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Emil Berliner meldet ein Grammophon zum Patent an

Am 26. September 1887 meldet Emil Berliner ein Grammophon zum Patent an, das als Tonträger Schallplatten benutzt.

Emil Berliner wurde am 20. Mai 1851 in Hannover geboren und starb am 3. August 1929 in Washington. Zwischen 1881 und 1883 besuchte Emil Berliner Hannover. Dort gründete er mit seinem Bruder Joseph Berliner die erste europäische Gesellschaft zur Produktion von Telefonteilen, die J. Berliner Telephongesellschaft. 1887 meldete er ein Patent auf einen scheibenförmigen Tonträger an, in den von außen nach innen schneckenförmig und in Seitenschrift eine Rille geritzt und so die Schwingungen der Aufnahme-Membran analog konserviert wurden. Bestandteil des Patents war auch ein Aufnahme- und Abspielgerät, das ursprüngliche Grammophon. Der große Vorteil gegenüber der zur damaligen Zeit verwendeten Phonographenwalzen war, dass diese einzeln bespielt werden mussten und hierdurch ein höheres Preisniveau aufwiesen. Eine nach 1902 erfundene Methode, um die Rotationswalzen in einem Gießverfahren in größeren Stückzahlen und damit kostengünstiger herzustellen, kam zu spät und war dem Pressen der Schellackplatte auch immer unterlegen. Damit war es möglich, Schallplatten in großen Mengen preisgünstiger zu produzieren.

Sein Bruder Joseph Berliner, der in Hannover die Deutsche Grammophon Gesellschaft (eine Zweigniederlassung der in London gegründeten Gramophone Company) leitete und die Villa Simon bewohnte, stellte 1898 die ersten Tonträger in Massenproduktion her. Er hatte auch maßgeblichen Anteil an der Verbreitung des Telefons in Deutschland.

Bildquellen:

  • Kalenderblatt: www.hannover-entdecken.de