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Die ICE-Strecke Hannover–Berlin geht in Betrieb

Am 15. September 1998 wird die ICE-Strecke vom Hauptbahnhof Hannover nach Berlin in Betrieb genommen. Mit einer Länge von 256,2 Kilometern verbindet die Schnellfahrstrecke die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover mit der deutschen Bundeshauptstadt Berlin.

Nach zähen Verhandlungen zwischen der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) und der Bundesrepublik Deutschland (BRD) in den späten 1980er Jahren wurde der Bau der Strecke 1990 beschlossen und 1991 begonnen. Sie ist seit 20. September 1998 in Betrieb. Das Gesamtprojekt Hannover–Berlin mit Sanierung und Ausbau der Lehrter Bahn wurde als Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 4 im Bundesverkehrswegeplan geführt. Die Kosten der Neu- und Ausbaustrecken betrugen rund 5,1 Milliarden DM.

Die Neubaustrecke ist zwischen dem Streckenkilometer 178 der Lehrter Bahn (bei Wolfsburg-Vorsfelde) und Streckenkilometer 118 der Schnellfahrstrecke (bei Berlin-Staaken) planmäßig mit 250 km/h befahrbar. Am 13. August 2001 erreichte der ICE S mit experimentellen Drehgestellen auf der Neubaustrecke 393 km/h. Nach den im Rahmen der ICE-Weltrekordfahrt am 1. Mai 1988 erzielten Geschwindigkeiten von bis zu 406,9 km/h ist dies die zweithöchste Geschwindigkeit, die bisher auf deutschen Schienen erreicht wurde.

Bei diesen Geschwindigkeiten wird übrigens gerne mal der Halt in Wolfsburg vergessen.

Bildquellen:

  • Kalenderblatt: www.hannover-entdecken.de