Feldherr Tilly lagert mit seinem Heer auf dem Lindener Berg

Im Dreißigjährigen Krieg schlug der Feldherr Tilly am 26. Oktober 1625 auf dem Lindener Berg sein Lager auf. Von hier aus sandte er einen Trompeter als Unterhändler nach Hannover, um Aufnahme in der Stadt zu verlangen – was der hannoversche Magistrat jedoch verweigerte. Daraufhin kam es zu einem kleinen Scharmützel an der Ihmebrücke, nach dem die Tilly’schen Truppen zunächst in das Ricklinger Holz weiterzogen. 14 Tage später lagerte auf dem Berg wiederum das Tillysche Heer, dann jedoch zogen die Besatzer in Richtung Weser ab – ohne Hannover erobert zu haben. Die Lindener Bevölkerung aber – bis 1641 war der Lindener Berg mehrfach Schauplatz kriegerischer Ereignisse – war durch Brandschatzungen und Plünderungen bis zum Westfälischen Friede im Jahr 1648 völlig verarmt.

Der Dreißigjährige Krieg von 1618 bis 1648 war ein Konflikt um die Hegemonie im Heiligen Römischen Reich und in Europa, der als Religionskrieg begann und als Territorialkrieg endete. In diesem Krieg entluden sich auf europäischer Ebene der habsburgisch-französische Gegensatz und auf Reichsebene der Gegensatz zwischen dem Kaiser und der Katholischen Liga einerseits und der Protestantischen Union andererseits. Gemeinsam mit ihren jeweiligen Verbündeten trugen die habsburgischen Mächte Österreich und Spanien neben ihren territorialen auch ihre dynastischen Interessenkonflikte mit Frankreich, den Niederlanden, Dänemark und Schweden vorwiegend auf dem Boden des Reiches aus. Infolgedessen waren eine Reihe von weiteren Konflikten mit dem Dreißigjährigen Krieg eng verbunden:

Bildquellen:

  • Kalenderblatt: www.hannover-entdecken.de