beschränken und auf das Nordufer und Umgebung beschränken. Dazu eine große Bühne in den See bauen, wie man es von vielen anderen Orten kennt und das ganze Nordufer steht für Zuschauer zur Verfügung. Dann könnte man auch mal richtig zugkräftige Musiker einladen.
Neben den Konzerten gibt es auch viele andere Möglichkeiten den See zu nutzen, ohne störenden Lärm für die Anwohner zu produzieren. In den Anfangsjahren des Festes gab es zum Beispiel ein Open-Air-Kino im Strandbad. Unter der Woche auf der großen Seebühne ein Erlebnis ohne das die Nachbarn auf die Barrikaden gehen. Das Open-Air-Kino zieht zeigt das Seh-Fest im Sportpark seit Jahren. Oder die Lasershow zum glaube ich 750. Stadtgeburtstag. Ein Event, das seinerzeit viele Besucher anlockte.

Stellt sich jetzt die Frage weiter so oder doch lieber ein Konzept für den ganzen Sommer schaffen. Der Besucheransturm gibt eigentlich den Veranstaltern recht, aber immer höher, schneller, weiter ist auf Dauer gegen die Mitbewerber aus Hamburg, Bremen und so weiter sicherlich kaum durchzuhalten.

Achim Brandau

Internationale Mini-Olympiade

Internationale Mini-Olympiade Hannover gegen Rassismus 2018

Internationale Mini-OlympiadeUnter dem Titel “Internationale Mini-Olympiaspiele” veranstaltet auch diese Jahr wieder ein Zusammenschluss von Vereinen einen Dreikampf gegen Rassismus: Hakili-So/Haus der Bildung e.V., Ivoire Diaspora Hannover e.V., Initiative für Internationalen Kulturaustausch e.V. (IIK e.V.)., Ukrainischer Verein in Niedersachsen e.V., Afropäa e.V., ADV Nord e.V. und der Verein Ukrainischer Studierender.

Alle Infos unter: www.linden-limmer-hilft.de

VHS-Hannover

Ada-und-Theodor-Lessing-Volkshochschule Hannover: Herbstprogramm 2018 erschienen

Druckfrisch ist das neue Herbstprogramm 2018 der Ada-und-Theodor-Lessing-Volkshochschule Hannover (VHS) jetzt erhältlich. Es liegt im Haus der VHS in der Burgstraße 14, in allen Nebenstellen der VHS sowie im hannoverschen Buchhandel, in Bibliotheken, Bürgerämtern, Freizeitheimen und Sparkassen kostenlos aus und ist unter www.vhs-hannover.de online abrufbar.

Das Programm bietet aktuell mehr als 1.300 verschiedene Kurse, das entspricht gut 48.000 Unterrichtsstunden.

Zum Programm: vom Stockkampf bis zum „Fake News-Workshop“

Neu im Programm ist beispielsweise ein Kurs im Stockkampf für Fortgeschrittene. Wer von der reichen Ernte aus dem Garten gern länger etwas haben möchte, kann den Kurs „Haltbarmachen – Geschenke im Glas“ besuchen. Gemeinsam mit der Landeszentrale für politische Bildung ist ein „Fake News-Workshop“ im Angebot. Es gibt Kurse für HobbyfotografInnen wie die „Lost Place Fotografie“, die an einem Wochenende einen verlassenen Ort in den Fokus nimmt, und für ImkerInnen, die sich fortbilden möchten. An TrägerInnen von Hörgeräten oder Cochlear-Implantaten richtet sich der Kurs „Beethoven goes Hollywood“ zu Schwerhörigkeit und Musik. Ein Dauerbrenner sind die Sprachlernangebote in mehr als 25 Sprachen.

Anmeldungen zu VHS-Kursen sind persönlich im Haus der VHS in der Burgstraße 14, online unter www.vhs-hannover.de und telefonisch unter der Rufnummer 168-44783 möglich.

Für die Anmeldungen zu einem Sprachkurs oder zum Programm „Schule für Erwachsene“ ist eine vorherige persönliche Beratung, gegebenenfalls ein Eignungstest, Voraussetzung.