Tag: 11. September 2018

Aegigienkirche

Europaweites Glockenläuten im Europäischen Kulturerbejahr 2018

Aegigienkirche

Aegigienkirche

„Friede sei ihr erst Geläute“: Veranstaltungen vom 14. bis 21. September 2018

Heute (11. September) haben Oberbürgermeister Stefan Schostok, Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann, Dr. Anne-Viola Siebert vom Museum August Kestner und Kirchenmusikdirektor Lothar Mohn das Programm zur Veranstaltungswoche anlässlich des Europaweiten Glockenläutens am Internationalen Friedenstag (21. September) vorgestellt.

Die Landeshauptstadt und Mayors for Peace Stadt Hannover bietet gemeinsam mit dem Evangelisch-lutherischen Stadtkirchenverband Hannover und weiteren KooperationspartnerInnen vom 14. bis zum 21. September 2018 Veranstaltungen rund um das Europaweite Glockenläuten im Europäischen Kulturerbejahr 2018 an. Die Angebote sind vielfältig. Ob Workshop, Konzert oder Vortrag: In dieser Woche steht die Glocke im Mittelpunkt des Geschehens – als Symbol des Friedens, der Verständigung, als Musikinstrument und als Kunstwerk. So können BesucherInnen unter der Anleitung eines Glockengießers eine eigene Glocke anfertigen. Des Weiteren ist die Glocke als virtuoses Instrument erlebbar: Das Handglocken-Trio Hannover eröffnet die Veranstaltungswoche am 14. September um 18.30 Uhr im Neuen Rathaus mit einem Konzert. Auch die Teilnahme an Zeremonien ist möglich. So öffnet die Viên Giác Pagode ihre Türen und lädt zu einer Nachmittagszeremonie ein. Die Woche endet am 21. September mit der Gedenkveranstaltung „Ringing the bells“ in der Aegidienkirche um 17.30 Uhr, einem gemeinsamen Läuten von kirchlichen und weltlichen Glocken zum Internationalen Friedenstag am selben Tag von 18 bis 18.15 Uhr sowie einem anschließenden multireligiösen Friedensgebet mit dem Titel „Friede sei ihr erst Geläute“ in der Marktkirche.

Oberbürgermeister Stefan Schostok sagt: „Noch immer erschüttern Kriege unsere Welt und zwingen viele Menschen zur Flucht. In Europa und gerade erst in Deutschland erleben wir ein Aufflammen von Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus. Dies zeigt uns: Frieden und ein friedliches Zusammenleben sind nicht selbstverständlich, sondern erfordern stets entschiedenen Einsatz aller demokratischen Kräfte der Gesellschaft. Deshalb beteiligt sich Hannover als Mayors for Peace Mitglied mit vielen PartnerInnen in der Stadt am Europaweiten Glockenläuten am Internationalen Friedenstag. Unter dem Motto ‚Friede sei ihr erst Geläute‘ erinnern wir mit diesem weit hörbaren Zeichen an die gemeinsamen europäischen Werte der Freiheit, der Solidarität und des Friedens.“

Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann erläutert: „Der Evangelische Stadtkirchenverband und seine Gemeinden möchten mit ihrer Beteiligung am europaweiten Geläut der Glocken zugleich ein Zeichen für Demokratie setzen – und die ausdauernde Bereitschaft für sie einzustehen und sie zu gestalten. Das ist nötig, wenn ein gesellschaftliches Miteinander gelingen soll. Viele Menschen warten auf ein kräftiges Zeichen zivilgesellschaftlicher Entschlossenheit und einer gegen Krieg, Hass und Unrecht ausgerichteten Grundhaltung. In einer Zeit, in der die Fliehkräfte des Nationalismus das Gemeinsame zu zerreißen drohen, soll die Grundintention des Glockengeläutes deutlich hörbar sein.“

Hintergrund:

Das Europaweite Glockenläuten ist ein verbindendes Zeichen des Friedens und der Solidarität. Diese Aktion ist Teil des Europäischen Kulturerbejahres 2018, ausgerufen von der Europäischen Kommission. Mit zahlreichen Veranstaltungen zeigen die 28 Mitgliedsstaaten, welches kulturelle Erbe sie miteinander teilen.

Zugleich wird an den Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges vor 400 Jahren, an das Ende des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren und die Schrecken des Zweiten Weltkrieges, ausgehend von der Reichspogromnacht vor 80 Jahren, erinnert.

Die Landeshauptstadt Hannover ist Vizepräsident und Lead City im weltweiten Städtebündnis der Mayors for Peace. Unter der Leitung von Hiroshima setzt sich das Netzwerk vor allem für die Abschaffung von Atomwaffen ein, greift aber auch aktuelle Themen auf, um Wege für ein friedvolles Miteinander zu diskutieren. Inzwischen gehören dem Netzwerk mehr als 7500 Städte und Gemeinden aus 163 Ländern an. In Deutschland sind über 550 Mitglieder dem Bündnis beigetreten.