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Gedenkstätte Ahlem wird eröffnet

Gedenkstätte Ahlem

Tor der Gartenbauschule Ahlem

Auf dem Gelände der ehemaligen Israelitischen Gartenbauschule in Ahlem wird am 03. August 1987 dir Gedenkstätte Ahlem zu Geschichte und Schicksal
hannoverscher Juden eröffnet.

Die Gedenkstätte Ahlem befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen Israelitischen Gartenbauschule Ahlem, 1893 von dem jüdischen Bankier und Hobbygärtner Moritz Simon unter dem Namen „Israelitische Erziehungsanstalt“ gegründet. Nach der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten 1933 engagierte sich die Schule sofort bei der Vorbereitung junger Juden für die Auswanderung, vor allem nach Palästina. Das Gelände der Gartenbauschule wurde im Herbst 1941 zur zentralen Sammelstelle für die Deportation der Juden aus dem Bereich der Gestapoleitstelle Hannover bestimmt. Zwischen Dezember 1941 und Januar 1944 wurden hier über 2.000 Juden aus dem gesamten südlichen Niedersachsen zusammengezogen, bevor sie in insgesamt sieben Transporten über den Bahnhof Fischerhof in Linden deportiert wurden.

Die Gedenkstätte umfasst zwei Ausstellungsetagen, eine Mediathek sowie ein begehbares Außengelände. Die zwei Ausstellungsebenen erzählen die Geschichte der Israelitischen Gartenbauschule sowie die Geschichte der Verfolgung auf dem Gelände. Im Außengelände bieten Informationstafeln Orientierung und es kann hier die Wand der Namen besucht werden. Sie dokumentiert die Namen tausender Menschen, die von Ahlem in den Tod deportiert wurden oder in direkter Verantwortung der Gestapo Ahlem hier und an anderen Orten ermordet wurden.

Der Heimatforscher Friedel Homeyer baute den Ort 1987 zur damals so bezeichneten „Mahn- und Gedenkstätte aus“. Entscheidenden Anteil hatte der Förderverein Gedenkstätte Ahlem, dass die Gedenkstätte ab 2012, durch die Region Hannover, weiter ausgebaut wurde.

Gedenkstätte Ahlem
Heisterbergallee 10
30453 Hannover
gedenkstaette-ahlem-foerderverein.de

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