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Feldwebel Plenge rettet das Neue Rathaus

Am 07. April 1945 regiert immer noch der nazionalsozialistische Wahnsinn in Hannover. Ein halbes Dutzend SA-Männer versucht im Neuen Rathaus den Führerbefehl „verbrannte Erde“ umzusetzten.

Wie durch ein Wunder war das prachtvolle Neue Rathaus in Hannover bei den Bombenangriffen unzerstört geblieben. Im Auftrag der Gauleitung sollte es dann kurz vor Kriegsende noch in die Luft gejagt werden. Die Rettung kam durch Feldwebel Wilhelm Plenge, der hier eine Art Hausmeisterposten bezogen hatte. Schnell wurde ein Trupp Soldaten zusammengetrommelt der die Eindringlinge in Schach hielt. Die Drahtverbindung zum Bunker in Ahlem, in dem Gauleiter Hartmann Lauterbacher saß, wurden gekappt. So konnten keine weiteren unsinnigen Befehle mehr von dort kommen. Schließlich zog das Sprengkommando ab.

Auch die nächste kritische Situation wird gemeistert. 40 Bewaffnete die Kisten mit Munition durch die Rathaushalle und in den Keller schleppten wurden kurzerhand in einen Luftschutzkeller gelotst. Mit einem Kontingent Schnaps und Wein dort eingesperrt konnten sie sturzbetrunken überwältigt werden. Das Rathaus war endgültig gerettet.

Am 10. April erreichen US-Truppen die weitgehend zerstörte Stadt.

Bildquellen:

  • Kalenderblatt: www.hannover-entdecken.de